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triefen

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
Anchors
21 in 17 Wb.
Sprachstufen
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61
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52

Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

triefen vb.

Bd. 22, Sp. 479
triefen, vb., 'umherziehen, umherstreichen', nur spärlich bezeugt: ich mein zwar, das du der einr seist, die stätigs auf der gasz umbtrieffen, und all arslöcher wölln erschliefen und auf den alten lauten punkern und oft die ganzen nacht umbglunkern Hans Folz klopfan in Weimar. jahrb. 2, 122; und wo sie (die narren) in die heuser triefen, do hebt sich ein solich winkelschliefen, einer sucht die mait, der ander die frauen fastnachtsp. 381 Keller. auch eine schwer deutbare stelle der 'klage' versteht sich vielleicht von hier aus: (man weisz nicht) weder er (Etzel) sich vergienge ... oder lebende würde begraben, oder zu himele ûf erhaben, oder ob er ûz der hiute trüffe oder sich verslüffe in löcher der steinwende v. 4335 hs. B; vgl. teil 3, 1250. greifbarer scheint der zusammenhang bei dem mundartlich schweizerischen trffen 'langsam einhergehen' Stalder schweiz. id. 1, 312: aber wenn er (gott) gsicht, das er (der mensch) inn sinem übel verharen ist, so straft er inn, als er Arbalyster thet, der sin land verlassen muoszt und fründ und vettern und inn der wält ummhar trüffen (vagabonder) muoszt. er nam urlob ... macht er sich uff die stras den tod gan suochen Morgant d. riese 261 Bachmann, vgl. d. anm. 359. die etymologie macht grosze schwierigkeiten. dasz ein eigenstämmiges st. verbum 2triefen der concurrenz von 1triefen erlegen wäre, ist an sich vorstellbar, doch mangelt es, auch in den auszerdeutschen sprachen, an sicheren anknüpfungen. sichere ableitungen nur zum schweizerischen trüffen: fuler trüffi (1584) bei Bachmann Morgant d. riese 359; trüffig 'langsam' Stalder 1, 312. — vgl. auch tropf.
1647 Zeichen · 30 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    triefenstv. III.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +4 Parallelbelege

    triefen stv. III. BMZ triefen, tropfen: guttare, manare, stillare Dfg. 271 c . 345 c . 552 c . swenne diu tächir triefen…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Triefen

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Triefen , verb. reg. et irreg. im letztern Falle, ich triefe, du triefst, (Oberd. treufst,) er trieft, (Oberd. treuft); …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    triefen

    Goethe-Wörterbuch

    triefen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    triefen

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    triefen Band 4, Spalte 4,487

  5. Sprichwörter
    Triefen

    Wander (Sprichwörter)

    Triefen 1. So lang es treufft, verseycht es nit. – Murner, Nb., 22. 2. Er treufft wie ein braten. – Herberger, Hertzpost…

  6. Spezial
    triefen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    trie|fen vb.intr. 1 goté (gota), rogore (-or, rogorü) 2 (von den Augen) laghermé (-mëia).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit triefen

23 Bildungen · 2 Erstglied · 16 Zweitglied · 5 Ableitungen

triefen‑ als Erstglied (2 von 2)

Triefenbach

PfWB

triefen·bach

Triefen-bach f. : ' am Triefenberg entspringender, durch LA-Edk u. LA-Gommh fließender Bach '. Frieher ... isch unser brav Triefebächel ganz…

triefende

KöblerMhd

trief·ende

triefende , (Part. Präs.=)Adj. nhd. „triefend“, undicht Vw.: s. heil-, hin-, honec- Q.: Will (1060-1065) (FB triefende), Narr, NibA (nach 12…

triefen als Zweitglied (16 von 16)

heiltriefen

KöblerMhd

*heiltriefen , V. nhd. „Heil triefen“ E.: s. heil, triefen W.: nhd. DW-

honectriefen

KöblerMhd

*honectriefen , st. V. nhd. „honigtriefen“ E.: s. honec, triefen W.: nhd. DW-

abe triefen

MWB

abe triefen stV. ‘herabtropfen’ nu mag ein man wol nemen war, / wi uzer hude slufet / der sweiz unde abe drufet Elis 10396 MWB 1 71,59; Bear…

abetriefen

KöblerMhd

abe·triefen

abetriefen , st. V. nhd. „abtriefen“, herabtropfen Q.: Elis (um 1300), Myns E.: s. abe, triefen (1) W.: nhd. (ält.) abtriefen, st. V., in Tr…

abtriefen

DWB

abt·riefen

abtriefen , destillare, nnl. afdruipen: der regen trieft vom dache, das fett vom braten ab; balsam ist vom baume abgetroffen; da hat die erd…

Augentriefen

Adelung

augen·triefen

Das Augentriefen , des -s, plur. car. S. Adelung Augenfluß . Daher augentriefig, adj. et adv. triefende Augen habend.

austriefen

DWB

aust·riefen

austriefen , destillare, nnl. uitdruipen: an einer ritze des fasses trof wein aus, den wir gierig sammelten; es war doch allzu wenig ausgetr…

betriefen

DWB

bet·riefen

betriefen , was beträufen: es gibt so viel schmalz, dasz man einen braten dabei betriefen kann. Lehmann 20 ; und wenn sie trinkt, fahr ich i…

durchtriefen

DWB

durch·triefen

durchtriefen , tropfenweis durchdringen, wie durchtröpfeln, durchtropfen Rädlein 208 b , niederl. doordruipen. die durchtriefenden decher an…

ertriefen

DWB

ert·riefen

ertriefen , stillare, destillare, abtröpfeln: man wäschet das fäszlein sauber aus, lässets ein wenig ertriefen. Tabern. s. 14 ; die sporen e…

hertriefen

DWB

hert·riefen

hertriefen , verb. : das im sein kutt ward nasz und schwer, das sie im troff wie ein mülrad her. Fischart dichtungen 1, 180, 1872 Kurz.

hintriefen

KöblerMhd

hint·riefen

hintriefen , V. nhd. „hintriefen“ Q.: Seuse (1330-1360) (FB hin triefen) E.: s. hin, triefen W.: nhd. DW-

nidertriefen

KöblerMhd

nider·triefen

nidertriefen , st. V. nhd. „niedertriefen“, herabströmen, strömen Q.: Seuse (FB nider triefen), KvWSchwanr (1257/1258) E.: ahd. nidartriofan…

zuotriefen

KöblerMhd

zuo·triefen

zuotriefen , st. V. nhd. „zutriefen“, herabtropfen, herabrieseln, herabströmen von Q.: ErzIII (1233-1267) (FB *zuo triefen) E.: s. zuo, trie…

ūztriefen

KöblerMhd

ūztriefen , st. V. nhd. austriefen ÜG.: lat. exstillare Gl Q.: LvReg (1237-1252) (FB ūz triefen), GestRom, Gl E.: s. ūz, triefen W.: nhd. au…

Ableitungen von triefen (5 von 5)

betriefen

DWB

betriefen , was beträufen: es gibt so viel schmalz, dasz man einen braten dabei betriefen kann. Lehmann 20 ; und wenn sie trinkt, fahr ich i…

enttriefen

DWB

enttriefen , destillare, herabtriefen: schweisz enttrieft der stirne.

ertriefen

DWB

ertriefen , stillare, destillare, abtröpfeln: man wäschet das fäszlein sauber aus, lässets ein wenig ertriefen. Tabern. s. 14 ; die sporen e…

vertriefen

DWB

vertriefen , v. , seit dem 16. jahrh. belegt, in den frühnhd. wb. selten ( Faber thesaurus 316 a ), nicht bei Adelung; Campe 5, 391 . auch m…

zertriefen

DWB

zertriefen , verb. , zerträufeln, in tropfen zerflieszen: Stieler 2328 ; die erde ist bewegit unde di himel czuotroffen vor dem antlicze got…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „triefen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 12. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/triefen/dwb?formid=T10786
MLA
Cotta, Marcel. „triefen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/triefen/dwb?formid=T10786. Abgerufen 12. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „triefen". lautwandel.de. Zugegriffen 12. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/triefen/dwb?formid=T10786.
BibTeX
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