Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
tunken
tunken
tunken Vb. ‘eintauchen’. Das nur im Dt. begegnende Verb ahd. thunkōn ‘färben, eintauchen’ (9. Jh.), mhd. tunken, dunken ‘(ein)tauchen’ vergleicht sich außergerm. mit griech. téngein (τέγγειν) ‘benetzen, befeuchten’, lat. ting(u)ere (umgebildet aus *tengere; Part. Perf. tīnctum) ‘benetzen, tränken, eintauchen, färben, ausstatten’ (s. Tinte), lat. tīnctūra ‘das Färben’ (s. Tinktur), so daß eine Wurzel ie. *teng- ‘benetzen, anfeuchten’ angesetzt werden kann. tunken, früher wie tauchen verwendet, wird heute meist in der Präfixbildung eintunken (seit 15. Jh.), vornehmlich vom Eintauchen fester Nahrungsmittel in Flüssigkeiten, gebraucht. – Tunke f. ‘Soße’ (Anfang 17. Jh., ursprünglich omd.), Rückbildung von tunken; vgl. älteres Eintunke ‘Brühe, Soße, in die man Brot oder Fleisch taucht’ (16. Jh.), das wohl als Übersetzung von lat. intīnctus ‘das Eintauchen, Tunke, Brühe’ zu werten ist.