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schlucken

nhd. bis spez. · 15 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
23 in 15 Wb.
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

schlucken schw.

Bd. 5, Sp. 1115
schlucken, schlücken schw.: 1.a. 'Speisen, Getränke herunterschlucken, Schluckbewegungen machen', schlucke (šlugə) [mancherorts ges. Pf, Henn Mda.-Int. 114 Lambert Penns 135], schlicke (šligə) [verbr., Bertram § 128 Christmann Kaulb 92 Heeger Südostpf. 9 Höh 59, 87 Mang 97 Müller Dietschw 65 Otterstetter 55 mancherorts Don Krämer Gal 188], beide Formen sind oft am gleichen Ort nebeneinander belegt, wobei schlicke die altmda. Form darstellt; Part. Perf. geschluckt, geschlickt (Verbr. wie Inf.); Zs.: ver-, herunter-, hinab-, hinunterschlucken; ebbes ganz sch. 'unzerkaut schluk- ken' [KU-Bedb]; Arznei sch. [LU-Altr]. Schlick's erunner! [ZW-Battw]. Muscht de huuschte oder hascht de Schnubbe, / do, zeh Trobbe in dei Bier ... un schlick's [Kraus Arwed 46]. Er schlickt un schlickt un bringt's net nunner [Krämer Gal 188]. Der läßt e Schoppe erunnerlääfe, uhne se sch. [RO-Als]. RA. u. Vergl.: Er schluckt wie e Ent 'Er trinkt viel' [LA-Wollmh]. Der frißt wie e Hund un schlickt wie e Wolf [RO-Rehborn]. Du hoscht enner geschluckt 'Du hast gelogen' [LU-Friesh]. Du hoscht schun lang kääⁿ Backezähⁿ mäh g'schlickt! (Drohung) [ZW-L'wied, mancherorts]. Fer was hammer noo die Krott g'schluckt? 'Wozu war das Ganze nun gut?' [Don-Gottlob]. An dem Bisse hot er se sch. 'An dieser Angelegenheit hat er schwer zu tragen' [NW-Kallstdt]. Do kann er draⁿ sch., so lang er lebt, dass. [NW-Hardbg]. — b. 'Schluckauf haben', schlicke [mancherorts ges. Pf, Gal-Dornf], auch subst.; vgl. glucksen 2 a, schlucksen 2 a. — c. 'schluchzen', schlicke [IB-Ensh (Glass 103)]. — 2. übertr. a. 'in sich aufnehmen, aufsaugen, sich einverleiben' [vereinzelt]; e bloo Bohⁿ sch. 'eine Kugel abbekommen, sich erschießen' [KU-Schmittw/O]. Die Dampnudle schlucke viel Brih [Heeger Nachl.]. De Modor schluckt zu viel Benzin [Kaislt]. — b. 'etwas (widerwillig) akzeptieren, hinnehmen, erdulden' [mancherorts]. Ich häb scho genuch sch. misse [BZ-Albw]. Er hat schun viel sch. misse [LU-Friesh]. Se muß manches sch. un derf net mucke [BZ-Dierb]. — c. 'etwas geistig erfassen, lernen' [vereinzelt]. Er hat's geschlickt 'Er hat den zu lernenden Stoff begriffen' [KU-Ehw]. — Südhess. V 433, 467; Rhein. VII 1327/28, 1383/84; Lothr. 450, 452, ALLG I 80; Els. II 462.
2275 Zeichen · 69 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schlucken

    Adelung (1793–1801) · +8 Parallelbelege

    Schlucken , verb. reg. welches in doppelter Gestalt üblich ist. 1) Als ein Neutrum, mit dem Hülfsworte haben, durch die …

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    schlucken

    Goethe-Wörterbuch

    schlucken -kk- AA74,14 Werth¹ II 1 etw durch reflexartiges Zusammenziehen der Muskeln im Rachen- u Halsbereich durch die…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schlucken

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schlucken , soviel wie Schlingen oder Schluchsen.

  4. modern
    Dialekt
    schlucken

    Elsässisches Wb. · +6 Parallelbelege

    schlucke n [lùkə allg. ] schlucken. D e r Bode n schluckt Dü. , schluckt s Wasser inne n Su. saugt bei Trockenheit alle…

  5. Sprichwörter
    Schlucken

    Wander (Sprichwörter) · +1 Parallelbeleg

    Schlucken 1. Der hat zu viel geschluckt, der daran erworgt. Holl. : Dat laet hem overgapen, daer men aen verworcht. ( Tu…

  6. Spezial
    Schlucken

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege

    Schlu|cken n. (-s) dlotí m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schlucken

14 Bildungen · 5 Erstglied · 6 Zweitglied · 3 Ableitungen

Zerlegung von schlucken 2 Komponenten

sch+lucken

schlucken setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schlucken‑ als Erstglied (5 von 5)

Schluckenau

Meyers

schlucke·nau

Schluckenau , Stadt in Böhmen, 350 m ü. M., nahe der sächsischen Grenze, an der Linie Rumburg-Nixdorf der Böhmischen Nordbahn, Sitz einer Be…

Schluckentcher

RhWB

Schluck-entcher Koch-Eller Pl. n.: Bienensaug, Taubnessel, lamium, so genannt, weil die Kinder den Honig aus den Blüten ‘schlucken’.

schluckenwehrrohr

DWB

schluckenwehrrohr , n. pflanzenname, levisticum officinale Pritzel-Jessen ( Schweiz ).

schlucken als Zweitglied (6 von 6)

abschlucken

Idiotikon

abschlucken Band 9, Spalte 536 abschlucken 9,536

Beschlucken

Wander

Beschlucken He will Alles allein beschluck'n. – Eichwald, 1748.

einschlucken

DWB

ein·schlucken

einschlucken , deglutire, nnl. inslokken, dän. indsluge: der gierige wolf schluckte das lamm ein; die unersättliche flamme droht das halbe d…

Hinunterschlucken

Campe

hinunter·schlucken

Hinunterschlucken , v. trs . so viel als hinunterschlingen. S. d. I der gemeinen Sprechart hínterschlucken. Das Hinunterschlucken .

niederschlucken

DWB

nieder·schlucken

niederschlucken , verb. hinunterschlucken: den brocken niederschlucken u. dergl.; übertragen: diesen gelust müssen sie niederschlucken ( var…

verschlucken

DWB

versch·lucken

verschlucken , n. : die modulation eines wohl angebrachten seufzerchens, das oft einem dunkeln oder müszigen ausdrucke erst den verstand gie…

Ableitungen von schlucken (3 von 3)

Beschlucken

Wander

Beschlucken He will Alles allein beschluck'n. – Eichwald, 1748.

erschlucken

DWB

erschlucken , glutire: der hund nagt am bein, wenn ers nicht gar erschlucken kan. Lehmann 1, 331 .

verschlucken

DWB

verschlucken , n. : die modulation eines wohl angebrachten seufzerchens, das oft einem dunkeln oder müszigen ausdrucke erst den verstand gie…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schlucken". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 9. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schlucken/pfwb
MLA
Cotta, Marcel. „schlucken". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schlucken/pfwb. Abgerufen 9. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schlucken". lautwandel.de. Zugegriffen 9. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schlucken/pfwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_schlucken_2026,
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