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Blühen

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
12 in 12 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Blühen v., ntr.

Bd. 1, Sp. 571b
Blühen, v. ntr. mit haben. 1) Einen Schein von sich geben, glänzen, wie auch, das Ansehen der Frische haben, in welcher Bedeutung es sowol eigentlich als uneigentlich die Dichter noch gebrauchen. Folgende Stellen scheinen hieher zu gehören. Der Abend blüht. Des Spätroths Rosen thauen Auf Flur und Grab. — Kosegarten. — — — blühendes Fett. — Voß. S. auch Blume 4) und 6). — — und starr an den blühenden Gliedern Stand er erstarrt. — Ders. I der letzten Stelle kann es jedoch auch ein uneigentlicher Gebrauch der folgenden Bedeutung sein. Eine blühende Einbildungskraft, eine lebhafte, feurige, fruchtbare. Eine blühende Farbe, eine glänzende, frische, in welcher Bedeutung es auch als eine uneigentliche zum Folgenden gezogen werden kann; besonders wenn von der blühenden Farbe des Gesichts die Rede ist. 2) I engerer und gewöhnlicher Bedeutung von den Pflanzen, die zur Erzeugung der Frucht und des Samens nöthigen Theile der Befruchtung entwickeln und zeigen. Die Bäume blühen schon. Zur Zeit, wenn das Korn blühet. Das Veilchen blühet im Verborgenen. Die blühende Rose gewährt einen angenehmen Anblick. Uneigentlich, sich im Zustande der entwickelten Schönheit und voller Kraft befinden. Sie blühet wie eine Rose, hat eine schöne rothe, gesunde, frische Farbe, womit zugleich der Begriff des Jugendlichen verbunden ist. So auch das blühende Alter, das jugendliche. Eine blühende Schönheit, sowol, die noch im Werden, als auch, die schon in ihrem höchsten Glanze ist. »Er ist nicht mehr der blühende Jüngling, den die Gesundheit, die Freude und Lebhaftigkeit überall zu begleiten schienen.« Brawe. Ein junger blühender und ehrbegieriger Mann. Weiße. I weiterer uneigentlicher Bedeutung. Hier blühen Künste und Wissenschaften, hier werden sie fleißig und in einem hohen Grade der Vollkommenheit getrieben. Bei uns blühen auch Handel und Gewerbe. Ein blühendes Reich. Eine blühende Stadt. Nur in süßer Einsamkeit Blühet die Zufriedenheit. Weiße. — — — Jeder Segen, der mir blüht, Blüht mir schöner und gedoppelt, wenn ein Böser ihn nicht sieht. Hagedorn. Sie (die Kindheit) sieht im Frühlingshaine All' ihre Freuden blühn! Mathisson. Des Lebens Mai blüht einmahl und nicht wieder. Schiller. So auch, jetzt blühet sein Glück, jetzt treten für ihn glückliche Umstände ein, jetzt gehet es ihm glücklich; in welchem Sinne man im gemeinen Leben auch sagt: jetzt blühet sein Weizen. Wer weiß, wo noch mein Glück blüht. I den Schmelzhütten blühet das Kupfer, wenn es beim Erkalten kleine Bläschen bekömmt, was ein Zeichen seiner Reinigkeit ist. Das Wasser blühet, wenn sich in der Sonnenhitze auf stillstehendem Wasser ein grüner Schlamm ansetzt. 3) ◬ Emporstehen, in die Höhe gerichtet sein. — auch sank die blühende Mähne. Voß. Das Blühen.
2736 Zeichen · 50 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Blühen

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Blühen , verb. reg. neutr. welches das Hülfswort haben zu sich nimmt, einen Schein von sich geben, mit einem lebhaften S…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    blühen

    Goethe-Wörterbuch

    blühen öfter synkopiert ‘blühn’; auch subst; häufig PartPräs (auch präd, einmal superl, vereinzelt subst); mehrf in reih…

  3. modern
    Dialekt
    blühenschw.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    blühen schw. : wie schd. 1. von den Pflanzen; die Blume blihn [ LU-Alsh , allg.]. Die Wingert blihn schää [BZ-Heuchh, ve…

  4. Sprichwörter
    Blühen

    Wander (Sprichwörter)

    Blühen 1. Es blühet nichts immerdar. – Henisch, 425. 2. Was am ersten (schönsten) blüht, wird am ersten welk. – Henisch,…

  5. Spezial
    blühen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    blü|hen vb.intr. 1 (Blüten haben) florí (-rësc) 2 ‹fig› florí (-rësc), crësce (crësc, chersciü) 3 ‹pop› (passieren) soze…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bluehen

12 Bildungen · 3 Erstglied · 5 Zweitglied · 4 Ableitungen

bluehen‑ als Erstglied (3 von 3)

blühendroth

DWB

bluehend·roth

blühendroth : schau, wie blühendroth der abend gegen morgen zieht. J. Paul Hesp. 3, 235 .

blühendweisz

DWB

blühendweisz : zwei gute seelen im blühendweiszen lebensmai. Tit. 2, 71.

bluehen als Zweitglied (5 von 5)

abblühen

DWB

abblühen , deflorescere, ausblühen, zu ende blühen: das korn, der wein hat jetzt abgeblüht; ihre schönheit blüht schon ab; abgeblühte rosen,…

aufblühen

DWB

auf·bluehen

aufblühen , florere, florem pandere: die knospe blüht auf, geht auf; ist über nacht aufgeblüht; neu aufblühende kräuter. Voss; was kümmert m…

ausblühen

DWB

aus·bluehen

ausblühen , 1) efflorere, erblühen: der ausblühende frühling dieser beiden welten ist die liebe. Tieck ges. nov. 4, 269 ; ausblühn will ich …

entblühen

DWB

ent·bluehen

entblühen , 1 1) efflorescere: aus dem kampf gieng endlich der sieg hervor, und der kraft entblühte die milde. Schiller 51 a ; doch fürchte …

verblühen

DWB

verb·luehen

verblühen , verb. bis zu ende blühen, welk werden, ahd. farbluojan Graff 3, 241 , aus dem Notkerischen ferbluot erschlossen; mhd. verblüejen…

Ableitungen von bluehen (4 von 4)

beblühen

DWB

beblühen , sich, flores induere: wie sich der fels beblüht, wie sich die weide zieht, treibet gemach. Göthe 40, 384 .

entblühen

DWB

entblühen , 1 1) efflorescere: aus dem kampf gieng endlich der sieg hervor, und der kraft entblühte die milde. Schiller 51 a ; doch fürchte …

erblühen

DWB

erblühen , efflorere, efflorescere, mhd. erblüejen, erblüegen: do erblüete ir liehtiu varwe, dô si diu mære rëhte bevant. Nib. 239, 4 ; nhd.…

verblühen

DWB

verblühen , verb. bis zu ende blühen, welk werden, ahd. farbluojan Graff 3, 241 , aus dem Notkerischen ferbluot erschlossen; mhd. verblüejen…