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Brett

nhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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17 in 15 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Brett

Bd. 1, Sp. 971
Brett Rhfrk uNahe bręt, Pl. -ęrə, sonst (Simm) brEt, Pl. -Edər (auch Siegld); Mosfrk brEt –ēă-, Pl. -E:dər [Daun -Erər; Merz -idər]; Rip bręt, Pl. ędər [uAhr. SEusk bis Monsch hier u. da brt, Pl. -dər]; NBerg bręt. Pl. E:dər (Wermelsk); -ēər Gummb-Berghsn; SNfrk bręt, Pl. -E·ə.r (s. Bett, beten); Klevld bręt, Pl. -Er n.: 1. wie nhd., geschnittenes Brett; en eche, dänne usf. Br. RA.: He es widder am Br.ər schnegge er schnarcht Rip, Allg. He sägt det Br. am dönnsten Eng (Ende) scheut ernste Arbeit Remschd; am dönne Br.che säge Schleid-Hellenth; de sägt gerən die denn Br.cher Prüm; e bohrt ger de dinn (schmal) Bredercher WEif (s. bohren). De süht durch e Br., wann e Loch dren es Köln. Do es de Welt (Himmel Grevbr-Holz) met Br.ərə zogenägelt Rip, Allg. De setzt of hasse Br.ər in der Klemme Westerw. De es schwer op em Br. dass. Düss-Kaiserswerth. Mer hät ere, die lofen op vernälte (-nägelte) B.ərn sonderbare Leute Bo. Eich dohn et net. on wannste op e Br. scheiss! Trier-Welschbillig. Dem moss mer en Br. op de Kopp lege einem, der zu sehr in die Höhe wächst Sieg-Ägid. De hät och ke Br. verschluck er geht krumm, gebückt Grevbr. Dat geht (die schwätzt), mer ment, et kiselt of Br.ər (of en Br.) Westerw. Et moss dorch, on wann et e Br. für dem Stetz (Sterz) hätt Dür. Du häs e Br. für de Kopp (de Stirn) wie ein Ochse ein Stirnjoch; du bist dumm Allg.; du Stier (Oss), du häs jo e Br. för de K. genält! MGladb-Rheind; du häs de K. met Br.ərə vernägelt Sieg-Buisd. De hät e Br. för der Arsch (de Fott) er ist ängstlich Heinsb-Dremmen. Ech däht et net, on wann ech en Br. für em Hengesch hät Sieg-Ägid. Deə hat e Br. ejen Röck geht aufrecht, steif Aach. Su stif wie e Br. Allg. De steht do wie e Br. Allg. Dat es e Br. van em Kerl Rip. Dat Fraumensch es et renste Br., hät füər en Br. ohne Busen Rip, Allg. Wie e Br. stricke fehlerhaft Ottw-Wiebelsk. En Gesicht wie e Br. breit Ottw. Er es am Br. muss dran glauben; ist bet im Spiel; kann nicht mehr Saarbr, Birkf, Mayf, Sieg-ODollend. — Et leit ebbes uf em Dach, un me kanns met hunnert Br.ər net zoudecke (die Sonne) Westerw. — Schwere Br. noch emol! Fluch Dür. Rappeln de Br.ər (om Specher oder beim Schreiner), git et en Lich (Leiche) Rip, Allg. — 2.a. bes. Teile von Geräten. α. das hintere abhebbare Br. am Kasten des Kippkarrens; das vordere Koppbr., die Seitenbr. Segdenbr.ər Rip. — β. Verbindung zwischen Wessel (Schar) u. Sohle am Pflug Grevbr-Belmen Priesterath. — γ. die Druckbretter am Kelter Allg. — δ. der Boden der Hotte Mosfrk. — ε. Dachbrett. Dem es en Br. geritscht er ist närrisch Zell-Haserich. — ζ. Griffbrett an Geige, Bass udgl. E schlog en de Br.ər er muckte auf MüEif. — η. Br.chen 20 Löcher enthaltend, am Handwebstuhl, durch welche die Werp aufgezogen wurde Bitb-Dahlem. — b. für sich bestehend zu bes. Zwecken. α. Br. zum Einschiessen des Brotes. Hät der Düvel den Backove, kann e och et Br. han Bergh-Buir; wenn der D. der B. hat freəte, kann he och et Br. freəte Nfrk. — β. das Br., auf dem der Schuster das Leder schneidet, meist aus weichem Weidenholz Allg. — γ. Schollenzerkleinerer Grevbr-Jüchen — δ. mit einem Stiel versehenes Kästchen, womit in kath. Kirchen das Opfer eingesammelt wird. Möt et Br. ömgoəh Aach. — ε. das Br., auf dem der Sarg in das Grab hinabgelassen wird Allg. He geht (rötscht) et Br. (her) af er wird bald sterben Allg.; du siehs us, dat mer ment, hüt oder mur gengste et Br. eraf Jül-Tetz. Du küs op et Br.! stirbst bald MülhRh-Herkmer. — Die vier Br.ər der Sarg. Wenn mer jongk es, ment mer, de Welt wör ze klen; wenn mer alt es, send vier Br.ər noch ze gruss Jül-Tetz. — En de Br.ər gohn sterben Bernk, Eup. E Br. för jen Fott han im Sarge liegen, tot sein Heinsb. On wenn ech e Br. för jen F. hätt! starke Beteuerung. — Brettschen Kirchhof Elbf. — ζ. Tisch Nfrk, LRip in Wend.: Goht an et Br.! zu Tisch. No (Mittag) löpt alles op et Br. an Klev. Du motts eten, wat op et Br. kömp. Wer ant Br. siən wieder am Tische, d. h. wiederhergestellt sein Nfrk, Rip. Am Br. sin zur Stelle sein Elbf. Heran an et Br.! wer was will, mag kommen MüEif. De es got hengerm Br. hat guten Appetit Dür-Frauwüllesh. Et kom ordentlech wat op et Br. Erk. Henger et Br. sette. Op dem Br. spillen essen uWupp. Ik will ge wat op et Br. leggen! das tue ich nicht Mülh-Ruhr. He es (mit sinner Nas, met der Schnute) füren am Br. will immer der erste sein Sol, Waldbr, Lennep, Gummb; he hät emmer de Mul füren am Br. ist vorlaut ebd. Huəch a je Br. seənə (stoənə) angesehen sein, in Achtung stehen Eup; he es huh am Br. hat viel Einfluss MüEif. He zallt (zahlte) 1000 Mark op e Br. ebd. Dat höbb ek op ein Br. gekregen auf einmal Mörs-Schwafh. He mott et Br. lecke mitbüssen Grevbr, MGladb, Kref. — η. die Bahn für die Kegelkugel; das etwas erhöhte Br. der Bahn. Halt dech am Br.! halte dich wacker Nfrk. Langs de Br.ər werəpe pudeln, beim Spiel. — Das Br. im Brettsp. De hät bei dem en Sten em Br. Allg. — θ. Anschlagbr. für Bekanntmachungen. Sie hangen am Br. (em Kästchen) die Verkündigung der Trauung (civiliter) ist ausgehängt. Fir ont Br. kommen gerichtlich belangt werden Bitb-Geichl; für et Br. kunn Waldbr. Jet op et Br. brenge zur Sprache bringen MüEif; enen vam Br. brenge vom Ruder, Amte br. ebd. Enen an et Br. bringen zur Verantwortung, zur Bestrafung br. ebd. — ι. op et Br. schrive beim Zechen auf das Anschreibbr. des Wirtes Allg. — κ. Eckbrettchen zur Aufstellung von Figuren udgl. Jet op et Br.che hevve bewundern Köln. — λ. Bügelbrett. — 3. übertr. a. sachl. α. scherzh. Geige. Stemm din Br.! Mörs-Hüsken. — β. Br.schəs verächtl. Schuhe Elbf. — γ. eke Br.ər dicke Brotschnitten Eup. — δ. verächtl. Zunge Mörs-Veen. — ε. verächtl. Gesäss Allg. Hean hat e gut (deck) Br. WEif. Gef em enen für et Br.! Rip. He hät em de Br.ər gewärmb Schläge Bo-Mehlem. Du kanns mich ens de Br.ər lecke! Aach-Merkst Stolbg, Monsch-Witzerath Kalterherbg. — ζ. verächtl. Mund, Lippen. Halt deng Br.ər zesamme! Sieg-Fussh. — η. Brettcher (Breddercher) machen (werfen) einen Stein über eine Wasserfläche hüpfen lassen Bernk-Graach Neumag. — b. persönl. α. steifer, ungehobelter Mensch; ungefällig, eigensinnig Rip. — β. en fred Br. ausdauernde Frau, Ahrw-Königsf; en alt Br. dummer Kerl Jül-Hasselsw; en dof (taub) Br. dass. Bergh-Blatzh. — γ. en Br. met Erte (Erbse) mageres Weib Kemp. Dat Fraumensch es e Br. Allg.
6383 Zeichen · 278 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    BrettDas

    Campe (1807–1813) · +4 Parallelbelege

    Das Brett , bei Andern Bret, des — es, Mz. die — er; Verkleinerungsw. das Brettchen oder Bretchen, O. D. Brettlein, des …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Brett

    Goethe-Wörterbuch

    Brett häufig -t (so auch Adelung u Grimm, vgl DWb 2,374 Vorbem, dagegen bei Campe als bloße Schreibvariante erwähnt) 1 z…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Brett

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Brett (engl.), langer vierräderiger Luxuswagen mit Kaleschenverdeck, vier Sitzen im Innern und besonderm Kutschersitz; e…

  4. modern
    Dialekt
    Brett

    Bayerisches Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    Brett Band 3, Spalte 3,293–297

  5. Spezial
    Brett

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Brett n. (-[e]s,-er) 1 (zugeschnittenes Holzstück) brëia (-ies) f. 2 (Spielbrett) brëia da jüch f. 3 pl. (Bühne) paladin…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit brett

419 Bildungen · 175 Erstglied · 242 Zweitglied · 2 Ableitungen

brett‑ als Erstglied (30 von 175)

Brettkuchen

SHW

Brett-kuchen Band 1, Spalte 1107-1108

brettan

AWB

bret·tan

brettan st. v. , mhd. bretten, nhd. dial. bair. bretten Schm. 1,372 f., schweiz. brette n sw. ( st. ) v. Schweiz. Id. 5,916 f. ; as. bregdan…

Brettbaum

Campe

brett·baum

Der Brettbaum , des — es, Mz. die — bäume, ein Baum, der tauglich ist, Bretter daraus zu schneiden; ein Brettstamm.

Brettbeute

Campe

brett·beute

Die Brettbeute , Mz. die — n, eine Beute, oder ein Bienenstock aus Brettern gemacht; in Gegensatz der Klotzbeute, die aus dem Ganzen gemacht…

Brettbohle

Campe

brett·bohle

Die Brettbohle , Mz. die — n, eine gesägte Bohle, zum Unterschiede der gehauenen.

Brettchen

GWB

brett·chen

Brettchen überwiegend -t- kleines Brett, auch als Teil eines Puppentheaters [ Mineraliensammlung ] fing er an .. auf Bretern, die durch schw…

Brettchenweberei

Meyers

brettchen·weberei

Brettchenweberei , eine in neuester Zeit wieder belebte alte Technik, die schmale Bänder und Fransenborten aus Fäden herstellt, deren Kreuzu…

Brettdräger

MeckWB

Brettdräger m. Bretträger; übertr. Hering Ha Witt .

Bretteiche

Campe

brett·eiche

Die Bretteiche , Mz. die — n, eine Eiche mit geradem Stamme, die tauglich ist, Bretter daraus zu schneiden.

Brettel

Idiotikon

bret·tel

Brettel Band 5, Spalte 916 Brettel 5,916

bretten

DWB

bret·ten

bretten , stringere, rapere, terrere, ein altes, seltnes verbum, ahd. prëttan prat giprottan ( Graff 3, 287. 288 ), mhd. brëtten brat gebrot…

Bretter

Pfeifer_etym

bret·ter

Brett n. ‘länglich zugeschnittenes Holzstück’. Das nur westgerm. bezeugte Substantiv ahd. (8. Jh.), mhd. mnd. bret, asächs. aengl. bred (ger…

Bretterwand

SHW

Bretter-wand Band 1, Spalte 1107-1108

Bretterzaun

SHW

Bretter-zaun Band 1, Spalte 1107-1108

brett als Zweitglied (30 von 242)

Backbrett

Campe

back·brett

Das Backbrett , des — es, Mz. die — er, in der Haushaltung, ein dünnes rundes Brett, mit einem Griffe, allerlei Backwerk darauf zu verfertig…

Bettbrett

Campe

bett·brett

Das Bettbrett , des — es, Mz. die — er, die Bretter im Bette, die den Boden desselben ausmachen; auch die Bettstelle und das ganze Bett selb…

Bodenbrett

Campe

boden·brett

Das Bodenbrett , des — es, Mz. die — er, ein langes Brett auf den Rüst= und Leiterwägen, welches zwischen den Leitern auf den Achsen liegt, …

Bostbrett

MeckWBN

bost·brett

Wossidia MeckWB Bostbrett n. 2. die schräge Bank des Spinnrades Ro @ Petsch.

Brunftwildbrêtt

Adelung

Das Brunftwildbrêtt , des -es, plur. inus. Wildbrett, d. i. das weibliche Geschlecht des Hirsches, welches in der Brunft ist.

Bullenbrett

MeckWBN

bullen·brett

Wossidia MeckWB Bullenbrett n. 2. seem. Brett an der Koje der Seeleute Wo. Seem. 2, 120.

deckelbrett

DWB

deckel·brett

deckelbrett , n. bei den papiermachern ein brett das die falzstösze bedeckt, worauf die bogen zum pressen gelegt werden.

Ableitungen von brett (2 von 2)

Brette

BWB

Brette Band 3, Spalte 3,322f.

verbretten

DWB

verbretten , verb. durch bretter versperren: und ( es ) verhalt aber den durchgang, als verwandet und verbrettet ers. Paracelsus opp. (1616)…

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APA
Cotta, M. (2026). „brett". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/brett/rhwb?formid=B07301
MLA
Cotta, Marcel. „brett". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/brett/rhwb?formid=B07301. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „brett". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/brett/rhwb?formid=B07301.
BibTeX
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