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Brett

nhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

MeckWB
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17 in 15 Wb.
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Eintrag · Mecklenburgisches Wb.

Brett Pl.

Bd. 1, Sp. 1136
Wossidia Brett Pl. Bräd', Bräder, selt. Bräders n. Brett: Brett, Bräder Mi 11a; Bräders Wi Wismar@SternbergSternb; zum Hausbau: 'ekene brede' (Wi 1330) UB. 8, 129; wenn bei einem Tischler die Bretter nach einem Todesfall knarren, is de Dod' mank de Bräd' un söcht sick 'n Sarg ut RoRostock@GresenhorstGres; in Redewendungen häufig von flachem Busen: dee hett ne Bost, as wenn ne Schaplus ('n Muskœtel) up 'n Brett nagelt is Gü; StaStargard@StrelitzStrel; dat is ok so as goden Dag Brett, wur wahnt Puden Ro; RoRostock@WarnemündeWarn; ähnlich vom Mutterschaf mit geringer Euterbildung: dat is 'n Ding as 'n Brett WaWaren@RogeezRog; von stämmigem Wuchs: dat is 'n Kierl, dor kann 'n Bräd' ut sniden HaHagenow@BelschBelsch; RoRostock@KlockenhagenKlock; ut sinen Puckel kœnen Bräd' saagt warden Ro; umschreibend für hohes Alter: ick heff min dicksten Bräd' bohrt StaStargard@GrammertinGramm; Wulk; der Überkluge kann dörch 'n eiken Brett (dörch 'n Brett ahn Lock) kiken Ro Rostock@RibnitzRibn; SchwSchwerin@CrivitzCriv; Wa; der Pfiffige süht so nippern ut, as wenn he quer dörch 't Brett kiken will; der Aufschneider lüggt dörch 'n eiken Brett RoRostock@KühlungsbornKühl; einen dörch 'n eiken Brett laben ihn sehr loben: Schneeb. Herrg. 202; Pip. Stadt 110; Reut. 4, 429; die von einem beschränkten Menschen allgem. übliche Rda. 'n Brett vör 'n Kopp hebben stammt aus dem Brauch, bösen Bullen und störrischen Ochsen ein Brett vor den Kopf zu binden, so daß sie nur nach der Seite sehen können; dem Übeltäter droht man: du kannst di 'n Brett vör 'n Puckel binnen (um die wohlverdienten Schläge abzuhalten) Wa Waren@Klein VielenKViel; dor geiht de Kierl mit 'n Brett vör 'n Noors Schornsteinfeger, der früher einen solchen Schutz trug MaMalchin@GülzowGülz; bildl. Sarg im Ausspruch des Sterbenden: dat hett gerennt un geräden nah 'n Laken un vier Bräden Ro; Burspraken und Ratswahlen wurden von dem Scharfrichter durch Schlagen an ein Brett verkündet Beitr. Rost. 4, 1, 46; 4, 2, 48; Tech. Bürg. 14; der Beginn des Marktes wurde durch Aufhängen eines Brettes angezeigt ebda 184; besondere Bedeutungen: Zahlbrett: 'unde scolen en de beredynghe don ... tho ene male up eneme brede' (Ma 1380) UB. 19, 519; Urk. Blüch. 1, 448; 'betalt up deme brede' Red. Ost. 113; das Opferbrett in der Kirche: 'wes mit dem brede beden wert' (Wi 1481) Jb. 3, 249; s. Bädelbrett und Belt1; Spielbrett in folg. Rdaa.: he hett bi mi noch 'n Stein int Brett ist bei mir gut angeschrieben StaStargard@DolgenDolg; Rehm Joch. 7; sick 'n Stein int Brett leggen sich in Gunst setzen: Quitz. 2, 222; ... setten: Reut. 4, 309; ... schuwen 6, 180; 4, 384; Totenbrett: hüht sturw ehn Mann, lag noch upt Brett Babst 3, 175; segg' em man, ick hadd' hier eenen liggen vör mi uppe Bräd' Wo. V. 2, 1843; 1851; die feierliche Tafel beim Festmahl: 'wo einer stedes höger und höger ant Bredt kamen möchte' (einen möglichst ehrenvollen Platz erhalten) Gry. Paw. Q 2a; 'unde hoch am brede sitten wil' Lb. 2, F 2a; 'sehr hoch am Brede gewesen' (in hohem Ansehen gestanden) Slüt. D 3b; 'dass Hee als Mnificus sehr hoch ans Brett gekahmen' (Ro 1729) Kohf. in Nds. 15, 433b; wer ant Brett nich kamen kann, dei is kein gescheiter Mann RoRostock@MarlowMarl; der erhöhte Sitz des Richters, Bank, Tisch der Obrigkeit: 'idt ys överst darsülvest up dem Markede ein gerichtsplatz mit brederen hoch upgebuwet, ... dar ... de ... Heren mit dem Kettermeister geseten' Gry. Slüt. Q 1b; in diesem Sinne in den Redewendungen: vör 't Brett kamen, ... krigen zur Verantwortung ziehen oder gezogen werden: Denn kriggt he den Ilk vör 't Brett, Denn seggen wi, dat lett mal nett Wo. V. 4, 896; na, täuw! Kumm du mi man vör 't Brett Reut. 5, 279; 96; 3, 22; vör 't Brett möten Babst 1, 110; hüt müsst hei dormit vör 't Brett Reut. 6, 203; einen vör 't Brett nähmen: H Schröd. Garw 151; ähnl. zum unartigen Kinde: du sast vör 't Brett RoRostock@LangsdorfLangsd; in diesem Zusammenhang wohl auch die feste Fügung tau Bräd' kamen offenbar werden, zum Vorschein kommen: dat is nich tau Bräd' kamen das Verbrechen blieb unentdeckt LuLudwigslust@LaupinLaup; RoRostock@ReddelichRedd; de Gössel sünd all tau Bräd' kamen lebendig aus dem Ei gekommen RoRostock@BlankenhagenBlank; auch vom Schwerkranken: he kümmt woll nich wedder tau Bräd' erholt sich nicht wieder Dierh; von einem untergegangenen Schiff: dor is nich Stump oder Stäl von tau Bräd' kamen Wi; von einem Verschollenen: œwer, he kem wedder tau Bräd' RoRostock@WarnemündeWarn; abgewandelt: tau Bräd' kamen wirtschaftlich vorwärts, in Gang kommen RoRostock@KlockenhagenKlock; WaWaren@KisserowKiss; User; Mi 11a; Jac. 1, 109; s. auch Reut. 3, 103; 7, 462; Derb. 1, 167; 200; 2, 58; 184; Disk. 2, 71; tau Bräd' bringen zustande bringen öft.; von unbrauchbarer Arbeit: wat dei tau Bräd' bringt, frett nich Hund noch Katt Schw; Anschlagebrett: wo kümmst up dat Brett un denn noch up 'n eiken MaMalchin@StavenhagenStav; wie Bank (Sp. 609): de lawte de Lüd' ... dörch 't Bredd (samt und sonders) Reut. 2, 148; Rda.: dat steiht up 'n anner Brett das ist eine andere Sache StaStargard@StrelitzStrel. Zss.: Anstands-, Auken-, Aust-, Bi-, Bost-, Brot-, Bullen-, Dack-, Decker-, Disch-, Dräg'-, DullFaut-, Filt-, Gassel-, Hack-, Hackel-, Haken-, Hand-, Höllen-, Huben-, Kandel-, Keiben-, Keimen-, Klapp-, Klapper-, Klicker-, Klopp-, Knipps-, Kopp-, Lop-, Melken-, Mess-, Mett-, Nam-, Nett-, Oesel-, Plätt-, Reister-, Riw-, Rüst-, Schal-, Schamel-, Schauster-, Schell-, Schœl-, Schör-, Sett-, Sittel-, Slag'-, Splint-, Spund-, Stein-, Stöt-, Strichen-, Strik-, Strip- pen-, Tausnid-, Tenns-, Unner-, Wagen-, Wind-, Wuppbrett. — Mnd. bret n. — Bl. 54b; Dä. 54b; Me. 1, 517; Schu. 43.
5301 Zeichen · 86 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    BrettDas

    Campe (1807–1813) · +4 Parallelbelege

    Das Brett , bei Andern Bret, des — es, Mz. die — er; Verkleinerungsw. das Brettchen oder Bretchen, O. D. Brettlein, des …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Brett

    Goethe-Wörterbuch

    Brett häufig -t (so auch Adelung u Grimm, vgl DWb 2,374 Vorbem, dagegen bei Campe als bloße Schreibvariante erwähnt) 1 z…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Brett

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +1 Parallelbeleg

    Brett (engl.), langer vierräderiger Luxuswagen mit Kaleschenverdeck, vier Sitzen im Innern und besonderm Kutschersitz; e…

  4. modern
    Dialekt
    Brett

    Bayerisches Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    Brett Band 3, Spalte 3,293–297

  5. Spezial
    Brett

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Brett n. (-[e]s,-er) 1 (zugeschnittenes Holzstück) brëia (-ies) f. 2 (Spielbrett) brëia da jüch f. 3 pl. (Bühne) paladin…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit brett

419 Bildungen · 175 Erstglied · 242 Zweitglied · 2 Ableitungen

brett‑ als Erstglied (30 von 175)

Brettkuchen

SHW

Brett-kuchen Band 1, Spalte 1107-1108

brettan

AWB

bret·tan

brettan st. v. , mhd. bretten, nhd. dial. bair. bretten Schm. 1,372 f., schweiz. brette n sw. ( st. ) v. Schweiz. Id. 5,916 f. ; as. bregdan…

Brettbaum

Campe

brett·baum

Der Brettbaum , des — es, Mz. die — bäume, ein Baum, der tauglich ist, Bretter daraus zu schneiden; ein Brettstamm.

Brettbeute

Campe

brett·beute

Die Brettbeute , Mz. die — n, eine Beute, oder ein Bienenstock aus Brettern gemacht; in Gegensatz der Klotzbeute, die aus dem Ganzen gemacht…

Brettbohle

Campe

brett·bohle

Die Brettbohle , Mz. die — n, eine gesägte Bohle, zum Unterschiede der gehauenen.

Brettchen

GWB

brett·chen

Brettchen überwiegend -t- kleines Brett, auch als Teil eines Puppentheaters [ Mineraliensammlung ] fing er an .. auf Bretern, die durch schw…

Brettchenweberei

Meyers

brettchen·weberei

Brettchenweberei , eine in neuester Zeit wieder belebte alte Technik, die schmale Bänder und Fransenborten aus Fäden herstellt, deren Kreuzu…

Brettdräger

MeckWB

Brettdräger m. Bretträger; übertr. Hering Ha Witt .

Bretteiche

Campe

brett·eiche

Die Bretteiche , Mz. die — n, eine Eiche mit geradem Stamme, die tauglich ist, Bretter daraus zu schneiden.

Brettel

Idiotikon

bret·tel

Brettel Band 5, Spalte 916 Brettel 5,916

bretten

DWB

bret·ten

bretten , stringere, rapere, terrere, ein altes, seltnes verbum, ahd. prëttan prat giprottan ( Graff 3, 287. 288 ), mhd. brëtten brat gebrot…

Bretter

Pfeifer_etym

bret·ter

Brett n. ‘länglich zugeschnittenes Holzstück’. Das nur westgerm. bezeugte Substantiv ahd. (8. Jh.), mhd. mnd. bret, asächs. aengl. bred (ger…

Bretterwand

SHW

Bretter-wand Band 1, Spalte 1107-1108

Bretterzaun

SHW

Bretter-zaun Band 1, Spalte 1107-1108

brett als Zweitglied (30 von 242)

Backbrett

Campe

back·brett

Das Backbrett , des — es, Mz. die — er, in der Haushaltung, ein dünnes rundes Brett, mit einem Griffe, allerlei Backwerk darauf zu verfertig…

Bettbrett

Campe

bett·brett

Das Bettbrett , des — es, Mz. die — er, die Bretter im Bette, die den Boden desselben ausmachen; auch die Bettstelle und das ganze Bett selb…

Bodenbrett

Campe

boden·brett

Das Bodenbrett , des — es, Mz. die — er, ein langes Brett auf den Rüst= und Leiterwägen, welches zwischen den Leitern auf den Achsen liegt, …

Bostbrett

MeckWBN

bost·brett

Wossidia MeckWB Bostbrett n. 2. die schräge Bank des Spinnrades Ro @ Petsch.

Brunftwildbrêtt

Adelung

Das Brunftwildbrêtt , des -es, plur. inus. Wildbrett, d. i. das weibliche Geschlecht des Hirsches, welches in der Brunft ist.

Bullenbrett

MeckWBN

bullen·brett

Wossidia MeckWB Bullenbrett n. 2. seem. Brett an der Koje der Seeleute Wo. Seem. 2, 120.

deckelbrett

DWB

deckel·brett

deckelbrett , n. bei den papiermachern ein brett das die falzstösze bedeckt, worauf die bogen zum pressen gelegt werden.

Ableitungen von brett (2 von 2)

Brette

BWB

Brette Band 3, Spalte 3,322f.

verbretten

DWB

verbretten , verb. durch bretter versperren: und ( es ) verhalt aber den durchgang, als verwandet und verbrettet ers. Paracelsus opp. (1616)…