Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Batzen m.
Batzen m.
Batzen m. ‘Klumpen’, auch Bezeichnung für ein Geldstück, frühnhd. Batz(e), Batzen. Herkunft ungewiß. Das Wort ist vielleicht eine Ableitung von dem allerdings erst spät (um 1700) bezeugten und heute veralteten Verb batzen ‘zusammenkleben’, das, älteres *back(e)zen vorausgesetzt, als Intensivum zu backen (s. d.) im Sinne von ‘kleben’ gelten kann. Das als Batzen, Bätzen bezeichnete Geldstück ist der in Salzburg (1495) geprägte Dickpfennig. Wort und Sache gelangen bald darauf (über Konstanz) nach Bern (1497), wo Batz, Batze, Bätze (als nicht schweizerdt. Wort) volksetymologisch mit Betz ‘Bär’, dem aufgeprägten Berner Wappentier, gleichgesetzt wird; vgl. hd. (Meister) Petz (eigentlich affektisch verschärfte Koseform von Bernhard, zu ahd. bero ‘Bär’ und hart ‘stark, kühn’). Batz(en), Bätze entwickelt die Bedeutung ‘Geldstück, Geld’ und führt zu der Entlehnung ital. bezzo ‘venezianische Münze’, Plur. bezzi ‘Geld’.