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Schlick

nhd. bis sprichw. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DRW
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17 in 13 Wb.
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Eintrag · Deutsches Rechtswörterbuch

Schlick

Schlick, m., n., 2Schleich, m.

s. auch hd. Schlich, Schliech
I Schlamm, Lehm (auch als Baustoff)
  • die huese sal men sliken, daer sliec af is, tusschen hier ende sente johans misse te middesomer
    1354 VerslOudeR. 2 (1892) 490
  • dat die van W. ... den dyck die hoort toe tot G. ... ende een deel vant slyck dat hem aencoemt ... sullen ... besorgen
    14. Jh. Mieris II 140 Faksimile
  • dieser schlick, als das unterscheidungszeichen zwischen der geest und marsch erhoͤhet, oder verringert den werth der letzteren, je nachdem derselbe in einer groͤßeren oder geringeren tiefe vorhanden
    1793 AnnBrschw. VII 563
  • die einrichtung des hafens muß ... so seyn, daß [keine] ... versandung oder erhöhung durch schleich zu befuͤrchten ist
    MAbh. (Phys.) I (1803) 106
II Unrat, Dreck
  • do sie [karreluden] daer to ghesat weren dat sie den slijc uyter stad vueren soelden
    1383 MnlWB. VII 1272
  • onschemele vrouwen persoen, die onthemeliken op mallick anderen kijven, roepen, sweren, schelden, vloeken, haerroepen, clederschoeren, mit stenen of mit slick werpen ... die sullen v s. gelden of den steen draeghen
    1426/40 KleveStR. Art. 355
  • dat die slijcvegeren ten tyden wesende tslijc ende vulnisse van den straten souden vueren
    1445 's-HertogenboschAmbg. 147
III morastige Stelle, Untiefe
  • yenych persoen de den anderen stattet an ene grope, ofte an enen diepen slyck, ofte ynt water, de sal den clager beteren myt vyf marck
    1448 (Hs. 1532) GroningenLR. 319 Faksimile
IV Schlickland, (unbegrüntes) Schwemmland außerhalb des Deichs
  • monasterium decimam habebat predicte noviter emergentis terre que slick vocatur
    1212? Bergh I 134
  • te bruken ter zouter neringhe dat slyc bi P. moer tot ses hondert ghemeten toe ghedarijts lands
    1382 Beekman,DijkR. II 1467
  • hoe an toudelant van S. ... gelegen sijn seeckere nyeuwe anwassen, wtgorsen, slycken ende ryetbroucken
    1492 MnlWB. VII 1276

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schlick

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Schlick , des -es, plur. doch nur von mehrern Arten, die -e, ein besonders im Niederdeutschen übliches Wort, fetten,…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schlick

    Goethe-Wörterbuch

    Schlick nach dem Ablaufen des Wassers größerer Gewässer zurückgebliebene zähflüssige (u mit abgestorbenen Organismen ang…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schlick

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09) · +2 Parallelbelege

    Schlick , seiner Tonschlamm, s. Marschland .

  4. modern
    Dialekt
    Schlick

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Schlick [ʿSlik Wh. ] Lockruf für Enten; Demin. Pl. Schlickle n junge Enten und Gänse. — Bayer. 2, 505.

  5. Sprichwörter
    Schlick

    Wander (Sprichwörter)

    Schlick Süsser schlick, saurer schlack. – Agricola II, 325.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schlick

108 Bildungen · 103 Erstglied · 1 Zweitglied · 4 Ableitungen

Zerlegung von schlick 2 Komponenten

sch+lick

schlick setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

schlick‑ als Erstglied (30 von 103)

Schlick I

SHW

Schlick I Band 5, Spalte 431-432

Schlick II

SHW

Schlick II Band 5, Spalte 433-434

schlickeln

SHW

schlick-eln Band 5, Spalte 433-434

schlickern

SHW

schlick-ern Band 5, Spalte 433-434

Schlickert

SHW

Schlick-ert Band 5, Spalte 433-434

Schlickes

SHW

Schlick-es Band 5, Spalte 433-434

Schlicksel

SHW

Schlick-sel Band 5, Spalte 433-434

schlickbalken

DWB

schlick·balken

schlickbalken , m. die querbalken, auf denen der schleusenboden aufliegt. Jacobsson 3, 628 a ; zu schlick 1.

schlickboden

DWB

schlick·boden

schlickboden , m. boden, der aus schlick besteht oder solchen enthält Campe ; s. schlick 1, b.

schlickdamm

DWB

schlick·damm

schlickdamm , m. ein damm, der ablagerung von schlick bewirken soll Jacobsson 3, 628 a .

schlickdeich

DWB

schlick·deich

schlickdeich , m. deich, der ' kein anderes vorland, als kahlen unbegrünten schlick ' hat Jacobsson 3, 628 a ; im brem. wb. 4, 829 ist aber …

schlicken

DWB

sch·licken

schlicken , verb. 1 1) schlingen, schlucken ( s. oben unter schleck, m. sp. 547), ahd. sliccen Graff 6, 786 , mhd. slicken, slichen mhd. wb.…

Schlickenfischbach

PfWB

schlicken·fischbach

Schlicken-fischbach ON : fiktiver Ortsname zur Bezeichnung einer entlegenen Gegend im Westrich. Er is aus Schlickefischbach [ LU-Opp ].

schlicken I

RhWB

schlicken I -i- = schleichen II (s. d.).

schlicken II

RhWB

sch·lickenii

schlicken II das Wort ist in Bed. 1 Rhfrk, Mosfrk an der Saar, Mos in Trier bis Bernk , Wittl , Bitb , Prüm , WDaun (also WMosfrk), Rip u. E…

Schlickentaler

DRW

schlicken·taler

Schlickentaler, m. Joachimstaler, ein Guldengroschen (I), den die Grafen Schlick ab 1518 im böhm. Joachimsthal aus dem Silber ihrer Minen pr…

schlickenthaler

DWB

schlicken·thaler

schlickenthaler , m. thaler, den die grafen von Schlick in der ersten hälfte des 16. jahrh. zu Joachimsthal in Böhmen prägten Jacobsson 3, 6…

schlicker

DWB

sch·licker

schlicker , m. 1 1) zu schlicken, schlingen, schlucken gebildet: gluto, glutor, slicker, schlicker Dief. 266 c , nd. slikker, näscher ten Do…

schlickerei

DWB

schlicke·rei

schlickerei , f. , nd. slikkerije, leckerei, näscherei. brem. wb. 4, 830, s. schlickern 6.

schlickerer

DWB

schlick·erer

schlickerer , m. , zu schlickern gebildet, einer der beim gehen dreck um sich schleudert oder auch einer, der mit händen oder füszen beim ge…

schlick als Zweitglied (1 von 1)

Ableitungen von schlick (4 von 4)

Beschlickung

GWB

Beschlickung als Phase in der Erdbildung Letzte B. Weichende Ebbe und Flut N13,300 MinGeol Plp Var Caroline Vollmann C. V.

geschlick

DWB

geschlick , n. weicher brei, collectivbildung zum masc. schlick mit anklang an geschleck ( vgl. nassauisch geschlicks, leckerbissen Kehrein …

schlicke

DWB

schlicke , f. loch, öffnung, vermutungsweise aufgestellt bei Lexer mhd. handwb. 2, 974 : wo slicken in den zinen sint, das die zuo gemacht w…

verschlicken

DWB

verschlicken , verb. verschlammen, niederd. zeitwort, welches in seiner alten unverschobenen form ins hochd. herübergenommen worden ist, zu …

Zitieren als…
APA
Cotta, M. (2026). „schlick". In lautwandel.de — Aggregat aus 53 historischen deutschen Wörterbüchern. Abgerufen am 10. May 2026, von https://lautwandel.de/lemma/schlick/drw
MLA
Cotta, Marcel. „schlick". lautwandel.de, 2026, https://lautwandel.de/lemma/schlick/drw. Abgerufen 10. May 2026.
Chicago
Cotta, Marcel. „schlick". lautwandel.de. Zugegriffen 10. May 2026. https://lautwandel.de/lemma/schlick/drw.
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