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Anlangen

mnd. bis Dial. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
17 in 15 Wb.
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4 von 16
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Eintrag · Adelung (1793–1801)

Anlangen

Bd. 1, Sp. 330
Anlangen, verb. reg. welches auf gedoppelte Art gebraucht wird. I. Als ein Neutrum. 1. Mit dem Hülfsworte seyn, von einem entfernten Orte ankommen, welcher Nebenbegriff der Entfernung in der Wurzel lang lieget. An einem Orte anlangen. Bey einem anlangen. Zu Schiffe, zu Pferde, zu Fuße anlangen. Der Bothe ist noch zu rechter Zeit angelanget. Der Gesandte ist in England, in Paris, in Madrit bereits angelanget. 2. Mit haben, * der Gegenstand eines Ausspruches seyn, doch nur im Vordersatze mit was oder so viel und so im Nachsatze, diesen Gegenstand des folgenden Ausspruches zu bezeichnen. Was mich anlanget, so bin ich noch gesund. Was diese Sache anlanget, so halte ich nichts davon. Oder auch im Participio. Die Reise anlangend, so wird selbige nicht erfolgen. Es ist in dieser ganzen Bedeutung im Hochdeutschen meist veraltet, und nur noch in den Kanzelleyen üblich. In den bessern Schreibarten gebraucht man dafür betreffen, nur daß dieses von einem weitern Umfange der Bedeutung ist. Das ohne Noth verlängerte anbelangen ist noch verwerflicher. II. * Als ein Activum, bitten. Einen um etwas anlangen. Um ein Amt anlangen, um Recht und Gerechtigkeit anlangen. Diese Bedeutung ist nur noch im Oberdeutschen bekannt, im Hochdeutschen aber fast völlig verschwunden, außer daß sie noch hin und wieder in den Kanzelleyen vorkommt. Ältere Beyspiele hat Haltaus h. v. gesammelt, aus welchem zugleich erhellet, daß anlangen ehedem auch für belangen, d. i. in Anspruch nehmen, vor Gerichte verklagen, gebraucht worden. Das Substantiv die Anlangung, plur. inusit. wird nur in der Bedeutung des ersten Neutrius für Ankunft aus der Ferne gebraucht.
1644 Zeichen · 34 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    anlangensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +3 Parallelbelege

    anlangen , sw. V. Vw.: s. anelangen* (1)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Anlangen

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Anlangen , verb. reg. welches auf gedoppelte Art gebraucht wird. I. Als ein Neutrum. 1. Mit dem Hülfsworte seyn, von ein…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    anlangen

    Goethe-Wörterbuch

    anlangen häufiger (über 650 Belege) als angelangen(sd); PartPrät formgleich mit dem von angelangen; auch subst 1 ankomme…

  4. modern
    Dialekt
    an langen

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    an lange n betreffen, sich belaufen auf, kommen auf: S langt hundert Liwer an, e Kleini g keit! Hf. — Schweiz. 3, 1329.

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anlangen‑ als Erstglied (1 von 1)

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Cotta, M. (2026). „anlangen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/anlangen/adelung
MLA
Cotta, Marcel. „anlangen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/anlangen/adelung. Abgerufen 13. May 2026.
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Cotta, Marcel. „anlangen". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/anlangen/adelung.
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