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Bader

mhd. bis spez. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Meyers
Anchors
22 in 20 Wb.
Sprachstufen
8 von 16
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16

Eintrag · Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

Bader

Bd. 2, Sp. 258
Bader (lat. Balneator), ehedem der Besitzer und Vorsteher einer Badestube (Bademeister, Stübner), jetzt in manchen Staaten ein Mann, der zur Ausübung der niedern Chirurgie und zum Rasieren berechtigt ist (auch Wundarzt, Chirurgus u. a. benannt). Schon Griechen und Römer hatten ihre Aleipten und Badediener, die das Reiben und Salhen im Bade besorgten, nebenher auch schröpften und zur Ader ließen. B. und Barbiere, von denen erstere sich nur mit dem Schröpfen und der Behandlung von Verwundeten beschäftigen durften, standen in Deutschland lange Zeit unter dem stärksten Druck, da sie, größtenteils Leibeigne und wendischer Abkunft, von jeder Innung und Zunft ausgeschlossen blieben, bis sie 1548 durch einen Beschluß des Augsburger Reichstags für zünftig erklärt und rein gesprochen wurden. Von jetzt an und namentlich nach der Vereinigung der B. und Barbiere durch Reichsgesetze 1779, in Österreich 1773, wurden beide und die Wundärzte als nicht voneinander unterschiedene Handwerker betrachtet. Seitdem wurde die Ausübung der niedern Chirurgie nur denen zugestanden, die zunftmäßig sieben Jahre das Rasieren getrieben und im Besitz einer Barbierstube oder chirurgischen Gerechtigkeit (Badestubengerechtigkeit) waren. Vgl. Benecke, Von unehrlichen Leuten (2. Aufl., Berl. 1889).
1287 Zeichen · 15 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    baderstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +1 Parallelbeleg

    bader stn. derjenige der den badenden besorgt. die bader die dâ badeten mich frauend. 227,6. ein bader sol baden Frl. 54…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    bāderm.

    Mittelniederdeutsches Wb.

    bāder , bēder , m. , Bader, s. batstȫver.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Bader

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Bader , des -s, plur. ut nom. sing. dessen Gattinn die Baderinn, plur. die -en, der die Erlaubniß hat, eine Badestub…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Bader

    Goethe-Wörterbuch

    Bader im hist Drama u traditionsgebundenen Tierepos sowie im Exzerpt; in der Dichtung nur iron verwendet a einer, der ei…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Bader

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Bader , geb. 1805 zu Thiengen im bad. Oberland, studierte in Freiburg, suchte in 10 Jahren voll Entbehrungen und Arbeit …

  6. modern
    Dialekt
    Bader

    Bayerisches Wörterbuch · +5 Parallelbelege

    Bader Band 1, Spalte 1,875–877

  7. Sprichwörter
    Bader

    Wander (Sprichwörter)

    Bader 1. Bader erkennt man an der Schürze. Man nimmt ihnen auch, wie Goethe bemerkt, nichts übel. 2. Bader geben sich of…

  8. Spezial
    Bader

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ba|der (im Bauernbad) poder (-dri) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit bader

80 Bildungen · 60 Erstglied · 19 Zweitglied · 1 Ableitungen

bader‑ als Erstglied (30 von 60)

baderadaf

RhWB

baderadaf badəradā:f  Hunsr; -dǫuf Trier Interj.: das Fallen begleitend. B., lo leit en! — Ohne Umstände, plötzlich.

baderei

DWB

bade·rei

baderei , f. badestube: welcher den andern gestochen hat, der in der baderei lieget. causenmacher 106.

badereiberin

DWB

baderei·berin

badereiberin , f. balneatrix fricans: langweilig anzusehen, wie ein alte badreiberin. Garg. 15; klosterläuferin, badreiberin, krankenwarteri…

Baderēy

Adelung

bade·rey

Die Baderēy , plur. die -en, die Wohnung eines Baders, ingleichen ein Haus, welches die Gerechtigkeit hat, eine Badestube zu halten.

Badergerechtigkeit

Campe

bader·gerechtigkeit

Die Badergerechtigkeit , Mz. die — en, das Recht, die obrigkeitliche Erlaubniß eines Baders, eine Badstube halten zu dürfen. Ein Haus mit Ba…

Badergewerbe

Campe

bader·gewerbe

Das Badergewerbe , des — s, d. Mz. ungew. das Gewerbe eines Baders, Andere für Geld zu baden oder baden zu lassen, und zu schröpfen; das Bad…

baderhütlein

DWB

bader·huetlein

baderhütlein , n. von stroh oder binsen geflochten: Vespasian flechtet baderhütlein. Garg. 185 b . s. badehütlein.

baderig

ElsWB

bade·rig

baderig [pâtərik Obhergh. ] Adj. geneigt zum Baden. Ës is t m i r hüt nit b.

baderin

DWB

bade·rin

baderin , f. balneatrix. Bocc. 1, 163 b . Tho. Plater 52

bader als Zweitglied (19 von 19)

Gäubader

BWB

Gäubader Band 1, Spalte 1,877f.

Narre(n)bader

Idiotikon

Narre(n)bader Band 4, Spalte 1016 Narre(n)bader 4,1016

salbader

DWB

salb·ader

salbader , m. 1 1) persönlich, langweiliger, alberner schwätzer, oft mit dem nebensinn des salbungsvollen, frömmelnden tones: es ( das buch …

spitalbader

DWB

spital·bader

spitalbader , m. bader in einem spital: der gwaltigst ( mann ) ist der spital-bader. wenn er schiert, so ist er nicht faul, er greifft dem p…

sweiʒbader

Lexer

sweiz·bader

sweiʒ-bader stm. der ein sweiʒbat bereitet Ls. 2. 489,83. Birk. p. 249 ;

Ableitungen von bader (1 von 1)

Badere

Wander

Badere Sie hatte nicht einmal die Badere 1 an. – Eiselein, 51. 1 ) Badehemd.