lautwandel 53 Wörterbücher · 2,7 Mio. Artikel
Wildcard · " Volltext

Aggregat · alle Wörterbücher

Triefen

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
21 in 17 Wb.
Sprachstufen
6 von 16
Verweise rein
61
Verweise raus
52

Eintrag · Campe (1807–1813)

Triefen v., ntr

Bd. 4, Sp. 882b
Triefen, v. ntr. mit haben. regelm. u. unregelm. und in diesem Falle, ich triefe, du triefest (O. D. u. △ treufst), er trieft (O. D. u. △ treuft), unl. verg. Z. ich troff, geb. F. ich tröffe, Mittelw. getroffen, Befehlw. trief (O. D. u. △ treuf), überhaupt in Tropfen herabfallen, besonders, langsam herabfallen Das Wasser trieft von den Dächern. Der Regen trieft von den Bäumen. Das Blut trieft aus der Wunde. »Der Regen troff nicht mehr auf Erden.« 2 Mos. 9, 33. Uneigentlich auch von dem Körper, aus oder von welchem der flüssige trieft. Die Augen triefen, es rinnt eine Feuchtigkeit aus den Augen. Die Nase trieft ihr. Es regnete, daß die Dächer troffen. Triefend naß sein, so naß, daß das Wasser von den Kleidern, Haaren  trieft. Triefende Haare, Kleider, so nasse, daß das Wasser von ihnen triefet. Aus der Nase triefen. Es trieft ihm aus der Nase. Die Bäume triefen von Regen. »Deine Fußstapfen triefen von Fett.« Ps. 65, 2. Ganz un= gewöhnlich ist die in der Bibel vorkommende Fügung mit dem Worte mit. »Der Himmel und die Wolken triefen mit Thau.« Hiob 33, 28. »Die Berge triefen mit süßem Wein.« Joel 3, 18. Mit traufen ist triefen nur in der Form verschieden. Lecken, sikkern bezeichnen besondere Art des Triefens. I betriefen hat es auch überleitende Bedeutung. D. Triefen.
1298 Zeichen · 50 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    triefenstv. III.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +4 Parallelbelege

    triefen stv. III. BMZ triefen, tropfen: guttare, manare, stillare Dfg. 271 c . 345 c . 552 c . swenne diu tächir triefen…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Triefen

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Triefen , verb. reg. et irreg. im letztern Falle, ich triefe, du triefst, (Oberd. treufst,) er trieft, (Oberd. treuft); …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    triefen

    Goethe-Wörterbuch

    triefen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    triefen

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    triefen Band 4, Spalte 4,487

  5. Sprichwörter
    Triefen

    Wander (Sprichwörter)

    Triefen 1. So lang es treufft, verseycht es nit. – Murner, Nb., 22. 2. Er treufft wie ein braten. – Herberger, Hertzpost…

  6. Spezial
    triefen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    trie|fen vb.intr. 1 goté (gota), rogore (-or, rogorü) 2 (von den Augen) laghermé (-mëia).

Verweisungsnetz

92 Knoten, 92 Kanten

Tap auf Knoten öffnet Detail · Drag zum Umpositionieren · Scroll zum Zoomen

1-Hop 2-Hop
Filter:
Anchor 8 Hub 2 Wurzel 3 Kompositum 68 Sackgasse 11

Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit triefen

23 Bildungen · 2 Erstglied · 16 Zweitglied · 5 Ableitungen

triefen‑ als Erstglied (2 von 2)

Triefenbach

PfWB

triefen·bach

Triefen-bach f. : ' am Triefenberg entspringender, durch LA-Edk u. LA-Gommh fließender Bach '. Frieher ... isch unser brav Triefebächel ganz…

triefende

KöblerMhd

trief·ende

triefende , (Part. Präs.=)Adj. nhd. „triefend“, undicht Vw.: s. heil-, hin-, honec- Q.: Will (1060-1065) (FB triefende), Narr, NibA (nach 12…

triefen als Zweitglied (16 von 16)

heiltriefen

KöblerMhd

*heiltriefen , V. nhd. „Heil triefen“ E.: s. heil, triefen W.: nhd. DW-

honectriefen

KöblerMhd

*honectriefen , st. V. nhd. „honigtriefen“ E.: s. honec, triefen W.: nhd. DW-

abe triefen

MWB

abe triefen stV. ‘herabtropfen’ nu mag ein man wol nemen war, / wi uzer hude slufet / der sweiz unde abe drufet Elis 10396 MWB 1 71,59; Bear…

abetriefen

KöblerMhd

abe·triefen

abetriefen , st. V. nhd. „abtriefen“, herabtropfen Q.: Elis (um 1300), Myns E.: s. abe, triefen (1) W.: nhd. (ält.) abtriefen, st. V., in Tr…

abtriefen

DWB

abt·riefen

abtriefen , destillare, nnl. afdruipen: der regen trieft vom dache, das fett vom braten ab; balsam ist vom baume abgetroffen; da hat die erd…

Augentriefen

Adelung

augen·triefen

Das Augentriefen , des -s, plur. car. S. Adelung Augenfluß . Daher augentriefig, adj. et adv. triefende Augen habend.

austriefen

DWB

aust·riefen

austriefen , destillare, nnl. uitdruipen: an einer ritze des fasses trof wein aus, den wir gierig sammelten; es war doch allzu wenig ausgetr…

betriefen

DWB

bet·riefen

betriefen , was beträufen: es gibt so viel schmalz, dasz man einen braten dabei betriefen kann. Lehmann 20 ; und wenn sie trinkt, fahr ich i…

durchtriefen

DWB

durch·triefen

durchtriefen , tropfenweis durchdringen, wie durchtröpfeln, durchtropfen Rädlein 208 b , niederl. doordruipen. die durchtriefenden decher an…

ertriefen

DWB

ert·riefen

ertriefen , stillare, destillare, abtröpfeln: man wäschet das fäszlein sauber aus, lässets ein wenig ertriefen. Tabern. s. 14 ; die sporen e…

hertriefen

DWB

hert·riefen

hertriefen , verb. : das im sein kutt ward nasz und schwer, das sie im troff wie ein mülrad her. Fischart dichtungen 1, 180, 1872 Kurz.

hintriefen

KöblerMhd

hint·riefen

hintriefen , V. nhd. „hintriefen“ Q.: Seuse (1330-1360) (FB hin triefen) E.: s. hin, triefen W.: nhd. DW-

nidertriefen

KöblerMhd

nider·triefen

nidertriefen , st. V. nhd. „niedertriefen“, herabströmen, strömen Q.: Seuse (FB nider triefen), KvWSchwanr (1257/1258) E.: ahd. nidartriofan…

zuotriefen

KöblerMhd

zuo·triefen

zuotriefen , st. V. nhd. „zutriefen“, herabtropfen, herabrieseln, herabströmen von Q.: ErzIII (1233-1267) (FB *zuo triefen) E.: s. zuo, trie…

ūztriefen

KöblerMhd

ūztriefen , st. V. nhd. austriefen ÜG.: lat. exstillare Gl Q.: LvReg (1237-1252) (FB ūz triefen), GestRom, Gl E.: s. ūz, triefen W.: nhd. au…

Ableitungen von triefen (5 von 5)

betriefen

DWB

betriefen , was beträufen: es gibt so viel schmalz, dasz man einen braten dabei betriefen kann. Lehmann 20 ; und wenn sie trinkt, fahr ich i…

enttriefen

DWB

enttriefen , destillare, herabtriefen: schweisz enttrieft der stirne.

ertriefen

DWB

ertriefen , stillare, destillare, abtröpfeln: man wäschet das fäszlein sauber aus, lässets ein wenig ertriefen. Tabern. s. 14 ; die sporen e…

vertriefen

DWB

vertriefen , v. , seit dem 16. jahrh. belegt, in den frühnhd. wb. selten ( Faber thesaurus 316 a ), nicht bei Adelung; Campe 5, 391 . auch m…

zertriefen

DWB

zertriefen , verb. , zerträufeln, in tropfen zerflieszen: Stieler 2328 ; die erde ist bewegit unde di himel czuotroffen vor dem antlicze got…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „triefen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 13. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/triefen/campe
MLA
Cotta, Marcel. „triefen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/triefen/campe. Abgerufen 13. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „triefen". lautwandel.de. Zugegriffen 13. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/triefen/campe.
BibTeX
@misc{lautwandel_triefen_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„triefen"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
  url          = {https://lautwandel.de/lemma/triefen/campe},
  urldate      = {2026-05-13},
}