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dürfen

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
12 in 12 Wb.
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

dürfen

dürfen

dürfen Vb. ‘das Recht, die Erlaubnis zu etw. haben’. Ahd. thurfan ‘bedürftig sein, brauchen, bedürfen’ (9. Jh.), mhd. durfen, dürfen ‘Grund, Ursache haben, brauchen, bedürfen’, asächs. thurƀan, mnd. dörven, mnl. dorven, nl. durven ‘nötig haben, müssen’, dann auch ‘wagen’, aengl. þurfan ‘bedürfen, nötig haben, brauchen, müssen’, anord. þurfa, got. þaúrban (germ. *þarf-/*þurb-) sind Präteritopräsentien, deren Infinitiv im Ablautverhältnis zu den unter darben (s. d.) aufgeführten Formen steht. Wenn sich dürfen mit griech. térpein (τέρπειν) ‘sättigen, genießen’, aslaw. trěbě ‘notwendig’, russ. trébovat’ (требовать) ‘fordern’ verbinden und auf ie. *terp-, *trep- ‘sich sättigen, genießen’ zurückführen läßt, so muß sich die alte, heute von bedürfen (und dürftig, s. d.) getragene Bedeutung ‘brauchen, nötig haben’ aus der Folge ‘Befriedigung an etw. finden, sich freuen, genießen’ und das dazu Nötige ‘bedürfen, brauchen’ entwickelt haben. Einfaches dürfen ‘nötig haben’ ist mit Genitiv bis ins 18. Jh. bezeugt (meist in verneinten Sätzen). Im Sinne von ‘müssen’ wird es mit abhängigem Infinitiv bis ins 19. Jh. verwendet, dann aber durch brauchen ersetzt: wer den Schaden hat, darf (später braucht) für den Spott nicht (zu) sorgen. Die moderne Bedeutung (s. oben) findet sich bereits im 16. Jh. in verneinten Sätzen ausgebildet: denn wo du jn mit den ruten hewest, so darff man jhn nicht toͤdten ‘hat man nicht nötig, keinen Grund, kein Recht, ihn zu töten’ (Luther, Spr. 23, 17).
1484 Zeichen · 37 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Dürfen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Dürfen , verb. irreg. neutr. welches das Hülfswort haben erfordert. Ich darf, du darfst, er darf, wir dürfen, ihr dürfet…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    dürfen

    Goethe-Wörterbuch

    dürfen in RAnw gelegentl noch in der im 18. Jh verbreiteten Form ‘dörfen’; in Götz 1 einmal 2. Pers Sg ‘darf’ 39,130,22 …

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Dürfen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Dürfen , s. Sollen .

  4. modern
    Dialekt
    dürfenst., schw.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    dürfen st., schw. : wie schd., däʳfe (däʳfə, däÄfə), Part. Perf. gedäʳft, s. F. [allg.]. Des däʳfscht nit! [südl. VPf, a…

  5. Sprichwörter
    Dürfen

    Wander (Sprichwörter)

    Dürfen 1. Er nemmt sich die Darf. – Tendlau, 656. Die Erlaubniss. Als Antwort auf die Frage, wie jemand so etwas thun dü…

  6. Spezial
    dürfen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    dür|fen (darf, durfte, gedurft) vb.intr. 1 (die Erlaubnis haben) podëi (pó, podü) 2 (das Recht haben) podëi (pó, podü), …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit duerfen

4 Bildungen · 0 Erstglied · 2 Zweitglied · 2 Ableitungen

duerfen als Zweitglied (2 von 2)

bedürfen

DWB

bedürfen , egere, indigere, ahd. pidurfan, pidarf ( Graff 5, 207 ), mhd. bedurfen, bedarf, bedorfte, nhd. bedürfen, bedarf, bedurfte; über d…

Mitdürfen

Campe

mit·duerfen

Х Mitdürfen , v. ntr . unregelm. ( s. Dürfen ) mit haben , mitgehen, mitreisen, mitfahren  dürfen. Er darf nicht mit. D. Mitdürfen .

Ableitungen von duerfen (2 von 2)

bedürfen

DWB

bedürfen , egere, indigere, ahd. pidurfan, pidarf ( Graff 5, 207 ), mhd. bedurfen, bedarf, bedorfte, nhd. bedürfen, bedarf, bedurfte; über d…

gedürfen

DWB

gedürfen , verstärktes dürfen, s. gedarf und folgendes.