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schnapp

nhd. bis Dial. · 10 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Pfeifer_etym
Anchors
14 in 10 Wb.
Sprachstufen
2 von 16
Verweise rein
14
Verweise raus
14

Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)

schnapp

schnapp

schnappen Vb. ‘(mit Mund, Maul, Schnauze, Schnabel bzw. vergleichbaren Geräten geräuschvoll) ergreifen und festhalten, zupacken, eine schnell zufassende Bewegung machen, schnell zuklappen’, mhd. snappen intransitiv ‘schnappen, wanken, plaudern, schwatzen’, transitiv ‘jmdn., etw. packen, angreifen, schnappend essen bzw. fressen’, mnd. snappen ‘nach Atem schnappen, plappern, schwatzen’, mnl. snappen ‘schwatzen’, nl. snappen ‘erhaschen, verstehen, schwatzen’ stehen mit expressiver Konsonantendopplung neben mhd. snaben, auch (md.) sneben ‘schnelle und klappernde Bewegungen machen, schnauben, hüpfen, stolpern, wanken’, transitiv ‘stoßen’, nl. (mundartlich) snāpen ‘schnappen’, fläm. snaperen ‘naschen’, anord. snapa ‘schnappen’, isl. snapa, auch ‘schmarotzen’. Sämtlich lautmalende Bildungen (s. auch einen anderen Vokal aufweisendes schnippen) mit anlautendem germ. sn- (s. Schnabel). – überschnappen Vb. ‘fehlerhaft einrasten, überdrehen’ (17. Jh.), von der Stimme ‘sich überschlagen’ (18. Jh.), vom Verstand ‘ein bißchen verrückt werden’ (Anfang 19. Jh.). übergeschnappt Part.adj. ‘wirr im Kopf’ (19. Jh.). schnapp Interjektion, ein schnappendes Geräusch nachahmend; dazu mit Sekundärablaut schnippschnapp (15. Jh.), mhd. snippensnap. Schnapphahn m. ‘berittener Wegelagerer’ (15. Jh.), dann ‘Dieb, Wegelagerer’ überhaupt (16. Jh.), zu schnappen ‘schnell zufassen’ und Hahn ‘kecker Kerl’. Vgl. mhd. snap m. ‘das Schnappen, Straßenraub, Geschwätz’. Schnappschuß m. schnell zupackender Schuß (Jägersprache), abgefeuert ohne genaues Anvisieren auf ein sich rasch bewegendes Nahziel (19. Jh.); ‘Momentaufnahme’ mit dem Fotoapparat (1. Hälfte 20. Jh.), nach engl. snapshot (vgl. aus dem Mnd. oder Mnl. entlehntes engl. to snap ‘schnappen’).
1740 Zeichen · 59 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schnapp

    Adelung (1793–1801) · +6 Parallelbelege

    Schnapp , oder Schnapps, eine Interjection, welche eine Nachahmung desjenigen Schalles ist, welcher eine schnelle mit Sc…

  2. modern
    Dialekt
    schnapp

    Schweizerisches Idiotikon · +6 Parallelbelege

    schnapp Band 9, Spalte 1236 schnapp 9,1236

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schnapp

168 Bildungen · 162 Erstglied · 0 Zweitglied · 6 Ableitungen

Zerlegung von schnapp 2 Komponenten

sch+napp

schnapp setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schnapp‑ als Erstglied (30 von 162)

Schnapp I

Idiotikon

Schnapp I Band 9, Spalte 1236 Schnapp I 9,1236

Schnapp II

Idiotikon

Schnapp II Band 9, Spalte 1236 Schnapp II 9,1236

Schnapp III

Idiotikon

Schnapp III Band 9, Spalte 1237 Schnapp III 9,1237

Schnappauf

SHW

Schnapp-auf Band 5, Spalte 567-568

schnappab

DWB

schnappab , adv. : meine regulen werden kurtz und guet seyn, und damit schnappab. Schwabe tintenf. 17 . angelehnt an den imperativ von absch…

Schnappach

PfWB

schnapp·ach

Schnappach ON : Ortsteil von Ingb ( Christmann SN I 542/43). Neckname für die Bewohner von IB-Schnapp, Knedelbaire Pl. ( Knödelbayer ) [ IB-…

schnappangel

DWB

schnapp·angel

schnappangel , f. art angeln mit kurzer schnur und auf dem wasser schwimmenden haken, nach dem die fische schnappen, auch schwimmangel. Krün…

Schnappatz

PfWB

schnapp·atz

Schnappatz Gen.? : ' naseweises Kind ', Schnabatz [ Klein Prov. 130]. Rhein. VII 1522/23 Schnabbeck 'vorlautes Kind'.

Schnappbänkel

Wander

schnapp·baenkel

Schnappbänkel Auf dem Schnappbänkel sein. ( Elsass. ) – Klein, II, 132. Am Rande, zum Ueberschlagen bereit, auf dem Entscheidungspunkte.

Schnappball

RhWB

schnapp·ball

Schnapp-ball (s. S.) Rip, Nfrk u. abseits Trier-Nonnw , Goar-Braunshorn m.: Fangball der Mädchen; Schn. spille. — Schn.bällche Schn.stein be…

Schnappbeere

PfWB

schnapp·beere

Schnapp-beere f. : 'Rauschbeere (Vaccinium uliginosum)', Schnappbeeʳ [ PS-Hirschth ]. —

schnappbein

DWB

schnapp·bein

schnappbein , n. ein bein, welches kürzer als das andere ist. Campe. vgl. unten schnappen, hinken.

schnappbissen

DWB

schnapp·bissen

schnappbissen , m. bissen zum schnappen, gelegentlich zu schnappender, erlangender bissen, eigentlich und bildlich: da sehen sy auff dem mar…

Ableitungen von schnapp (6 von 6)

beschnappen

DWB

beschnappen , degustare, aufschnappen: doch wenn du ja historien beschnappen wilst, so lies den Marcolfs, den Eulenspiegel. Riemers reime di…

entschnappen

DWB

entschnappen , entwischen, entfahren, nnl. ontsnappen. s. entschappen .

erschnappen

DWB

erschnappen , ore hiante captare, erwischen, erhaschen. in schnappen, wie in klappen, schlappen u. s. w. fordert die hd. eigenheit PF für PP…

geschnappe

DWB

geschnappe , n. das schnappen; übertragen, sermo nimius, lingua solutissima Stieler 1893 .

schnappe

DWB

schnappe , f. schnappende person oder schnappendes ding; erst im nhd. erscheinend. 1 1) schwatzende person ( vergl. schnappen 1, sp. 1170): …

verschnappen

DWB

verschnappen , verb. durch unüberlegtes aussprechen etwas verraten. wol aus dem nd. ( Weigand 2 2, 612), im mhd., besonders md. üblich ( Lex…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schnapp". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schnapp/pfeifer_etym
MLA
Cotta, Marcel. „schnapp". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schnapp/pfeifer_etym. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schnapp". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schnapp/pfeifer_etym.
BibTeX
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