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Bedürfnis

nhd. bis spez. · 7 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
8 in 7 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Bedürfnis

Bedürfnis

bedürfen Vb. ‘brauchen, nötig haben’, ahd. bithurfan ‘bedürftig sein, brauchen, bedürfen’ (um 800), mhd. bedurfen, bedürfen, mnd. bedörven, bederven, bedarven stimmen mit der alten Bedeutung des Simplex dürfen (s. d.) überein; auch sie werden von Anfang an vor allem mit dem Genitiv verbunden (es bedurfte keiner Worte, der Ruhe bedürfen). – Bedürfnis n. ‘Verlangen, Wunsch’, frühnhd. bedürfnisse (15. Jh.), mnd. bederfnisse, auch ‘Mangel, Dürftigkeit’; verhüllend sein Bedürfnis (‘seine Notdurft’) befriedigen, verrichten (19. Jh.). bedürfnislos Adj. ‘genügsam’ (Ende 18. Jh.); Bedürfnislosigkeit f. (Anfang 19. Jh.). bedürftig Adj. ‘arm, Mangel leidend, mittellos’, in der Wendung einer Sache, jmds. bedürftig sein ‘etw., jmdn. brauchen, nötig haben’; ahd. bithurftīg (Hs. 13. Jh.), spätmhd. bedurftic. Vgl. zu Anfang des 17. Jhs. bezeugtes, heute untergegangenes Bedurft f. ‘Bedürfnis’. Im Sinne von ‘notleidend’ begegnet das Adjektiv oft substantiviert die Bedürftigen Plur. Zu der letztgenannten Bedeutung ist Bedürftigkeit f. ‘Mangel, Armut’ (Mitte 16. Jh.) gebildet. Bedarf m. ‘Erfordernis, Nachfrage’, das die gleiche Ablautstufe wie der Singular des präterital gebildeten Präsens von bedürfen aufweist, wird im 16. Jh. aus mnd. bedarf, bederf ‘Notdurf, Mangel’ ins Hd. übernommen. Anfangs nur in der Kanzleisprache üblich, setzt sich Bedarf im 18. Jh. als Ausdruck der Handelssprache im Sinne von ‘Dinge, derer man bedarf’ allgemein gegenüber der alten Bedeutung ‘Mangel’ durch.
1487 Zeichen · 51 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    bedürfnisf.

    Grimm (DWB, 1854–1961) · +3 Parallelbelege

    bedürfnis , f. und n. indigentia, egestas, res cujus egemus. 1 1) weiblich: aus äuszerster bedürfnis. Rabener 4, 71 ; se…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Bedürfnis

    Goethe-Wörterbuch

    Bedürfnis Sg -ß, gelegentl -ss, Pl gelegentl -ße; mit rund 650 Belegen dem teilweise konkurrierenden Wort ‘Bedarf’ (15 B…

  3. Spezial
    Bedürfnis, kommunikativesn

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    Bedürfnis , n , kommunikatives потребность , ж , коммуникативная

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit beduerfnis

11 Bildungen · 8 Erstglied · 1 Zweitglied · 2 Ableitungen

Ableitung von beduerfnis 3 Analysen

be- + duerfnis

beduerfnis leitet sich vom Lemma duerfnis ab mit Präfix be-.

Alternativen: be-+durf+-nis bedurf+-nis

beduerfnis‑ als Erstglied (8 von 8)

bedürfnislos

Pfeifer_etym

beduerfnis·los

bedürfen Vb. ‘brauchen, nötig haben’, ahd. bithurfan ‘bedürftig sein, brauchen, bedürfen’ (um 800), mhd. bedurfen, bedürfen, mnd. bedörven, …

Bedürfnislosigkeit

Pfeifer_etym

beduerfnis·losigkeit

bedürfen Vb. ‘brauchen, nötig haben’, ahd. bithurfan ‘bedürftig sein, brauchen, bedürfen’ (um 800), mhd. bedurfen, bedürfen, mnd. bedörven, …

Bedürfnisprüfung

DERW

beduerfnis·pruefung

Bedürfnisprüfung, F., ›Prüfung eines An- trages auf Zulassung zu einem Beruf oder Gewerbe daraufhin ob ein öffentliches Be- dürfnis danach b…

Bedürfnißglaube

Campe

beduerfniss·glaube

○ Der Bedürfnißglaube , des — ns, o. Mz. ein Glaube, der gleichsam ein Bedürfniß ist, ohne welchen wir nicht bestehen d. h. nicht ruhig sein…

Bedürfnißlos

Campe

beduerfniss·los

○ Bedürfnißlos , — er, — este, adj. u. adv. ohne Bedürfnisse, keine Bedürfnisse habend. »Er aber geht bedürfnißlos wie ein — Gott umher, und…

beduerfnis als Zweitglied (1 von 1)

Geltungsbedürfnis

RDWB1

Geltungsbedürfnis n (Lakune) потребность в (общем) признании

Ableitungen von beduerfnis (2 von 2)

unbedürfnis

DWB

unbedürfnis , n. , als neubildung bei Campe, zur bezeichnung eines mangels des bedürfnisses und des unnöthigen, dessen man nicht bedarf 5, 1…

urbedürfnis

DWB

urbedürfnis J. v. Düringsfeld Dalmatien 1, 32 ; hwb. d. staatswiss. 7 2 , 138. —