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blühen

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
12 in 12 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
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23
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

blühen schw.

Bd. 1, Sp. 1029
blühen schw. : wie schd. 1. von den Pflanzen; die Blume blihn [LU-Alsh, allg.]. Die Wingert blihn schää [BZ-Heuchh, verbr.]. 's Korn bligt [GH-Neubg]. Die Gummere (Gurken) blihe falsch 'Die Gurkenblüten bleiben unbefruchtet' [KU-Schmittw/O]. De Trauwestock bliht schlecht 'blüht spärlich' [KB-Zell, verbr.]. Zs. auf-, verblühen. RA.: Sei Wäze (Weizen) bliht 'Es geht ihm gut' [NW-Hardbg u. Umg.]. BR.: Wann se owe blihe, kammer se unne kriehe 'Wenn die Kartoffeln blühen, sind sie reif für den Gebrauch' [PS-Burgalb (Wilde 118)]. Wie der Äbich (Efeu) bliht, so der Wein [LA-Diedf]. Bliht die Häd (Heidekraut) bis in die Spitze, muß de Bauer im Winter hinner'm Owe sitze [KU-Bedb]. Wann de Holler bliht, sinn die Hihner mied 'Wenn der Holunder anfängt zu blühen, geht die Legezeit der Hühner zu Ende' [Krieger 40]. Volksgl.: Buhne un Gummere (wohl richtiger: Grumbiere) in der Jungfrau geplanzt dun nix wie blihe, sie henke net aaⁿ [Fogel Beliefs Penns Nr. 1020]. De Blume muß mer Neijohr winsche, oder sie blihe net [ebd., Nr. 1314]. Ein weiteres Beispiel s. bei Kind. VR.: De Hanf bliht, de Hanf bliht, er bliht e bissel gääl (gelb); ich hätt jo die Kath kriet, sie is awwer schääl 'sie schielt' [Wilde 91]. Einen AR. s. bei Rose. — 2. vom guten Aussehen des Menschen. Die bliht wie e Ros 'hat frische, rote Wangen' [RO-Alsbr, allg.], wie e Räisel (Röslein) [LA-Herxh], wie e Pingschtreesche [RO-Semb]. Des Weibsbild hot gebliht wie e Kersch [FR-Hettldh]. Das sieht aus wie 's blihende Lewe [verbr. Don Gal Buch]. Von einem Menschen mit gelber Gesichtsfarbe heißt es: Der bliht wie en Bettsächer (Löwenzahn) [PS-Zesbg]. — 3. sonstiger Gebrauch. a. Die Fingernächel blihn 'haben weiße Flecken' [KU-Gries]. Volksgl.: Starkes Blühen der Fingernägel ist ein Anzeichen dafür, daß die Ehe kinderreich sein wird [ebd.]. — b. abstr. Es bliht der eppes (etwas) 'Es drohen dir Schläge, eine Strafe' [RO-Kalkof, allg.]. — F.: fast allg. blīə, blījə; in der südl. VPf u. in NW-Kallstdt daneben blīχə, vgl. Wilde 286. Formen des Präs. vgl. blasen. — Südhess. I 955/56; Rhein. I 799/800; Lothr. 51; Els. II 155; Bad. I 268.
2148 Zeichen · 69 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Blühen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Blühen , verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben zu sich nimmt, einen Schein von sich geben, mit einem lebhaften S…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    blühen

    Goethe-Wörterbuch

    blühen öfter synkopiert ‘blühn’; auch subst; häufig PartPräs (auch präd, einmal superl, vereinzelt subst); mehrf in reih…

  3. modern
    Dialekt
    blühenschw.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    blühen schw. : wie schd. 1. von den Pflanzen; die Blume blihn [ LU-Alsh , allg.]. Die Wingert blihn schää [BZ-Heuchh, ve…

  4. Sprichwörter
    Blühen

    Wander (Sprichwörter)

    Blühen 1. Es blühet nichts immerdar. – Henisch, 425. 2. Was am ersten (schönsten) blüht, wird am ersten welk. – Henisch,…

  5. Spezial
    blühen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    blü|hen vb.intr. 1 (Blüten haben) florí (-rësc) 2 ‹fig› florí (-rësc), crësce (crësc, chersciü) 3 ‹pop› (passieren) soze…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bluehen

12 Bildungen · 3 Erstglied · 5 Zweitglied · 4 Ableitungen

bluehen‑ als Erstglied (3 von 3)

blühendroth

DWB

bluehend·roth

blühendroth : schau, wie blühendroth der abend gegen morgen zieht. J. Paul Hesp. 3, 235 .

blühendweisz

DWB

blühendweisz : zwei gute seelen im blühendweiszen lebensmai. Tit. 2, 71.

bluehen als Zweitglied (5 von 5)

abblühen

DWB

abblühen , deflorescere, ausblühen, zu ende blühen: das korn, der wein hat jetzt abgeblüht; ihre schönheit blüht schon ab; abgeblühte rosen,…

aufblühen

DWB

auf·bluehen

aufblühen , florere, florem pandere: die knospe blüht auf, geht auf; ist über nacht aufgeblüht; neu aufblühende kräuter. Voss; was kümmert m…

ausblühen

DWB

aus·bluehen

ausblühen , 1) efflorere, erblühen: der ausblühende frühling dieser beiden welten ist die liebe. Tieck ges. nov. 4, 269 ; ausblühn will ich …

entblühen

DWB

ent·bluehen

entblühen , 1 1) efflorescere: aus dem kampf gieng endlich der sieg hervor, und der kraft entblühte die milde. Schiller 51 a ; doch fürchte …

verblühen

DWB

verb·luehen

verblühen , verb. bis zu ende blühen, welk werden, ahd. farbluojan Graff 3, 241 , aus dem Notkerischen ferbluot erschlossen; mhd. verblüejen…

Ableitungen von bluehen (4 von 4)

beblühen

DWB

beblühen , sich, flores induere: wie sich der fels beblüht, wie sich die weide zieht, treibet gemach. Göthe 40, 384 .

entblühen

DWB

entblühen , 1 1) efflorescere: aus dem kampf gieng endlich der sieg hervor, und der kraft entblühte die milde. Schiller 51 a ; doch fürchte …

erblühen

DWB

erblühen , efflorere, efflorescere, mhd. erblüejen, erblüegen: do erblüete ir liehtiu varwe, dô si diu mære rëhte bevant. Nib. 239, 4 ; nhd.…

verblühen

DWB

verblühen , verb. bis zu ende blühen, welk werden, ahd. farbluojan Graff 3, 241 , aus dem Notkerischen ferbluot erschlossen; mhd. verblüejen…