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triefen

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DRW
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Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch

triefen

triefen, v.

mnd., mnl. auch drupen
I stetig und heftig tropfen, sich ergießen, herabströmen
  • die brûdere sulen iren vlîz legen daran, daz die gotes hûsere des ordenes von den triefenden dachen oder von deme stoube an den wenden ... iht werden verstellet
    1264 DOrdStat. 72
  • van druppenvalle: so we en hus heft, darvan drup
    1428 BremRQ. 130 Textarchiv: BremRQ. 130 Faksimile
  • het en moet gheen man sijn osen hanghen noch drupen late in eens anderen mans hof, elc sal bewercken sijn deel hoves dat hi gheen scade en doe
    1451 NlSsp. II 118 Faksimile
  • es soll auch niemand einn außfluß, oder wassersteyn machen, an der wandt seines nachbaurn, dardurch dieselb verfeulet oder geschaͤdigt werde, oder solch vnsauber, stehend, stinckend wasser, rinnen, trieffen odder sincken moͤcht, inseins nachbaurn hauß, garten oder ander gemach, vnnd nit frei außfliesse, one beschwerung seines nachbauren
    1553 Gobler,StatB. 128r Volltext (und Faksimile)
II kraftlos herabhängen
  • vverther en mon ewndad anda sinne erim and him werthe sina sina curuen and thiu hond driape, sa skel ma him resza alsa stor, sa tha fiuwer fingrar to bote winna muge [wenn ein Mann am Arm verwundet wird, und ihm die Sehnen zerschnitten werden und die Hand schlaff herabhängt, so soll man ihm soviel zahlen, wie die vier Finger zur Buße erhalten würden]
    Ende 13. Jh. BrokmerR. 108 Textarchiv: BrokmerR. 108
  • huamsa sin fot stedes driupt fiowr merc [wenn jemandem der Fuß immer schlaff herabhängt: vier Mark]
    Mitte 15. Jh. EmsigerR. 182 Textarchiv: EmsigerR. 182
  • wann de voet druͤpet, dat is, wan he sinen voet hoeger up boeret, mit den treden, der wondinge halven, dan he vorhen plach und de voet is nicht lam und hincket dair ock nicht mede, so ist 48 schilling [Buße]
    um 1518 OstfriesLR.(Wicht) 768 Faksimile

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    triefenstv. III.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +4 Parallelbelege

    triefen stv. III. BMZ triefen, tropfen: guttare, manare, stillare Dfg. 271 c . 345 c . 552 c . swenne diu tächir triefen…

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Triefen

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Triefen , verb. reg. et irreg. im letztern Falle, ich triefe, du triefst, (Oberd. treufst,) er trieft, (Oberd. treuft); …

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    triefen

    Goethe-Wörterbuch

    triefen [bisher nicht publizierter Wortartikel]

  4. modern
    Dialekt
    triefen

    Bayerisches Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    triefen Band 4, Spalte 4,487

  5. Sprichwörter
    Triefen

    Wander (Sprichwörter)

    Triefen 1. So lang es treufft, verseycht es nit. – Murner, Nb., 22. 2. Er treufft wie ein braten. – Herberger, Hertzpost…

  6. Spezial
    triefen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    trie|fen vb.intr. 1 goté (gota), rogore (-or, rogorü) 2 (von den Augen) laghermé (-mëia).

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit triefen

23 Bildungen · 2 Erstglied · 16 Zweitglied · 5 Ableitungen

triefen‑ als Erstglied (2 von 2)

Triefenbach

PfWB

triefen·bach

Triefen-bach f. : ' am Triefenberg entspringender, durch LA-Edk u. LA-Gommh fließender Bach '. Frieher ... isch unser brav Triefebächel ganz…

triefende

KöblerMhd

trief·ende

triefende , (Part. Präs.=)Adj. nhd. „triefend“, undicht Vw.: s. heil-, hin-, honec- Q.: Will (1060-1065) (FB triefende), Narr, NibA (nach 12…

triefen als Zweitglied (16 von 16)

heiltriefen

KöblerMhd

*heiltriefen , V. nhd. „Heil triefen“ E.: s. heil, triefen W.: nhd. DW-

honectriefen

KöblerMhd

*honectriefen , st. V. nhd. „honigtriefen“ E.: s. honec, triefen W.: nhd. DW-

abe triefen

MWB

abe triefen stV. ‘herabtropfen’ nu mag ein man wol nemen war, / wi uzer hude slufet / der sweiz unde abe drufet Elis 10396 MWB 1 71,59; Bear…

abetriefen

KöblerMhd

abe·triefen

abetriefen , st. V. nhd. „abtriefen“, herabtropfen Q.: Elis (um 1300), Myns E.: s. abe, triefen (1) W.: nhd. (ält.) abtriefen, st. V., in Tr…

abtriefen

DWB

abt·riefen

abtriefen , destillare, nnl. afdruipen: der regen trieft vom dache, das fett vom braten ab; balsam ist vom baume abgetroffen; da hat die erd…

Augentriefen

Adelung

augen·triefen

Das Augentriefen , des -s, plur. car. S. Adelung Augenfluß . Daher augentriefig, adj. et adv. triefende Augen habend.

austriefen

DWB

aust·riefen

austriefen , destillare, nnl. uitdruipen: an einer ritze des fasses trof wein aus, den wir gierig sammelten; es war doch allzu wenig ausgetr…

betriefen

DWB

bet·riefen

betriefen , was beträufen: es gibt so viel schmalz, dasz man einen braten dabei betriefen kann. Lehmann 20 ; und wenn sie trinkt, fahr ich i…

durchtriefen

DWB

durch·triefen

durchtriefen , tropfenweis durchdringen, wie durchtröpfeln, durchtropfen Rädlein 208 b , niederl. doordruipen. die durchtriefenden decher an…

ertriefen

DWB

ert·riefen

ertriefen , stillare, destillare, abtröpfeln: man wäschet das fäszlein sauber aus, lässets ein wenig ertriefen. Tabern. s. 14 ; die sporen e…

hertriefen

DWB

hert·riefen

hertriefen , verb. : das im sein kutt ward nasz und schwer, das sie im troff wie ein mülrad her. Fischart dichtungen 1, 180, 1872 Kurz.

hintriefen

KöblerMhd

hint·riefen

hintriefen , V. nhd. „hintriefen“ Q.: Seuse (1330-1360) (FB hin triefen) E.: s. hin, triefen W.: nhd. DW-

nidertriefen

KöblerMhd

nider·triefen

nidertriefen , st. V. nhd. „niedertriefen“, herabströmen, strömen Q.: Seuse (FB nider triefen), KvWSchwanr (1257/1258) E.: ahd. nidartriofan…

zuotriefen

KöblerMhd

zuo·triefen

zuotriefen , st. V. nhd. „zutriefen“, herabtropfen, herabrieseln, herabströmen von Q.: ErzIII (1233-1267) (FB *zuo triefen) E.: s. zuo, trie…

ūztriefen

KöblerMhd

ūztriefen , st. V. nhd. austriefen ÜG.: lat. exstillare Gl Q.: LvReg (1237-1252) (FB ūz triefen), GestRom, Gl E.: s. ūz, triefen W.: nhd. au…

Ableitungen von triefen (5 von 5)

betriefen

DWB

betriefen , was beträufen: es gibt so viel schmalz, dasz man einen braten dabei betriefen kann. Lehmann 20 ; und wenn sie trinkt, fahr ich i…

enttriefen

DWB

enttriefen , destillare, herabtriefen: schweisz enttrieft der stirne.

ertriefen

DWB

ertriefen , stillare, destillare, abtröpfeln: man wäschet das fäszlein sauber aus, lässets ein wenig ertriefen. Tabern. s. 14 ; die sporen e…

vertriefen

DWB

vertriefen , v. , seit dem 16. jahrh. belegt, in den frühnhd. wb. selten ( Faber thesaurus 316 a ), nicht bei Adelung; Campe 5, 391 . auch m…

zertriefen

DWB

zertriefen , verb. , zerträufeln, in tropfen zerflieszen: Stieler 2328 ; die erde ist bewegit unde di himel czuotroffen vor dem antlicze got…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „triefen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 14. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/triefen/drw
MLA
Cotta, Marcel. „triefen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/triefen/drw. Abgerufen 14. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „triefen". lautwandel.de. Zugegriffen 14. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/triefen/drw.
BibTeX
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