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stupfen

ahd. bis Dial. · 9 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
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11 in 9 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

stupfen schw.

Bd. 6, Sp. 777
stupfen, stüpfen schw.: 1.a. 'stoßen, jemanden (mehrmals) leicht mit Hand, Ellenbogen, Hörnern anstoßen', stuppe (šdubə) [verbr. ges. Pf, Bayer Hackm. 69 Bernhard 157 Christmann Kaulb 19, 61 Glass 100 Hussong Kirkel 148 Klein Prov. 180 Kühn Hamet 137 Mang 108 Müller Dietschw 64 Schandein Ged. 250 Lambert Penns 145 Fogel Prov. Penns Nr. 31 Albrecht 123 Don-Schowe Torscha], stoppe (šdobə) [KL-Reichb], stippe (šdibə) [LA-Venn SOPf (Heeger Nachl.)], stupfe (šdubfə) [GH-Neubg]; Part. Perf. g(e)stuppt (gəšdubd, gšdubd) [vereinzelt], gestupft (gəšdubfd) [GH-Neubg], stuupt [Danner Penns 75]; Zs.: ab-, an-, auf-, daran-, darauf-, ver-, herum-, herum-, hinaus-, hinstupfen; vgl. bumpsen 2 a, strupfen 2 f. Stupp mich net! [RO-Obd]. Er hot mich g'stuppt [BZ-Dernb]. Stupp norre noch lang, do kannscht ebbes erläwe [NW-Gimmdg]. Ma stoßt un stuppt sich, / verschlaht un knuppt sich [Kraus Pat 8]. Wenn zwää sich stuppeⁿ, solang bis ... [Siebenlist 44]. Unne stuppe hilft do nix [Ney 180]. RA.: jemand st. 'jemandem einen Anstoß geben, jemanden an etwas erinnern' [Bergz (Kamm 64) GH-Schwegh]. Den muß mer allegebott st. 'Er vergißt schnell' [GH-Schwegh]. Aagebore wie'm Kalb 's St. 'Das ist ihm angeboren' [Fogel Prov. Penns Nr. 31]. — b. 'heimtückisch stoßen, anrempeln' [RO-Gundw Spey]. — c. 'schlagen, verhauen' [FR-Ebertsh Spey]; Syn. verhauen 1. — d. 'in eine bestimmte Richtung stoßen'. Stiefkinner werre aus ääm Eckelche ins annere g'stuppt [KU-A'glan]. Ma werd noch diefer in sei Pein gestuppt [Kraus Naube 33]. Ich stubb die Dejwelsgej off s'Trottwa [Kraus Pat 43]. Stubb nit mei Hand redour! [Kraus Putscheblum 46]. — e. 'beim Klickerschuß mit der Hand zu nahe an die Setzklicker herankommen, mit dem Finger statt mit dem Schießklicker stoßen' [KU-Sand KL-Mehlb]; vgl. stupfeln 1 b; Syn. s. schnellern 2 a. — 2.a. 'stechen'; Brot werd gestuppt 'mit spitzem Holz in den Brot- oder Kuchenteig stechen, damit er beim Backen keine Blasen wirft' [RO-Als LU-Friesh Opp]; vgl. stupfeln 2. — b. 'beim Tabakeinnähen die Nadel verkehrt, d. h. die Spitze von sich gewendet, halten'. Der stuppt wirrer [LU-Neuhf]. — 3. übertr. a. 'provozieren, reizen, aufstacheln' [SP-W'see Spey GH-Neubg]; Zs.: auf-, verstupfen; Syn. s. nekken. Ää had mich ... mid dänne alde G'schichde g'schdubbd [Braun Lääsebuuch II 229]. Er hot so lang an em g'stippt, bis er'm de Wille geduuⁿ hat [LA-Venn]. RA.: Der Tropp kann nit annerscht, er muß iwweraal rihre un st. 'Er ist ein Aufrührer' [PS-Erfw]. Den hot der Deiwel g'stuppt 'Er folgt bösen Eingebungen' [BZ-Dernb]. »Gar nicht selten ist es, daß der Teufel eine(n) g'stupft oder geritte(n) hot etwas zu tun, was er später sehr zu bereuen hatte« [Ph. Gimmel in: Der Wasgau-Bote 13/1934]. — b. 'zurechtweisen, tadeln' [RO-Messbhf]. Se dun 's bestännich duppe un stuppe 'Sie tadeln es, das Kind, andauernd' [KL-Hirschhn]. — c. 'schwänzen, blaumachen' [IB-Ommh Hussong Kirkel 148]; vgl. schwänzen 3; die Schul mol st. [Kraus Allseiläbdah 57]. Heid hänn isch emoo geschdubbd [Hussong Kirkel 148]. Wennde beiij demmsäll nurre ääni Schichd st. dusch, krische schunn die Fläbbe 'Kündigungspapiere' [IB-Ensh (Glass 55)]. — d. 'eifrig lernen' [mancherorts ges. Pf, Höh 135]; vorwiegend gebraucht von ehemaligen Soldaten [Höh 135]; Syn. s. lernen 1, ochsen. — Mhd. stüpfen, stupfen 'stechend stoßen, stacheln, antreiben' ( Lexer II 1274). — Rhein. VIII 946/47, Lothr. 510 stuppen; Els. II 609; Kluge-Seebold22 711.
3503 Zeichen · 98 Sätze

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Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 8.–11. Jh.
    Althochdeutsch
    stupfensw. V. (1a)

    Köbler Ahd. Wörterbuch

    stupfen , sw. V. (1a) nhd. stoßen, stupfen, stechen, antreiben, blinzeln ne. push (V.), incite ÜG.: lat. pungere Gl Vw.:…

  2. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    stupfenstn.

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +2 Parallelbelege

    stupfen stn. al ir stupfen ( stechen mit dem fûstmeʒʒer) was verlorn Ring 53 c , 20.

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Stupfen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    * Stupfen , verb. regul. act. welches aber im Hochdeutschen unbekannt, und nur im Oberdeutschen gangbar ist, mit einer s…

  4. modern
    Dialekt
    stupfen

    Elsässisches Wb. · +2 Parallelbelege

    stupfe n , stopfe n [tùpfə S. O. U.; topfə Su. Dü. M. ; typfə Lutterb. ; typə W. ] 1. stossen, absichtlich mit der H…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit stupfen

13 Bildungen · 4 Erstglied · 5 Zweitglied · 4 Ableitungen

stupfen‑ als Erstglied (4 von 4)

stupfenhalm

Lexer

stupfen·halm

stupfen-halm stm. s. v. a. stupfelhalm Parz. 379,16 ( var. stüpfel-, stophel-, stopel-, stopfenhalm).

Stupfenknopf

PfWB

stupfen·knopf

Stupfen-knopf m. : 'ausgeschöpfter Kartoffelkloß', Stuppeknopp [ RO-Münchw ]; vgl. Flutten ; Syn. s. Grundbirnenknopf 1. —

Stupfenkrug

PfWB

stupfen·krug

Stupfen-krug m. : eine Art Krug, vielleicht mit Stupfen (Einbauchungen)?. a. 1571: item 2 kleyner stupen krug seindt zinnen [ZweibrKellR].

stupfen als Zweitglied (5 von 5)

a(n)stupfen

Idiotikon

a(n)stupfen Band 11, Spalte 1186 a(n)stupfen 11,1186

b(e)stupfen

Idiotikon

b(e)stupfen Band 11, Spalte 1187 b(e)stupfen 11,1187

untarstupfen

KöblerAhd

untarstupfen , sw. V. (1a) nhd. untergliedern, unterteilen, durch Punkte unterteilen ne. subdivide ÜG.: lat. terminum communem sumere N Q.: …

Ableitungen von stupfen (4 von 4)

bestupfen

DWB

bestupfen , configere. Maaler 64 b . s. stupfen .

gestupfen

MWB

gestupfen swV. → gestuppen MWB 2 608,49;

verstupfen

PfWB

ver-stupfen , ver-stüpfen schw. : 1. 'zerstoßen, zerstampfen', vgl. verstampfen . Do es alles veʳknuppt un veʳstuppt, von Beschädigungen an …

Zerstupfen

Campe

Х Zerstupfen , v. trs . durch Stupfen zerstoßen, wie auch, unbrauchbar machen, verderben. D. Zerstupfen .

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „stupfen". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 15. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/stupfen/pfwb?formid=S12310
MLA
Cotta, Marcel. „stupfen". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/stupfen/pfwb?formid=S12310. Abgerufen 15. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „stupfen". lautwandel.de. Zugegriffen 15. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/stupfen/pfwb?formid=S12310.
BibTeX
@misc{lautwandel_stupfen_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„stupfen"},
  year         = {2026},
  howpublished = {lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern},
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  urldate      = {2026-05-15},
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