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Fräulein

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Adelung
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Fräulein

Bd. 2, Sp. 275
Das Fräulein, des -s, plur. ut nom. sing. das Oberdeutsche Diminut. des Wortes Frau. 1) * Eine Person oder ein Thier weiblichen Geschlechtes. Und er schuf sie ein Männlein und Fräulein, 1. Mos. 1, 27. Kap. 5, 2. Und du sollt in den Kasten thun allerley Thiere -je ein Paar Männlein und Fräulein, Kap. 6, 19. Doch diese Bedeutung ist im Hochdeutschen veraltet, seitdem statt dessen Weibchen üblicher geworden ist. 2) * Eine kleine Frau; auch nur im Oberdeutschen. Im Hochdeutschen würde man dafür ein Fräuchen sagen. 3) Ein Ehrennahme unverheiratheter adeliger Frauenzimmer; für das veraltete Edeljungfer. Das Fräulein von Hohendorf. Im gemeinen Leben, besonders Niedersachsens, ist es sehr gewöhnlich, diesen Ehrennahmen im weiblichen Geschlechte zu gebrauchen, die Fräulein, da man ihn denn auch im Plural auf Niedersächsische Art die Fräuleins abzuändern pflegt. Allein es bleibt solches alle Mahl ein Fehler, weil die Diminutiva der Regel nach ungewissen Geschlechtes sind, und die Hochdeutschen keinen Plural auf s kennen. Wohl aber kann, nach dem Beyspiele des Wortes Frauenzimmer und anderer ähnlichen Wörter, zuweilen ein weibliches Pronomen folgen. Das Fräulein war nicht da, denn sie war verreiset. Ehedem bekamen auch Prinzessinnen nur den Nahmen der Fräulein. Der fürsten Töchter haben geheißen Jungfrauen, so man jetzund Frävlin nennt, sagt auch Münster in seiner Cosmogr. S. auch die folgenden Zusammensetzungen. Anm. Im Schwed. lautet dieses Wort, selbst in der dritten Bedeutung Fröken, im Dän. Froken. Ehedem bedeutete es eine jede Jungfrau; oft aber auch eine Hure, dergleichen das fahrende Frälin in dem Augsburgischen Stadtbuche aus dem 13ten Jahrhunderte ist. In einigen Oberdeutschen Gegenden scheinet es auch eine Großmutter zu bezeichnen; wenigstens übersetzt Cramer das Ital. Avia, Nonna, durch Fräulein, Anfrau, Großmutter.
1849 Zeichen · 33 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Fräulein

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Das Fräulein , des -s, plur. ut nom. sing. das Oberdeutsche Diminut. des Wortes Frau. 1) * Eine Person oder ein Thier we…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Fräulein

    Goethe-Wörterbuch

    Fräulein auch mit natürl Geschlecht; Pl mehrf ‘F-s’; in der Frühzeit auch ‘Fräulen’ 1 die erwachsene unverheiratete (häu…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Fräulein

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Fräulein (mittelhochd. vrouwelîn ), soviel wie Jungfrau, ehedem Bezeichnung für Mädchen aus fürstlichem, dann adligem Ge…

  4. modern
    Dialekt
    Fräulein

    Mecklenburgisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Fräulein Fräulein- s. Frölen , Frölen-.

  5. Sprichwörter
    Fräulein

    Wander (Sprichwörter)

    Fräulein 1. Fräulein von der Hutsche, wenn sie fahren will, hat sie keine Kutsche. ( Quedlinburg. ) – Simrock, 2646. 2. …

  6. Spezial
    Fräulein

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Fräu|lein n. (-s,-) 1 (unverheiratete Frau) jona (jones) f. 2 ‹umor› sonsela (-les) f.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit fraeulein

12 Bildungen · 8 Erstglied · 3 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von fraeulein 3 Analysen

fraeulen + -e + -in

fraeulein leitet sich vom Lemma fraeulen ab mit Suffixen -e und -in, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Alternativen: fraeule+-in frau+-lein

fraeulein‑ als Erstglied (8 von 8)

fräuleinen

DWB

fraeule·inen

fräuleinen , fräulein nennen: Fritz redte Lowise Hawermann mit 'fräulein Hawermann' an, un as hei noch mal wedder mit sin 'fräulein' tau pla…

Fräuleinschaft

Campe

fraeulein·schaft

Die Fräuleinschaft , d. Mz . ungew. 1) Der Stand, d. h. der Zustand, die Verhältnisse eines Fräuleins; ein Wort, wie Jungfrauschaft. 2) Х Di…

fraeulein als Zweitglied (3 von 3)

Freyfräulein

Adelung

freyfrau·lein

Das Freyfräulein , des -s, plur. ut nom. sing. ein Fräulein, d. i. unverheirathete weibliche Person, freyherrlichen Standes, die noch ledige…

jungfräulein

DWB

jungfrau·lein

jungfräulein , n. dim. zu jungfrau, mhd. juncfröuwelîn; auch im nhd. ausschlieszlich herschend, da sich, unter einflusz des einfachen fräule…

kammerfräulein

DWB

kammer·fraeulein

kammerfräulein , n. bei hofe, adeliche fräulein, die die aufwartung bei fürstlichen frauen haben, entsprechend den kammerjunkern. mhd. juncf…

Ableitungen von fraeulein (1 von 1)

gefräulein

DWB

gefräulein , n. collectivum zu fräulein: es war eine palermitanische prinzessin, die mit ihrem gefräulein und ihren rittern die ruinen zu be…

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APA
Cotta, M. (2026). „fraeulein". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/fraeulein/adelung?formid=F02559
MLA
Cotta, Marcel. „fraeulein". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/fraeulein/adelung?formid=F02559. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „fraeulein". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/fraeulein/adelung?formid=F02559.
BibTeX
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