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Hirt

ahd. bis spez. · 21 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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22 in 21 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Hirt

Bd. 3, Sp. 689
Hirt Rhfrk uNahe hęăt, –ęr-, dies auch in Simm, Wend hier u. da u. Saarbr; sonst hēərt, –īə-, Pl. -də; Mosfrk, Rip, SNfrk (s. u.) hīərt, hīăt, –ēə- [uSaar hī·ə.t; Trier-Stdt -r-; Aach-Euchen hīər]; Dat. Sg. -ī·ə.-, –ī·ă.-, –ē·ə.-, Pl. -də(n) mit u. ohne Schärfung; Siegld hęrdə Sg. u. Pl.; OAltk hī·ə.də(n) Sg. u. Pl.; OBerg ö. Ürd.-L. hīərdə, Pl. -dən [Gummb-Lantenb Pl. hEərn]; Klevld hirt, –e-, –ę- (s. u.) [Geld-Schravelen Winnekendonk, Klev-Asperden, Dinsl -a-; Klev-Warbeyen --], Pl. -tə, –də; das Wort ist nicht mehr allg. zu belegen; nur, wo Gemeindeweiden, Hutschaften u. der Austrieb der Kuh- u. Schweineherden durch den Gemeindehirten besteht oder vor kurzem noch bestand, ist das Wort lebendig [Kreuzn-Wallhsn, Goar-Biebernh, Birkf-Leisel Bundenb Ellw Schmissbg Nockenth Siesb, Meis-Löllb, Wend-Aulenb Baumholder Reichenb Pfeffelb (bis 1914) Freisen Offenb Weierb (früher), Simm verbr., Zell-Altstrimmig Irmenach, Merz-Krettnich Morscholz Stdt (bis vor 80 J.), Saarbg allg. (Schweinehirt), Trier-Aach Hermeskeil (bis 1900 Schafh., bis 1920 Schweineh.) Mehring (bis ca. 1890) Mettnich (bis 1895 Schafh., bis 1908 Schweineh.) Euren Eitelsb Geisf, Wittl-Neuerbg (bis 1921) Binsf Gipperath Gladb, Bernk-Hunolst Hellertshsn Wirschw (früher), Koch-Auderath Eller Ellenz (bis 1908) Lutzerath Kaisersesch, Bitb-Geichl Erdrf Hüttersd OGeckler Kyllbgw (bis 1892) Heilenb (bis 1920), Daun verbr. (Schweineh.), Prüm-Arzf Wawern Oos (bis 1917, neu 1927) GrKampenbg (bis 1900 nur für Schafe, seltener für Schweine) Hallschlag (vor 40—50 J. Schafh.) Weinsh (vor 30 J.), May-Allenz, Aden-Herschb (Schafh.) Kaltenborn (Kuhh.), Ahrw-Fronr (Schafh.), Eusk-Commern Gymnich (Schafh.), Rheinb-Queckenbg (vor 80 J.), Schleid-Einruhr (vor 60 J.) Udenbreth (vor 50 J.) Ripsd, Monsch-Rohren Rötgen (früher), Dür-Merken, früher Luchem Tucherbg Maub Birgel, Bergh-Thorr, Jül-Kirchbg, Geilk-Randerath, Erk-Doveren, Heinsb-Althaeren (früher) Hilfarth Horst Millich Oberbr Porselen, MGladb-Viersen (1830), Kemp-Brüggen, Eup-Stdt (der Boschkoərt vor 60 J.), Mörs-Orsoy (früher), Rees-Loikum (bis 1834), Waldbr-Eckenhg (bis 1866 Saməneish.) Wildbg; verbr. noch in Altk, Siegld, doch etwa bis 1880/1910 Gemeindeh., jetzt Lohnhirte der Viehbesitzer; die Liste macht keinen Anspruch auf Vollständigkeit; doch zeigt sie in den Jahresangaben, dass das Institut des Gemeindehirten im Aussterben ist]; im Rip (mit Ausn. da, wo nicht der H. noch vor kurzem bestand) meist die Zs. Köhhirt u. Säuərt (dies nur in übertr. Bed.) als veralt. überliefert; das lrhn. Nfrk u. n. Ruhr kennt H. kaum noch (in Kemp-Stdt nur in Hushiərt spiəle zu Hause bleiben müssen), dafür allg. Schiəpər, Schepper, –i-, Schöper, Schöpper (Schäfer) u. Kuhhüjer m.: wie nhd.; u. zwar Kühh. (Kiərt, Köərt, Küərt, Kuərt; auch Kuhjunge, –driver, Kühmann, –stipp, Viehh.), Sauh. (Säuərt), Schweinh. (auch Saujunge, Schultes, Säuschultes, General, Krummschwänzer), Schafh. (Schäfer, Schäfert) (s. d. W.); ihm zur Seite steht oder stand als Gehilfe der Hiərdebub, –jung, –knecht, Ohirte, Springh., Hüter, Hütjunge, Hu(de)hirt, Hut, Kühjunge, Löbbes, Mitl., Löbber, Löbb, Läpp, Lebbes, Läber, Labbes, Loəp, Bott, Buseljunge, Geselle, Knecht, Pöt, Kuərtnelles, Werks, Lämmerjunge, Bei-, Unterschäfer (s. d. W.). Der Gemeindeh. wird oder wurde alljährlich gedingt auf Gehannsdag [Gertrudentag Trier-Geisf, Michelstag Bernk-Hunolst, Bitb, Prüm, Siegld (Schafh. zu Michelstag, erster Zahltag Gertrudentag Daun-OStadtf), auf Martinstag Wend-Weierb; Lichtmess Koch-Gevenich, Stephanstag Altk-NFischb, Ostermontag Dür-Merken]; sein Jahr läuft von Michaelis bis M.; die Wahl wird durch die Ortsschelle bekanntgegeben; die Gemeindemitglieder kommen im Maschinenschuppen zusammen; ist's allen recht, so wird der alte H. wieder gedingt, sonst ein anderer, den die Leute schon vorher bestimmt haben; das Dingen ist ein richtiger Handel; der H. fordert, u. die anderen bieten Wend-Reichenb Aulenb, u. so Rhfrk, Mosfrk (vielerorts wählte der Gemeinderat oder nur die Viehbesitzer der Hutgenossenschaft); der Viehh., der im Viehhaus eine Stunde vom Ort auf dem Berge wohnte mitten im Weidelande, vererbte seine Stelle auf den Sohn fort; das Amt des Schweinehirten wurde jedes Jahr an den Mindestfordernden abgegeben Trier-Mehring; die Stelle vererbt sich mit Zustimmung des Gemeinderates Simm-Laub Ravengiersbg; die Stelle wurde versteigert Zell-Altstrimmig, — vergantert Aden-Kaltenborn, u. so wurde auch in der Selfk am Josefstage der H. utgehögt, das Amt dem Mindestfordernden übertragen Heinsb-Karken Porselen (vor Zint Jann); in Bergh-Thorr wird der H. Osterdienstag gewählt (gefragt: we et dunn wellt un wat he han wellt); in Birkf-Nockenth Siesb wurde am Michelstage der neue H. gewannert, d. h. seine Habseligkeiten wurden unter Umzug ins Hirtenhaus gebracht, woran sich Freibier u. eine kleine Kirb auf Kosten der Gemeinde anschloss; im OBerg wird ihm nach der Wahl der Gottesheller gegeben; ein Kuhhirt ist vom 1. Mai bis 1. Nov. in Diensten; wenn es nun auf den Nov. zugeht, sagt man ihm: kriste no net et Sel (Seil) öm de Horre (Hörner)? Monsch-Rohren; früher bestanden in Monsch-Rötgen 3—5 Büschkuhherden; der H., dessen Amtszeit vom 15. April bis Ende Sept. lief, wurde in einer Wirtschaft gemacht (gewählt); meldeten sich etwa nur zwei, so wurde mit Kaffeebohnen u. weissen Stangenbohnen gelost; beim ersten Austrieb musste aus jedem Hause jmd. sein Vieh zum Sammelplatz bringen u. zum Walde mitgehen, damit die Tiere sich herdeten (aneinander gewöhnten); gegen Mittag wurden die Kühe zum Läger getrieben, einer geräumigen Waldwiese; hier öngderten (s. undern) sie; inzwischen verzehrte der H. sein dürftiges Mittagsmahl, das ihm seine Kinder gebracht hatten; danach band er einige Besen aus Birkenreisern oder Heide; allmählich entstand auf dem Läger ein grosser Düngerhaufen, den der H. für einige Groschen verkaufte, wie er auch die Besen u. in Säcke gesammelte Lappen von Baumrinde (Dravele) zu Gelde machte. — Der Lohn des H. ist u. war nicht hoch [50 Pfg. für den Tag oder je nach der Anzahl des Viehs, dazu Zuschuss durch die Gemeinde (pro Kuh ½ Scheffel Hafer oder Roggen u. 2 Mark, für 2 Kühe 1 Tag Kost u. freie Schlafstelle Prüm-Oos)]; meist besteht er im freien Tisch (Reihumtisch) u. freier Schlafstelle, wobei jeder Viehbesitzer ihn so viele Tage hält, wie er Kühe (Schweine) bei der Herde hat; dazu treten vor allem Naturalien: alle Vierteljahre 4—6 Fass Roggen Wend-Baumholder; für jedes Tier 12 Pfd. Roggen, 6 Morgen Land, von der Gemeinde bestellt, 2 Morgen Wiesen u. Gemeindeholz Wend-Reichenb; 20 Pfd. Frucht für jedes Schwein, beliebiges Stück vom geschlachteten Schw., Kirmes 1—2 Kuchen, Wohnung, einiges Gemeindeland Saarbg-Borg; Butter, Land (Hirtenland) Merz-Krettnich; 7 Mark Monsch-Rötgen; dazu bei besonderen Gelegenheiten besondere Gaben: nach dem Kalben einer Kuh Waldbr-Eckenhg; Gebühren für die Benutzung des Ebers Saarbg; Kirmeskuchen Saarbg-Kelsen Waldbr-Eckenhg; auf fetten Donnerstag (D. vor Fastnacht) sammelte er Speck u. Fleisch u. einen Kochert Erbsen ein WMosfrk; um Pfingsten in jedem Hause einen Reisfladen Monsch-Rötgen; Schmeckegeld (Peitschengeld), en Hos, ene Kermesweck (wenn he am Kirmesdag usdrif), früher bei der Fröhjohrschwed, wenn am 1. Mai der Maibaum auf der Weide aufgesetzt war u. die Kühe draussen gemolken wurden, erhielt der H. einen Anteil des Milchertrages u. Pengsmelch zu Pfingsten, wenn der Rundgang um den Maibaum stattfand, wobei der H. sein Gefäss aufhielt Bergh-Thorr; war eine Kuh stierisch, so meldete der H. dies dem Eigentümer, dafür erhielt er 1 Groschen u. die Abendsuppe Monsch-Rötgen; im Hunsr besorgt das Hausschlachten der H.; in Dür-Luchem zog der H. am Schützenfeste (Brunk) herum, um seine Gaben einzusammeln; er wurde von den Kindern auf seinem Umgange begleitet, die dabei sangen: Madeline Gess-che zickelt öm de Brunk, krige mer e bess-che, gommer (gehen wir) domet rungk (rund)! — Volksbr.; in Altk-Dernb ging der H. am Tage vor dem ersten Austriebe mit einer Säge von Haus zu Haus, um die Hörner zu stutzen; für diesen Rundgang erhielt er je 1 Bratwurst oder Geld; in Altk-Derschen Sassenr Weitef geht der H. durch die Ställe, beschneidet den Kühen die Hörner u. den Ziegen die Klauen, wofür er Eier u. Speck erhält; in Schleid-Ripsd stutzt er die Hörner u. Hufe, wofür er einige Eier erhält; in Altk-Sassenr strich er ausserdem die Halsbügel für die Kuhschellen bunt an, ersetzte fehlende Schellen u. verteilte sie der Grösse der Tiere entsprechend; noch vor einigen Jahren holten die Kinder den H. mit Kuhgeläute ab Siegld-Obersd; die Übergabe des Horns erfolgte durch den Gemeindevorsteher Jül-Kirchbg, Heinsb-Porselen (s. auch Weide, Schäfer; über die Weidezeit s. Weide). — RA.: Om zint Giərt (Gertrud) tüten de H. sie ziehen dann mit ihren Schafen auf die Weide Heinsb-Karken; op Andres get dem H. et Johr öm Schleid-Scheven; no Märtesdag durven de H.ən överall heuen (hüten), uk op den Feldern Gummb-Rebbelr. Am Michelstage wird von dem H. das Michelsfeier (s. d.) angezündet Prüm. Wem ämol der H. weggedrewe es, hollt en so leichte net werrer i aus einer wirtschaftl. schlechten Lage richtet man sich nur schwer wieder auf; günstiger Augenblick bietet sich so leicht nicht wieder Wittg, Siegld. Grosse on klene, wie se de H. zum Dor enausdreibt sagt die Frau witzig zur Magd, die fragt: was vor Grombire soll ich donn brenge? Saarbr. Wenn de H. de Hond net hätt un de Pastur de Hell, dann wär alles verspillt Neuw-Dierd. Do lafe se rum, als wenn se ke H. un ke Herd hätte Saarbr. Der H.ən Nut, den Schof ihren Dut Mos (o. O.). Bartelemis höllt den H.ən de Kis (Käse) Malm-Emmels; B. bərbet (verbietet) den H.ən de Kis un de Bauren et Verauhrebrut Bitb-Hütting, — et Mettesgesiess (Mittagsgesässe) Trier-Schleidw (s. Bartholomäus). Wenn dir dat nit gefällt, kehr vor de H.! abschl. Antw. Saarbr-Berschw. De Wolf tom H.ən maken Sol. Zirden (-ī-) Haus, wo der Dorfhirte wohnt Saarbg-Meurig Perl. Eich un dau, Zirden ihr Sau, Millersch Bir (Eber) un de Katz vun Trier un de Hund vun Metz sin onser sechs Saarbg-Perl. Fex, komm no hem, de Pap begennt de stechele, sät de Schepper (Schäfer), wie de Pastur van de goən H. prädiget Geld-Leuth. Wieviel Uhr ist es? Antw.: ¼ bes der H.ə blöst Siegld-Hilchenb. — Deutung der Hirtensignale (der H. blöst, teit, tüt): Losst Veh naus, dat V. is dause! Westerw. Ihr Leitcher lot (lasst) de Sei eraus, de Seiərt hät geblose oder de Kih gihn aus, de K. g. aus, se g. zum Owerdor eraus! Neuw-Dierd. Dir Leitcher, losst de Schwein erus, ech blosen ech (euch) net noch es (einmal)! Daun-Utzerath. Stall op, de Köh kunn! Neuw-Asb; de Stalldür op, de St. op, de Kauh, de löpt dem Berg erop! Gummb-Mühle. De Sei eraus, de S. eraus, sost kehr ich eich de Wolf in't Haus! Bernk-Thalfang; de S. eraus, de S. eraus, der Seihirt fährt zum Dorf hinaus! ebd. Frau, loss de Sau eraus, de Pitter kemmt, de P. k., eraus, raus, raus! Wittl-Hetzerath. Ich blosen e mein Hur (Horn), dir Bauere, get mer eier Kur (Korn)! Saarbg-Schoden. De Theres äs schu fort, de Th. äs schu fort of Moscht; eich hu kein Tubak, eich hu kein T., T., back, back, back! Bernk-Schönbg. Op em Peterbur (-born), do leit (liegt) mein Hur (Horn), do kennt mei Kätt (Katharina) met meiner Zopp-Zopp; komm heiher, k. doher! Merz-Saarhölzb. Wer soll mer dann göt flöten; et Völchen en der Löten! Gummb-NSessmar. — Anrufe der H. an die Tiere s. bei alla wacker, brr, brt, britt, Dicks komm, fort, goi, hei, heida, heim (ho-, oheimo), helo, hije, hix, ho, hoig, hopp, jo, jü, kommen, o, ohee, prr, drink, wack, weiden). Helo, h., Hirtcheno! Neckruf Gummb-Berghsn. Tüt, t., Hoəre (Horn), de Köh lope e je Koəre; dät es de fule H., de die Köh net kihrt; wuə mag de fule H. wahl sin? De es noə hem eəte on hät die Köh vergeəte; de es no hem drenke (Kaffee) on lett (lässt) die Köh versenke Kinderld. Heinsb-Lümb; t., t., Hoəre, die Köh lope dur et Koəre; de fule H., de die Koh kihrt, wellt ze net drutjage; he sett ep ene eke (eichen) Stock en röp: Johannes, Seksok (Seichsack)! Heinsb-Neuhaaren. Helo, h., Hirden, lött de Köuh marscheren, van uwen an bis ungen (unten) erut, do kümmt de fule H. erut! Gummb. Schwunke, Schw., Daniel, de Köh sen en der Hawer; wo sen de fulen H.ən; onner den krommen Biərken! Wippf-Holpe. Hude, h., Horn, de Kieh, die seä eäm Korn; wo eäs da der H.? Deä lejt of der Fullbirke; wo eäs der Hond? Deä leift (läuft) eäm freje Grond! Siegld-Eisern. Et Vüəlchen (Vögelchen) song: Selwerkul (Silberkaule), duh dich zu; et blift gen H.chen bi de Kuh! Waldbr. Tam, tiam, tiam, teitam; de Kröwer Kuhhirt daugt neist, en lässt de Kuh oam Stän stohn, Stäne st., St. st.! Trier-Schweich (s. auch bei helo, heim). Die Wildtaube gurrt: Loss den H. gohn, de Kuh kennt, loss den H. g., de K. k., kuk! Bitb. — Morge ginn mer de Keh hede (hüten), wenn de Hanne krähje on de Bibbcher lege; da heppt de Has, da danzt mein Bas, da peift mei Her, dat han ech ger; ham (heim) welle mer fahre, de Wad (Weide) welle mer spare, Kraut en de Kreppe, Melch en de Deppe, Eier en de Pann, Speck dabei, schneid er Stecker drei, mir ant (eins), dir ant, alle arme Schelme ant! Lied der Hütekinder May-Hatzenport.
13249 Zeichen · 249 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    hirtst. M. (ja)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    hirt , st. M. (ja) Vw.: s. hirti

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    hirtstswm., stf.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +1 Parallelbeleg

    hirte , hirt stswm. BMZ hirte Mar. Freid. (137,11). Ms. von dir wirt geborn, der ze hirte ist erkorn Gen. D. 113,30. dem…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Hirt

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Hirt , des -en, plur. die -en, Fämin. die Hirtinn, plur. die -en. 1. Eigentlich und zugleich im weitesten Verstande,…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Hirt

    Goethe-Wörterbuch

    Hirt NomSg auch ‘Hirte’ 1 Hüter einer Herde von Weidetieren; mehrf im Hinblick auf bukol Natürlichkeit, ländl Schlichthe…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Hirt

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Hirt , Alois, geb. 1759 zu Behla bei Donaueschingen, gest. 1836 als Prof. zu Berlin, Archäolog u. Kunsthistoriker, berüh…

  6. modern
    Dialekt
    Hirt

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    Hirt [Hert Dü. Hf. ; Pl. –ə] m. Hirte (fast nur bei Gänsen). Rda. Er het vu n alle n Sorte n , kleini un d grossi, wie s…

  7. Sprichwörter
    Hirt

    Wander (Sprichwörter)

    Hirt 1. Auch dem besten Hirten frisst der Wolf ein Schaf. Alles Ungemach, jede Ungehörigkeit kann die wachsamste Aufsich…

  8. Spezial
    Hirt

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Hirt m. (-en,-en) 1 famëi (-s) m. 2 (Gemeindehirt) bolch (bolc) m. ▬ der gute Hirt ‹fig› le bun famëi.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit hirt

331 Bildungen · 287 Erstglied · 41 Zweitglied · 3 Ableitungen

hirt‑ als Erstglied (30 von 287)

Hirtblackeⁿ

Idiotikon

Hirtblackeⁿ Band 5, Spalte 56 Hirtblackeⁿ 5,56

Hirtbueb

Idiotikon

Hirtbueb Band 4, Spalte 932 Hirtbueb 4,932

Hirtchappeⁿ

Idiotikon

Hirtchappeⁿ Band 3, Spalte 390 Hirtchappeⁿ 3,390

Hirtchittel

Idiotikon

Hirtchittel Band 3, Spalte 568 Hirtchittel 3,568

Hirte(n)ber

Idiotikon

Hirte(n)ber Band 4, Spalte 1468 Hirte(n)ber 4,1468

Hirte(n)chrūt

Idiotikon

Hirte(n)chrūt Band 3, Spalte 895 Hirte(n)chrūt 3,895

Hirte(n)g(e)sǖn

Idiotikon

Hirte(n)g(e)sǖn Band 7, Spalte 1105 Hirte(n)g(e)sǖn 7,1105

Hirte(n)geiss

Idiotikon

Hirte(n)geiss Band 2, Spalte 462 Hirte(n)geiss 2,462

Hirte(n)hemd

Idiotikon

Hirte(n)hemd Band 2, Spalte 1299 Hirte(n)hemd 2,1299

Hirte(n)hund

Idiotikon

Hirte(n)hund Band 2, Spalte 1431 Hirte(n)hund 2,1431

Hirte(n)hütteⁿ

Idiotikon

Hirte(n)hütteⁿ Band 2, Spalte 1782 Hirte(n)hütteⁿ 2,1782

Hirte(n)meister

Idiotikon

Hirte(n)meister Band 4, Spalte 517 Hirte(n)meister 4,517

Hirte(n)mütschi

Idiotikon

Hirte(n)mütschi Band 4, Spalte 601 Hirte(n)mütschi 4,601

Hirte(n)schlufi

Idiotikon

Hirte(n)schlufi Band 9, Spalte 183 Hirte(n)schlufi 9,183

Hirte(n)sorg

Idiotikon

Hirte(n)sorg Band 7, Spalte 1304 Hirte(n)sorg 7,1304

Hirte(n)spīs

Idiotikon

Hirte(n)spīs Band 10, Spalte 537 Hirte(n)spīs 10,537

Hirte(n)stab

Idiotikon

Hirte(n)stab Band 10, Spalte 1034 Hirte(n)stab 10,1034

Hirte(n)stëck(eⁿ)

Idiotikon

Hirte(n)stëck(eⁿ) Band 10, Spalte 1639 Hirte(n)stëck(eⁿ) 10,1639

Hirte(n)vogt

Idiotikon

Hirte(n)vogt Band 1, Spalte 706 Hirte(n)vogt 1,706

hirtehütte

KöblerMhd

hirte·hütte

hirtehütte , sw. F., st. F. nhd. Hirtenhütte, Hütte ÜG.: lat. tugurium Gl Q.: Gl (Ende 12. Jh.) E.: s. hirte, hütte W.: s. nhd. Hirtenhütte,…

hirtel

MWB

hir·tel

hirtel stN. 1 ‘junger Hirte’ 2 ‘Hirte’    1 ‘junger Hirte’ nû kam vil schiere zuo den tagen / der jungelinc [Paris] schœn unde stolz, / daz …

hirtelîn

Lexer

hirt·elin

hirtelîn stn. dem. zu hirte W. v. Rh. 61,37. hirtel Jer. 102 c .

hirt als Zweitglied (30 von 41)

Chalberhirt

Idiotikon

Chalberhirt Band 2, Spalte 1648 Chalberhirt 2,1648

Chindshirt

Idiotikon

Chindshirt Band 2, Spalte 1648 Chindshirt 2,1648

Chüehirt

Idiotikon

Chüehirt Band 2, Spalte 1648 Chüehirt 2,1648

Êrzhirt

Adelung

erz·hirt

Der Êrzhirt , des -en, plur. die -en, von 2 Erz, nach dem Griechischen αρχιποιμην, eine Benennung, welche 1 Petr. 5, 4 von Christo gebraucht…

G(e)hirt

Idiotikon

G(e)hirt Band 2, Spalte 1649 G(e)hirt 2,1649

Gänsehirt

Adelung

ganse·hirt

Der Gänsehirt , des -en, plur. die -en, ein Hirt, welcher Gänse hüthet, der, wenn er ein Knabe ist, der Gänsejunge, und wenn es ein Mädchen …

Geißhirt

Adelung

geiss·hirt

Der Geißhirt , des -en, plur. die -en, im Oberdeutschen, ein Ziegenhirt.

gemeinhirt

DWB

gemein·hirt

gemeinhirt , m. gemeindehirt, im unterschied vom eigenhirten Adelung, urspr. der gemeine hirte ( s. gemein 3, f, ε ): das ein ichlicher ... …

Gustihirt

Idiotikon

Gustihirt Band 2, Spalte 1648 Gustihirt 2,1648

Henne(n)hirt

Idiotikon

Henne(n)hirt Band 2, Spalte 1648 Henne(n)hirt 2,1648

kuhhirt

DWB

kuh·hirt

kuhhirt , m. bubulcus Frisch 1, 554 a , kuehirt Amos 7, 14 . aber noch Adelung kuhhirt oder kühhirt, nur khirt Maaler 254 d , Dasyp. 369 a …

masthirt

DWB

mast·hirt

masthirt , m. schweinhirt der eichelschweine. Frisch 1, 648 b .

Meisterhirt

DRW

meister·hirt

Meisterhirt, m. oberster Hirte 1583 SchwäbWB. VI Nachtr. 2548 Faksimile soll ... alles vieh ... von einm maisterhirten, so die alpmaister jä…

Nachthirt

DRW

nacht·hirt

Nachthirt, m. Hirt (I), der nachts Vieh hütet (auch Nachtwächter?: so für den Beleg Ende 15. Jh. Lexer II 25 u. DWB. VII 186) vgl. Nachthalt…

Nebenhirt

DRW

neben·hirt

Nebenhirt, m. zusätzlicher Hüter von Weidetieren seyn neben- vnd sonderhirtten bey der burgerbuß verbotten 1522 Babenhausen/ZKulturg. 8 (190…

Ochsenhirt

Adelung

ochsen·hirt

Der Ochsenhirt , des -en, plur. die -en, ein Hirt, welcher allein die Ochsen weidet oder hüthet.

rinderhirt

DWB

rinder·hirt

rinderhirt , m. bubulcus. der bestellte hüter einer rindviehherde: bubulcus rinderhirte, rinderhirt. Dief. 83 a ; bucolus rinderhirte. 83 c …

Rëbe(n)hirt

Idiotikon

Rëbe(n)hirt Band 2, Spalte 1648 Rëbe(n)hirt 2,1648

Sannhirt

Idiotikon

san·n·hirt

Sannhirt Band 2, Spalte 1648 Sannhirt 2,1648

sauhirt

DWB

sau·hirt

sauhirt , m. der hüter einer schweineherde, subulcus, sûhirte Dief. 562 c : und die sewhirten flohen und verkündigten das. Marc. 5, 14 ; Fab…

schafhirt

DWB

schaf·hirt

schafhirt , m. hirt, der schafe hütet, schäfer, mnd. schaphirde, mhd. schâfhirte Lexer mhd. handwb. 2, 632 . schaf-, schaff-, schauf-, schef…

Schirt

Idiotikon

Schirt Band 8, Spalte 1310 Schirt 8,1310

Schweinehirt

Wander

schweine·hirt

Schweinehirt 1. Es ist schon oft ein Schweinehirt Franciscaner und ein Franciscaner Schweinehirt worden. – Klosterspiegel, 54, 19. 2. Der Sc…

Schweinhirt

Adelung

schwein·hirt

Der Schweinhirt , oder Schweinshirt, des -en, plur. die -en, ein Hirt, welcher die Schweine hüthet; Nieders. Swienhör, in den niedrigen Spre…

Schäferhirt

DRW

schäfer·hirt

Schäferhirt, m. wie Schafhirte (I) dazumalen [ist] R.J. zu gemeinen dieser stat scheferhirten uf- und angenommen worden 1614 Wittrup,Rheinbe…

Ableitungen von hirt (3 von 3)

behirten

Lexer

be-hirten swv. hüten, bewachen. daʒ vihe beh. Gr.w. 5,114. 162. 183. die (plümlein) hab ich behalten und behirtet (: gewirtet) Hätzl. 250 a …

hirte

DWB

hirte , f. ein innerschweizerisches wort, zunächst ( neben hirtig für hirtung) die hut und wartung des viehes, dann die gehütete herde selbs…

Unhirtlich

Campe

Unhirtlich , adj . u. adv . nicht hirtlich.