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Laken

mnd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Wander
Anchors
32 in 14 Wb.
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Laken

Bd. 2, Sp. 1758
Laken 1. An dem feinsten Laken ist der grösste Betrug. – Winckler, III, 17. 2. Wat kannst du groewe heien1 Laken doch den Mensken haüferdig2 maken, hadde de Biur sagt, doa hadde en niggen Kiyl3 anne hat. (Westf.) 1) Haden, werchen, von Werrig (Werch) gemacht. 2) Hoffärtig. 3) Neuen Kittel. 3. Wei män ein Laken to spreien hät, kann lichte en Bedde maken. (Sauerland.) 4. Das reisst ins englische Laken. Wird in der Gegend von Altona gebraucht, wenn ein Glied einer grossen und ansehnlichen Verwandtschaft eine Schlechtigkeit verübt hat. 5. Dat ritt allto vell int Laken. – Eichwald, 1148; Kern, 1050. Kostet zu viel, schreitet zu sehr ins Geld. 6. He wêt dat Laken to schêrn, dat kêne Wulle daran blifft. – Eichwald, 1147; Kern, 1149. Er versteht sich auf seinen Vortheil zum Schaden des andern. 7. He wêt wo dat Laken scharen is. – Schütze, III, 5; Eichwald, 5149. Er weiss wie es mit der Sache beschaffen ist. 8. Mit demselben laken is he al wer to bedde bracht. – Lübben.
985 Zeichen · 30 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    laken

    Mnd. Handwb. (Lübben/Walther) · +12 Parallelbelege

    laken, n. 1. Tuch, Zeug, meist aus Wolle gewebt (selten Leinewand). 2. als be- stimtes Mass (44, 30 etc. Ellen). -Bildl.…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Laken

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    * Das Laken , des -s, plur. doch nur von mehrern Arten oder Quantitäten, ut nom. sing. ein Niedersächsisches Wort, welch…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Laken

    Goethe-Wörterbuch

    Laken mask Leinwand, -tuch; hier für: Totenhemd da liegen zerstreut | Die Hemdelein [ der tanzenden Verstorbenen ] über …

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Laken

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Laken , leinener, halbleinener oder baumwollener Stoff zu Bettüchern.

  5. modern
    Dialekt
    laken

    Mecklenburgisches Wb. · +10 Parallelbelege

    laken Flüssigkeit ausscheiden, meist von eingesalzenem Fleisch Mi 48 b ; von ungenügend ausgekneteter Butter: sei laakt …

  6. Sprichwörter
    Laken

    Wander (Sprichwörter)

    Laken 1. An dem feinsten Laken ist der grösste Betrug. – Winckler, III, 17. 2. Wat kannst du groewe heien 1 Laken doch d…

  7. Spezial
    Laken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    La|ken n. (-s,-) 1 (Betttuch) linzó (-zos) m. 2 (großes Tuch) peza (pezes) f. 3 (Badetuch) peza da mans da bagn f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit laken

158 Bildungen · 44 Erstglied · 112 Zweitglied · 2 Ableitungen

laken‑ als Erstglied (30 von 44)

Lakenball

RhWB

laken·ball

Laken-ball MüEif , Bo-Stdt m.: in der Wend.: Nom L. gohn ins Bett gehen.

lākenberêⁱder

MNWB

laken·bereider

lākenberêⁱder , m. , Handwerker der als letzter Bearbeiter das Rauhen und Scheren des Tuches besorgt und für die Güte verantwortlich ist. —

lakenberêder

LW

laken-berêder, der die Tücher krimpt, rauht und schert.

Lakenbeutel

RhWB

laken·beutel

Laken-beutel -by·l. m.: Roaner L. Neckn. derer von Erk-Rath , wo viel Hausweberei war.

Lākenbō²m

WWB

laken·bom

Lāken-bō²m m. [ Min Ravensbg] Teil des Webstuhls: Baum, über den die Leinwand gerollt wird.

Lākenbüᵉgel

WWB

Lāken-büᵉgel m. [verstr.] hölzerner oder eiserner Bogen, über den das Leinentuch beim Wagen gespannt wird (Frbg.).

Lakenfeller

RhWB

laken·feller

Laken-feller lākəfęldər Rees , Klev ; lākənfę·l.ər Mettm m.: eine Kuh, die vorn u. hinten schwarz, im Rücken u. am Leibe weiss ist [ lākəvę·…

Lākengē²st

WWB

laken·gest

Lāken-gē²st m. Person, die sich ein weißes Laken umgebunden hat, um andere in der Dunkelheit zu erschrecken ( Det Is).

lakengischt

DWB

laken·gischt

lakengischt , m. gischt der in der zusammenhängenden form eines leintuchs niederfällt: schnelle wellen, laken-gischt im sturz, gischt unten …

laken II

RhWB

laken II -ā:- = auswischen s. bei Lake;

lāken (megde-)

MNWB

~lāken (megde-) Bettlaken für Dienstmagd (Greifswald). —

lākenmütse

WWB

lāken-mütse f. Haube aus weißem Tüll mit vorgesetzten Kräuseln (WMWB). ¶ Hierher?

lakenrasch

DWB

laken·rasch

lakenrasch , m. ein tuchartiges zeug, besondere art rasch, auch tuchrasch. Jacobsson 4, 457 b .

lakensch

MeckWB

laken·sch

lakensch Adj. aus wollenem Tuch, tuchen: de lakenskn Röck för 'e Buen un de lakenskn Pijdn för ehr Frugns un Döchte käum'm eiest in'ne föfti…

lākensklêⁱt

MNWB

laken·s·kleit

* lākensklêⁱt , n. , Tuch-, Leinenanzug als wams und schörten (Hartich Sierk 217).

laken als Zweitglied (30 von 112)

aflāken

MNWB

* aflāken , swv. , abgrenzen, Grenzzeichen machen.

ascherlâken

MNWB

ascher·laken

* ascherlâken , escherlâken , n. , Aschentuch (beim Büken der Leinwand gebraucht).

bādelāken

MNWB

bade·laken

bādelāken , n. , Badetuch (balneamen; auch Schweißtuch, mit dem im Schwitzbad der Schweiß abgewischt wird.

Baudenlaken

MeckWBN

baude·n·laken

Wossidia Baudenlaken n. Budenlaken, Zeltleinwand Müll. Reut. 11 a .

berlāken

MNWB

berla·ken

° berlāken , n. , ( „ 1 olde kyste, darinne 1 berlaken ” ) Bahrtuch? s. bârlāken.

Bettlaken

Pfeifer_etym

bett·laken

Laken n. ‘Bettuch’. Asächs. lakan ‘Laken, Decke, Tuch, Vorhang, Obergewand’, mnd. mnl. lāken, nl. laken, aengl. lacen (‘Mantel’) haben neben…

Brautlaken

Wander

braut·laken

Brautlaken Die Brautlaken hängen umher. – Frischbier, I, 441. Es sind damit Spinngewebe gemeint, und man will damit ausdrücken, dass die Töc…

dār(e)nlāken

MNWB

daren·laken

dār(e)nlāken , n. , Darrlaken, beim Darren des Malzes benutzte Decke ( „ 1 ferdige dahren mit 1 laken ” Wismar 1575, „ 1 fertige steinern Da…

darnlaken

KöblerMnd

darn·laken

darnlaken , N. Vw.: s. dārenlāken L.: Lü 74b (darnlaken)

dôdenlāken

MNWB

doden·laken

dôdenlāken , n. , Leichentuch; das Tuch, das in einem Totenhaus vor die Tür gehängt wurde.

hāgenlāken

MNWB

hagen·laken

hāgenlāken , m. , braunschweigisches Tuch (nach dem Braunschweiger Weichbild Hagen , s. 5 hāgen ).

halblaken

DWB

halb·laken

halblaken , n. gewebe, dessen aufzug aus hänfenem garn, dessen einschlag aber aus werg oder flachs besteht. Jacobsson 2, 193 b

Ableitungen von laken (2 von 2)

lākene

MNWB

~dôk , lākene- , lākens- Tuch aus Leinen oder Wolle, zu geringeren Kleidungsstücken verwendet. —

verlaken

MeckWB

verlaken a. Spr. sich zu einer Lake verflüssigen: 'veruhrsachen, daß Unser einlAendisches und zu Sltze gesottenes Salz beliegen bleiben, ve…