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betten

ahd. bis spez. · 21 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
24 in 21 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

betten

betten

Bett n. ‘Liegestatt zum Schlafen, Federbett, Bettdecke’. Dem gemeingerm. Wort für ‘Liegestatt’ ahd. betti ‘Lager, Bett, Federbett, Beet’ (8. Jh.), mhd. bette, asächs. bed, mnd. mnl. bedde, nl. bed, aengl. bedd, engl. bed, anord. beðr m., got. badi. Herkunft ungewiß. Vielleicht liegt die Verbalwurzel ie. *bhedh- ‘stechen, besonders in die Erde stechen, graben’ zugrunde, zu der lat. fodere ‘graben’ und fossa ‘Graben’, lit. bèsti (bedù) ‘stechen, bohren, graben’, aslaw. bosti ‘stechen’, russ. bodát’ (бодать) ‘mit den Hörnern stoßen’, kymr. bedd ‘Grab’, gall. bedo- ‘Kanal, Graben’ gehören. Danach wäre germ. *badja- ursprünglich eine ‘in den Boden eingegrabene Lagerstätte, Schlafgrube’, zunächst wohl für Tiere. Die Vorstellung, wonach der Mensch seine Schlafstelle nach dem Lager eines Tieres benennt, wird von de Vries Nl. 34 bezweifelt, der Bett als ‘warme Stelle, wo man vor Kälte geschützt ist’ erklärt und etymologisch zu Bad (s. d.) stellt. Den Germanen ist das Bett in seiner heutigen Gestalt unbekannt; sie schlafen auf Tierfellen, später auf Matten, bis schließlich feste Schlafbänke an den Wänden der Wohnräume aufgestellt werden, vgl. ahd. bettibret (9./10 Jh.), mhd. bettebret, asächs. beddibred ‘Bettstelle’. Das bewegliche Bett auf hölzernem Gestell, eine Erfindung der Mittelmeervölker aus klassischer Zeit, wird erst später üblich. – betten Vb. ‘zur Ruhe niederlegen’, reflexiv ‘sich ein Lager bereiten’, ahd. bettōn ‘betten, ein Bett zurichten’ (Hs. 12. Jh.), mhd. betten, mnd. mnl. bedden, aengl. beddian. Dazu Bettung f., zuerst Mitte des 15. Jhs. im Sinne von ‘Bett’; in dieser Bedeutung bis ins 19. Jh., zuweilen sogar noch im 20. Jh. Anfang des 17. Jhs. wird Bettung ‘feste Unterlage’ ein bis heute gültiger Fachausdruck im Bauwesen, zuerst im militärischen Bereich (Bettung der Kanonen), später im Bereich der Wasserwirtschaft (Bettung einer Schleuse); die heute häufige Bedeutung ‘Unterlage für die Gleise einer Eisenbahnstrecke’ ist seit den 40er Jahren des 19. Jhs. nachweisbar. bettlägerig Adj. ‘erkrankt zu Bett liegend’ (Mitte 16. Jh.; obd. bettligring schon Mitte 15. Jh.). Bettstelle f. ‘hölzerner oder eiserner Rahmen eines Bettes’ ist wie gleichbed. Bettgestell n. seit Anfang des 18. Jhs. belegt, voraus geht westmd. bettsteill (Mitte 16. Jh.).
2283 Zeichen · 78 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    betten

    Althochdeutsches Wörterbuch

    betten s. bettôn sw. v.

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    bettenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +6 Parallelbelege

    betten swv. BMZ das bette machen mit dat. d. person Gen. Wig. Pass. Iw. Er. 3949. 7082. Ernst 2878. Gerh. 5027. 29. Flor…

  3. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    bettensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +1 Parallelbeleg

    betten , sw. V. Vw.: s. bedden

  4. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bètten

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Bètten , verb. reg. act. 1) Das Bett machen, d. i. die Federbetten aufrühren und in Ordnung legen. Die Magd hat noch nic…

  5. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    betten

    Goethe-Wörterbuch

    betten 1 sich, jdm eine Schlaf-, Ruhestatt, ein Lager bereiten a sein Nachtlager aufschlagen, sich, jdn (weich u warm) n…

  6. modern
    Dialekt
    betten

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    betten Band 2, Spalte 2,399

  7. Sprichwörter
    Betten

    Wander (Sprichwörter)

    Betten 1. Bettest du dir wohl, so liegst du wohl. – Körte, 574; Kirchhofer, 140. 2. Bettst dir guet, so ligst guet. ( Ba…

  8. Spezial
    betten

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    bet|ten I vb.tr. (niederlegen, zur Ruhe legen) mëte jö, lascé jö, pone jö II vb.refl. sich betten se lascé jö, se pone, …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit betten

27 Bildungen · 4 Erstglied · 21 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von betten 2 Komponenten

bet+ten

betten setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

betten‑ als Erstglied (4 von 4)

Bettengel

RhWB

bett·engel

Bett-engel m.: Konkubine Bo-Endenich ; Frauensperson, die weder in der Hauswirschaft noch sonst etwas leistet u. sich gleichsam nur dazu eig…

Bettenhausen

Meyers

betten·hausen

Bettenhausen , Dorf im preuß. Regbez. und Landkreis Kassel, an der Losse und der Staatsbahnlinie Kassel-Waldkappel, hat eine evangelischeund…

bettensömmerfrau

DWB

bettensömmerfrau , f. , die das bettwerk sömmert, d. i. sonnt und ausklopft.

betten als Zweitglied (21 von 21)

Abbétten

Adelung

abbet·ten

† Abbétten , verb. reg. act. Sich von einem abbetten, sein Bette von des andern seinem entfernen, nicht mehr bey ihm schlafen. Sich von der …

anbetten

DWB

anbetten , lectum adstruere: sie hat sich in dieser kammer angebettet.

aufbetten

DWB

auf·betten

aufbetten , lectum alte sternere: mein neustes opusculum, das so verdammt hoch vor uns aufgebettet stand wie ein sternenkegel. J. Paul Hesp.…

ausbetten

DWB

aus·betten

ausbetten , alio transferre: der kranke muste ausgebettet, in ein frisches bett gebracht werden. culcitas tollere: die betten herausnehmen, …

einbetten

DWB

ein·betten

einbetten , parare lectum: er ist alda eingebettet; eine elende kleine schachtel voll baumwolle, in der nette fläschchen wolriechenden wasse…

gebetten

Lexer

gebet·ten

ge-betten swv. BMZ das bett bereiten Anno , Pass. K. 354,69. 397,49.

kindbetten

DWB

kind·betten

kindbetten , kindbett halten: die so offentlich bei in sitzen, in iren heusern kindbetten, das doch nit sein sol. J. Pauli sch. u. e. 38 ; a…

kintbetten

Lexer

kint·betten

kint-betten swv. sêlic ist der mensche, der den himelischen vater alsus in sîner sêle kintbetten sol Myst. 2. 598,13 ;

ombetten

KöblerMnd

ombetten , st. V. Vw.: s. ümmeēten

umbetten

DWB

umb·etten

umbetten , vb. 1) trennbar. a) trans., in ein anderes bett legen: sie sank ins fieber. manche, manche nacht hab ich sie umgebettet, auf dem …

unterbetten

DWB

unter·betten

unterbetten , trennbares v. ; mhd. underbetten. eigentlich: er bettete dem kinde statt alles dessen, worauf man uns zum letzten male legt, b…

upbetten

KöblerMnd

upbetten , sw. V. Vw.: s. upbēten

zubetten

DWB

zubetten , v. , in der bienenzucht von den bienen, wenn sie die zellen der jungen bienen, die sich in püppchen verwandeln wollen, zuschmiere…

ūschindbetten

Idiotikon

ūschindbetten Band 4, Spalte 1819 ūschindbetten 4,1819

Ableitungen von betten (2 von 2)

gebetten

Lexer

ge-betten swv. BMZ das bett bereiten Anno , Pass. K. 354,69. 397,49.

Verbetten

Campe

Verbetten , v. trs . 1) Unrecht betten, z. B. die Betten in ein unrechtes Bett legen, verwechseln, oder die Betten nicht in die gehörige Ord…