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Trog

as. bis spez. · 20 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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22 in 20 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Trog

Bd. 8, Sp. 1382
Trog das Wort ist allg., u. zwar Rhfrk drōx [w. einschl. Kreuzn-Dorsh Genh Roth Schweppenhsn Eckenr Hergenf Schönebg bis zu einer Linie Spabrücken Argenschwang Bockenau Burgsponh Waldböckelh OStreit Boos -ōk]; Pl. -ēχ (-ēk); Mosfrk in Saarl drōx u. -ǫx, Pl. -ēχ in Hüttersd Primsw Saarwelling Schwarzenholz Bous Derlen Knausholz Hostenb Schafhsn Wadgass; -E- NOSaarl; Düppenw (Sg. -x) u. ö. Fahlschd Eidenborn u. südl. Friedrichsw Differten Werbeln drē:; Labch Reisw OSalb Griesborn Schwalb Elm Sprengen zum Sg. -x Pl. drE:; Ensd Hülzw -eχ, alle übrigen Orte -ę-; Merz, Saarbg -ox [Merz-Stdt --; NSaarbg -ō-; w. einschl. Saarbg-Wellen Nohn Orscholz Faha Sinz Kreuzw Palzem -a-], Pl. -ęχ [Merz-Stdt -E-; NSaarbg -ē-]; sonst WMosfrk -ōx; OMosfrk -ǫ- [um Wittl-Sehlem -ā-; in May, z. T. in Neuw -a-], Pl. -ē:χ, –ę-; Siegld ǫx (Eisern --), Pl. -Ej, –-; Rip trǫx [doch LRip, schon Prüm -ǫux, –x], Pl. -:χ [Prüm -ę·i.-, –E:-]; Berg -x, Pl. -ǫχ, –q:χ [tr, Pl. trǫ: Sieg-Fussh Leuschd Merten, Waldbr-Hurst Windeck, Gummb-Harschd; tr: Altk (Sieg), Waldbr]; Eup -ǫux, Pl. -:χ; SNfrk -əx, –ōə-, Pl. -·ə.χ; Klevld -ǫx, Pl. -x; Demin. -ējəlχə(n), –E-, –E:-, –:-, –·ə.-, –-, –əlšə(n), –əlkə, –əltjə, -χskə m.: 1. ein längl., offenes Behältnis zu wirtschaftlichen Zwecken. a. Holz- od. Steintrog, zur Aufnahme des flüssigen, breiigen Futters für das Vieh, bes. Schweinetr. in der Vorderwand des Schw.stalles, mit Deckel (Deckelstr.), Säu-, Ferkestr. Allg.; Tr. für die Viehsaufe im Stalle, Köh-, Kalwertr. Allg., aber im WMosfrk in Konkurrenz mit Kump; Wasserbottich aus Stein im Hofe, als Viehtränke Allg.; auch ene Hongstr., en Katzetrögelche Allg. RA.: De fulste Sau hät immer der grösste Tr. der trägste Mensch isst am meisten Köln-Stdt. E got Ferken frett sinen Tr. ledig Sol; dat es en schleit Ferken, wat sengen Tr. net rēn fegt Wermelsk, Köln-Stdt. Wann de F. satt sind, stuten (stölpen) se de Tr. öm Berg, Rip, SNfrk. De wells emmer et erschte Ferkel am Tr. sein wenn jmd. sich immer vorzudrängen und das Beste zu erhaschen sucht Neuw-Datzeroth. Krigen ech dech net em Hoff, dann kr. ech dech am (beim) Tr.! zu unartigen Kindern RRip, Berg. De sitz am Desch (so unmanierlich) we en Sau am Tr. Köln-Stdt. He geht an der Desch wie e Ferke an de Tr. ohne zu beten LRip, Allg. Et soll jeder an seim eigene Tr. bleiwe Schuster, bleib bei deinen Leisten Birkf-OStein. Et Foder es schlech geroden da moss mer widder de Koh met dem Sterz an de Tr. binge (binden) Wippf, Sieg. Op den Tr. mähjen nicht viel, nur etwas in der Nähe des Hauses mähen, dass die Kuh mal erst etwas hat Gummb. De fällt drop wie en Sau op den Tr. macht sich über die Speisen her ohne zu beten Sieg. He es ze domm, met en Sau us em Tr. ze fresse Jül-Inden. Die freəten ut ēne Tr. handeln einträchtig Heinsb-Lümb, Gummb-Berghsn. Ökovver (Grevbr-Ökoven) esse em Teller, Dialer (Deelen) us em Scherf (Scherbe), Öckekovver (Ückinghv) esse us em Tr. Dorflitanei Grevbr. Jed Sau soll bei ihrem Tr. bleiwe jeder soll den ihm im Leben zugewiesenen Platz behaupten u. ausfüllen Rhfrk, Saar. Wat bes du doch für e Ferke, sat der Bur für sing Sau, do stong se met bedse Been em Tr. Jül. Die (wohlgenährte Köchin) steht möt de Föss meddsen em Tr. Bergh-Blatzh. Er es ömmer met dem Maul em Tr. ein Vielesser Kobl-Bisholder. Le (lege) dich en en Tr.; wat de weren salls, dat wiərschte doch! wenn du auch unvernünftig handelst, nicht die u. die heiratest, du erreichst doch dein Ziel Gummb-Wiehl. De fällt üvver et Eisse wie en Sau ü. den Tr. unmanierl., ohne Tischgebet Schleid-Ripsd. De hät och en Sau (eine schmutzige, wenig taugliche Frau) gehirot öm de Trogs wellen wegen des Vermögens Sieg-Scheiderhöhe. Er geht fott vom Deisch wie en Sau v. Tr. ohne Tischgebet Eusk. Van den Tr. non Hoff loupen gleich nach der Mahlzeit fortrennen Ess. He löpp wahl van den Hoff, awer nit van den Tr. er verlässt wohl mal seine Heimat, den nährlichen Hof, aber kehrt doch bald wieder zurück Ruhr, Mörs, NBerg. — b. Holztr., zum Anmengen des Teiges, meist Back-, Degtr. Siegld, Altk, Rip, OBerg, Sol, Mettm, Düss, Ess, Emmerich, Mörs-Menzelen Neuk, in Geld u. Klev verbr., Kemp-Vorst, Kref; sonst Mulde (s. d.), das auch neben Tr. in diesen Geb. herrscht, im SNfrk, Klevld Back, Mengback. RA.: Wie die Froch (Frucht) geht em Feil (Feld), su g. de Deg em Tr. MülhRh-BGladb. Et es besser, wenn et Wissbrut nom Ovven schmeckt als nom Tr. wenn es anbrennt, als dass es unausgebacken ist ebd. — c. Eisenbehälter am Ofen, zur Aufnahme der Kohlen, meist Gresstr. Rip, Allg., doch NLRip, SNfrk, Klevld meist Back.d. Holztr., in dem mit einem Stussmetz die Runkeln zerstossen wurden, Stusstr. (heute maschinell) Rip, Allg. (s. o. Back). — e. Steintr., 10 cm hoch, mit steinernen Zwischenwänden zur Einteilung, zum Einmachen von Sauerkraut, Stielmus, Bohnen, Enmakstr.; zum Einpökeln des Schweinefleisches, Enmaks- u. Fleschtr. Gummb-Schwarzenbergisch. — f. Holztr., in dem das geschlachtete Schwein abgebrüht u. geschrappt wird, Beztr. (Beiz-) ebd. — g. Eisentr., in dem glühendes od. warmes Eisen zum Abkühlen gelegt wird, Löschtr. ebd., Remschd. — h. Trögelchen, Untertrichter der Mahlmühle, durch den die Frucht zu den Mahlsteinen geleitet wird u. worin das Gemahlene fällt Bitb, Prüm, Schleid-Ahrhütte. — i. Steintr. im Brunnengehäuse, in dem sich das aus dem Brunnen gewundene Wasser aus dem Brunneneimer ergiesst Allg. — k. stets laufendes Wasser des Mühlteiches, Wassertr. Sieg-Fussh. — l. Fülltr., –fass, in der Bergmspr. Allg. — 2. übertr. a. sachl. α. Spülstein Monsch, Eup. — β. stehendes Gewässer, Tümpel Malm-Ligneuville. — γ. Karrenkasten Grevbr-Hochneuk, Erk-Borschemich. — δ. verächtl. eine Menge Essen; de hot sech en gore Tr. voll gescheppt Koch, Allg. — ε. verächtl. Platz eines Schülers in der Schule Bo-GrauRheind. — ζ. Trög Pl. verächtl. plumpe Schuhe Wippf-Olpe; Trö Sieg-Eitorf, Waldbr plumpe Schuhe Wippf-Olpe; Trö Sieg-Eitorf, Waldbr-Wildbg. — b. persönl. verächtl. α. Fresser Trier, Heinsb-Arsbeck. — β. plumper, im Benehmen hölzerner, steifer, ungeschickter Mensch, Tölpel, oft mit dem Nebensinn des Dummen u. Einfältigen Koch-Eller, Prüm, Daun, Schleid, Ahrw, Monsch, Eup, Aach, Jül, Dür, Bergh, MGladb, Geilk-Hünshv; ene Buretr. Aach. — β. nachlässiges, schmutziges, tölpelhaftes Weib Prüm-Mürlenb, Malm, Neuw-Rheinbrohl, Geilk-Beggend. — γ. fauler Tr. Faulpelz Aden, Ahrw, Malm, Monsch, Eup, Aach, Jül, Dür, Köln, Bo, Sieg, Grevbr, MGladb. — δ. Geizhals Erk-Hückelhv. — ε. der letzte in der Reihenfolge der Klickerspieler Schleid-Dreiborn.
6629 Zeichen · 202 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 9.–12. Jh.
    Altsächsisch
    trogst. M. (a)

    Köbler As. Wörterbuch

    trog , st. M. (a) nhd. Trog ne. trough (N.) ÜG.: lat. alveus Gl, (vas) Urk Hw.: s. trio*; vgl. ahd. trog (1) (st. M. a) …

  2. 8.–11. Jh.
    Altenglisch
    trogst. M. (a)

    Köbler Ae. Wörterbuch

    trog , st. M. (a) nhd. Trog, Korb, Boot ÜG.: lat. alveus Gl, cantharus Gl, pelvis Gl Vw.: s. cild-, wīn- Hw.: s. léac- (…

  3. 8.–14. Jh.
    Altnordisch
    trogst. N. (a)

    Köbler An. Wörterbuch

    trog , st. N. (a) nhd. Trog Hw.: s. trē, trygill E.: s. germ. *truga-, *trugaz, st. M. (a), Trog, Baum; germ. *truga-, *…

  4. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    trogst. M. (a)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    trog , st. M. (a) nhd. Trog, Napf, Schüssel, Wanne, Rinne ne. trough, bowl (N.) (1) ÜG.: lat. alveolus Gl, alveus Gl, ca…

  5. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    trog

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer)

    trog s. troc 2. truhe , troge s. troie.

  6. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Trog

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Der Trog , des -es, plur. die Tröge, Diminut. das Trögelchen, Oberd. Tröglein, im gemeinen Leben Trögel. 1. * Im weitest…

  7. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Trog

    Goethe-Wörterbuch

    Trog [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  8. modern
    Dialekt
    Trog

    Bayerisches Wörterbuch · +8 Parallelbelege

    Trog Band 4, Spalte 4,567f.

  9. Sprichwörter
    Trog

    Wander (Sprichwörter)

    Trog 1. An einem unsaubern Troge stirbt kein Schwein. 2. Aus dem Trôg än 't Schâf (Schaff), aus 'm Schâf än 't Välper 1 …

  10. Spezial
    Trog

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Trog m. (-[e]s, Tröge) 1 droch (droc) m. , moltrá (-ras) m. 2 (Futtertrog) nauz (nauc) m. , droch (droc) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit trog

380 Bildungen · 135 Erstglied · 242 Zweitglied · 3 Ableitungen

trog‑ als Erstglied (30 von 135)

Trog(g)eⁿspil

Idiotikon

Trog(g)eⁿspil Band 10, Spalte 161 Trog(g)eⁿspil 10,161

Trogdeckel

SHW

Trog-deckel Band 1, Spalte 1747-1748

Trogkratze

SHW

Trog-kratze Band 1, Spalte 1747-1748

Trogkratzer

SHW

Trog-kratzer Band 1, Spalte 1747-1748

Trogkrätze

SHW

Trog-krätze Band 1, Spalte 1747-1748

Trogschabe

SHW

Trog-schabe Band 1, Spalte 1747-1748

Trogscharre

SHW

Trog-scharre Band 1, Spalte 1747-1748

trogalīh

KöblerAhd

trogalīh , Adj. nhd. trügerisch, unnatürlich, widernatürlich ne. delusive, unnatural ÜG.: lat. monstruosus Gl Vw.: s. bi- Q.: Gl (11. Jh.) I…

trogapparat

DWB

trog·apparat

trogapparat , m. , Voltasche batterie Karmarsch-Heeren 9, 650 ; galvanic trough Hoyer-Kreuter 1, 780 . —

трогать

RDWB2

трогать , тронуть сов. berühren, anrüheren, anfassen Не трогай меня! - Fass mich nicht an! Rühr mich nicht an! berühren, rühren, bewegen, mi…

трогаться

RDWB2

трогаться , тронуться сов. Ну что, тронулись? - Los! Machen wir uns auf den Weg!; Es wird Zeit, dass wir gehen!; Machen wir uns auf die Sock…

trogbaum

DWB

trog·baum

trogbaum , m. , ( in den papiermühlen ) arbre des bachats Schrader frz. wb. 2, 1385 . so viel wie grubenbaum Mothes baulex. 4, 375 , vgl. tr…

Trogboªdem

WWB

Trog-boªdem m. Boden des Troges (Lippe Oesterh ).

trogboden

DWB

trog·boden

trogboden , m. : in dem ... pochtroge stehen ... nebeneinander die pochsohlen, ... welche ... auf dem trogboden aufruhen ( im stampfwerk ) K…

trogbrücke

DWB

trog·bruecke

trogbrücke , f. : kann bei einer balkenbrücke mit unten liegender fahrbahn kein oberer querverband angebracht werden, so entsteht eine offen…

Trogcharreⁿ

Idiotikon

Trogcharreⁿ Band 3, Spalte 425 Trogcharreⁿ 3,425

Trogchasteⁿ

Idiotikon

Trogchasteⁿ Band 3, Spalte 540 Trogchasteⁿ 3,540

Trogdiᵉkel

WWB

Trog-diᵉkel m. Deckel des Backtroges ( WmWb ).

trogel

DWB

trogel , trögel , genus?, ein fischfanggerät, zugnetz oder leine mit kleinem anker zum heraufziehen von fischnetzen, zu tragel (tragil 1238 …

Trogel I

Idiotikon

Trogel I Band 14, Spalte 658 Trogel I 14,658

Trogel II

Idiotikon

Trogel II Band 14, Spalte 675 Trogel II 14,675

trog als Zweitglied (30 von 242)

Abtrog

Idiotikon

abt·rog

Abtrog Band 14, Spalte 658 Abtrog 14,658

backtrog

DWB

back·trog

backtrog , m. alveus, backmulde, nnl. baktrog. s. backeltrog. ich will dir die bein abschlagn, und in eim packtrog thun heimtragn. Ayrer fas…

Becke(n)trog

Idiotikon

Becke(n)trog Band 14, Spalte 645 Becke(n)trog 14,645

Bêrgtrog

Adelung

berg·trog

Der Bêrgtrog , des -es, plur. die -tröge, im Bergbaue eine kleine Mulde, womit Erze und Zwitter in den Karren und Kübel gestürzet werden.

Bire(n)trog

Idiotikon

Bire(n)trog Band 14, Spalte 646 Bire(n)trog 14,646

Brüejtrog

Idiotikon

Brüejtrog Band 14, Spalte 646 Brüejtrog 14,646

Brühtrog

BWB

Brühtrog Band 4, Spalte 4,569

Bënneⁿtrog

Idiotikon

Bënneⁿtrog Band 14, Spalte 645 Bënneⁿtrog 14,645

Bū(w)trog

Idiotikon

Bū(w)trog Band 14, Spalte 646 Bū(w)trog 14,646

Bǖteltrog

Idiotikon

Bǖteltrog Band 14, Spalte 646 Bǖteltrog 14,646

Ableitungen von trog (3 von 3)

betrogen

DWB

betrogen , auszer der gewöhnlichen passivbedeutung deceptus hat das particip noch zwei andere, activisch zu fassende. 1 1) fallax, astutus, …

troge

KöblerMnd

troge , F. Vw.: s. troie (1)

vertrogen

DWB

vertrogen , adj. , eigentlich part. prät. zu vertriegen, das aber nur ganz vereinzelt mhd. belegt ist: ab din kintheit vortruget dich, daz d…