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Beleg

mnd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
14 in 13 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

Beleg

Beleg

belegen Vb. ‘durch Darauflegen bedecken’, auch ‘auferlegen, besetzen, beweisen’. Ahd. bileggen ‘bedecken, umgeben’ (8. Jh.), mhd. belegen ‘besetzen, einhüllen, einschließen, belagern’, asächs. bileggian, mnd. mnl. nl. beleggen, afries. bilegga, aengl. belecgan ist eine Präfixbildung zu ahd. leggen, mhd. legen ‘legen, setzen’, dem Kausativum zum starken Verb ahd. liggen, mhd. ligen ‘liegen, sich befinden’ (s. legen und liegen). Daspräfigierte Verb, das ursprünglich das schmückende oder schützende Bedecken und Umkleiden eines Gegenstands bezeichnet, entwickelt im Dt. vielfältige Verwendungsweisen, z. B. ‘besetzen, belagern’ und ‘durch Zeugnis beweisen’ (beide schon mhd. und mnd.), ‘begatten’ (mnd. und frühnhd., heute noch von Tieren) sowie in der älteren Rechtssprache ‘auferlegen, entschädigen’ und ‘gewinnbringend anlegen’ (alle zuerst mnd. bezeugt). An ‘besetzen’ schließt sich im Bergbau der Sondergebrauch ‘ein Bergwerk mit Arbeitskräften versehen’ (16. Jh.) an, wozu als junge Ableitung Belegschaft f. ‘Gesamtheit der Arbeiter eines Bergwerks’ (1. Hälfte 19. Jh.), heute überhaupt ‘alle Beschäftigten eines Betriebes’, gebildet ist. – Belegung f. ‘der Vorgang und das Ergebnis des Belegens’, mnd. belegginge, frühnhd. belegunge stellt sich als Verbalsubstantiv zu den verschiedenen Bedeutungen von belegen; in älterer Zeit ist es vor allem ‘Belagerung’, dann ‘Bedeckung, Besetzung, Geldanlage, Entschädigung’ u. ä., jetzt meist ‘Zustand des Besetztseins, Auslastung’. Beleg m. ‘Beweisstück, dokumentarischer Nachweis’, Rückbildung aus belegen ‘durch Zeugnis beweisen’ (und nicht aus dem älteren Neutr. mnd. belech, belach ‘Belagerung’, frühnhd. belege ‘Belagerung’ und ‘Besatz am Rocksaum’ hervorgegangen), kommt seit Ende des 17. Jhs. namentlich im Rechtswesen (hier auch ‘dauerhafte Grenzmarkierung’) und im Geschäftsverkehr, vom 18. Jh. an auch allgemeiner vor. Der Plural wird im 18./19. Jh. häufig Beläge geschrieben, woraus sich fälschlich eine Nebenform Belag als Singular ergibt. Dagegen wird Belag m. ‘das Daraufliegende, Bedeckende’, zum heute nicht mehr gebräuchlichen starken Verb beliegen ‘liegen bleiben’ (ahd. biliggen, mhd. beligen) gehörend, in der 2. Hälfte des 19. Jhs. üblich.
2210 Zeichen · 60 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    belegN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch

    beleg , N. Vw.: s. belech

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    BelegDer

    Campe (1807–1813) · +4 Parallelbelege

    Der Beleg , des — es, Mz. die — e, dasjenige, womit man etwas belegt, beweiset (Document). Hier sind die Belege dazu. »I…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Beleg

    Goethe-Wörterbuch

    Beleg a schriftl Nachweis, meist Rechnungs-, Zahlungsbeleg; auch metaphor u im Bild Den Museen Bericht mit Bilanz .. die…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Beleg

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Beleg (unrichtig Belag ), was zur Bestätigung der Richtigkeit einer Darlegung dient, Beweisstück; daher Rechnungsbeleg ,…

  5. modern
    Dialekt
    Beleg

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Beleg [Plêk Su. ] m. 1. Besatz, Saum unten am Weiberrock; Futter des Rockes.

  6. Spezial
    Belegm

    Dt.-Russ. phil. Termini · +2 Parallelbelege

    Beleg , m свидетельство , ср , языковое

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit beleg

73 Bildungen · 70 Erstglied · 2 Zweitglied · 1 Ableitungen

Ableitung von beleg

be- + leg

beleg leitet sich vom Lemma leg ab mit Präfix be-.

beleg‑ als Erstglied (30 von 70)

belegbar

LDWB2

beleg·bar

be|leg|bar adj. documentabl (-i, -a), iustificabl (-i, -a).

Belegbefund

FiloSlov

beleg·befund

Belegbefund , m результат , м исследования свидетельств

Belegdatei

FiloSlov

beleg·datei

Belegdatei , f система , ж данных языковых свидетельств

belege

FWB

1. ›Bordüre, Besatzstreifen am unteren Ende des Frauenrockes oder an anderen Kleidungsstücken‹; die Bordüre war Gegenstand von Kleiderregeln…

belegeleⁿ

Idiotikon

belegeleⁿ Band 3, Spalte 1191 belegeleⁿ 3,1191

Belegels

RhWB

beleg·els

Be-legels bəlEχəlts Bo-Godesbg Sg. t. n.: Besatz, Stoss am Frauenkleide.

belegen

DWB

bele·gen

belegen , operire, contegere, ahd. pileccan, bilegan, praet. pilekita, bilegita, mhd. belegen, praet. beleite, nnl. beleggen, beleide. 1 1) …

belegen

FWB

1. ›etw. mit etw. belegen, überziehen, etw. auf etw. auflegen; etw. mit etw. bedecken, übersäen, etw. mit etw. auslegen; jn. mit etw. behäng…

belegenheit

DWB

belegen·heit

belegenheit , f. situs: während dagegen der bischof von Lübeck es für rathsam erachtete, der belegenheit seiner stiftslande eingedenk, die a…

belēgenichêⁱt

MNWB

belēgenichêⁱt , f. , s. belēgelĩchê(i)t, örtliche Lage, Belegenheit; Zubehör, Pertinenzen .

belëger

Lexer

bele·ger

be-lëger stn. einschliessung, belagerung Cp. 326.

belēger(e)n

MNWB

beleg·eren

belēger(e)n , swv. , 1. belagern. 2. einen Hospital-, Armenhausplatz belegen. 3. Refl. sich lagern.

belegern

DWB

bele·gern

belegern , obsidere, mit dem E von belegen situs, nicht mit dem von belegen obsidere 13, auszusprechen, bei Maaler und Stieler belägern gesc…

belegertûch

KöblerMnd

belegertûch , N. Vw.: s. belēgertǖch

beleg als Zweitglied (2 von 2)

Steuerbeleg

DRW

steuer·beleg

Steuerbeleg, m. Bescheinigung über die Zahlung einer ¹Steuer (V) die von dem vormahligen steuer-caßirer ... ausgestellete interims-scheine, …

Ableitungen von beleg (1 von 1)

belege

DWB

belege , n. assumentum, streifen, die schneider auf den rand eines kleides setzen oder legen, um ihn steifer zu machen. nach Maaler 57 b lac…

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APA
Cotta, M. (2026). „beleg". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 17. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/beleg/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „beleg". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/beleg/pfeifer_etym. Abgerufen 17. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „beleg". lautwandel.de. Zugegriffen 17. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/beleg/pfeifer_etym.
BibTeX
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