lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

link

ahd. bis spez. · 22 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
29 in 22 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
Verweise rein
52
Verweise raus
50

Eintrag · Rheinisches Wb.

link

Bd. 5, Sp. 480
link, links das Wort ist allg., heute auch in den Geb., die nach Wk. V 10 eigene Wörter für den Begriff haben oder früher ausschl. hatten (schlimm, schlinks, lurz, lucht (lout)); als prädik. Adj. heisst es stets liŋks, –e-, –ē-, –ē:- [die Entwicklung > ø, –a-, –ę-, –- in den Geb., die i zu diesen Lauten senken, ist nicht allg., so hat nur WBitb -a-, sonst Bitb -i-; Trier-Stdt nicht -ø-, sondern -i-; Trier-Ld (Mos) aber -a-; im rip. Senkungsgeb. heisst es neben -e- ebenso häufig -ø-, –-, –ę-; diese Bemerkungen gelten auch für die übrigen Anwendungen]; attrib. liŋkə, –e- [doch liŋgsə, –e- Ottw, Wend, Birkf, Simm, Hunsr-Orte von Bernk, Zell; liŋgə u. liŋgsə (hierbei Bitb mit Ausnahme des WRandes, wo -a-, liŋkə, aber laŋksə; Trier-Ld (Mos) laŋgə u. -gsə) Bitb Trier, Wittl, Bernk (Mos), Zell (Mos), Koch, May; dann leŋkə, –ŋksə in Köln, Bergh, Dür, Jül, Aach-Ld; lendə Siegld-Netphet u. oSiegt; leŋdə (im Anschluss an ręidə ‘rechte’) Kemp; leŋzdə Erk-Elmpt; leŋkste Kref]; als Adv. liŋks, –e- Adj.: 1. auf der Herzseite befindlich, wie nhd. a. attrib.; de l.ə Sitt, de l.ə Hand (udgl.); der l.ə Stromp usf.; der l.ə Bur beim Kegeln Rip, Allg.; en l.ən Dachen Dach aus langhalmigem Stroh, dessen Halme mit der Spitze nach aussen gehen Trier, Bitb, Wittl; l.ər Hawersack Linkshänder Wend-OReidenb. RA.: De kick (u. ä.) möm reite Og en de l.ə Westetäsch (Täsch, Bocksensack, Brustlappesäckel; s. d. W.) er schielt Neuss, Allg. De Mötsch (Mütze) op et l.ə Uhr ha nicht gut gelaunt sein Aach, Allg. Er hert met dem l.ə U. of de rechte Seit net got Neuw-Dierd. L. Uhr, klenk Uhr, reit Uhr, schleit Uhr das Klingen des l. Ohres bedeutet Glück, das des rechten Unglück MGladb, Aach, Meiderich (der Volksgl. ist allg.) [reiter, je schleiter; l.ər, je flenker Düss-Rating, Elbf, n. Ruhr; je l.ər, je klenkər; je reiter, je schleiter Grevbr-Aldenhv]. Er hat zwei l.ə Fess (Füsse) X-Beine Goar-Boppard; de hät zwei l.ə Ben krumme Beine Bergh, Allg. Den es heit morgen met dem l.ə Fouss (Ben) (dererscht) of gestanen er ist übel gelaunt Bernk, Allg. He gäht mem rechten Bän op der l.ər Seit er torkelt, der Betrunkene Saarbg-NLeuken. De l.ə Haund (Hand) kümmp van Hatten (Herzen) MülhRuhr, Elbf. De hät de l.ə Hand am rechte Ärm ist Linkshänder Sieg-Scheiderhöhe. Gef dat schin (rechte) Hännschen, nöt dat linket! Trier, Allg. Wej wachten (warten) all (schon) met de l.ə Hand wir haben schon angefangen mit Essen udgl. Rees, Mörs, Ottw-Theley. L.ər Hand nach links Allg. En Gesicht mache wie de l.ə Schächer om Kreiz Trier; l.ə Sch. Linkshänder Bernk-Wehlen; l.ə Jud dass. Wittl, Koch-Lutzerath, May-Gehring Kollig, Aden-Virnebg. — b. präd. nur in best. Wend.: Der es l. linkshändig; he es net l. schlägt kurz entschlossen sofort drein, ist gewandt, pfiffig, nicht langsam, hat Kraft Rip, Allg.; der ös och net l. derbei er weiss zuzugreifen Sieg-Ägid; der (dat) ös net rechs on och net l. taugt durchaus nicht Rip; er es ganz l. sehr verlegen, kleinlaut Saarl-Differten; loss mer renne gohn; ech glöwen, dat es net lenkt nicht zum Nachteil Gummb-Homburgisch; die wor net l.! die Ohrfeige sass Rip. — c. subst. der Links der Linkshändige Simm; e Linksen, –kser auch ein Verdrehter, vor dem man sich hüten muss Mosfrk, Rhfrk; en Lenker u. -kser Rip; Lenkdər Siegld; die Lenk Pique-Dame im Solosp., de L. weisen diese zeigen, das Spiel zählt dann doppelt hoch Saarbg, der Link Ottw, et Link Bitb, Prüm; ek gef dej glick ene Lenken, dat dou menns (meinst), et wür enne Rechsen! so ohrfeige ich dich Mörs-Asbg. — d. Adv.; du musst l. (no l,) fahre; hall dich l. der Stross; äne l. leie losse nicht beachten; de werft (schiesst usf.) l. linkshändig Rhfrk, Allg.; ech schlohn dech rechs on l. öm de Uhre; l. eweg mit der l. Hand; l., l.! Kommando beim Marschieren, l. ōm! beim Wenden; et Afzälle (vor dem Spiel) geht van l. no rechs, wie de Kaffemüll geht; l. eröm geht der Weg Rip, Allg.; et geht van l. op schräg an von einer Karre in der Kehre, von einem Betrunkenen Gummb; l. getraut (verheiratet) bei der standesamtlichen Trauung SNfrk; öwerlenks blef hej an den Hoff stohn nach l. hin Rees. RA.: Er hirt met dem rechte Uhr net l. will nicht hören May-Hatzenport. L. gelehrt, rechts verkehrt Birkf. L. jet Flenks das Klingen des linken Ohres bedeutet Glück MGladb; l. klenk et, reits schleht et Lennep-Haarhsn. Ein schlecht gehendes Geschäft geht l. om Prüm-Mürlenb. — 2. rückseitig, von Geweben; de linke Seit; de Rock links anduhn Rhfrk, Allg. RA.: Eich han mich an der Kirw (Kirmes) mol geherig links gemach den innern Menschen hervorgekehrt u. mich ausgetobt Saarl, Ottw, Saarbr; mer han en l. gemach ihm alle Klicker abgewonnen Saarl-Bous; alles l. mache durchstöbern, das Unterste zu oberst kehren Saarl, Ottw, Saarbr.
4803 Zeichen · 130 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    linkst. M. (a?, i?)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    link , st. M. (a?, i?) nhd. Luchs ne. lynx ÜG.: lat. lynx Gl Q.: Gl (3. Viertel 9. Jh.) I.: Lw. lat. lynx E.: s. lat. ly…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    linkAdj.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    link , Adj. nhd. link Vw.: s. ā-, gōder-, hende- Hw.: vgl. mhd. linc (1), mnl. linc E.: s. mhd. linc, Adj., link, linkis…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Link

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Link , adj. et adv. welches dem recht entgegen gesetzet wird, aber nur in einigen Fällen als der Gegensatz von diesem Wo…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    link

    Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    link auch in Zusammenschr ‘lin(c)kerhand’ (zB B11,44,14 u 30,76,5 ); häufig in Korrelation mit ‘recht’ 1 als (relative) …

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Link

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +2 Parallelbelege

    Link , Heinr. Friedr., berühmter Naturforscher, besonders Botaniker. geb. 1769 zu Hildesheim, 1792 Professor der Naturge…

  6. modern
    Dialekt
    link

    Elsässisches Wb. · +7 Parallelbelege

    link [lìk Fisl. Bf. ; lek Su. Dü. Hf. ] Adj. link. Rda. Er is t mit d em linke n Fuess z u erst üwers Bett h era b Dü.…

  7. Spezial
    Link, dynamischerm

    Dt.-Russ. phil. Termini · +5 Parallelbelege

    Link , m , dynamischer линк , м , динамический

Verweisungsnetz

86 Knoten, 74 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 9 Wurzel 3 Kompositum 54 Sackgasse 20

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit link

375 Bildungen · 210 Erstglied · 163 Zweitglied · 2 Ableitungen

link‑ als Erstglied (30 von 210)

Linkdrall

SHW

Link-drall Band 4, Spalte 353-354

Linkdreh

SHW

Link-dreh Band 4, Spalte 353-354

Linkmichel

SHW

Link-michel Band 4, Spalte 353-354

Linktape

SHW

Link-tape Band 4, Spalte 353-354

lînkappe

Lexer

lin·kappe

lîn-kappe swf. BMZ kappe von leinen Trist. 2629. vgl. lînîne chappe Kchr. D. 525,5.

Linkauken

MeckWB

lin·kauken

Linkauken m. aus den Rückständen bei der Gewinnung des Leinöls in Kuchenform gepreßtes Viehfutter allgem.

Linkawel

MeckWB

link·awel

Linkawel f. abgemessenes und ausgelostes Ackerland für Lein.

Linkehand-Ehe

Meyers

Linkehand-Ehe , soviel wie morganatische Ehe, s. Ehe , S. 398, und Ebenbürtigkeit.

linken

DWB

lin·ken

linken , verb. schrumpfen, aus dem theil 3, sp. 228 unter einlinken beigebrachten part. eingelunken zu folgern. zur verwandtschaft vergl. au…

Linkepot

MeckWB

linke·pot

Linkepot f. Benennung eines Linkshänders: Linkepot, slah den Düwel dot, Gegenrede: Rechtepot, dei is all dot (1887) Ha Red u. ä. Fassungen v…

Linker

Wander

lin·ker

Linker 1. Dem Lincken kompt alles lincks. – Sutor, 166; Petri, II, 74. 2. Ein Linker macht nichts recht.

linkerapfel

DWB

linker·apfel

linkerapfel , m. malum turbinatum, ex flavo virescens punctatum. in Schwaben Frisch 1, 617 a .

linkerhand

DWB

linker·hand

linkerhand , adv. aus linker hand ( vgl. unter link 1, a ) zusammengerückt: und als ich dachte linkerhand, hat er zur rechten mich geschwenk…

linkerhandehe

DWB

linkerhand·ehe

linkerhandehe , f. ehe zur linken hand, nicht vollberechtigte ehe ( vgl. link 1, a ): um ihn .. voll zu packen mit lauter halbwahren, aus ei…

link als Zweitglied (30 von 163)

allink

KöblerMnd

all·ink

allink , Adj., Adv. Vw.: s. ālink

bertlink

KöblerMnd

bertlink , M. Vw.: s. bērtlinc

brolink

KöblerMnd

brolink , M. Vw.: s. brȫlinc

drelink

KöblerMnd

drel·ink

drelink , M. Vw.: s. drēlinc L.: Lü 84b (drelink)

drilink

KöblerMnd

dril·ink

drilink , M. Vw.: s. drēlinc L.: Lü 84b (drilink)

dēnlink

KöblerMnd

dēnlink , M. Vw.: s. dēnlinc*

edelink

KöblerMnd

edel·ink

edelink , M.? Vw.: s. ēdellinc* (1) L.: Lü 91b (edelink)

Gaitlink

Wander

Gaitlink Dat es de unrechte Gaitlink 1 . ( Iserlohn. ) – Woeste, 84, 77. 1 ) Drossel, angelsächsisch giddian = singen. In der obigen Redensa…

geidlink

KöblerMnd

geidlink , Sb. Vw.: s. geilink

geilink

KöblerMnd

geil·ink

geilink , Sb. nhd. Drossel (F.) E.: Herkunft ungeklärt? L.: Lü 113b (geilink)

Ableitungen von link (2 von 2)

gelink

DWB

gelink , verstärktes link, wie neben recht auch gerecht bestand: glincker oder lincker, sinister, glinck handt, sinistra, glincklich, sinist…

Linke

Pfeifer_etym

link Adj. (nur attributiv, der linke, ein linker) ‘auf der Seite befindlich, die beim Menschen die Seite des Herzens ist’, linke Seite (‘inn…