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Bluten

nhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
15 in 15 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Bluten v., ntr., trs.

Bd. 1, Sp. 577b
Bluten, v. I) ntr. mit haben, Blut verlieren, Blut fließen lassen. Die Wunde blutet stark. Der Finger blutet, die Nase blutet ihm. Er hat stark geblutet. »Mein Vater, der schon von tödtlichen Wunden blutete.« Weiße. Laß ab! Laß ab! Schon blutet dir das Opfer, Schon stirbt das kalte Herz. Zachariä. I der Jägersprache ist für bluten, schweißen und faschen gewöhnlich, Uneigentlich. 1) △ Eines gewaltsamen Todes sterben. Er duldete, blutete für uns. »Ach, trug ich ihn darum in meinem Schooße, damit er bluten soll?» Weiße. 2) Das Herz blutet, sagt man, wenn man einen lebhaften Schmerz empfindet. Wie hat mein Herz bei ihrem Unglücke geblutet.« Dusch. Stets nagt ein scharfer Neid Sein blutend Herz. Hagedorn. 3) ◬ Die Augen bluten, vergießen bittre Thränen. — Denn ach, so oft wir ihn nennen, blutet dein Auge. Klopstock. Auf ähnliche Art sagt man, der Wein blutet, wenn aus dem Weinstocke nach dem Beschneiden, gleichsam einer Verwundung, der Saft rinnt. 4) Х Für etwas mit seinem Vermögen büßen. Er soll mir dafür schon bluten. Er wird dafür wieder bluten müssen. 5) I der Sprache der Bergleute heißt, das Erz blutet, wenn sich rothes Silbererz oder Rothgüldenerz findet. Der Blutstein blutet gelblich oder braun, wenn er statt der gewöhnlichen rothen Farbe ins Gelbliche oder Braune fällt. II) △ als trs. bluten lassen, mit dem Blute von sich geben. S. Verbluten. Dann überhaupt strömen lassen. Dann schauerst du und blutest Freudenthränen. Schubart. Das Bluten. Die Blutung, in den Zusammensetzungen Beblutung, Verblutung 
1530 Zeichen · 36 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bluten

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Bluten , verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, Blut fließen lassen, Blut fahren lassen. 1. Eigentlich. Die Wunde b…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    bluten

    Goethe-Wörterbuch

    bluten auch subst, mehrf PartPräs (vereinzelt subst) a ‘jd blutet (aus einer Wunde)’, ‘etw (Wunde, Körperteil) blutet’ E…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bluten

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Bluten ( Tränen ) der Pflanzen , das Hervortreten von Saft aus Wundstellen, kommt dadurch zu stande, daß aus lebenden Ze…

  4. modern
    Dialekt
    bluten

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    bluten Band 2, Spalte 2,1463f.

  5. Sprichwörter
    Bluten

    Wander (Sprichwörter)

    Bluten 1. Er blutet wie ein Schwein. ( Meiningen. ) 2. Er soll dem Bluten nicht entrinnen. – Henisch, 430. 3. Jemes blue…

  6. Spezial
    bluten

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    blu|ten vb.intr. 1 (Blut verlieren) sangoné (-nëia), perde sanch 2 (von Bäumen) laghermé (-mëia).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bluten

33 Bildungen · 6 Erstglied · 22 Zweitglied · 5 Ableitungen

bluten‑ als Erstglied (6 von 6)

Blutendes Brot

Meyers

Blutendes Brot ( Speisenblut ), eine seit den ältesten Zeiten vom Aberglauben stark ausgebeutete Erscheinung, die in dem Auftreten blutroter…

blutendig

DWB

blut·endig

blutendig , blutend, gebildet wie lebendig, blahendig, tobendig, siedendig: si lief so ilends hie darvon, das si den schleier do must lon, d…

blutentwurf

DWB

blut·entwurf

blutentwurf , m. molimen sanguinolentum: ihr hasz ist unversöhnlich gegen mich, und unerschöpflich ihre blutentwürfe. Schiller 420 a .

bluten als Zweitglied (22 von 22)

Abbluten

Campe

Abbluten , v. I) ntr. mit haben, ausbluten, zu Ende bluten. Ein geschlachtetes Thier muß man gehörig abbluten lassen. II) △ trs. dadurch, da…

ausbluten

DWB

aus·bluten

ausbluten , sanguinem effundere, emittere, verbluten: sein blut ausbluten lassen. 3 Mos. 1, 15 ; und lasse das ubrige blut ausbluten. 5, 9; …

bebluten

DWB

beb·luten

bebluten , cruentare, nnl. bebloeden: den boden bebluten; gezänk und tod bringt Libitina auf die beblutete scene. Götz 2, 43 .

einbluten

DWB

ein·bluten

einbluten , sanguinem introrsum fundere: nun sprichstu, solt ich also schweigen und mein leiden und getreng niemands klagen, das mag ich nit…

nachbluten

DWB

nach·bluten

nachbluten , verb. hinterher bluten: die wunde blutet nach; auch mit persönlichem subj.: ( Hermann zu Horst, welcher ihm eine wunde verbinde…

nasenbluten

DWB

nasen·bluten

nasenbluten , n. eruptio sanguinis e naribus Stieler 204 : schnecken gestoszen und auf die stirn gelegt, sollen das nasenbluten auch stillen…

verbluten

DWB

verb·luten

verbluten , verb. amittere sanguinem, mhd. verbluoten; verstärkung des einfachen bluten durch die vorsilbe ver, starken blutverlust haben. 1…

zahnbluten

DWB

zahn·bluten

zahnbluten , n. , haemorrhagia a) ex dentium alveolis, b) gingivarum Nemnich lex. nosolog.

Ableitungen von bluten (5 von 5)

bebluten

DWB

bebluten , cruentare, nnl. bebloeden: den boden bebluten; gezänk und tod bringt Libitina auf die beblutete scene. Götz 2, 43 .

Entbluten

Campe

◬ Entbluten , v. trs. des Blutes berauben. — und verließ den entbluteten Leichnam. Voß. Das Entbluten. Die Entblutung.

erbluten

DWB

erbluten , exstillare, ausbluten, verbluten: beschneid dem pferd den huef, lasz erblueten. Seuter 397 ; wann ein vieh schmalweidig ist, so h…

verbluten

DWB

verbluten , verb. amittere sanguinem, mhd. verbluoten; verstärkung des einfachen bluten durch die vorsilbe ver, starken blutverlust haben. 1…

zerbluten

BWB

zerbluten Band 2, Spalte 2,1468