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Bader

mhd. bis spez. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
22 in 20 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Bader

Bader

Bad n. ‘das Baden im Wasser, Örtlichkeit, wo gebadet wird’, ahd. bad ‘Wasserbad, Badehaus’ (8. Jh.), auch ‘Taufe’, mhd. bat, asächs. bað, mnd. mnl. bat, afries. beth, aengl. bæþ, engl. bath, anord. bað, dän. schwed. bad (germ. *baþa-) gehören zu ahd. bāen, nhd. 1bähen ‘erwärmen, erhitzen, rösten’ (s. d.), führen also auf eine Verbalwurzel ie. *bhē-, *bhō-, tiefstufig *bhə- ‘wärmen, rösten’, aus der mit partizipialem ie. to-Suffix Bad, eigentlich ‘das Gewärmte, Erhitzte’, entwickelt ist. An eine g-Erweiterung ie. *bhōg- schließen sich griech. phṓgein (φώγειν) ‘rösten, braten’, dt. backen (s. d.) an. Als Ortsname ist Baden Übersetzung von lat. Aquae, das im Dt. dativisch (ze den) Baden ‘zu den Bädern’ wiedergegeben wird. – baden Vb. ‘zur Reinigung, Erfrischung ins Wasser tauchen’, ahd. badōn ‘baden, taufen’ (8. Jh.), mhd. baden, mnd. bāden, mnl. baden, aengl. baþian, engl. to bathe, anord. (reflexiv) baðast, schwed. bada. Dazu ausbaden Vb., oft in der Wendung etw. ausbaden müssen ‘die Folgen (der Schuld eines anderen) auf sich nehmen müssen’ (Ende 16. Jh.), zuvor ‘zu Ende baden’ (2. Hälfte 15. Jh.). Bader m. ehemals ‘Barbier und Wundarzt’, mhd. badære, asächs. baðeri (um 1100) ist der Inhaber einer Badestube, der die Badenden bedient, sie zur Ader läßt und ihnen die Haare schneidet.
1301 Zeichen · 55 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    baderstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +1 Parallelbeleg

    bader stn. derjenige der den badenden besorgt. die bader die dâ badeten mich frauend. 227,6. ein bader sol baden Frl. 54…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    bāderm.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    bāder , bēder , m. , Bader, s. batstȫver.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bader

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Bader , des -s, plur. ut nom. sing. dessen Gattinn die Baderinn, plur. die -en, der die Erlaubniß hat, eine Badestub…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Bader

    Goethe-Wörterbuch

    Bader im hist Drama u traditionsgebundenen Tierepos sowie im Exzerpt; in der Dichtung nur iron verwendet a einer, der ei…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bader

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Bader , geb. 1805 zu Thiengen im bad. Oberland, studierte in Freiburg, suchte in 10 Jahren voll Entbehrungen und Arbeit …

  6. modern
    Dialekt
    Bader

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    Bader Band 1, Spalte 1,875–877

  7. Sprichwörter
    Bader

    Wander (Sprichwörter)

    Bader 1. Bader erkennt man an der Schürze. Man nimmt ihnen auch, wie Goethe bemerkt, nichts übel. 2. Bader geben sich of…

  8. Spezial
    Bader

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ba|der (im Bauernbad) poder (-dri) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bader

80 Bildungen · 60 Erstglied · 19 Zweitglied · 1 Ableitungen

bader‑ als Erstglied (30 von 60)

baderadaf

RhWB

baderadaf badəradā:f  Hunsr; -dǫuf Trier Interj.: das Fallen begleitend. B., lo leit en! — Ohne Umstände, plötzlich.

baderei

DWB

bade·rei

baderei , f. badestube: welcher den andern gestochen hat, der in der baderei lieget. causenmacher 106.

badereiberin

DWB

baderei·berin

badereiberin , f. balneatrix fricans: langweilig anzusehen, wie ein alte badreiberin. Garg. 15; klosterläuferin, badreiberin, krankenwarteri…

Baderēy

Adelung

bade·rey

Die Baderēy , plur. die -en, die Wohnung eines Baders, ingleichen ein Haus, welches die Gerechtigkeit hat, eine Badestube zu halten.

Badergerechtigkeit

Campe

bader·gerechtigkeit

Die Badergerechtigkeit , Mz. die — en, das Recht, die obrigkeitliche Erlaubniß eines Baders, eine Badstube halten zu dürfen. Ein Haus mit Ba…

Badergewerbe

Campe

bader·gewerbe

Das Badergewerbe , des — s, d. Mz. ungew. das Gewerbe eines Baders, Andere für Geld zu baden oder baden zu lassen, und zu schröpfen; das Bad…

baderhütlein

DWB

bader·huetlein

baderhütlein , n. von stroh oder binsen geflochten: Vespasian flechtet baderhütlein. Garg. 185 b . s. badehütlein.

baderig

ElsWB

bade·rig

baderig [pâtərik Obhergh. ] Adj. geneigt zum Baden. Ës is t m i r hüt nit b.

baderin

DWB

bade·rin

baderin , f. balneatrix. Bocc. 1, 163 b . Tho. Plater 52

bader als Zweitglied (19 von 19)

Gäubader

BWB

Gäubader Band 1, Spalte 1,877f.

Narre(n)bader

Idiotikon

Narre(n)bader Band 4, Spalte 1016 Narre(n)bader 4,1016

salbader

DWB

salb·ader

salbader , m. 1 1) persönlich, langweiliger, alberner schwätzer, oft mit dem nebensinn des salbungsvollen, frömmelnden tones: es ( das buch …

spitalbader

DWB

spital·bader

spitalbader , m. bader in einem spital: der gwaltigst ( mann ) ist der spital-bader. wenn er schiert, so ist er nicht faul, er greifft dem p…

sweiʒbader

Lexer

sweiz·bader

sweiʒ-bader stm. der ein sweiʒbat bereitet Ls. 2. 489,83. Birk. p. 249 ;

Ableitungen von bader (1 von 1)

Badere

Wander

Badere Sie hatte nicht einmal die Badere 1 an. – Eiselein, 51. 1 ) Badehemd.