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schranke

mhd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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22 in 18 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schranke f.

Bd. 15, Sp. 1633
schranke, f. vorrichtung zum schränken, einschränkendes gitterwerk; mhd. schranke als masc. und fem., letzteres im nhd. die herrschende form geworden, so weit nicht überhaupt im plur. die hervorhebung der geschlechtsunterschiede entfällt (vgl. dazu unten 3 und das masc. schranken). das wort steht 11) im sing., zusammenfassend das gesammte schrankenwerk bezeichnend. 1@aa) im eigentlichen sinne, als absperrung des kampfplatzes: ich Erhart Wahraus stuond an der schranken gewaupnet dar an. d. städtechron. 4, 231, 14; des rennplatzes oder eines abschnitts desselben: sie (die pferde in ungeduld vor beginn des wettrennens) hauen oft in die benachbarte schranke hinüber. Göthe 29, 262; des gerichts: du sollst sogleich vor jene schranke treten und rede stehn, auf was man fragen wird. H. v. Kleist Käthchen von Heilbr. 1, 2; wenn hier gesündigt ward, ist er der richter, und ihr sollt zitternd vor der schranke stehn. ebenda. 1@bb) frei und bildlich in mancherlei wendungen der neueren sprache: wir waren uneins und sind eins geworden. des Maines schranke fiel, die hände reichen sich nord und süden jauchzend über ihm. Geibel 8, 20; leben und tod durch schranke geschieden: ruhe, die mit majestät durch die grosze schranke geht. Seume ged. 54; schranke die einer person, einem beginnen gezogen, gesetzt ist: mit dem besitze von Regensburg erweitern sich herzog Bernhards entwürfe, und seinem kühnen muth ist Bayern selbst eine zu enge schranke geworden. Schiller 8, 321; er selbst ist der höchste richter, dessen jurisdiction keine schranke gesetzt ist. Giesebrecht gesch. der d. kaiserzeit 15, 130; wie Heinrich in Baiern fast ohne schranke regierte, so waltete der treffliche Konrad mit freier hand in einem schwäbischen herzogthume. 669; mich hält kein band, mich fesselt keine schranke, frei schwing ich mich durch alle räume fort. Schiller 151, 11 (huldigung der künste 187); lasz dich vom verstande leiten, aber verletze nicht die heilige schranke des gefühls. Ludwig 1, 384; jetzt fiel der thierheit dumpfe schranke. Schiller 6, 270 (künstler 183); die kluge schranke der majestät, die glücklichste erfindung, von königen die menschheit abzuwehren, versteht er nicht. 51, 139 (dom Karlos 2, 13); da brach von beiden seiten die schranke der verstellung. Göthe 9, 330; Pietro wollte weiter reden, doch Melior' und Rosablanke, welche zum gemach eintreten, werden seiner rede schranke. Brentano ges. schriften 3, 439. in die vorstellung des so umschränkten raumes übertretend: ein blitz, ein lichtgedanke entbunden dunkler schranke. Rückert 406. daher in die schranke, aus der schranke treten: schon manche, die mit schande in diese schranke trat, hat nachher die welt durch edle handlungen mit sich ausgesöhnt (Ferdinand zur lady). Schiller 3, 400 (kab. u. liebe 2, 3); ein mann darf alles wagen, überstehn, doch wie gefährlich ist es, wenn ein weib aus seiner schmalen schranke tritt! Platen 213b. 22) schranke im sinne von schrank 6, als behälter, in der älteren sprache (vgl. auch dazu das masc. schranken 1 unten); bildlich, von der jungfrau Maria: o auserwellte schrancke, keusch jungfraunlîche macht, mein lob dir immer dancke. O. v. Wolkenstein 119, 3, 17; in der nebenform schanke (vgl. dazu schrank 6): capsella kist ader schanke Dief. 98c. 33) schranken, als vereinzelnder plural, der vom plural des masc. (vgl. unten) nicht unterschieden werden kann. 3@aa) auch hier im eigentlichen sinne, absperrung eines raumes für kampf, turnier, spiel, rennen, um schau- und andere plätze: auf dem fronhoff, da waren schranken gemacht. d. städtechron. 4, 237, 2; der tag des kampfs und streitz ward gesetzt, schrancken und was darzuo gehört, warden gemacht. Pauli 117 Österley; auff ein bestimpte zeit wurden die schrancken zwischen beyden stetten auf einem grünen platz aufgeschlagen und die sechsz kämpffer darein geführet. Kirchhof wendunm. 14b; man könte diesen streit wol kürzer abschlichten, der könig solte seinen sohn Ufo mit jhres fürsten son inner den schrancken darumb kämpfen lassen. Zinkgref apophth. 1, 439; dritter trompetenstosz, die schranken auf. Fr. Müller 3, 271; der richt dem keyser an zu danck ein gar visirlich guten schwanck, und lisz im auch zu disen sachen am weinmarck starck schrancken auffmachen. H. Sachs 4, 3, 81a; ein muthig pferdt das sich an keinen zaum und keine schrancken kehrt. Opitz 2, 172; wetten .. für einen göttlich schönen rappen, der sich an den schranken gar nicht wollte halten lassen. Heinse Ardingh. 1, 182; Werners Maccabäer und Houwalds bild traten mir, jedes in seiner art, unerfreulich entgegen; sie kamen mir vor wie ritter, welche um ihre vorgänger zu überbieten den dank auszerhalb der schranken suchen. Göthe 32, 176; als gälts ein feuerwerk, das vor bezahlten schranken vîelfarbig auf ins dunkel zischt. Geibel 1, 172; offne schrancken, soluti carceres Maaler 361b; schranken vor dem hause, diathyrum, hölzerne schranken, clathrum, clathrus, fensterschranken, transennae Stieler 1733; schranken um etwas machen oder setzen Adelung; einen platz mit schranken einschlieszen Campe; die schranken um ein denkmahl, grabmahl ebenda; an den beyden seitenwänden zogen sich die vergitterten schranken der nonnen herum. Thümmel 8, 206; geländer einer brücke: dar nâch ist erfunden, daʒ nieman sol kein lînlach noch ander gewant an die schranken ûf der brukken henken bî pêne zweir pfunde und fünf schillinge. Meraner stadtrecht 14 in Haupts zeitschr. 6, 425; besonders auch die schranken eines gehegten gerichts: gerichtsschranken, cancelli Stieler 1733: häscher bewaffneten sich mit spieszen und stangen, umringten das schenkhaus, griffen den unschuldigen verbrecher und führten ihn vor die schranken der rathsstube. Musäus 1, 23; beschwören will ichs vor gerichtes schranken. Schiller M. Stuart 5, 2; als der tag nun war erschienen, wo sie vor den schranken standen .. that er so den richterspruch. Rückert (1882) 4, 81; einen auf die schranken setzen, als angeklagten: ich wil dem kunig nit ser danken, man hat uns all gesetzt auf die schranken, und musten all geben das ros. fastn. sp. 648, 26; schranken errichten, ein gericht einsetzen: ein peinlich langer monat ist vorüber, seitdem die vierzig commissarien in diesem schlosz mich überfallen, schranken errichtet, schnell mit unanständger eile mich unbereitet, ohne anwalts hülfe, vor ein noch nie erhört gericht gestellt. Schiller M. Stuart 1, 2; die vorstellung der umschränkten stätte hervorhebend (vgl. dazu oben 1, b): man sieht die leeren schranken mit dem vorgespannten seile voller erwartung. Göthe 29, 262; besonders in der verbindung in den schranken: wisset jr nicht, das die, so in den schrancken lauffen, die lauffen alle, aber einer erlanget das kleinod. 1 Cor. 9, 24; nun werden die pferde nach gelooseter ordnung in die schranken hinter das seil geführt. Göthe 29, 262; ritter Golo von Sandthal und Carl bei Rhein stehn gegen einander in den schranken mit speer und schwert. Fr. Müller 3, 271; wenn man denn in die schrancken reyt, so gilt es: wer do leyt der leyt! bergreihen 78, 19 neudruck; von der gerichtsstätte: herr der richter, wir wollen euch immer danken, und auch den schöpfen in den schranken. fastn. sp. 707, 30. 3@bb) schranken, von besonderen verhauen, palissadenwerken um burgen und städte (vgl. Schultz f. leben 12, 21 und schrankbaum): durch ir viende gejagt .. bis an unser stat schranken und hinein yn unser stat zwinger. d. städtechr. 5, 131, anmerk. 4; eilten den feinten nach bisz gen Kadolczburg an die schrancken. 2, 223, 15; volget mein herr von Plawen und ich ... untz bisz an die schranck und tor zu Swobach, da dann ettlich der feynt an denselben schrancken erstochen wurden. 492, 5, 6; die schrancken bei der lantwer. 217, 2; ich hân des jehen hœren,daʒ er an iuwer schranken kam alsô mit helden. Gudr. 637, 3; si bedorften schranken noch graben dâ sî wîchen solden in. Bit. u. Dietl. 9186; daher für weichbild einer stadt: der hirte Kardon, als er unsres Hamburgs schranken nun wiedrüm hatt' erreicht. Rist Parn. 538. 3@cc) vielfach frei und bildlich, besonders in die vorstellung des umschränkten raumes fallend: kaum entschlüpft der wunsch des herzens schranken. Bürger 97a; lasz mich ruhn in deiner arme schranken, meine welt in deinen augen sehn! Rückert 230; im bilde für innigste vereinigung: zwei freunde ruhen hier, der eine in gedancken, der ander aber schon warhafftig in der that. zur lehre sterblichen: dasz ihrer liebe schrancken auch noch der blasse tod nicht unterbrochen hat. Hoffmannswaldau auserles. ged. 2, 183; andrerseits deutlich an die schranken des kampf- und wettspielplatzes angelehnt: es (das stück) ist aber nach dieser ersten vorstellung zum zweiten male verboten worden. da trat denn der pensionirte hofschauspieler Lange, der den grafen Borotin gab und die dritte vorstellung zu seiner einnahme geben wollte, in die schranken, und mit seiner rührung als tragischer vater brachte er die erlaubnis auch für diese vorstellung zuwege. Grillparzer 15, 68; arm in arm mit dir, so fordr' ich mein jahrhundert in die schranken. Schiller 52, 194 (don Carlos 1, 9) nun ist die zeit gekommen, mir des ruhmes glorreiche schranken aufzuthun. 203 (2, 2); wie könnt ichs wagen prinz, mein schwach verdienst mit eures nahmens heldenruhm zu messen! wo sich graf Dünois in die schranken stellt, musz jeder andre mitbewerber weichen. 13, 251 (jungfrau von Orl. 3, 1); sonst aber nur grenze, ziel, masz hervorhebend: ich übersehe die angeführten ursachen, warum der meister des Laokoon in dem ausdrucke des körperlichen schmerzes maasz halten müssen, und finde, dasz sie allesamt von der eigenen beschaffenheit der kunst, und von derselben nothwendigen schranken und bedürfnissen hergenommen sind. Lessing 6, 391; der charakter ist individual, aber nur den schranken und nicht dem gehalt nach. Schiller an Göthe 1, 224; dieser schöne begriff von macht und schranken, von willkür und gesetz, von freiheit und masz, von beweglicher ordnung, vorzug und mangel, erfreue dich hoch. Göthe 3, 99; in seinen schranken bleiben, modeste se et abstinentes gerere, modum terminare Stieler 1733; extra cancellos vagari, auszer den schrancken schweiffen Dentzler 1, 109a; einen in schranken halten, in officio retinere, sich in schranken halten, intra terminos manere, intra carceres stare, über die schranken schreiten, die schranken übertreten, fines transire Frisch 2, 222c; wir menschen haben den versprechungen heilsame schranken gesetzt. Gotter 3, 64; die liebreichen befehle des sterbenden .. setzten ihrem kindlichen schmerze wohlthätige schranken. Thümmel 8, 77; doch konnt ich meiner neugier keine schranken setzen. Arnim schaub. 1, 293; bin ich aber erst soweit, dasz mir kunstmäszigkeit zur natur wird, .. so erhält auch die phantasie ihre vorige freiheit zurück, und setzt sich keine andere als freiwillige schranken. Schiller 6, 425; hat man doch ... die natur durch experimente gezwungen, ihre schranken anzugeben. 2, 58 (räuber 2, 1); fast alle seine deutschen erbländer hatten sich unterdessen in einer allgemeinen furchtbaren konföderation mit den Böhmen vereinigt, deren trotz jetzt alle schranken durchbrach. 8, 82; den keine strafe schreckt und kein gewissen zügelt, halten jetzt die gesetze des anstands und der ehre in schranken. 9, 88; die heilgen, deren thun sich hielt in deinen schranken. P. Gerhardt 300, 67; der uns erschuf, und dessen ruf den ocean in schranken halten (kann). Göckingk 1, 277; aus den schranken schwellen alle sennen. Schiller 1, 210; wer einmal aus den schranken trat, der kann zuletzt das heiligste verletzen. 151, 62 (Phädra 4, 2); man wird das würklich zu kühne urtheil in den schranken nehmen, in denen es der verfasser sagt. Herder 1, 531 Suphan; o gott, wie schränkt sich welt und himmel ein, wenn unser herz in seinen schranken banget. Göthe 9, 339; die wirklichkeit mit ihren schranken umlagert den gebundnen geist. Schiller 11, 23; warm wie das leben ist deine liebe, und ohne schranken, wie's unermeszliche. 3, 437 (kab. u. liebe 3, 4); unsre neigungen, gedanken, scheinen gleich sie ohne schranken, gehn doch, wie die rinderheerde, eines in des andern tritt. Grillparzer 6, 138; mit bestimmendem genitiv: ich verbleibe inzwischen in den schrancken meiner demuth. Chr. Weise erzn. 55 neudruck; ich bitte, prinz, dasz sie die schranken unserer kunst erwägen wollen. Lessing 2, 117 (Em. Galotti 1, 4); meine liebe zu ihm war immer in den schranken der kindlichen pflicht. Schiller 2, 17 (räuber 1, 1); das recht wohnet beim überwältiger, und die schranken unserer kraft sind unsere gesetze. 25; sich .. in die schranken eines theaterstücks einzuzäunen. 8; hier .. stellen wir das absolute willensvermögen und die unendliche geistergewalt dem zwange der natur und den schranken der sinnlichkeit gegenüber. 10, 171; (wir) schlieszen die gattung in die schranken des individuums ein. 172; so geht es dem, der hoffart treibet, und nicht in seins thuns schranken bleibet. Opel u. Cohn 281, 9; in deines worts und willens schranken. Weckherlin 55; die zunge musz es thun und durch die waffen dringen, ein martialisch hertz hin in die schrancken zwingen idalischer gesetz. Logau 2, 14; ein weinig musz ich gehn ausz meiner klage schranken. Rist Parn. 449; dasz wir in glükkes schranken leben. 855; bestimmst und ordnest du nach der bewegung schranken die sich verklagenden und richtenden gedanken? Hagedorn 1, 17; der endlichkeit despotsche schranken. Schiller 1, 283; ich sah ihn gerne, doppelt, weil er stets sich in den schranken feinster sitte hielt. Geibel 6, 179; in zeitliche bedeutung streifend: schranken der zeit, zeitlichkeit, vor dem tode (vgl. dazu auch das masc. schranken 2, b): der mutter hab ich viel, doch dir noch mehr zu dancken: sie führte mich zur welt; du führst mich aus den schrancken, worinn der tod bereits viel neben mir gerafft. Günther 751; mein alter feind, Theodo von Valence, trat aus den schranken der lebendigen (starb). Platen 227a. 44) schranke in anderem sinne, wie das masc. schrank 1, als handlung des schränkens, ausdruck der älteren fechterkunst: leg dein messer in die schrank. Schmeller 22, 608; in der schrank ligen. ebenda.
14212 Zeichen · 195 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    schrankeswmf.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    schranke swmf. 1. schranc. vgl. der schranken Schmeller 3,517. a. was absperrt, schranke, gitter, zaun. daʒ er an iwer s…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    schrankeF.?, M.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +4 Parallelbelege

    schranke , F.?, M. Vw.: s. schrange

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schranke

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Die Schranke , plur. die -n, oder der Schranken, des -s, plur. ut nom. sing. ein jetzt nur im Plural am häufigsten üblic…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schranke

    Goethe-Wörterbuch

    Schranke auch -ck- 1 Sperre, Barriere, Begrenzung zur Behinderung des Zugangs bzw zur Absperrung, Einfriedung eines Orte…

  5. modern
    Dialekt
    Schrankef. m.

    Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege

    Schranke f. , Schranken m. : ' Schlagbaum, Eisenbahnschranke ', Schrank (šraŋg) [Kaislt, mancherorts], der Schranke [ Kr…

  6. Spezial
    Schrankef

    Dt.-Russ. phil. Termini · +1 Parallelbeleg

    Schranke , f преграда , ж

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schranke

30 Bildungen · 26 Erstglied · 4 Zweitglied · 0 Ableitungen

Zerlegung von schranke 2 Komponenten

sch+ranke

schranke setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schranke‑ als Erstglied (26 von 26)

Schranke(n)herr

Idiotikon

Schranke(n)herr Band 2, Spalte 1544 Schranke(n)herr 2,1544

Schranke(n)stock

Idiotikon

Schranke(n)stock Band 10, Spalte 1758 Schranke(n)stock 10,1758

Schranke(n)stuel

Idiotikon

Schranke(n)stuel Band 11, Spalte 320 Schranke(n)stuel 11,320

Schrankeisen

RhWB

schrank·eisen

Schrank-eisen -ī:zər Bo-Walberbg n.: E., die Seitenbretter des geladenen Wagens verbindend.

schrankelen

MNWB

schrank·elen

schrankelen „ crisselen, cancellare”; „varicare schrankelen, hinkende gan ” ; „titubare”; „labare”.

schrankeln

DWB

schrank·eln

schrankeln , verb. wanken beim gehen, hinken; häufigkeitsbildung, die zunächst an mhd. schranken ( mhd. wb. 2, 2, 203), mnl. schrancken ( gr…

Schrankelsack

RhWB

schrankel·sack

Schrankel-sack Verbr. wie schr. 1 b, c m.: verächtl. einer, der unruhig hin- u. herrutscht, klettert.

Schrankelsknochen

RhWB

schrankel·s·knochen

Schrankels-knochen -aŋkəlknkə MülhRuhr ; -ǫŋkəltsknōəkə Heinsb-Erpen Pl. t.: verächtl. schiefe, ungelenke Beine.

schrankenbrecher

DWB

schranken·brecher

schrankenbrecher , m. der hindernde schranken durchbricht: o schrankenbrecher, unumschränkter allbeschränker, hochdenker nennen dich des höc…

Schrankengeld

DRW

schranken·geld

Schrankengeld, n. I eine Straßenmaut sollen alle die zehend- und berg-herren ... einiges schrancken-geld von denen leuten ... nicht begehren…

schrankenholz

DWB

schranken·holz

schrankenholz , n. geschränktes holz, namentlich brennholz ( vgl. schränken 1): das alte reff machte ein gruben, legte auff beiden seiten de…

schrankenlos

DWB

schranken·los

schrankenlos , adj. und adv. , keine schranken habend, ohne hinderung oder einschränkung: der gottesläugner behält die innere verbindlichkei…

schrankenraum

DWB

schranken·raum

schrankenraum , m. raum durch schranken umschlossen: es fehlt einem solchen kampfe gerade an allem: an ritterlichem schrankenraum, an kreisw…

Schrankenschirmer

DRW

schranken·schirmer

Schrankenschirmer, m. Turnierwächter vgl. Grießwart man beschrankte einen ort zwischen beyden laͤgern, erwehlte von jeder partey vier ritter…

Schrankenschreiber

DRW

schranken·schreiber

Schrankenschreiber, m. Aufseher an einer Schranke (IV), der Passierscheine kontrolliert und das Passierbuch führt welcher ... zehend- oder s…

schrankenwand

DWB

schranken·wand

schrankenwand , f. wand die eine schranke bildet: doch ward gestürzet nieder die schrankenwand von koth. Immermann 13, 196 .

schrankenwerk

DWB

schranken·werk

schrankenwerk , n. ein aus schranken bestehendes werk Kramer bei Campe. vgl. auch schrankwerk 1.

Schrankert

RhWB

schrank·ert

Schrankert -ərt, Pl. -tə Sieg-Fussh m.: verächtl. schief, unbeholfen gehender, torkelnder Mensch.

schranke als Zweitglied (4 von 4)

Torschranke

DRW

torsch·ranke

Torschranke, f. Schranke am Stadttor; als Stadtgrenze vgl. Schranke (IV) sollen die stat geschworen ... inwendig den thoren, rigeln und thor…

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Cotta, M. (2026). „schranke". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schranke/dwb?formid=S17047
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Cotta, Marcel. „schranke". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schranke/dwb?formid=S17047. Abgerufen 9. May 2026.
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Cotta, Marcel. „schranke". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schranke/dwb?formid=S17047.
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