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Auffahren

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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13 in 12 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Auffahren intrs., ntr., trs.

Bd. 1, Sp. 227a
Auffahren, v. unregelm. (s. Fahren). I) intrs. mit sein, in einem Fuhrwerke sich in die Höhe begeben. Sie sind eben den Berg aufgefahren, hinaufgefahren. I Regensburg fährt ein Gesandter auf, wenn er zum ersten Mahle auf das Rathhaus fährt. I weiterer Bedeutung, bei den Bergleuten, nach vollendeter Arbeit aus dem Schachte steigen. Dann überhaupt, sich schnell in die Höhe bewegen. Die Fische fahren auf, im Wasser. So sagt man auch von Kristus, da er sich von seinen Jüngern entfernte, er sei aufgefahren gen Himmel. Ferner, vor Schrecken auffahren. »Der Alte fuhr auf aus dem Schlafe, furchtsam und blaß.« Zachariä. Uneigentlich, von einem schnellen Ausbruche des Zornes hingerissen werden. Sehr auffahrend sein. Ein auffahrendes Wesen. »Wenn ich gewußt hätte, daß Sie so auffahren würden, so hätte ich kein Wort sagen wollen.« Gellert. So auch, unvermuthet, plötzlich zum Vorschein kommen, besonders von Blattern, Ausschlägen. Kein Blätterchen fuhr auf, die Musche mußt' es decken. Zachariä. II) ntr. mit sein. 1) Schnell in die Höhe bewegt werden. »Der Staub fähret auf. Weiße. — wenn den Forst zu verbrennen, es (das Feuer) auffuhr. Voß. 2) I Fahren auf etwas stoßen. Das Schiff ist auf den Grund, der Wagen ist auf den Eckstein aufgefahren. 3) Plötzlich und mit Heftigkeit geöffnet werden. Das Fenster fuhr auf. »Die große Flügelthür fährt auf.« Wieland. III) trs. 1) Durch Fahren öffnen. Der Kutscher hat das Thor aufgefahren. Man hat den Weg ganz aufgefahren, Löcher, tiefe Geleise  durch vieles Fahren hineingebracht. Uneigentlich, im Bergbaue, ein Feld auffahren, dasselbe auf bergmännische Art öffnen, es mit Grubenarbeitern belegen. Einen Stollen, einen Feldort  auffahren. 2) Durch Herbeifahren erhöhen, auffüllen. Ein niedriges Stück Land auffahren. Einen verderbten tiefen Weg auffahren. — Das Auffahren. Die Auffahrung.
1841 Zeichen · 47 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Auffahren

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Auffahren , verb. irreg. (S. Adelung Fahren ,) welches in doppelter Gattung üblich ist. I. Als ein Neutrum, welches das …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    auffahren

    Goethe-Wörterbuch

    auffahren 1 hochfahren, aufspringen, sich plötzl aufrichten, eine jähe Bewegung machen; vorwiegend in Erzählprosa u (mei…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Auffahren

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Auffahren , im Bergwesen, wenn der Arbeiter Abends den Schacht verläßt; in den Alpen, das Vieh auf die Alpen weiden trei…

  4. modern
    Dialekt
    auffahrenst.

    Pfälzisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    auf-fahren st. : 1. intrans. a. 'rasch und unerwartet sich öffnen', von der Türe, vom Fenster, uffahre [allg.]. — b. 'em…

  5. Sprichwörter
    Auffahren

    Wander (Sprichwörter)

    Auffahren 1. Das Auffahren ist die Thür zur Reue. 2. A fährt uf wie der Furtz im Boade. – Gomolcke, 1127; Körte 2 , 2115…

  6. Spezial
    auffahren

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    auf|fah|ren I vb.intr. 1 (emporschnellen) salté sö, stluté sö, sprinzé sö 2 (aufbrausen) salté sö, stluté sö, sprinzé sö…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit auffahren

1 Bildungen · 0 Erstglied · 1 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von auffahren 2 Komponenten

auf+fahren

auffahren setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

auffahren als Zweitglied (1 von 1)

Hinauffahren

Wander

hinauf·fahren

Hinauffahren Sie fahren aneinander hinauf wie zwei Göckeln 1 . ( Rottenburg. ) 1 ) Schwäbisch für Hähne.