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thraene

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Wander
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Eintrag · Wander (Sprichwörter)

Thräne

Bd. 4, Sp. 1164
Thräne 1. Das sind verlorene Thränen, wenn ein Herr will, und ein Knecht weint. 2. Die heftigsten Thränen trocknen wieder. Böhm.: Slza vysychá. (Čelakovsky, 195.) Engl.: Nothing dries sooner than teurs. (Bohn II, 136.) It.: Niente piu tosto se secca che lagrime. 3. Die mit Thränen säen, werden mit Freuden ernten, sagte der Pastor, da er seine reiche Schwiegermutter begrub. 4. Die Thräne glänzt wol, aber sie trübt das Auge. (Böhmen.) 5. Die Thränen der Buhlerin sind immer bereit. 6. Die Thränen der Frommen fallen nicht zur Erde. Böhm.: Slza na pobožného ná k zemi kane, ale do vĕčnosti vane. (Čelakovsky, 9.) Krain.: Solza pobožnimu ne pada na tla, v' véčnost pihti. (Čelakovsky, 9.) 7. Die Thränen, die ein Sohn seiner Mutter auspresst, kann auch der Sohn nur trocknen. Frz.: Un fils qui vait verser des larmes à sa mère, peut seul les essuyer. (Cahier, 2284.) 8. Die Thränen im Kindelbett sind gülden vor den andern. – Petri, II, 146. 9. Die Thränen sind umsonst, die man vor dem Richter weint. It.: Perde la lacrime, chi piange avant il giudice. (Pazzaglia, 288.) 10. Die Thränen sind ziemlich trocken, welche reicher Leute Kinder auf das Grab der Aeltern weinen. 11. Eine schöne Thräne findet leicht ein Tuch, das sie trocknet. 12. Eine Thräne macht das ganze Gesicht trübe. – Sprichwörtergarten, 410. Ein einziger unangenehmer Vorfall kann die heiterste Gemüthsstimmung trüben. 13. Es kommen nicht alle Thränen aus dem Herzen. Die Russen: Es wird seltener mit dem Herzen geweint als mit den Augen. (Altmann VI, 420.) 14. Es sind schlimme Thränen, die niemand trocknen kann. 15. Gegen Thränen hilft kein Saitenspiel. Lat.: Non facit ad lacrymas barbitos ulla meas. (Ovid.) (Binder II, 2170.) 16. Hitzige thränen trocknen bald. – Lehmann, 754, 5; Simrock, 10281; Braun, I, 4498. Man vergisst des Leides in kurzer Zeit. n.: Hidsig graad tørres snart. – Hylen og tuden varer ei længe. (Prov. dan., 251.) Engl.: Nothing dries sooner than tears. Holl.: Daar is niets, dat eerder opdroogt dan een traan. (Harrebomée, II, 342a.) Lat.: Lacrima nihil citius arescit. (Cicero.) (Binder II, 1618; Frob., 408 u. 475; Philippi, I, 219; II, 24.) Schwed.: Skräne gråt warar intet länge. (Grubb, 727.) 17. Ist die Thräne auch noch so hell, sie trübt das Auge. Böhm.: Slza svžtlá, ale oči kali. (Čelakovsky, 180.) 18. Je mehr Thränen, je leichter der Schmerz. Böhm.: Plač ku bohu, a slzy voda. (Čelakovsky, 181.) n.: At græde er en trøst. – Man klager det for sine øyne. – Tager sine øyne i en klad. (Prov. dan., 251.) Lat.: Est quaedam flere voluptas. 19. Je mehr Thränen, je schöner die Predigt. It.: Il pianto del popolo, è ii pane girico del parroco. (Cahier, 3054.) 20. Man muss nicht allen Thränen trauen. Holl.: Op eens fellen menschen tranen zal zich niemand betrouwen. (Harrebomée, II, 342b.) 21. Mit Thränen beweint die arme Welt ihr verlorenes Geld. Lat.: Ploratur lachrymis amissa pecunia vetis. (Chaos, 466.) 22. Mit Thränen kann man (Liebende) leicht versöhnen. Lat.: Ab amante lacrimis redimimus iracundiam. 23. Thränen bringen niemand aus dem Grabe zurück. – Simrock, 10282. Lat.: Nullus homo lacrymis unquam vocabatur ab umsis. (Eiselein, 595.) 24. Thränen machen das Herz leicht. Holl.: Tranen met maten ook somtijds baten. (Harrebomée, II, 342b.) 25. Thränen rühren mehr als Worte. Lat.: Interdum lachrymae pondera vocis habent. (Ovid.) (Philippi, I, 205.) 26. Thränen sind der Braut Perlen. Die Russen: Thränen verschönern das Antlitz der Braut an ihrem Hochzeitstage. (Altmann VI, 465.) 27. Thränen sind der Weiber Waffe. Böhm.: Pláč ženský meč, mrzký muži pláč. (Čelakovsky, 184.) 28. Thränen sind der Wittwen Wortsprechen vnd Morgensupp. – Petri, II, 545. 29. Thränen sind des Leidenden Balsam. – Simrock, 10280. Auch in den Thränen liegt Trost. In Aegypten sagt man, um die den Thränen inwohnende schmerzlindernde Kraft zu schildern: Die Rippen wären angebrannt, wenn die Thränen nicht wären. (Burckhardt, 586.) Böhm.: Ač jsi mi zmařil plesy, nemůžeš mi odníti pláče. (Čelakovsky, 195.) n.: Graad formindsker sorgen. (Prov. dan., 250.) 30. Thränen sind des Teufels Blasebälger. Lat.: Paratae lachrymae insidias, non fletum indicant. (Philippi, II, 81.) 31. Thränen sind scharfe Wasser, aber sie waschen keine Thorheit ab. 32. Thränen thun's nicht. 33. Thränen über fremden Kummer trocknen leicht. – Altmann VI, 500. 34. Thränen und unbekannten Wassern muss man nicht trauen. Holl.: Tranen rijn bedriejelijk. (Harrebomée, II, 342b.) 35. Thränen wecken keinen Todten auf. Holl.: De tranen baten den doode niet. (Harrebomée, II, 342a.) 36. Thränen zerfressen den Stahl. (Wend.-Lausitz.) 37. Unter Thränen gewonnen, unter Thränen zerronnen. Unrechtes Gut. 38. Wenn man mit Thränen essen muss, so hat man keinen Genuss. n.: Den mad vorder ilde siunken som grædelig uedes. (Prov. dan., 11.) 39. Wer die Thränen der Unglücklichen trocknet, macht die schönste Wallfahrt. Die Chinesen sagen: Es ist besser, die Thränen eines Bauern zu trocknen, als tausend Lächeln eines Ministers zu erhalten. (Cahier, 2102.) 40. Wer hie mit Thränen säet, wird dort mit frewden erndten. – Henisch, 926, 59; Ps. 125, 5. Die Russen: Leid hat oft geackert, wo Freude erntet. (Altmann VI, 486.) Frz.: Qui sème en pleurs recueille en heur. (Leroux, I, 58.) Holl.: Die met tranen zaaijen, zullen met gejuich maijen. (Harrebomée, II, 342a.) It.: Chi semina in pianto raccoglie con allegrezza. (Pazzaglia, 6.) Lat.: Qui seminant lacrymis, in exultatione metent. (Schulze, 40.) 41. Bittere Thränen vergiessen. »O was für heisse, bittere Thränen hab' ich manchmal nicht vergossen.« (Keller, 147b.) 42. Bittere Thränen weinen. Der vornehmste Bestandtheil einer Thräne ist Wasser. Dieses Wasser enthält bei Auflössung neben einer Substanz, die man Mucus nennt, einen kleinen Theil Salz, Natron, phosphorsauren Kalk und phosphorsauren Natron. Salz und Natron sind es, welche den Thränen jenen eigenthümlichen Geschmack geben, der ihnen bei den griechischen Dichtern das Epitheta »Salz«, bei den unserigen die Bezeichnung »Bitter« verschafft hat. »Salz« ist indess der richtigere Ausdruck der beiden Bezeichnungen; denn wenn eine Thräne trocknet, verdunstet das Wasser und hinterlässt eine Ablagerung salziger Bestandtheile. (Vgl. Naturgeschichte der Thränen in Ausland, Augsburg 1868, Nr. 12, S. 280.) 43. Eine Thräne schlug die andere. (Rottenburg.) 44. Einem die Thränen trocknen. Holl.: Iemands tranen droogen. (Harrebomée, II, 342a.) 45. Er könnte seine Thränen (für bessere Dinge) aufheben. Holl.: Uwe tranen zullen og wel beter te pas komen. (Harrebomée, II, 342b.) 46. Er weinet blutige treher. – Tappius, 90a. Lat.: Sanguine fiere. (Erasm., 547; Suringar, CXCIX; Tappius, 90a.) 47. Er weint heisse Thränen. Holl.: Hij schreit tranen met luiten. Lat.: Ne lachrimae quidem ex ejus oculis una. (Bovill, I, 63.) 48. Er weint Thränen in den Bach Kidron, um Fische darin zu fangen. – Bresl. Zeitung, 1864, 15. Spielt den Traurigen, um seinen Vortheil dabei zu finden. 49. Er weint Thränen wie Hittenküötteln. (Arnsberg.) 50. Er weint Thränen wie Holzschuhe. (Westf.) 51. Er weint Thränen wie Pflückerbsen. 52. Magarensische Thränen. – Berckenmeyer, 405. Ohne wirkliche Betrübniss vergossene, falsche, heuchlerische. 53. Thränen Petri. – Eiselein, 470. So wird der Seewein oder der Wein vom Bodensee im Gegensatz zu dem Lacrymä Christi genannt. Nach Auerbach wird derselbe in drei Klassen abgetheilt, wovon der erste und beste heisst Sauerampfer, etwas besser als Essig schmeckt, und das Maul nur ums Merke verzieht. Der zweite ist Dreimännerwein (s.d.), schon rüster und saurer als Essig und heisst so, weil es dabei noth wäre, dass zwei Männer denjenigen, so ihn trinkt, fest hielten und ein dritter ihm die Brühe eingösse. Die dritte Gattung ist der Rachenputzer (s.d.), hat die gute Eigenschaft, dass er den Schleim und alles abführt u.s.w. (Eiselein, 407.) [Zusätze und Ergänzungen] 54. Besser Thränen als gähnen. – Neue Freie Presse, 5574. 55. Die Thränen der Bedrängten sind gefährlicher als eine Sintflut. – Harssdörffer, 1493. 56. Die Thränen, der Schlaf, die Hoffnung die drei, die lindern den Kummer, wie drückend er sei. 57. Die Thränen der Unterdrückten sind die Denkzettel Gottes. – Harssdörffer, 1466. 58. Die Thränen der Weiber sind Augenwasser, sagte der alte Weise. – Altmann VI, 452. 59. Es sind schlimme Thränen, denen Gottes Wort und gutes Gewissen nicht nah sind. 60. Fremde Thränen können eigene ersparen. Wenn man nämlich, von fremder Noth belehrt, die Quelle der eigenen verstopft. Lat.: Alienis lacrymis cautior. (Sailer, Sprüche, 141, 142.) 61. Thränen im Alter sind Bächlein, die aus Hungerquellen fliessen. – Horn, Spinnstube, 1857, S. 212. 62. Die Thränen des heiligen Laurentius. Unter diesem Namen ist jener Sternschnuppenschwarm bekannt, welcher um den 10. August jedes Jahres aus dem Sternbild des Perseus herabzufallen scheint und in gewissen Perioden wiederkehrt. (Karlsbader Anzeiger, 1876, Nr. 21.)
9091 Zeichen · 327 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    1. Thräne

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    1. * Die Thräne , plur. die -n, ein nur im Niederdeutschen übliches Wort, die ungefähr zwey Zoll langen Locken an den Ei…

  2. Sprichwörter
    Thräne

    Wander (Sprichwörter)

    Thräne 1. Das sind verlorene Thränen, wenn ein Herr will, und ein Knecht weint. 2. Die heftigsten Thränen trocknen wiede…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit thraene

261 Bildungen · 204 Erstglied · 57 Zweitglied · 0 Ableitungen

thraene‑ als Erstglied (30 von 204)

thränenangesicht

DWB

thraenen·angesicht

thränenangesicht , n. thränendes, bethräntes angesicht: dasz unser seele lache, und unser thränen-angesicht sich wieder frölich mache. S. Da…

thränenartig

DWB

thraenen·artig

thränenartig , adj. mir armen nordländer kam etwas thränenartiges in die augen. Göthe 28, 75 .

thränenauge

DWB

thraenen·auge

thränenauge , n. auge voll thränen, thränendes auge: was gilt uns die sonne? um thränenaugen ist's doch ew'ge nacht. Körner 152 a .

thränenbach

DWB

thraenen·bach

thränenbach , m. , schles. f., gleichsam ein bach flieszender thränen, s. DWB bach 2 u. vgl. DWB thränenflusz , -flut, -strom: einer klagte …

thränenbad

DWB

thraenen·bad

thränenbad , n. gleichsam ein bad von thränen ( s. sich in thränen baden II, 1, e ): fliesz ab, .. du thränenbad. Spee trutzn. 61 B.; bis ei…

thränenbalsam

DWB

thraenen·balsam

thränenbalsam , m. thränen als balsam: kommt und salbt die edle leiche ... mit thränen-balsam ein! Günther 1080 .

thränenbecher

DWB

thraenen·becher

thränenbecher , m. mit thränen gefüllter becher, vgl. thränen-, DWB leidenskelch : die böse rott hat mir den thränenbecher übervoll gemessen…

thränenbein

DWB

thraenen·bein

thränenbein , n. : auswendig in der augenhöhle schlieszt sich an die dünne platte des riechbeins das kleine thränenbein an, durch dessen rin…

thränenbenetzt

DWB

thränenbenetzt , part. , vgl. DWB thränbenetzt , DWB thränengenetzt : das thränen-benetzte gras. Geszner 1, 118 ; ( seufzend ) hub sie sich …

thränenberg

DWB

thraenen·berg

thränenberg , m. berg der thränen, so nennt Schubart den Hohenasperg, auf dem er gefangen sasz. ged. (1839) 2, 85 f.

thränenbeströmt

DWB

thränenbeströmt , part. : sie flehet mit thränenbeströmtem gesicht. Tiedge werke 5, 100 .

thränenbetröpfelt

DWB

thränenbetröpfelt , partic. : o wie wird der vater mit tränenbetröpfelten schritten seines alters trost verzweifelnd suchen und finden in ei…

thränenbeutel

DWB

thraenen·beutel

thränenbeutel , m. was thränensack: hu! wie werden die thränenbeutel ausgepumpt werden ( wie wird da geweint werden ). Auerbach ges. schrift…

thränenbilder

DWB

thraenen·bilder

thränenbilder , m. bilder, erzeuger von thränen: thränenbilder, sei gepriesen für die thränen, die so süsz von den wangen niederflieszen, wi…

thränenblatt

DWB

thraenen·blatt

thränenblatt , n. unter thränen beschriebenes blatt: an dem tage, wo uns dieses thränenblatt vorgelesen wird. J. Paul Hesp. 3, 249 .

thränenblick

DWB

thraenen·blick

thränenblick , m. blick aus thränenden augen, thränenvoller blick: und nun schickte ich noch einen thränenblick dem edlen Russen über die se…

thränenblind

DWB

thraenen·blind

thränenblind , adj. von thränen blind: thränenblinder augen höhlung. Immermann schriften 4, 355 .

thränenblinkend

DWB

thränenblinkend , part. von thränen blinkend: du, das strebende ziel nächtlicher wachen und thränenblinkender stunden, wie flammt dir einzig…

thränenblut

DWB

thraenen·blut

thränenblut , n. blutige thränen, s. DWB thräne II, 2, c : ( wo ich ) von thränenblut und schweisz durchnagte ketten mit beben küszte. Herde…

thränenblutend

DWB

thraenenblut·end

thränenblutend , part. blutige thränen vergieszend: mit trübem und thränenblutendem auge sprach sie. Klopstock bei Campe.

Thränenbringend

Campe

○ Thränenbringend , adj . Thränen bringend, d. h. Schmerz, Kummer , der in Thränen ausbricht, verursachend. — das Waffengeräth zur thränenb…

thränenbronnen

DWB

thraenen·bronnen

thränenbronnen , m. , vgl. thränenquell: jetzt ist es ( das auge ) hohl, und leer an wonnen, ein ausgepumpter thränenbronnen. Lenau 2, 43 ; …

thränenbrot

DWB

thraenen·brot

thränenbrot , n. brot ( kümmerliche nahrung ), das mit thränen gegessen wird, vgl. DWB thränenspeise : du speisest sie mit threnenbrot. ps. …

Thränenbrut

Adelung

thraenen·brut

Die Thränenbrut , plur. car. von 2, Thräne, diejenige Brut in den Bienenstöcken, woraus Thränen werden; richtiger Drohnenbrut.

thränenburg

DWB

thraenen·burg

thränenburg , f. : aus einer thränen-burg wird nun ein freuden-saal. Günther 1092 .

thränencanal

DWB

thraenen·canal

thränencanal , m. ein canal, der zwischen dem thränenbein und dem oberen fortsatz des oberkiefers zur nase läuft. Oken 4, 102 . vgl. DWB thr…

thränendank

DWB

thraenen·dank

thränendank , m. dank durch thränen: nimm meinen tausendfachen thränendank! Schubart schriften (1839) 1, 120 ; so nimm denn hin der künste t…

thränendieb

DWB

thraenen·dieb

thränendieb , m. : mir spielten, wie thränendiebe, nachtwinde ums augenlied. Lenau 1, 182 .

thraene als Zweitglied (30 von 57)

Abschiedsthräne

Campe

abschieds·thraene

Die Abschiedsthräne , Mz. die — n, Thränen, die beim Abschiede, bei der Trennung zwischen geliebten Personen geweint werden.

augenthräne

DWB

augen·thraene

augenthräne , f. lacrima : ir würdet die bette und lustige lager mit augenthrenen waschen. Luther 1, 21 a .

Büßerthräne

Campe

buesser·thraene

○ Die Büßerthräne , Mz. die — n, die Thräne, die reuige Betrübniß eines Büßenden. Daß ich mich rein vom Blut durch Büßerthränen wasche. Alxi…

Būßthräne

Adelung

buss·thraene

Die Būßthräne , noch mehr aber im Plural die Bußthränen, Thränen eines bußfertigen Gemüthes.

buszthräne

DWB

buszthräne , f. lacrima quam poenitentia peccatorum elicit: die einzigen sogenannten buszthränen machen mir zu schaffen, aber ich sorge sehr…

freudenthräne

DWB

freude·n·thraene

freudenthräne , f. lacrima gaudio effusa: so sprang sie auf, flog hin, sie weinte laute freudethränen, sie schlang die schneebeschämenden ar…

frühlingsthräne

DWB

fruehlings·thraene

frühlingsthräne , f. die thräne, zu der ein vom frühlinge oder wie vom frühlinge selig gestimmtes gemüt bewegt wird: zwei gute seelen im blü…

herzensthräne

DWB

herzen·s·thraene

herzensthräne , f. : sah ich dich nicht mit heiszen herzensthränen als knabe schon nach mir dich eifrig sehnen? Göthe 1, 4 ; von wolken stre…

heuchelthräne

DWB

heuchelthräne , f. falsche, verstellte thräne. Gotter 2, 331 .

himmelsthräne

DWB

himmels·thraene

himmelsthräne , f. der regen: zwar rausch ich ( Elbstrom ) durch blühende lande: noch kehrte mir keine der wellen zurück, und einst verrinn …

Hirschthräne

Adelung

hirsch·thraene

Die Hirschthräne , plur. die -n, ein Nahme des Eiterstockes, welcher sich in den Augenhöhlen des Hirsches und Elendthieres erzeuget, mit der…

kinderthräne

DWB

kinder·thraene

kinderthräne , f. wie kinderzähre. J. Paul flegelj. 1, 86 schreibt kindthränen, wie kindkörper ( s. sp. 727).

kummerthräne

DWB

kummer·thraene

kummerthräne , f. thräne aus kummer geweint. Campe, nach einer stelle aus Benzel-Sternau, aber schon weit früher: du kannst die thränen spar…

lachthräne

DWB

lach·thraene

lachthräne , f. thräne die das lachen hervorbringt: wenn den andern die lachthränen die augen füllten, waren die seinigen auch voll, aber ei…

leidthräne

DWB

leid·thraene

leidthräne , f. : ( ein ohr ) aufgethan den zaubertönen, die in leid- und freudenthränen seelen aus dem busen ziehn. Bürger 122 c .

männerthräne

DWB

maenner·thraene

männerthräne , f. thräne von männern geweint: wohl mir, wenn meines sturmes scene dir hoch den busen schwellt, und eine männerthräne auf mei…

marienthräne

DWB

marie·n·thraene

marienthräne , f. lithospermum officinale, perlhirse; und coix lacryma, thränengras; Mariä-thränen lithospermum Frisch 1, 642 c .

marmorthräne

DWB

marmor·thraene

marmorthräne , f. bildlich für ein grabmal, als ausdruck des schmerzes der hinterlassenen: ob ungekannt dein stilles grab, das morgens dir d…

menschenthräne

DWB

menschen·thraene

menschenthräne , f. thräne die der mensch im schmerze weint: wenn auf das gebäude, das wir bauen, auch nur eine menschenthräne fällt, o so h…

mitleidsthräne

DWB

mitleid·s·thraene

mitleidsthräne , f. : und aus dem aug voll himmelszärtlichkeit fällt eine mitleidsthrän auf mich herab. Herder zur litt. 4, 85 ; meine mitle…