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Aufsteigen

nhd. bis spez. · 11 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
12 in 11 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Aufsteigen intrs., ntr.

Bd. 1, Sp. 266a
Aufsteigen, v. unregelm. (s. Steigen). I) intrs. mit sein, sich vermittelst der Füße aufwärts bewegen. Auf das Pferd, auf den Wagen aufsteigen. — wann die Mutter schon ins Obergemach aufstieg. Voß. — aufsteigend zur Bahn des sternigen Himmels. Ders. Die Treppe aufsteigen, hinaufsteigen. Auch allein für sich. Er ist schon aufgestiegen, auf das Pferd oder auf den Wagen. Die Verbindung mit dem vierten Falle ist ungewöhnlich; z. B. Wer vermag wohl (wol), einen Berg Ohne Schwachheit aufzusteigen? Günther. Was? Steigt der Jüngling schon die Ehrenstufen auf? Ders. Unrichtig wird es oft für vom Sitz aufstehen gebraucht. »Sie saßen noch eine gute Zeit, dann sah ich sie aufsteigen.« Ungen. »Man stieg nun von der Tafel auf.« Bertuch. II) ntr. mit sein. 1) Sich erheben, aufwärts bewegt werden. So sagt man: die Speisen im Magen steigen auf, kommen zum Theil wieder aus demselben in den Schlund; auch aufstoßen. Der Rauch, der Dampf steigt auf. Es steigen Gewitterwolken auf; besonders in der höhern Schreibart. — — hoch sich erhebend Schießt es (das Blut) hervor, und steiget mit langem Strahl in die Lust auf.Voß. — — — — Gestalten Stiegen da auf. — — Klopstock. Uneigentlich. »Jetzt schwieg Alles! Nun stieg das zweite Echo (der zweite Wiederhall) auf, dunkler und tiefer, wie aus einer liegenden Brust.« I P. Richter. — und umher stieg lautes Getös' auf. Voß. — — — von keinem gelindern Schalle nicht angekündet, zerriß ein Getöse, das aufstieg, Laut die Erde. — — — Klopstock. Von der Sonne, sichtbar werden, sich über den Gesichtskreis erheben. Die Sonne stieg freundlich hinter dem Berge auf. — Uneigentlich auch vom Tage und Morgen, für anbrechen. Goldlockig, schön und rosenathmend stieg Er, (der Morgen) wie der Herold auf. Wieland. Dannn, △ für aufwachsen. Ohne des Pflanzers Sorg' und der Ackerer steigt das Gewächs auf.Voß. I der Zieferlehre nennt man denjenigen Theil am Körper eines Ziefers aufsteigend, welcher mit der Spitze aufwärts gerichtet ist; in der Wappenkunde aber ein Thier aufsteigend, dessen Vorderleib nur sichtbar ist, und aus einer andern Gestalt hervorzugehen scheint. Х Unpassend nennt der gemeine Mann die Darmgicht beim weiblichen Geschlechte das Aufsteigen der Mutter. △ I uneigentlicherer Bedeutung, als gleichsam in die Höhe steigend dem Auge sichtbar, oder von der Einbildungskraft als in die Höhe steigend gedacht werden. Hier stiegen Felsen auf, romantische Gestalten. Dusch. »Schlösser steigen da in der Einbildungskraft vor dir aus.« Ders. 2) Entstehen, sich nach und nach zeigen. Es stieg eine angenehme Röthe in ihrem Gesichte auf. »Er würde auch den Gedanken der Untreue nicht in sich haben aufsteigen lassen, ohne mir ihn selbst zu entdecken.« Gellert. Es steigen mir dabei manche Zweifel und Bedenklichkeiten auf. »Wie können sie einen solchen Argwohn bei sich aufsteigen lassen?« Brawe. »Vielleicht hat der erste aufsteigende Zorn sich seiner zu sehr bemächtiget.« Dusch. Im — war zuletzt der Einfall aufgestiegen. Wieland. 3) I den Geschlechtsregistern, die aufsteigende Linie, diejenigen Personen, die in gerader Linie von Einem Stammvater abstammen, in sofern man von jenen zu diesem aufwärts steiget oder zählet, in Gegensatz der absteigenden Linie. »Lebensläufe in aufsteigender Linie, von Hippel.« 4) ○ I der Weltweisheit, der aufsteigende Beweis des Daseins Gottes, der von den Wirkungen zur ersten Ursache aufsteigt, oder welcher aus der Beschaffenheit und Anordnung der Dinge der gegenwärtigen Welt geführt wird (der physicotheologische Beweis). »Die aufsteigende Reihe der Vernunftschlüsse, oder die gefolgerten Erkenntnisse auf der Seite der Gründe oder der Bedingungen zu einem gegebenen Erkenntniß.« Kant. — Das Aufsteigen. Die Aufsteigung. S. d.
3713 Zeichen · 75 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Aufsteigen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Aufsteigen , verb. irreg. neutr. (S. Adelung Steigen ,) welches mit dem Hülfsworte seyn verbunden wird, in die Höhe stei…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    aufsteigen

    Goethe-Wörterbuch

    aufsteigen mehrf subst 1 aufwärtsgehen, hinaufsteigen, emporklettern Um ½12 stiegen wir immer an dem Gletscher gegenüber…

  3. modern
    Dialekt
    aufsteigenst.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    auf-steigen st. : 1. 'in die Höhe steigen, emporsteigen', of-, ufsteie (-šdaiə, -šdajə), -steiche (-šdaiχə), -steige (-š…

  4. Sprichwörter
    Aufsteigen

    Wander (Sprichwörter)

    Aufsteigen 1. Als er aufgestiegen war, setzte er seine Schenkel in Bewegung (um das Thier, worauf er ritt, anzutreiben).…

  5. Spezial
    aufsteigen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    auf|stei|gen vb.intr. 1 (auf etwas steigen) jí sö, senté sö 2 (sich erheben, auffliegen) se alzé tl’aria, pié le jore 3 …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit aufsteigen

4 Bildungen · 3 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von aufsteigen 2 Komponenten

auf+steigen

aufsteigen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

aufsteigen‑ als Erstglied (3 von 3)

aufsteigend

FWB

1. ›in genealogischer Linie jm. vorausgehend, von jünger nach älter verlaufend‹.; 2. ›zunehmend (unter zeitlichem Aspekt)‹.

Aufsteigende Zeichen

Meyers

aufsteigend·e·zeichen

Aufsteigende Zeichen , die sechs Zeichen des Tierkreises: Steinbock, Wassermann, Fische, Widder, Stier, Zwillinge, welche die Sonne vom Wint…

aufsteigen als Zweitglied (1 von 1)

Hinaufsteigen

Wander

hinauf·steigen

Hinaufsteigen Wer hinaufsteigen will, muss unten anfangen. – Siebenkees, 246; Simrock, 9859; Gaal, 1459. In Nordafrika sagt man: Das Hinaufs…