Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch
Trauf
Trauf, m., n., Traufe, f.
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ðer ne gæbyreð an ðam landæ an folcæs folcryht to lefænnæ rumæs butan twigen fyt to yfæs drypænach 868 Birch,CartSax. II 134
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stillicidium, troͮf12. Jh. SummHeinrici II 487
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ein iklich man, der hus unde hof hat, der hat gewalt unde vride also verre, alse sine troufe velletum 1300 FreibergStR. I § 34 Textarchiv: FreibergStR. I
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stillicidium, quod droiff vulgariter nuncupatur1304 FrankfUB.(Lau) I 427
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wy verre dy troufe von recht sulle valle1357/87 MeißenRB.(Oppitz) II 2
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daz an dem kauff zwischen unss mit red nämlich herchomen ist umb daz traef, daz ab seinem stadel hinder meinem haus in meinem hof da vellet, daz dasselb traef nu fürbaz ewickleichen ab dem selben seinen stadel also vallen soll ungeirret und ungehindert von mir und meinen erben1394 MBoica XIX 66 Faksimile
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einer habe gebuwet und den trauff in einen hoff odir garthen geleidet, da doch von alder kein trauff nit gestanden had, und ist die hoffestad, da der buwe uffe stet, und die hoffestad, da der trauff in fellit, ein gud gewest ... [darum] müsse er daz liden1398 Erler,Ingelh. I 61
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wer gegen der gasse wil bawen ... sol die nicht ferner vberziehen denn eines mawerschuslang vnd die trauffe sol furbaß nicht forder fallen denn eines halben schuches lang1408 (ed. 1574) Ekhardi,MagdebR. II 9, 3 Volltext (und Faksimile)
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sollen ouch der ... W. vnd sin erben ewiclich den traüff desselben huses vff sich enphaen1431 SpeyerKoB. 150b
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sin liecht in dem steinen huse nicht verbuwen oder verlegen, und die trauff sal fri sin1440 MiltenbergTrR. 44
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vnd geben yn auch soliche recht wissentlich inkraft des briefs, das das wasser vnd träff ab dem vorgenanten irem haws ... ewiclich in ... vnsers gotzhaws garten gen [söllen]1448 MBoica XVIII 453 Faksimile
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so sal H.G. ... dy rynne, dy durch das hawß geet, fertig halden und vorgunnen, das [des] A. trofe und wasser in dem hofe dardurch seynen awßgang gehaben moge1477 FreibergGB. 406 Faksimile
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er sal ... keine rinnen ader traufen kegen P. und seiner behausunge nicht haben, weisen, leiten oder bauen1498 KahlaUB. 166 Faksimile
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so vndersteht aber der beklagt seinen trauff inn meinen hofe zuwenden vnd fallen zulassenMainzUGO. 1534 Bl. 27v Volltext (und Faksimile)
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so einer in sonderheit will bauwen bey eins andern zimmer, soll er lassen zehen schuch weit, das der trauff da zwischen frey sey1536 Gobler,GerProz. 76r Volltext (und Faksimile)
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da jemant den trauff von seinem dach in seines nachbarn hof oder garten fallen hett vnd denselben vnangefochten vber dreyssig jar lang hett hergebracht ... sol er ... solchen trauff abzuschaffen ... nicht schuldig seynFrankfRef. 1578 VIII 7 § 7 Volltext (und Faksimile)
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so auff einer ... von den beyden anstossenden haͤussern das regenwasser oder trauff zuempfahen ligen, vnd sichs begibt, dz einer der nachbawrn die maur hoͤher bawen vnd aufffuͤhren will, so ist der ander den canal zu empfahung deß trauffs, so von seinem bauwe fellt, auff sich zurucken schuldig1599 LothrLbr. XIV 20 Volltext (und Faksimile)
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ihme [ist] durch den gerichts-frohn ... die hausthür ausgehoben u. unter die trauffe gelehnet worden1697 NMittThürSächs. 14 (1878) 86
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da jemand den trauff von seinem tach in seines nachbaren hof oder hof-reiti ... ohnangefochten uͤber dreyssig jahr lang haͤtte hergebracht1728 Leu,EidgR. II 577 Faksimile
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unter diese klasse gehoͤrt die zaun- und pfahlgerichtsbarkeit, die mit thuͤre und angel beschlossene vogtey, gerichte, so weit die befriedung und traufe gehet1785 Fischer,KamPolR. II 137 Faksimile
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in einigen gegenden führet auch die dachrinne, welche dies wasser auffänget und ausgießet, den nahmen der traufe1801 Adelung² IV 654 Faksimile
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wanne aber der, des die treuffe ist, furgibt, das die hoffstat, als vere die treuffe [Bed. I] valle, sein seyEnde 14. Jh. BambStR.(Parigger) § 197, 2
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deßglychen ist in der dienstbarkeit des trauffs: wiewol das doch alwegennit tropfft, doch vß natürlicher vrsach, wann das doch das wasser vonn dem hymel empfacht, so tropfft es, darumb so würt es ewig geschaͤtzt1436 (ed. 1516) Klagsp.(Brant) 58r Faksimile
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[als] in unsern staͤdten, die gemeine offene maͤrckt, plaͤtz ... wandelgassen, mit den haͤusern gebauen ... und etwan eins fuͤr das ander dem gemeinen nutz, trauff, offenen wandel und wolstand, in allweg zu beschwerden, uͤberbauen seyn1655 Reyscher,Ges. XIII 172 Faksimile
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trauf, liecht und fensteren oder anderen denen nachbaren zur dienstbarkeit gereichenden gerechtbarkeiten1713 TrierLR. 764 Faksimile