Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
Schrank m.
Schrank m.
Schrank m. ‘durch Türen verschließbares Möbelstück’, ahd. scranc m. (nur in der übertragenen Bedeutung) ‘Betrug, Tücke, Falle’ (9. Jh.), mhd. schranc m. ‘das Schrägsetzen, was einschränkt, Gitter, Einfriedung, Umschließung, Verschränkung, Gestell aus Gitterwerk’, mnd. schrank n. ‘Einfriedung, Schranke, Gitter, durch Gitter abgeschlossener Raum, Nische’, mnl. scranc, scrancke m., nl. schrank ‘Tragebalken, Untersatz, Einfriedung aus Latten, Schranke’ läßt sich wie auch Schranke und schränken (s. d.) zurückführen auf ie. *(s)kreng-, eine nasalierte Gutturalerweiterung der unter schräg (s. d.) genannten Wurzel ie. *(s)ker- ‘drehen, biegen, kreisend bewegen’. Auszugehen ist von einer Bedeutung ‘schräg, kreuzweise Gestelltes, Einfriedung, Gitterwerk’, daher auch mhd. ‘Gestell aus Gitterwerk’ (z. B. in Vorratskammern), woraus sich in Verbindung mit dessen handwerklicher Gestaltung seit frühnhd. Zeit der heutige Sinn entwickelt. Den Mundarten bleibt diese Verwendung weithin fremd, dafür nordostd. Spind, südd. Kasten, bair. Kalter (aus Gehalter ‘Behältnis’), in Thüringen, Hessen und Teilen des Ostfrk. begegnet die r-lose Nebenform Schank.