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schlucke

nhd. bis Dial. · 5 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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5 in 5 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

schlucke

Bd. 15, Sp. 800
schlucke , schwaches m. und f. 11) schlucke, m., singultus, s. schlucken, m. 22) von einer person, ahd. sluko, sluhho, consumtor Graff 6, 786. 33) als name eines kleidungsstückes mit schwankendem geschlecht und schwankender form: sluck vel morschnitz, multiplicium Dief. 371a, teristrum, schlucken, sluck vel hulle 579c, epicroculum gelb schlucken nov. gl. 151b, teristrum, kittel vel schluck 362b. hier ist überall ein weiberkleid gemeint, ebenso in foglender stelle: theristrum velamentum mulieris vocatur umbpintl vel vestis aestivalis de tenui lino vocatur slucken. quelle bei Schm. 2, 506. zu geistlicher tracht verwendbar: (unter dem meszgewand zu Thierhaupten) etlich gelbe stuck slugkn zu ainer alben zu machen. ebenda; ein schleppendes frauengewand bezeichnet mhd. sluckenvane: Vriderûn ir sluckenvanen slîfet ûf der erd. minnes. 3, 292b Hagen; Engelmair verspricht seiner tänzerin: ich wolt euch geben schleglmilch und ain schlucken von guotem zwilch. fastn. sp. 396, 5; mundartlich ist das wort erhalten: schluck, m. weiberhemd ohne ärmel Hintner 219, schluck, f., dimin. schlück'l Lexer 220, vgl. Schm. 2, 506. von hier aus entwickelt sich die bedeutung 'verschlissenes kleid, lumpen': leg ab die alten slucken: ... dû muost an legen scharlach. ges. abent. 2, 442, 963 Hagen; der byndet eyn beyn uff eyn krucken oder ein gerner beyn jn die schlucken. Brant narrensch. 63, 75. in gleicher bedeutung wie schlucke erscheint mhd. slute, das mundartlich erhalten ist, s. schlutte. 44) schlucke, f. der schlucken, das wiederholte krampfhafte aufstoszen aus dem magen Campe; Weinhold 84b führt folgenden spruch gegen den schlucken an: schlukup vergîh mîch! âler mân nîm mîch! nimt mîch nich âler mân, kimt de schlucke nôch dreimal an. vgl. Frommanns zeitschr. 5, 472; Frisch 2, 202b scheint in der von ihm aus Keisersberg belegten wendung (einem die schlucke verschlagen) schlucke in dem sinne von singultus zu fassen, doch ist es wol eher ein derber ausdruck für mund, kehle, schlund wie das nd. slûke. 55) schlucke, eine enge öffnung: den zaun brechen, und eine schlucken machen, dasz man dadurch hinschliefen kann. Frisch 2, 202a; das sie den zaun brechen, und ein schlucken machten, das sie dadurch schlüffen. Keisersberg evang. (1522) 63a. mhd. slücke Lexer mhd. handwb. 2, 990, s. unter schlucken zu anfang, auch oben unter schlicke sp. 676. 66) plur. schlucken, kleine pflaumen Schmid 469.
2438 Zeichen · 57 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    SchluckeDie

    Campe (1807–1813) · +2 Parallelbelege

    † Die Schlucke , Mz. — n . 1) I N. D. der Schlund, durch welchen man schlucket. 2) I manchen Gegenden der Schlucken. Die…

  2. modern
    Dialekt
    Schluck(e)

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Schluck(e) , Schlück [ʿSlùkə Liebsd. Roppenzw. Strüth Hi. Steinbr. ; ʿSlykə Lutterb. ; ʿSlùk Ruf. Co. Horbg. Katzent. In…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schlucke

33 Bildungen · 32 Erstglied · 0 Zweitglied · 1 Ableitungen

Zerlegung von schlucke 2 Komponenten

sch+lucke

schlucke setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schlucke‑ als Erstglied (30 von 32)

schluckebier

DWB

schlucke·bier

schluckebier , m. imperativische bildung, einen starken trinker bezeichnend, jetzt noch als eigenname lebend. gramm. 2, 1020; ähnlich gebild…

Schluckein

RhWB

schluck·ein

Schluck-ein -in Rees-Esserden m.: einer, der Fleisch udgl. ohne Zukost isst.

Schluckenau

Meyers

schlucke·nau

Schluckenau , Stadt in Böhmen, 350 m ü. M., nahe der sächsischen Grenze, an der Linie Rumburg-Nixdorf der Böhmischen Nordbahn, Sitz einer Be…

Schluckentcher

RhWB

Schluck-entcher Koch-Eller Pl. n.: Bienensaug, Taubnessel, lamium, so genannt, weil die Kinder den Honig aus den Blüten ‘schlucken’.

schluckenwehrrohr

DWB

schluckenwehrrohr , n. pflanzenname, levisticum officinale Pritzel-Jessen ( Schweiz ).

Schluckerbir(eⁿ)

Idiotikon

Schluckerbir(eⁿ) Band 4, Spalte 1496 Schluckerbir(eⁿ) 4,1496

schluckerchen

DWB

schluck·erchen

schluckerchen , n. , dim. zu schlucker, m.: da konnten wir armen schluckerchen nicht selten unsere bitteren thränen darüber vergieszen. Imme…

schluckerei

DWB

schlucke·rei

schluckerei , f. , gewöhnlich mit anlehnung an die spätere bedeutung von schlucken in übertragener bedeutung: pro egestate et indigentia vil…

Schluckereⁿ

Idiotikon

Schluckereⁿ Band 9, Spalte 541 Schluckereⁿ 9,541

schluckerfasz

DWB

schluckerfasz , n. das länglicht-runde gefäsz des mähers, in dem er den wetzstein und etwas wasser aufbewahrt Schmidt 192 . Frischbier 2, 28…

schluckerig

DWB

schlucke·rig

schluckerig , adj. 1) gern schluckend, genäschig ( vgl. das folgende wort ); nd. sluckerig Woeste 242 a , nld. slockerigh, vorax Kilian. 2 )…

schluckerisch

DWB

schlucke·risch

schluckerisch , adj. gern schluckend, leckerhaft, genäschig: aber allhie werden die tollen, vollen, thorichten, wilden, wüsten, seuischen, p…

schluckerkopf

DWB

schlucker·kopf

schluckerkopf , m. wackelnder, zitternder kopf; auch von einer person Schmidt 193 ; s. schluckern 2.

schluckerlein

DWB

schlucker·lein

schluckerlein , n. , dimin. zu schlucker, m.: wie zu Augspurg ein guts eynfeltigs herrgott schluckerleyn viel altvätterischer märleyn, erger…

schluckern

DWB

schluck·ern

schluckern , verbum. 1 1) weiterbildung zu schlucken: schluckern, schlürfen Schröer 202 b , nd. sluckern, naschen; aber auch für schluchzen …

Schluckert

RhWB

schluck·ert

Schluckert -ə(r)t, Pl. -tə (-də) m.: 1. a. -o- Schlucker Heinsb-Obspringen . — b. -u-, armer, guder Schl. Schlucker 1 b Saarbr-Quierschd , T…

schluckerte

DWB

schluckerte , n. mehlspeise, halb brei, halb klosz, die sich glatt und schnell schlucken läszt Kehrein 353 . Pfister 256 ; oder gehört das w…

Schluckeⁿ I

Idiotikon

Schluckeⁿ I Band 9, Spalte 532 Schluckeⁿ I 9,532

Ableitungen von schlucke (1 von 1)

geschlucke

DWB

geschlucke , n. , subst. verb. zu schlucken, schluchzen: sie wolte noch was mehr ( sagen ), als sie vor thränen-rinnen, vor seuffzen und ges…

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schlucke". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 20. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schlucke/dwb
MLA
Cotta, Marcel. „schlucke". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schlucke/dwb. Abgerufen 20. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schlucke". lautwandel.de. Zugegriffen 20. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schlucke/dwb.
BibTeX
@misc{lautwandel_schlucke_2026,
  author       = {Cotta, Marcel},
  title        = {„schlucke"},
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  urldate      = {2026-05-20},
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