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DWB
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

übertragen v.

Bd. 23, Sp. 598
übertragen, v. , mhd. übertragen, mnd. overdragen. II. in untrennbarer verbindung: transferre, perferre. I@AA. eine last auf sich nehmen und über etwas hinwegtragen, mhd. und nhd. überwiegend in bildlichem u. abgezogenem sinne, s. mhd. wb. 3, 73b; Lexer handwb. 2, 1667. in der neueren spr. veraltend, wie schon Adelung 4, 780 bemerkt. I@A@11) in sinnlicher bedeutung zu allen zeiten wenig gebraucht: derselb gemachet weg mit fug, die Trojaner übertrug, dasz sie im graben nit versancken Spreng Ilias (1610) 207b; darumb ich ... sichere steg und brücken musz haben, die mich übertragen Dannhawer catechismusmilch (1657) 4, 70. elliptisch ohne obj.: nun war ein solcher harter frost, das alle wasser übertruogen B. Krüger Clawerts werckl. hist. 35 ndr.; Chemnitz schwed. krieg 2 (1653), 641. (s. auch u. II die trennb. verbindung). I@A@22) in abgezogener verwendung. I@A@2@aa) verschonen, bewahren. mhd. belege im mhd. wb. a. a. o.; man hett den alten Mecklocher den kopf abgeschlagen ... aber die freindschafft übertrueg in städtechron. 23, 62, a. 2; Haltaus 1825. mhd. u. frühnhd. häufig mit sachgen., synon.: jem. einer sache überheben, s. mhd. wb. a. a. o.; Egger gloss. 934b. vgl. noch R. v. Ems weltchron. 16767; Ottokar steir. chron. 39720; 51299; städtechron. 25, 400. besonders passiv: einer sache übertragen sein, s. Kaufringer ged. 16, 47; Schöpper synon. g 7b. Diefenbach-Wülcker 881. I@A@2@bb) ertragen, dulden, schonen. I@A@2@b@aα) mit persönlichem obj.: übertragend einander in der lieb Ephes. 4, 2 Zainerbibel; wann man ... sie mit christlicher gedult übertregt, so werden sie nur ... frecher Nas das antipap. eins und hundert (1567—9) 1 vorr. a 5b; Albertinus zeitkürtzer (1603) 28b; es musz (unter eheleuten) eins das andere übertragen Abr. a S. Clara sämtl. w. 19, 149; Butschky hd. kanzlei 698. verengt: (jem.) mit der mue und arbeit ü, die arbeit für ihn leisten, s. Diefenbach gloss. 567b s. v. supersedere; Stieler 2314; Voigtel wb. 3, 449a; ü. mit der arbeit, d. i. einem beistehen und arbeiten helfen Minerophilus bergwerckslex. (1730) 675; der uhrwäller ... hat ... 1 bisz 2 thaler zum lohne, nachdem er den meister mit der arbeit übertragen kan Hertwig bergbuch (1734) 398a. nach Unger-Khull 602a auch mit dat. der person. I@A@2@b@bβ) mit abstr. obj.: I@A@2@b@b@aaaa) wissentlich übersehen Egger gloss. a. a. o. verzeihen: ich bit, das du übertragest die sünd deins knechtz 2n. 24, 10 erste dtsche bibel (vulg.: transferas); Opitz opera (1690) 3, 103; Hohberg georg. cur. (1682) 1, vorr. a i j. I@A@2@b@b@bbbb) ertragen, erdulden: sufferre, perferre Diefenbach gloss. 425c; er hat mir eine busz auferlegt, dasz sie kaum ein müller esel konnt übertragen Abr. a S. Clara 19, 258; lust des fleysch ..., die eyner nicht on sündlichen fal übertragen mag Luther 15, 135 W.; ein kindt (kann) eine kranckheyt eher übertragen denn ein altes S. Franck sprichwörtersamml. (1532) nr. 552 Latendorf; ein bösz jar on sondere not ü. und verdewen S. Franck chron. zeytb. (1543) 1, 287a; Schaidenreiszer Odyssea (1537) 42a; gott hat ... mich ... viel undanck böser leut mit gedult ... übertragen und auszstehen lassen Mathesius Sarepta (1571) vorr. 4 a; Grimmelshausen Simpl. 402 ndr.; Abr. a S. Clara etw. f. alle 2, 255; sie konnte den verlust ihres gemahls nicht übertragen Sonnenfels ges. schr. 3, 358; wir wollen die unvermeidlichen folgen zu übertragen suchen Göthe IV 14, 206; 37, 41 W.; wer meine fehler überträgt, ist mein herr 42II, 129 W. I@A@2@b@b@cccc) mit unpersönlichem subj.: alle dinge übertregt sy (die li be) 1 Cor. 13, 7 erste dtsche bibel; die heiterkeit des gemüths überträgt alle äussern übel Göthe IV 10, 11; 12, 40 W. I@A@2@b@b@dddd) kosten übertragen, tragen, übernehmen: sumptus pro aliquo facere Steinbach 2, 835. Möser 1, 185; Joh. E. Schlegel w. 3, 255; die brocken, die von den tischen der ... zum vermögen berufenen menschen fallen, übertragen jenes viertel von staatseinwohnern, welche von der natur kärglich ausgestattet werden Hippel kreuz- u. querzüge (1793 1, 527; das ganze müsse ohne kosten geleistet werden können, indem die gewonnenen materialien (beim abbruch eines stadtthores) den arbeitslohn übertrügen Göthe IV 29, 235; 17, 280 W. I@BB. transferre, hinübertragen: Diefenbach gloss. 592c. I@B@11) versetzen: nit ... übertrag die zil deins nechsten deut. 19, 14 erste dtsche bibel vulg.: non ... transferes terminos); und ob ich hab allen den glauben also das ich übertrag die berg, ... 1 Cor. 13, 2 erste dtsche bibel; einen al en baum ü., versetzen, s. Wickram 5, 181 B. I@B@22) mit zielangabe: die überheilige menschheit die wirt diser lüte understant und übertreit si in die wirdige gotheit Tauler 141 Vetter; (es) wurden alle (steirischen) urkunden in das Wiener hofkammerarchiv übertragen jahrb. d. Grillparzergesellsch. 2, 239; (es war unmöglich,) ihn (den verwundeten) nach Innsbruck zu übertragen A. Pichler allerlei gesch. aus Tirol 2, 175; Stifter s. w. 14, 303. nach Heynatz antibarb. 2, 496, der belege für diesen gebrauch aus Denis bücherk. bringt (hier auch reflexive fügung: er übertrug sich nach Venedig), ungewöhnlich. I@B@33) in abgezogener verwendung allgemein. I@B@3@aa) die posten aus dem journal ins hauptbuch übertragen Ludwig teutsch-engl. lex. (1716) 2072; die correcturen waren früh auf den 2. bogen des verzeichnisses übertragen worden Göthe III 9, 156 W.; unser kupferstecher ... übertrüge wohl eine und die andere (zeichnung) auf die platte IV 21, 416 W.; stickmuster ... ins grosze übertragen lassen IV 12, 123 W.; Nicolai reise (1788 ff.) 2, 584; ich bin entschlossen ... die portraits ... auf stein zu übertragen Holtei erz. schr. 5, 11. I@B@3@bb) übersetzen: etwas aus dem lateinischen ins deutsche ü., transportare, transferre Stieler 2314; Ulfilas ... überträgt ἀλώπηξ durch fauhô J. Grimm Reinhart fuchs vorr. 25; Herder 1, 184; Göthe 14, 62 W.; er (Göthe) überträgt briefe Bettinas in verse schr. d. Göthegesellsch. 14, einl. 46; psalmen in musik ü. Schubart ästhetik d. tonkunst 41. ungewöhnlich: opern auf militärmusik ü. Gutzkow ges. w. 2, 406. I@B@3@cc) anwenden: dieses geschieht dadurch, dasz er (d. verstand) die zeitordnung auf die erscheinungen und deren dasein überträgt Kant 3, 174 akad. ausg.; Schleiermacher III 4, 2, 257; es ist unstatthaft, stylgesetze der einen kunstgattung auf die der andern zu übertragen Hegel w. 10 i, 379; ich habe diese methode und behandlungsart auf andere gegenstände zu übertragen gesucht Göthe IV 27, 200 W.; E. M. Arndt schr. f. u. an s. l. D. 2, 357; Häuszer dtsche gesch. 2, 448; Jhering geist d.m. rechts (1852) 1, 59; sie suchen ins leben zu übertragen, was sie im roman entzückt Scherer literaturgesch. 143. I@B@3@dd) übertragen oder entlehnet wort sindt die, so etwan genommen werden zu bedeuten ein ding, das etlich wirckung oder eygenschafft an im hat wie ein ander ding, das disem ungleich ist Zwengel formularb. (1568) 4a; metaphorisch: übertragene und verblümte reden E. Francisci wol der ewigkeit (1717) 401; im übertragenem sinn, was bildlich, s. z. b. Luschin v. Ebengreuth münzkunde 236. I@B@3@ee) in der rechtsspr. ü. allgem.: transferre rem in alterius ius et dominium Haltaus 1824, wo belege vom 14. jahrh. ab gegeben sind; sie hatten ... unterhandlung gepflogen, dasz der hertzog dem könige ... selbige insul übertragen solte Chemnitz schwed. krieg 1 (1648), 43; endlich wurde er so weichherzig, dasz er ... alles was er hatte seiner Vulpetia durch eine schenkung übertruge Lindenborn Diogenes (1742) 1, 30; sie ... übertrugen ... ihr gut dem kloster Raumer gesch. d. Hohenstaufen 6, 338; nun wünschen durchl. der herzog, dasz das bellomoische privilegium auf die neue weimarische schauspieler übertragen werden möge Göthe IV 9, 241 W.; eine vollmacht auf einen anderen ü. handelsgesetzb. § 58. I@B@3@ff) ein amt, eine würde u. ä. übertragen, verleihen: das kaiserthum ward als eine amtsgewalt betrachtet, welche man übertragen und wohl auch zurücknehmen könne Ranke 25, XVII; die churwürde ü. 4, 326. in reflexiver fügung: sein name überträgt sich von rechts wegen auf jeden seiner nachfolger Mommsen m. gesch. (1894) 5, 342. I@B@3@gg) jemandem eine arbeit, ein geschäft ü., zuweisen, auftragen: der pabst überträgt ihm eine vortreffliche goldschmiedarbeit Göthe 43, 123 W.; Lukretia übertrug diese blutige that ihrem bruder Klinger w. 3, 236; A. v. Arnim w. 3, 187; Moltke ges. schr. u. denkw. 1, 22; Storm w. (1899) 1, 72. mit objectsatz: das volk ... überträgt Mosi, den ... willen des herrn zu vernehmen Göthe 37, 181 W.; br. Grimm deutsche sagen (1891) 2, 151. I@B@3@hh) kenntnisse ü. überlassen, überliefern: ich will sehen, dasz er gegen eine remuneration das mechanische, was er weisz ... an Horny ... offenbart und überträgt Göthe IV 11, 72 W. verengt für verrathen: wer aus boszheit gegen seinen nebenbedienten seiner herrschaft etwas überträgt Tölpel baurenmoral 68; Campe 3, 17 s. v. landfluch. I@B@3@ii) liebe u. ä. auf jem. ü.: die einzige wahre pflicht, die mir der tod meines bruders auflegen kann, ist diese, dasz ich ... die zuneigung, die ich gegen den todten nicht mehr zeigen kann, auf die lebendigen übertrage Lessing 17, 205 M.; Fontane I 1, 32; eine kranckheit ü. auf jem., ihn infizieren: es kommen fälle vor von übertragenen krankheiten Schopenhauer 3, 303 Gr. in reflex. fügung sich ü., sich mittheilen: die gabe (des hellsehens) soll sich ... übertragen, wenn ein nebenstehender dem vorgucker über die linke schulter siebt Droste-Hülshoff w. 2, 379 Sch.; die bewegung dieser theilchen überträgt sich den ... zunächst liegenden Liebig chem. br. (1844) 155. I@B@3@jj) abgeben, weiterleiten: dasselbe (eisenoxyd) ... überträgt beim glühen mit brennbaren körpern an diese seinen sauerstoff Muspratt chemie 2, 1616; wärme übertragende strahlen Boltzmann populäre schr. (1905) 155. I@CC. was übereintragen: vereinbaren. in der älteren rechtsspr. u. geschichtsprosa; schon mhd. und besonders mnd., s. Schiller-Lübben 3, 255; Duffläus (1777) 471a; Crecelius 2, 833. I@C@11) mit pers. obj.: einig machen. do übertruog und verrihtete der marggrove von Brandenburg dise zwene künige ... mittenander städtechron. 8, 479. I@C@22) mit sachobj., bzw. objectsatz: vereinbaren, z. b. mhd.: ... Joseph kompt von Pilato her und haut mit im gar ibertragen, das er uns Jesum lausz begraben schausp. d. ma. (1846) 2, 137 Mone. nhd.: doch übertruge Karl mit den kurfürsten ... das sie seinen sun Wentzlaw zu romischen kunig erkoren städtechron. 3, 289; 8, 418; Tschudi chron. Helv. 1, 493; Uhland volksl. 2, 786. passiv gewendet: doch ward die sach weisleich übertragen österr. chron. d. 95 herrschaften 223, 4; städtechron. 4, 309. I@C@33) ohne obj.: wer es das si nit überqwemen ader übertrgen, so sal der schultesz ... Wormser recht 21 Kohler. I@C@44) mit gen. der sache: wy hebt overdregen eynes gemeynen landvredes mitten byscope (quelle a. 1348) bei Schiller-Lübben a. a. o. I@C@55) reflexiv sich ü., im einklang sein: nime nicht an, dann das sich mit deinem hertzen und dem sinn der heiligen schrifft übertregt S. Franck sprüchw. (1541) 2, 206a. I@C@66) absolut, was übereinstimmen: do de reynicheit sines levens overdroch mit der vliticheit der predicatien, s. Schiller-Lübben a. a. o. I@DD. etwas übertragen, es überdecken, mhd., z. b. Heinr. v. Neust. Ap. 777; 1047; gottes zuk. 2695. nhd. ü. mit erd, terram supergerere alicui rei Aler dict. (1727) 2, 1950b. verengt: mauern ü., übertünchen, s. Winckelmann 1, 359. I@EE. etwas, bzw. sich ü., zu lange, zu viel, zu weit, zu hoch tragen. I@E@aa) ein kleid ü. durch zu langes tragen abnützen, besonders im part.: ouch sol nieman ein neues wambeis noch ein übertrages feil tragen, es ensei danne zerisen Altprager stadtr. 32 Rössler; ich bin ... als ein alt cleit übertrayn Hiob 5217 Karsten. bildlich: Livia und Martia waren auch schon übertragene waaren Lohenstein Arminius 2, 464b; eine übertragene wittib samml. v. schausp. (Wien 1764—9) 10, 121; Mozart bei O. Jahn 3, 151; Nestroy ges. w. 5, 249. I@E@bb) von der tragzeit der thiere: wann das junge thier übertragen, über die zeit getragen wird, si partus superferatur Aler (1727) 2, 1951a. I@E@cc) von fruchtbäumen: übertragen, voll früchten hangen oder überholtzet seyn, eluxuriari Frisius 469b; die bäum übertragen Aler a. a. o. und refl. der baum überträgt sich Kramer-Moerbeck (1768) 354c; Lohenstein Arminius 2, 326a; Alexis Roland v. Berlin (1840) 2, 229; weil unser kalter boden sich eben nicht überträgt Hamann schr. 3, 144 Roth. I@E@dd) sich ü., stropiarsi ... portando troppo gravi pesi Kramer (1702) 2, 1111b; Hilpert 2, 648a. I@E@ee) part. übertragen, stolz: sich, wie der sun gottes nit, nach sinem hohen gewalt und eere, übertragen gewesen ist, sunder für uns mensch worden Zwingli dtsche schr. 1, 211. IIII. in trennb. verbindung. II@AA. ich trage jem. über: transporto Steinbach 2, 835; mhd. z. b. jem. (über einen flusz) ü., s. Parz. 559, 10. nhd.: du aber (Christophorus) ... gehe hin und trag die leute über Luther 29, 499 W. II@BB. in bildl. u. abgezogener verwendung neben überwiegender untrennb. verbindung in gleicher bedeutung II@B@11) der schah rüstete sich .., um den krieg nach Iran überzutragen Görres heldenb. von Iran 2, 197. II@B@22) Snorro, ... der ... zuerst darauf verfiel, die einzelnen götterfabeln ... in ein corpus überzutragen Gerstenberg schlesw. litbr. 240 lit. denkm.; was die gemäldesammlungen an ... schätzen auf vergänglicher leinwand bewahrten, wurde ... auf porzellantafeln ... übergetragen G. Keller 2, 177. ein buch aus fremden sprachen in das hochdeutsche überzutragen Zesen Helikon (1669) 35; Hohberg georg. cur. (1682) 1, vorr. a 4; Haller Alfred (1773) 90; Wieland w. 6, XIX; Göthe IV 12, 135 W.; verse ... in prosa überzutragen br. d. n. lit. betreff. 16 (1763), 50; Schubart 5, 229. II@B@33) gedanken, neigungen, kenntnisse u. ä. ü.: die stärcke ..., mit welcher d. ä. Corneille die schönsten ... gedanken der römischen trauerspiele in seine überzutragen wuszte Lessing 6, 240 M.; 10, 202; meine ... neigung zu Gretchen hatte ich nun (in Leipzig) auf ein Ännchen übergetragen Göthe 27, 110 W.; IV 20, 166; da er seinen sohn selber unterrichtete ..., so trug er alles, was er wuszte, auf diesen über Stifter s. w. 3, 119; Raabe hungerpastor (1864) 1, 20. part. übergetragen, metaphorisch: indessen war und blieb dieses nur eine übergetragene bedeutung Herder 15, 477; Heynatz antibarb. 2, 495. II@CC. tragfähig sein: alle wasser trugen über (infolge der groszen kälte) Binhardus thür. chron. (1613) 119; Schmidt Petersen 9a (s. o. I A 1). neben untrennb. verbindung auch trennbare in bedeutung 'auf sich nehmen' (s. o. I A 2 b β dd): (Christus) hat auch alle meine mängel und gebrechen erstattet und übergetragen: ja er hat dir viel mehr bezahlet, dann ich schuldig war Schupp schr. 459. —
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Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    über tragen

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +5 Parallelbelege

    über tragen BMZ intr. zu weit dringen Trist. 16148, tr. hinüber tragen Parz. 559,9. Christ. S. 838. 31. 900. vgl. übertr…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Übertragen

    Adelung (1793–1801) · +1 Parallelbeleg

    Übertragen , verb. irreg. act. S. Adelung Tragen . 1. Übertragen, ich trage über, übergetragen, über zu tragen, über ein…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    übertragen

    Goethe-Wörterbuch

    übertragen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    übertragen

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    übertrage n 1. refl. zu viel, zu schwer tragen, sich dadurch schaden. Er het sich üwertreit Su. Ër het sich emol üwertra…

  5. Spezial
    übertragen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    über|tra|gen vb.tr. 1 (Radio) trasmëte (trasmët, trasmetü) 2 (anderswo eintragen) reporté (-ta), porté ite 3 (umschreibe…

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Wortbildung

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Zerlegung von uebertragen 2 Komponenten

ueber+tragen

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