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Wannen

mhd. bis sprichw. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Adelung
Anchors
26 in 15 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
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40
Verweise raus
37

Eintrag · Adelung (1793–1801)

Wannen

Bd. 4, Sp. 1384
Wannen, ein im Hochdeutschen veraltetes Adverbium des relativen Ortes, für wo, woher, an oder von welchem Orte, im Gegensatze des ehemaligen dannen, den positiven Ort zu bezeichnen, für das daher. Für wo oder an welchem Orte: Wir uuizun uuola uuanan er ist, wo er ist, Ottfr. Für woher, oder von welchem Orte: ander uuannen burdige, anders woher gebürtig, Notk. Ich wüßte nicht, wer der und wannen er entsprossen, Logau. Im Hochdeutschen ist es in dieser Gestalt längst veraltet, weil das wo und woher den Begriff wenigstens eben so gut ausdruckt. Am längsten hat es sich noch mit der Präposition von erhalten, für woher, von welchem Orte. Ich weiß nicht von wannen er kommt, woher. Ob es gleich auch in dieser Gestalt unnöthig und überflüßig ist, so kommt es in derselben doch noch zuweilen in der dichterischen Sprache vor. Außer dem gebraucht man dafür lieber woher, oder umschreibet, oder ändert die ganze Verbindung, wenn dieses nicht passend ist. Er befand sich in Wien, von wannen er den folgenden Tag nach Trieste reisen wollte, aus welcher Stadt, oder auch mit Weglassung der an sich unnöthigen relativen Bestimmung des Ortes: er befand sich in Wien, und wollte den folgenden Tag u. s. f. weil sich der terminus a quo hier schon ohnehin verstehet. Anm. Schon im übersetzten Isidor, huuanon. Es ist, vermittelst der adverbischen Ableitungssylbe -en, von wann, der Oberdeutschen Form von wenn, gebildet, S. Wenn.
1429 Zeichen · 17 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    wannenstn.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +9 Parallelbelege

    wannen stn. das schwingen. daʒ schuttin und daʒ wannin daʒ blût im ûʒ dem lîbe twanc Jerosch. 119. d.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    wannensw. V.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    wannen , sw. V. nhd. Korn schwingen, worfeln, mit der Wanne (M.) reinigen Vw.: s. vör- Hw.: vgl. mhd. wannen (1) E.: s. …

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Wannen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Wannen , ein im Hochdeutschen veraltetes Adverbium des relativen Ortes, für wo, woher, an oder von welchem Orte, im Gege…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    wannen

    Goethe-Wörterbuch

    wannen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  5. modern
    Dialekt
    wannen

    Elsässisches Wb. · +4 Parallelbelege

    wanne n [wànə allg. ] (das Getreide) in der Wanne schwingen, um es zu reinigen, besonders leichtere Getreide- od. Samens…

  6. Sprichwörter
    Wannen

    Wander (Sprichwörter)

    Wannen 1. Di wânt niks ööders üüssa Stak an Pöös. ( Amrum. ) – Haupt, VIII, 358, 114. Dir fehlt nichts anderes als Sack …

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit wannen

77 Bildungen · 55 Erstglied · 20 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von wannen 2 Komponenten

wan+nen

wannen setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

wannen‑ als Erstglied (30 von 55)

Wannenbad

SHW

Wannen-bad Band 6, Spalte 247-248

Wannenhang

SHW

Wannen-hang Band 6, Spalte 247-248

Wannental

SHW

Wannen-tal Band 6, Spalte 247-248

Wannenweg

SHW

Wannen-weg Band 6, Spalte 247-248

wannenaar

DWB

wannen·aar

wannenaar , m. name des wannenwehers ( s. d. ): wannenahrn Corvinus fons latinitatis (1646) 150 ; wannenahr Stieler 30 ; ( fälschlich mit ' …

wannenartig

DWB

wannen·artig

wannenartig , adj. : einen wannenartigen felsblock ... nennen sie das schiff Immermann 20, 65 Hempel.

wannenbad

DWB

wannen·bad

wannenbad , n. 1 1) das bad in einer wanne, im gegensatz zu dem im offenen wasser, balneum sedentarium in labris Stieler 77 . Steinbach 1, 5…

wannenbauch

DWB

wannen·bauch

wannenbauch , m. breiter, gewölbter bauch: an grosz braiten wannenbäuch wirdt der todt am maisten reich. Balde Agathyrsus 83, 2 ; der grosze…

wannenbauchig

DWB

wannen·bauchig

wannenbauchig , adj. : o wannenbauchiger stolzling! das ist zuviel, wir sind nur wanderling in diesem schnöden threnenthal Abele gerichtshän…

wannenbobbel

DWB

wannen·bobbel

wannenbobbel , f. , schweiz. wannebobbele, nach W. Lehmann in zeitschr. f. vergl. sprachf. 41, 394 gefleckter aron, arum maculatum ( mit kol…

wannenbreit

DWB

wannen·breit

wannenbreit , adj. : er ( der Deutsche ) ... seye auf wannenbreitten kühe-füszig-fliegenden absatzstifflen einhergegratelet Philander 1, 696…

wannenflicker

DWB

wannen·flicker

wannenflicker , m. 1 1) der ausbesserer von kornschwingen, allgemeiner der korbflicker Woeste 315 ; korbmacher Martin-Lienhart 1, 168 ; dai …

Wannenflikker

WWB

Wannen-flikker m. [verstr.] 1. (von Hof zu Hof ziehender) Korbflechter, der → Wanne n flickt. — Ra.: Hai suiht iut ä ’n Wannflicker sieht ve…

wannenförmig

DWB

wannen·foermig

wannenförmig , adj. : lineare anreihungen kessel- oder wannenförmiger vertiefungen Ratzel die erde 2, 162 ; als adv.: wannenförmig vertieft …

wannengeld

DWB

wannen·geld

wannengeld , n. elsässisch das geld, das die dienstboten beim einkaufen heimlich für sich behalten, auch schwenzelgeld Klein 2, 226 . Martin…

wannenher

DWB

wann·enher

wannenher , adv. woher. erweiterung von wannen, zuerst als wanneher auftretend: warher oder wanneher, unde, de quo voc. theut. (1482) nn 1 b…

wannenhero

DWB

wannen·hero

wannenhero , adv. erweiterung von wannenher in der kanzleisprache, wie bishero, hinfüro ( nach dem muster von jetzo), zunächst ganz wie wann…

wannen II

RhWB

wannen II -a-, –ę- = (ge)winnen II (s. d.);

Wannenkoªrf

WWB

Wannen-koªrf m. [Ahs] wannenartiger Korb.

Wannenkorb

PfWB

wannen·korb

Wannen-korb m. : = Wanne 1 a, Wannekoʳb [ KU-Bedb Kübbg IB-Wolfh ZW-Hornb Kl'bundb PS-Hengsbg FR-Battbg Carlsbg Tiefth ]; Syn. s. Korb 1. Rh…

wannenkrämer

DWB

wannen·kraemer

wannenkrämer , m. , hausirer, der seine ware in einem korbe umherträgt ( vgl. buttenkrämer 2, 581 und den krämer in Holbeins totentanz ). im…

wannenläpper

DWB

wannen·laepper

wannenläpper , m. umherziehender kornschwingenflicker: wannelapper Cornelissen en Vervliet Antwerpsch dialect 1417 ; allgemeiner korb-, gesc…

wannen als Zweitglied (20 von 20)

andereswannen

KöblerMhd

anderes·wannen

andereswannen , Adv. nhd. von anderswoher, von anderer Seite Q.: Urk (1261) E.: s. anderes, wannen W.: nhd. DW2- L.: WMU (anderswannen 52 [1…

anders|wannen

MWB

anders|wannen Adv. ‘von anderer Seite’ vmbe das guͦte, das wir ze lehen haben anderswannen danne von dem gotzhuse ze Costenze UrkCorp (WMU) …

auswannen

DWB

aus·wannen

auswannen , vanno expurgare, nnl. uitwannen: das korn ist noch unausgewannt.

erwannen

DWB

erwannen , eventilare. Maaler 119 b , die frucht durch schwingen in der wanne reinigen. heute lieber blosz wannen, ventilare.

Grämperwannen

Idiotikon

Grämperwannen Band 16, Spalte 98 Grämperwannen 16,98

Häxe(n)wannen

Idiotikon

Häxe(n)wannen Band 16, Spalte 98 Häxe(n)wannen 16,98

ichteswanne(n)

MNWB

ichtes·wannen

ichteswanne(n) , -wan , -wenne , gichtes- , adv. , 1. ehemals, vor Zeiten, einst, früher; häufig in bezug auf Verstorbene: zu Lebzeiten , we…

Mësswannen

Idiotikon

Mësswannen Band 16, Spalte 99 Mësswannen 16,99

neizwannen

KöblerMhd

neizwannen , Adv. nhd. irgendwoher E.: s. ne, wizzen, wannen W.: nhd. DW- L.: Hennig (neizwannen)(neizwannen)

Sprǖwerwannen

Idiotikon

Sprǖwerwannen Band 16, Spalte 100 Sprǖwerwannen 16,100

vörwannen

KöblerMnd

vörwannen , sw. V. nhd. Getreide mit der Schwinge umschütten, Getreide mit der Wanne umschütten E.: s. vör, wannen L.: MndHwb 1, 962 (vorwan…

ūfwannen

Idiotikon

ūfwannen Band 16, Spalte 102 ūfwannen 16,102

Ableitungen von wannen (2 von 2)

erwannen

DWB

erwannen , eventilare. Maaler 119 b , die frucht durch schwingen in der wanne reinigen. heute lieber blosz wannen, ventilare.

gewannen

DWB

gewannen , nebenform zu gewinnen ( s. d. ).