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tunken

mhd. bis spez. · 16 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
Anchors
20 in 16 Wb.
Sprachstufen
5 von 16
Verweise rein
34
Verweise raus
51

Eintrag · Rheinisches Wb.

tunken

Bd. 8, Sp. 1461
tunken das Wort ist Rhfrk, Mosfrk an der Saar, Mos, WEif, SNeuw mit eigenen mdl. Bed.; in Bed. 1 b (nhd.) sonst selten Eusk-Lechenich, Aach-Stdt, Kref. Stdt, Mörs-Veen, Klev-Kranenbg, Wermelsk (mdl. ducken, für 1bβ stippen, zoppen); u. zwar Rhfrk, Mosfrk tu-, toŋgən [im Rhfrk vielfach du-, do-, dies auch Mosfrk in Bernk-Cues Graach, Zell, May-Hatzenport Monreal, Kobl-Bendrf Rübenach, Neuw-Datzeroth Dierd; du- Aden-Langenf; im abseitigen Geb. tuŋkə(n), to- [do- Klev-Kranenbg) schw.: 1. trans. etwas, einen t. a. stossen, bes. an einen festen Gegenstand st., dass es einen dumpfen Ton erzeugt; eine Beule (in ein Gefäss) st.; tonk den Ämer (Eimer) net esu; sich de Kopp t., einen t., derb schlagen; dat Kand (on dem Kand) t.; einen meist im Scherz durch fortwährendes Stossen od. Schlagen ärgern; er hot em än getonkt ihm eine versetzt; der Ärwet än t. das meiste Stück Arbeit tun od. auch nur wenig leisten (dau häscht der Ä. än getonkt, dat se neist gespiert hät) Mosfrk, Goar-Weiler; in der Bed. ‘prügeln’ Birkf-Oberst, Simm-Laub; den Klicker, einen Kl t., schnellen, treffen. — b. Kartoffeln t., stampfen; getunkte Grumbern Trier, Bernk, Bitb-Speicher. — c. etwas, einen t. α. untertauchen; nemm mol die Berd Säl (Bürde Seile) un duh se im Weiher geherig t., die sin zu drucke; ebbes enin-, unnert.; se harren en bis iwer de Kopp int Wasser gedunkt; wommer noch emol bare (baden) gehn, t. mer en (ihn); de gross Kerl schamt sich nit un dunkt sich nore so en biss'che wäscht sich nur oberflächlich Rhfrk, u. so allg., auch im abseit. Geb. — β. Brot, Kartoffeln (udgl.) in etwas t., z. B. Brot in de Kaffee t.; de Quellerte (Pellkartoffeln) en Tunkes (Sosse) t.; Weinbergspfähle in eine Kreosotlösung t. ebd. RA.: Der Steier (Steiger) hat noch t. misse (d. h. in die Tasche greifen) er musste noch Lohn auswerfen, Bergmspr. Saargeb. Do hon mer de Schniss (Schnorres) emol ordelich getunkt! tüchtig gezecht Rhfrk, Kobl (rrhn.), Neuw. Wenn de Rurefels (Rotenfels) Kliss (Klösse) wer un de Noh (Nahe) Quetschebrih, dann kennt mer t. Kreuzn-Traisen. — d. einen t., ihn mit Worten hereinlegen, übertrumpfen, herunterputzen; eich hon en mol mit seinem freche Maul getunkt un em dorch Dick un Din de Mäneng gesat Rhfrk. — 2. intrans. a. ein Nickerchen machen, sitzend auf dem Stuhle einnicken Saarl-Niedaltorf, Merz-Büding Mettlach Saarhölzb Silwing Merching Stdt, Saarbg-Büschd Nohn Wehing. — b. tauchen; er kann gut t., onnert. Allg. — Abl.: die Tunkerei, dat Getunk(s).
2496 Zeichen · 71 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    tunkenswv.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +3 Parallelbelege

    tunken , dunken swv. BMZ tunken, tauchen. t. in Gen. Diem. Griesh. Jer. Mgb. 392,25. 396,34. 417,5. 418,3. Vintl. 5791. …

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Tunken

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Tunken , verb. reg. act. in einen flüssigen Körper halten oder stecken, wie das edlere tauchen. Tunket den Büschel Ysopp…

  3. modern
    Dialekt
    tunken

    Elsässisches Wb. · +8 Parallelbelege

    tunke n [tùkə S. O. U. Lützelstn. ] 1. tr. untertauchen, eintauchen. I ch ha b s brüetig Hue h n ge tunkt ins Wasser ge…

  4. Sprichwörter
    Tunken

    Wander (Sprichwörter)

    Tunken 1. Man muss etlichmahl duncken, was die Farb halten soll. – Lehmann, 880, 52. 2. Er tunkt gern nach dem Essen. Pf…

  5. Spezial
    tunken

    Russ.-Dt. Übers. (de-ru)

    tunken (Lakune) макать (напр., печенье в чай), пить вприкуску

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit tunken

13 Bildungen · 2 Erstglied · 9 Zweitglied · 2 Ableitungen

Zerlegung von tunken 2 Komponenten

tun+ken

tunken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

tunken‑ als Erstglied (2 von 2)

Tunkenbrot

PfWB

tunken·brot

 Tunken-brot n. : ' Brot oder Kuchen zum Eintauchen in Soße, Kaffee oder Milch ', Tunkebrot [ Don-Schowe Torschau ]; vgl. Tunkens 3. Lothr.…

tunken als Zweitglied (9 von 9)

austunken

DWB

aust·unken

austunken , intingendo sorbere, austütschen: nachdem die alte ihr zwiebelgericht ausgetunkt hatte. Arnim 1, 35 .

betunken

MWB

betun·ken

betunken swV. ‘jmdn. in etw. eintauchen’ doch betunkes tu mich zwar / in unvlate [ sordibus intingues me Iob 9,3] Hiob 3582 MWB 1 727,22; Be…

eintunken

DWB

eint·unken

eintunken , intingere, eintauchen, vgl. oben einteuchen , ahd. tunchôn, dunchôn ( Graff 5, 195 ). die verwandtschaft des lat. tingere forder…

erstunken

DWB

erst·unken

erstunken , part. praet. von erstinken. die dort gegebnen belege werden hier fortgeführt. 1 1) erfault, verfault, putrefactus: mhd. dër in d…

īntunken

KöblerMhd

īntunken , sw. V. nhd. „eintunken“, eintauchen Hw.: s. īndunken* Q.: JvFrst (FB īn tunken), PsWindb (4. Viertel 12. Jh.) E.: s. īn, tunken W…

Ableitungen von tunken (2 von 2)

betunken

MWB

betunken swV. ‘jmdn. in etw. eintauchen’ doch betunkes tu mich zwar / in unvlate [ sordibus intingues me Iob 9,3] Hiob 3582 MWB 1 727,22; Be…

Vertunken

Campe

Х Vertunken , v. trs . durch oder zum Tunken verbrauchen, alle machen. D. Vertunken .