Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
kappen
kappen
kappen Vb. ‘durchhauen, durchschneiden, kürzen’ wird als Wort der Seemannssprache im 17. Jh. aus dem Nd.-Nl. ins Hd. übernommen. Nd. nl. kappen, mnl. cappen ‘hacken, hauen’ (aus dem Nd. entlehnt dän. kappe, schwed. kapa) ist möglicherweise verwandt mit elsäss. kchapfen ‘in kleine Stücke hacken’ sowie mit engl. (mundartlich) to chap ‘spalten, rissig machen’, to chop ‘hauen, schneiden’ (mit unerklärtem Anlaut), so daß germ. Herkunft erwogen wird. Verbindung mit span. port. capar ‘verschneiden’ ist nicht gesichert. in: Festgabe Hammerich (1962) 116 f. hält germ. *kapp-, *kupp- ‘spalten’ ebenso wie griech. kopís (κοπίς) ‘Messer’ und aslaw. skopiti ‘entmannen’ für Lehnwörter aus einer vorie. Substratsprache (s. Schöps).