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Karre

mhd. bis spez. · 14 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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18 in 14 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Karre

Bd. 4, Sp. 196
Karre Rhfrk bis zur kurpfälz./kurtrier. Grenze, an der Saar bis Merz-Nunk karə(n) m.; sonst kār, im Geb. der Schärfung -ā:- f.; WMosfrk u. an Mos bis Koch, May, SDaun -·ă.-; Bernk-Mülh k·ă.rt; OBerg kāər(ə); Selfk kārə; Geld, Mörs, Klev kar; Ruhr, n. Ruhr -ā- [nö. Rees-Wittenhorst Wertherbr u. ö. Rees-Overbeck Voshövel Brünen kōă; Rees-Elsholt Loikum kă; MülhRuhr ka·r.; innerh. Dinsl-Walsum Overbr Stapp u. innerh. Dinsl-Schmachtend Hiesf OLohbg Walsumermark kar]; [Mörs-Büderich Rheinbg, Dinsl-Stdt -ę-; Kobl-Mühlf, Altk-Herdrf kęr m.; Neuw-Heimb Weis kE·ə.r f. (im Gegens. zur kā:r grosse K.)]; Pl. -rə(n), Demin. Rhfrk kęrχə, sonst kErχə(n) –E:-; SNfrk, Klevld kę·r.kə, –ęr-: 1.a. nur die zweiräderige K. zum Fahren von Lasten; es gibt Gebiete, in denen nur diese zweiräderige K. im Bauernbetrieb gebraucht wird, so im OBerg, SNfrk, Klevld; auch dort, wo vierräderige Fuhrwerke daneben stehen, heisst das zweiräderige nur K.; man unterscheidet je nach Art oder Zweck Perds-, Ossen-, Kohk., Hondskärchen; Leiter-, Kasten-, Bott-, Rumpk.; Treck-, Stossk.; Schlag-, Opschlags-, Schnapp-, Kipp-, Stipp-, Stürzk.; Mist-, Addels-, Träute-, Seikk. (setze die Synonym. für ‘Jauche’ ein); Erdappels-, Heu-, Knolle-, Arns-, Bäu- (Ernte-) Steink. (usf., je nach der Ladung); Huf- (Hauben-, mit Plantuch), Kirmes-, Kannebäckerschk. (s. d. W.); Schupp-, Schürres-, Schürges-, Däuk. Schiebk.; Maiwaldkarrke kleine Fuhre, bes. Heu Klev; de lang K. mit Leitern u. hohen Rädern Sieg, Berg, Dür, Aach, SNfrk, Klevld; de korte K. Schlagk. Erk, Kemp, Mörs, Klevld; de Krauk. engspurig, de sporrechte K. der Karrenspur angepasste, weitspurige K. Sieg-Scheiderhöhe; stohle K. stehenbleibende K., die sofort beladen wird, wenn die geladene fortfährt Eusk-Zülp; s. auch Heimbleiweskärchen, Hier-, Zuhaus-, de blo K. (die ins Irrenhaus führt). — Die lang wie auch die korte K. hat zwei Rar (Räder) mit Nav mit Navenband, –rengk, –schif (-scheibe) (Schlagschif), Böss (Büchse), Speke (Speichen) u. Felge mit dem eisernen Rengk oder Beschlag; das Rad dreht sich um die Ass (Achse) (entweder eine isere oder höltere; erstere liegt in einer höltere Assela (-lade), letztere ist aus zwei Schene (Schienen) zusammengesetzt); die isere Löns (Lünse) hält das Rad in der Achse zurück u. hat oben eine Plat (Lönsplat), welche Achse u. Lünse vor Schmutz schützt; an der der K. zugekehrten Seite der Nabe tut dies die Schlikklapp (Schlammklappe); auf der Achse ruht die Börg (der Träger), die Karbörg, bestehend aus zwei Karböm, den Scheien (Scheiden, Querhölzern) u. den auf diesen liegenden Plänk (Brettern) (Karboəm –bodem), die Querhölzer dringen durch die Karböm u. werden an der andern Seite durch höltere Penn (Zapfen) befestigt; an jedem Karbom sind vier isere Uhre (Ohren), in welche die Stempele (Pfosten) (Rungen) der Löəhn (Lehne) (Kardiəl, Bracken) gesteckt werden; auf den Lehnen kann man noch Hüəhgplänk oder Höhgsel (hüəhgen erhöhen) anbringen; zwei Schött (Schützbretter) (das vordere Kopp, das hintere Stopp) schliessen vorn u. hinten die K.; unter der Börg u. am rechten Karrbom hängt die Stip (Stütze) mit Hut (eiserne Kappe) u. Schlöp (Schläufe, Öse); an dem linken Karbom war früher noch das Hanwiəl (s. d.); an den Karböm befinden sich dazu noch zwei eiserne Hoəke (Haken, Bügel), welche die vom Sal (Sattel) herabhängende Hälp (lederner Traggurt) an ihrer richtigen Stelle halten, u. die beiden Achterhamskrämp u. Fürspannskrämp; bei der korten K. oder Schlagk. sind statt der Karböm Stellböm angebracht; der Karrenkasten heisst Karback Geld, Selfk (diese eine Beschreibung möge genügen). — De K. geht (fährt) lech (leicht) (got, schlech); de K. moss geschmärt werde (eine schlecht geschmierte K. schreit: Et gerät der nit oder schmier mich jet! Kobl-Vallendar); de K. schleht (schlägt, hat Schlagseite), — rappelt, schloddert usf. Rip, Allg.; de K. geht te sihr op der Kopp hat zu starken Kopfgang, — spürt net hat nicht die richtige Spurweite, — hät gouwe (guten) Schlag läuft gut Heinsb, — es sporrecht Sieg-Scheiderhöhe; K.ə optrecke ausbessern, vom Schmiede Jül-Kirchbg; de K. lade, aflade, verfahre, opschlohn, ömschlohn, hühe (höhen), — ophüh (zoröck)setze Rip, Allg., — opsteche Heu auf die K. reichen Aach-Walh, Klevld; et Perd en (us) de K. spanne Allg.; de Oss geht got en de K.; tösche (zwischen) K.ə fahre in der Ernte Kemp. — RA.: De K. geht wie e Klöckske (Glocke) die Arbeit geht flott voran Kref-Strümp. He geiht an Bord wie en alde K. er lärmt Mörs. Dou bös so gelenkig wie en K. Sangk (Sand) von einem Schwerfälligen Kref. De K. allen (allein) deht et net, der Bom och net, äver bedds (beide) duren (durcheinander) zu erfolgreicher Arbeit gehört zweierlei: gute Arbeitskraft u. gutes Geschirr MGladb, Erk. En Mul su gruss, dat en K. erenfahre kann Rip, Allg. De K. gaht (geht) of anem Rad wenn nur ein Eheteil Vermögen hatte May-Hatzenport. Mach, dat de K. em Weg blif! halte Ordnung Sieg. De K. schüt (schiesst) ut Heu oder Früchte lösen sich vom Erntewagen u. rutschen heraus; übertr. die Frau bekommt vorzeitig ein Kind Erk-Elmpt. Leddige K.ə boldere am ärgste dumme Menschen schwatzen am meisten u. lautesten Köln-Stdt. Alde K.ən ger knarren Kreuzn. Krache (krachende) K.ə hode (halten) lang gebrechliche Leute leben oft lange Aach-Merkst, Verbr.; de schrattelege (krakig Bitb) K.ə ginn (gehen) am längste May-Trimbs; dei quaklegscht K.ə dauern derlängscht Saarbg-Faha; K.ən, de krache, fahren et längs Köln. De K. es en der Dreck gefahre die Geschichte ist verfahren Rip, Allg. Wenn de Asse (Achse) breckt, leit de ganze K. em Dreck beim Tode der Mutter NBerg. Wann der K.ən eam Dreck leit, wäəss (weiss) mer, wie mer hätt solle fahren Merz-Nunk, — as et ze spot Bitb-Dudeld, — gohn (sein) der guden Weg vill last (längst) WEif, — göt et der g. W. viel Trier-Schleidw, — fend mer der g. W. och ohne Lit (Licht) o. O. Jo, Bauer, dat es en ander K. met Holz! Kobl-Vallendar. De K. wur scheu, on et Perd fel (fiel) öm! Stichelei auf Lügen Schleid-Hellenth. Ene ale Plog (Pflug), e alt Wif on en schef (schiefe) K., die soll der Deuvel holle! Sieg-Siegbg. De ganze K. alleng (allein) a jen Hals hange ha nicht nur die Hausarbeit verrichten, sondern auch noch für den Unterhalt sorgen müssen, von der Frau Aach. Soll dat Perd de leddig K. net mih ziehjen? soll man denn nicht mehr über diesen weniger schwierigen Punkt hinwegkommen Prüm-Ihren. Hower (Hafer) zieht de K. Trier, Bernk; et Föərke (Futter) mott de K. trecke, net de Schmeck (Peitsche) SNfrk; (das Prahlen des Maulhelden) tröckt de K. de Berg eraf, äver net erop MGladb. Lad de K. net esu voll! tu nicht soviel auf den Löffel Bergh-Ahe. De K. verfahre, en de Dreck fahre (schuwen, trecken MülhRuhr, — schörgen Geld) eine Sache verderben Rip, Allg.; we de K. verfahren hätt (en de Dreck gefahren hät), mott och siəhn, wie er se selver drut tröckt SNfrk, Allg., — kann auch sorge, dat se op de Weg köt Sieg-ODollend; se hewwen de K. in den Dreck getrocken un wite (wissen) se ni wir heruttekriegen Mülh-Ruhr; de K. stiht öm Dreck Trier-Stdt. En K. es iəhder (eher) e jen Rur (Roer, der Fluss) gefahre äs drut getrocht (getreckt) Heinsb-Lümb. He het de K. om Berg er ist über die Schwierigkeiten hinweg Mettm, Lennep. Me moss machen, dat de K. em Weg blif! Warnung vor (unsittlichen) Ausschreitungen Sieg-ODollend. He schleht de K. op gibt die Sache dran, macht Bankerott MGladb, Bergh; der (Frau) es de K. opgeschlage sie hat eine Früh- oder Fehlgeburt gehabt Kemp, Kref; men mott de iərschte K. Mest nit em Doren (Tor) opschlonn darf nicht sein ältestes Kind schlecht verheiraten u. dadurch die Aussichten der andern schädigen Mettm. De K. ömschlonn das Geschäft aufgeben, Bankerott machen Sol. Dem ös de K. för de Fott (Gesäss) (em Röck) geschörgt er ist jetzt gezwungen MGladb, Kemp. Hoste de Post gesteigt; wu has dau de K. stoh geloss? gesagt, wenn einer ausser Atem herankommt Trier, Bitb, Wittl. Höusch (langsam) ens jet en wart ens jet en stipp deə Bur de K. ens jet! nicht so schnell Aach, Monsch, MGladb. Enem de K. utspannen einem Freier sein Mädchen abspenstig machen Lennep, Sol. Wat ter nit alles dor dur den Hals gätt (geht), säj de Fuhrmann, dur hat hen K. on Perd versoəpe Geld-Leuth Kevelaer. Sed (seid) so gout on hat en K. Klei nöddig! abschl. Antw. Kref. Ühmche (Oheim), lihn mer e Kärche! Bäumchenwechseln, Kindersp. Rheinb, Bo. He (der Betrunkene) häult (hält) sech an der K.ən an Remschd. Du kas (kannst) mi doch nit an der K. seike (seichen)! nichts anhaben Duisb. Hen setzt lo wei en Af (Affe) op er K. Saarbg-Cahren. Vill lad mer op en K.! zu dem, der viel verlangt Rip, SNfrk; die hant op en (eine einzige) K. gelaə sie halten zusammen, beachten nicht die feinern Unterschiede, bringen alles unter einen Hut Selfk, LRip, Berg; he let (legt) (läd) et op en lete (leichte) K. nimmt es leicht, hält es für unbedeutend, ist leichtlebig Eup, SNfrk, LRip; ebbes op en aner K. loaden von einer andern Seite betrachten, etwas anders auffassen, der Sache einen andern Anstrich geben, etwas auf andere Art anfangen, betreiben Bitb, Allg.; wat mer op en K. lad ansehnliche Fracht Schleid. Uf Nickelches K.ə hucke zwo Narre; schnappt der K.ə, falle die Narre all uf äne Haf (Haufen)! Kinderreim Simm-Kirchbg. Uf Nickelches K., do hucke drei Narre; schwappt de K., dann lache de Narre Hunsr. Er eas aus der K. bestürzt May-Pillig; mer sen aus der K. nicht mehr gut Freund May-Collig. Nu gangk kapot em Kärke! Ausruf der Verwunderung Jül-Linnich. He scheckt sech wie en jong Koh en de K. Heinsb; de geiht (scheckt sich) wie en Hund an (in) er K. er arbeitet, weil er muss Mosfrk. En de K. schlonn etwas abschlagen uWupp. E jungk Paar hürt allen (allein) en e K. jung verheiratete Leute wohnen am besten für sich allein Bo-Witterschlick. Hej het ene in de K. ist bezecht Klev-Frasselt Wyler. Do (in den grossen Mund) kannste met Perd on K. (met K. on Wagen) erenfahre Neuss, Allg. On wenn et Peərdche met K. on Koəhle dra geht! es geschieht doch Heinsb. Beter (besser) met en alde K. op et Land as met ene nejen (neuen) Ak (Nachen) (en gut Schepp) op e Rhin (op et Water) Mörs-Xanten, Geld-Leuth. De Mon (Mann) konn nit sovell möt de K. (möt K. on Wagel) erenfahre, wie de Frau möt de Schlepp (Körf, Schörlduk) erutdrage konn Kemp, SNfrk, Klevld. Gester Ovend wor ich ävver bal onger (unter ) de K. gerode (geraten)! ich war bezecht; he es onger de K. komme verelendet Rip, NBerg. De es van der K. gefallen unehelich geboren Elbf, — gewippt Ess-Werden; he es dem Deuwel van der K. gefallen ein schlechter Kerl uWupp, — gespronge von schwerer Krankheit genesen Aach-Stdt; dem hant de Zigeuner von de K. geschlabbert ein armes Kind Düss-Stdt. De os ze lang für de K. on ze kurt (kurz) für de Wan (Wagen) keiner ist ihr gut genug zum Heiraten; er ist für nichts zu gebrauchen; zu gering für höhere Kreise, zu vornehm für niedere Kreise Malm, Eif, Mos, Hunsr, Westerw; en as net fir fir un net fir hannen of de K. Trier Mehring; de es ze l. för en en K. un ze kort för en ne Wage ze spanne Köln-Stdt. Enen ze K. jage antreiben, gehörig vornehmen Eusk-Dirmerzh. — Rätsel: Twej (2) Räər on enne Kas on twej höltere Stele fahr ek dör dat grüne Grass; fahr ek dör die Schmele, häbb ek bloss en Perdje för, drag ek dej bis an din Dör; roje, r., wat es dat? Mörs-Rheinbg. — Volksgl. De K. krakt, et göft drüg (trocken) Wer Düss-NKassel. Wenn von einer K. die Zugkette vor einem Hause zur Erde fällt, so stirbt bald einer in diesem Hause Klev. — b. jede zweiräderige Handkarre Allg.; s. Treck-, Deis-, Krauk. — c. jede einräderige K. Allg.; s. Schupp-, Schuff-, Schürges-, Scherenschleiferschk.d. in dem Geb., wo für die alltägliche Bauernarbeit die zweiräderige K. gilt, heisst jedes vierräderige Fuhrwerk Wagen; dort, wo als zweiräderiges Fuhrwerk nur die Schlagk., deren Rumpf aufgekippt wird, u. höchstens noch die zweiräderige Grask. in Gebrauch ist, im übrigen aber das vierräderige Fuhrwerk gilt, wird ein niedriges vierräderiges Fuhrwerk mit leichten Rädern, nicht zu schweren Leitern oder niedrigem Kasten mit K. bezeichnet; ein starkes, schweres Fuhrwerk, dazu noch für ein Doppelgespann Pferde ist ein Wagen (doch wird der Unterschied nicht streng beachtet; die Bezeichnungen K. u. W. gehen ziemlich durcheinander; aber stets ist überall die Kutsche, der Möbel- u. Kinderwagen en W.) — 2. übertr. a. Schlafhütte des Schäfers auf dem Felde Allg.; de kölsse K. an der Landstrasse Geldern-Kevelaer gelegenes Haus, von wo aus die Fussprozessionen nach Kevelaer zogen; de Meijereijse K. alte Pilgerherberge in Kevelaer. — b. als Mass einer Ladung α. 1 K. Früchte = 1200 Pfd, en K. Wet (Weizen) SNfrk, = 34 Zentner Kohlen Ruhr. — β. eine grosse Menge; du wöds net satt, bös de en ganze K. voll has; wej habbe K.ə voll Freud; dou moss de Düər tuloəte (zulassen), doə kömmt joə en gonze K. Kält duər eren Kemp, SNfrk, Allg.; wenn mer mar (nur) en K. voll hätt (Geld)! Jül-Gereonsw. A.: Franz! dieser: Wat beleift? A.: Ich roup (rufe) dich neit, ich r. de Franz, de op de Kirktore (Kirchturm) sitt, seve K.ə More (Möhren) fritt en (und) ach (8) K.ə Kouschte (Krusten) en wor noch neit gebouschte (geborsten) Heinsb-Millen. — c. verächtl. oder scherzh. α. altes Fahrrad Allg. — β. alter, hinfälliger Gegenstand, al K. Kobl, Altk. — γ. ale K. altes Haus Goar-NFell. — δ. Bett; ich gohn en de K. Neuw, Eusk-Dirmerzh, Köln, Eup. — ε. ale K. Schindmähre Lennep-Hückeswg. — ζ. al K. altes Weib Bergh-Glesch; doll K. wildes, ausgelassenes Mädchen Dür. — d. ka·r.ən die Vorrichtung im Schiffe, auf die der Mastbaum gelegt wird Trier.
13682 Zeichen · 317 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    KARREswm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +4 Parallelbelege

    KARRE swm. karre. biga, carruca Diefenb. gl. 51. carriga garre sumerl. 36,43. stuont ûf eime karrin, den zugen zwêne var…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    karreF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    karre , F. Vw.: s. kāre L.: MndHwb 2, 523 (karre)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Karre

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Die Karre , plur. die -n, ein Wort, welches jetzt nur noch von einem mit Einem Rade versehenen Kasten gebraucht wird, we…

  4. modern
    Dialekt
    Karre

    Rheinisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Karre Rhfrk bis zur kurpfälz./kurtrier. Grenze, an der Saar bis Merz-Nunk karə(n) m.; sonst kār, im Geb. der Schärfung -…

  5. Spezial
    Karre2

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    Kar|re 2 f. (-,-n) (Rinne oder Furche im Kalkgestein) suc f. , sala (-les) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit karre

251 Bildungen · 218 Erstglied · 31 Zweitglied · 2 Ableitungen

karre‑ als Erstglied (30 von 218)

Karre(n)alp

Idiotikon

Karre(n)alp Band 1, Spalte 195 Karre(n)alp 1,195

Karre(n)jüppeⁿ

Idiotikon

Karre(n)jüppeⁿ Band 3, Spalte 55 Karre(n)jüppeⁿ 3,55

Karre(n)last

Idiotikon

Karre(n)last Band 3, Spalte 1463 Karre(n)last 3,1463

karrech

Lexer

karr·ech

karrech , karrich stswm. ib. dasselbe, bes. im mittl. u. obern Rheinland. karrich, karch, karg biga, carruca, reda Dfg. 74 a . 103 b . 488 b…

karrechen

Lexer

karre·chen

karrechen swv. mit od. auf dem karren fahren, führen. karrhen Narr. 40,6 ;

karrecher

Lexer

karre·cher

karrecher stm. karricher oder karrenman, carrucarius Voc. 1482. karicher Hpt. 1,430. karcher Dfg. 103 b . kercher Kolm. 77,19 ;

karrechære

KöblerMhd

karrechære , st. M. nhd. Karrenführer, Kärrner, Fuhrmann Hw.: s. karrer Q.: Kolm, Urk (1331), Voc I.: Lw. mlat. carrucarius E.: s. mlat. car…

karrechærelōn

KöblerMhd

karrechære·lōn

karrechærelōn , st. M. nhd. Entlohnung eines Karrenführers Q.: StrassbP (15. Jh.) E.: s. karrechære, lōn W.: nhd. DW- L.: DRW

karrede

MWB

kar·rede

karrede swSubst. ein Lastschiff (vgl. AWB 5,48 mit Lit.): calones naviculę, quę ligna militibus portant: karraden vel vernawn [d.i. vernâwen…

Karree I

RhWB

Karree I karē:  Sg. t. n.: 1. Schweinerippchen Birkf . — 2. ein Fangsp.; ein Knabe läuft vom Mal aus mit zusammengefaltenen Händen ab, ruf…

Karree II

RhWB

Karree II karē  Dinsl Sg. t. m.: Diarrhoe.

Karreir

MeckWB

Karreir Ke-, Kureir m. Karriere, schnellste Gangart des Pferdes: in einen hellen Karreir up loslopen Schw Banzk ; Kereir fäuhren Ha Red ; in…

Karrejahn

MeckWB

karre·jahn

Karrejahn m. Haubentaucher, podiceps cristatus Sta NBrand .

karrekik

RhWB

karre·kik

karre-kik karəkīk Geld ; kęrə- Rees : 1. Ruf der Rohrdommel; karrekarrekikiki, ek wohn in't Riet, en gej find mej niet! Geld-Schravelen . — …

Karrenarm

SHW

Karren-arm Band 3, Spalte 1131-1132

Karrengaul

SHW

Karren-gaul Band 3, Spalte 1131-1132

Karrenrad

SHW

Karren-rad Band 3, Spalte 1131-1132

Karrentrage

SHW

Karren-trage Band 3, Spalte 1131-1132

Karrenweg

SHW

Karren-weg Band 3, Spalte 1131-1132

Karrenback

RhWB

karren·back

Karren-back (s. S.) SNfrk; kar- Geld , Mörs , Klev m.: -rumpf, –kasten.

karre als Zweitglied (30 von 31)

backenkarre

MWB

backen·karre

backenkarre swM. nicht näher bestimmbares Fuhrwerk: von dem backen karren mit gewande zwen phenninge UrkCorp (WMU) 548ABC,22,41 MWB 1 401,5;…

beckenkarre

Lexer

becken·karre

becken-karre swm. karren für die bei der visitation ungeeicht befundenen masse u. gewichte Np. 175.

enkárre

MNWB

enk·arre

enkárre , -kar , s. zu ekárre, angelehnt, nicht geschlossen (Tür).

eselkarre

KöblerMhd

esel·karre

eselkarre , sw. M. nhd. Eselkarren Q.: Suchenw (2. Hälfte 14. Jh.) E.: s. esel, karre W.: nhd. DW- L.: LexerN 3, 167 (eselgarre)

grȫper(e)karre

MNWB

grȫper(e)karre , grȫperkāre Karren des hausierenden Töpfers.

grȫperekarre

KöblerMnd

grȫperekarre , M. Vw.: s. grȫpærekarre*

grȫperkarre

KöblerMnd

grȫperkarre , M. Vw.: s. grȫpærekarre*

Hundskarre

Wander

hunds·karre

Hundskarre Drei Hundskarren sind noch keine Karavane. Holl. : Dat gelijkt wel eeue theriakel-veilende karavaan, zei Jochem, en hij zag een' …

krûtkarre

MWB

krûtkarre swSubst. „Krautkarren (Pulverwagen?)” (Glossar, vgl. auch Einl. S. 58): pro palis, spaden, krutkarren, rotis & vormis [= formis ] …

krūtkarre

KöblerMhd

krūt·karre

krūtkarre , sw. Sb. nhd. Krautkarren, Pulverwagen? Q.: StRechAachen (14. Jh.) E.: s. krūt, karre W.: nhd. DW- L.: MWB 3, 658 (krûtkarre)

lastkarre

KöblerMhd

last·karre

lastkarre , sw. M. nhd. Lastkarren, Lastkarre, eine Maßeinheit (eine Karrenladung) Q.: Urk (1322?) E.: s. last, karre W.: nhd. Lastkarren, M…

lōpkarre

KöblerMnd

lōpkarre , F. Vw.: s. lōpkāre*

merkarre

MNWB

merk·arre

merkarre , f. , kleineres Gefährt (Ub. Hildesh. 1, 289).

mistkarre

DWB

mist·karre

mistkarre , f. karre zum fortschaffen von mist: mischlinge von koth und dummheit, die ich eben so wenig wie eine mistkarre und den ochsen de…

ōvetkarre

MNWB

° ōvetkarre , f. : Karre auf der Obst transportiert wird, mit Obst beladene Karre (Ub. Hildesh. 1, 289).

Postkarre

DRW

post·karre

Postkarre, f., Postkarren, m. Gefährt zum Posttransport vgl. Postwagen [Genehmigung einer privilegierten] postkarre 1699 Rensing,PostwMünste…

Salzkarre

DRW

salz·karre

Salzkarre, f., n., Salzkarch, f. kleines (zweirädriges?) Fahrzeug für Salztransport vgl. Salzwagen [van dheme tollen] dhe soltwagen gift enn…

schäferkarre

DWB

schaefer·karre

schäferkarre , f. und schäferkarren , m. eine zweirädrige, gedeckte karre, nach art eines kleinen häuschens, in welcher der schäfer bei der …

Schinderkarre

DRW

schinder·karre

Schinderkarre, f., Schinderkarren, m. Karren, mit dem der Schinder (I) Straftäter zur Richtstatt und Selbstmörder, auch die Kadaver von Tier…

schütkarre

KöblerMhd

schütkarre , sw. M. nhd. Schüttkarren Q.: Tuch (1464-1475) E.: s. schüten (1), karre W.: s. nhd. Schuttkarren, F., Schuttkarren, DW 15, 2119…

Sinnkarre

DRW

sinn·karre

Sinnkarre, f. Wagen der Sinner geben umb ... synnkarren xxxvii ß 1457 BaselStHaush. I 2 S. 290

truhenkarre

Lexer

truhe·n·karre

truhen-karre swm. karre mit einer truhen, schubkarren Tuch. 51,29. 55,19. 99,33. 102,3. 5. 7.

īchkarre

KöblerMhd

īch·karre

īchkarre , sw. M. nhd. Karren (M.) mit den Eichmaßen Q.: Tuch (1464-1475) E.: s. īche, karre W.: nhd. DW- L.: LexerHW 1, 1412 (îchkarre)

Ableitungen von karre (2 von 2)

Karree

Pfeifer_etym

kariert Adj. ‘gewürfelt, mit Karos gemustert’, übertragen ‘durcheinander, sinnlos, unlogisch’, Entlehnung (18. Jh.) aus frz. carré ‘vierecki…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „karre". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 19. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/karre/rhwb?formid=K02103
MLA
Cotta, Marcel. „karre". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/karre/rhwb?formid=K02103. Abgerufen 19. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „karre". lautwandel.de. Zugegriffen 19. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/karre/rhwb?formid=K02103.
BibTeX
@misc{lautwandel_karre_2026,
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