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Lodern

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Adelung
Anchors
7 in 7 Wb.
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Lodern

Bd. 2, Sp. 2091
Lodern, verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert. 1.* Eigentlich, sich schnell oder leicht hin und her bewegen; in welcher veralteten Bedeutung es nur noch in den verwandten Loderasche, Lode, Lotterbube, schlottern, flattern u. s. f. üblich ist. 2. In engerer und gewöhnlicherer Bedeutung wird es von dem Feuer gebraucht. 1) Mit einer zitternden Bewegung brennen, ohne eben in Flammen auszubrechen. Ein Feuer, welches unter der Asche lodert, glimmet, fortglimmet. So lange loderte der Rache schwarzes Feuer In keines Gottes Brust, Raml. 2) In Gestalt heller, beweglicher Flammen brennen; im gemeinen Leben flackern. Die Flamme lodert im Stroh, Joel 2, 5. Doch wird die Zwietracht nicht in vollen Flammen lodern? Weiße. Das Stroh lodert bald weg. Anm. Schwed. loddra. Der Begriff der Beweglichkeit ist der nächste und erste, worauf dieses Wort und dessen Verwandte auch häufig figürlich zur Bezeichnung des Feuers, des Lichtes, der Hitze u. s. f. gebraucht worden. S. Lohe, Glühen, Licht u. s. f. Im Ital. bedeutet Luta einen Funken. Eigentlich ist lodern das Iterativum von dem vorigen Zeitworte loden, so fern es ehedem überhaupt sich schnell bewegen bedeutet hat, wovon Schlitten, gleiten u. s. f. noch Überbleibsel sind.
1265 Zeichen · 35 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Lodern

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Lodern , verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert. 1.* Eigentlich, sich schnell oder leicht hin und her b…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    lodern

    Goethe-Wörterbuch

    lodern a mit einer (großen, hellen, heftig emporschlagenden) Flamme brennen; von (nützlichem od zerstörerischem, Altar- …

  3. modern
    Dialekt
    lodern

    Rheinisches Wb.

    lodern -ōd- Sol , Elbf schw.: Loden treiben, üppig wachsen.

  4. Spezial
    lodern

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    lo|dern vb.intr. sfogaté (-tëia), sflamé (-mëia) .

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit lodern

19 Bildungen · 1 Erstglied · 15 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von lodern 2 Komponenten

lod+ern

lodern setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

lodern‑ als Erstglied (1 von 1)

lodern als Zweitglied (15 von 15)

anplodern

BWB

anplodern Band 2, Spalte 2,1345

auflodern

DWB

auf·lodern

auflodern , flammam concipere: affecten lodern auf wie ein feuer. Lehmann 9 ; meine frau in zorn aufloderte. ehe eines mannes 195; seine gan…

schlodern

DWB

sch·lodern

schlodern , verb. , so nennen die schlosser das löthen unter zuhülfenahme von lehm, ferruminare modo serariorum, adhibita argilla Frisch 2, …

Umflodern

Wander

Umflodern Da ist viel umgeflodert. – Birlinger, Alemannia, III, 295. »(Da sind) Münch und Nonnen umbgeflodert, da alles voller Breut und Bre…

verlodern

DWB

ver·lodern

verlodern , verb. 1 1) von einem lodernden feuer verzehret werden. sinnlich: wenn nun alle ehr und herrligkeit ... wie ein spinnwebe ... inn…

Ableitungen von lodern (3 von 3)

entlodern

DWB

entlodern , excandescere, flammigare: bis dem dickern qualm aufleuchtendes feuer entlodert. Voss; spende myrten zum kranz, dem herd entlodre…

verlodern

DWB

verlodern , verb. 1 1) von einem lodernden feuer verzehret werden. sinnlich: wenn nun alle ehr und herrligkeit ... wie ein spinnwebe ... inn…

zerlodern

DWB

zerlodern , verb. , in flammen auflodern, sich lodernd ( s. lodern th. 6, 1117) verzehren: Bürger 122 a ; 118 b Bohtz; H. Löns heidebild. 90…