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Schaum

nhd. bis spez. · 12 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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12 in 12 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Schaum Der

Bd. 4, Sp. 90b
Der Schaum, — es, o. Mz. ein durch heftige sowol äußere, als innere Bewegung in unzählige zusammenhangende Bläschen verwandelter flüssiger Körper; im N. D. Schuum; im O. D. Faum, Fahm. So entsteht auf der Oberfläche eines heftig bewegten Wassers, besonders da wo es an einen andern Körper anstößt, indem sich das Wasser dadurch mit Luft vermischt, ein weißer Schaum; eben so von der Flüssigkeit in dem Munde des Pferdes, wenn es denselben am Gebisse beißend beständig bewegt. Auch setzet sich der Schweiß auf heftig bewegten Pferden oft als ein Schaum an. I manchen Krankheiten, als in der Fallsucht und in der Wut tritt vor den Mund der Menschen ein Schaum, zuweilen auch bei Personen, die im höchsten Grade zornig sind. Das Eiweiß zu Schaum schlagen, indem man es heftig unter einander bewegt, so daß sich viele Lufttheile damit verbinden und lauter Bläschen bilden. I engerer Bedeutung gebraucht man Schaum von flüssigen oder flüssig gemachten Körpern, wenn sich die in denselben befindliche Luft durch Wärme und Gährung entwickelt und in Gestalt unzähliger zusammenhangender Bläschen auf die Oberfläche tritt, und auch leichtere und oft unreine Theile der Flüssigkeit mit in die Höhe nimmt. So entste= het auf der Milch ein Schaum, wenn sie zu sieden anfängt; so ent= steht ferner auf vielen Speisen ein Schaum, wenn sie gekocht werden, welcher aber gewöhnlich Unreinigkeiten enthält und abgeschöpft wird. So setzt sich endlich beim Schmelzen des Bleies, Goldes, Silbers  ebenfalls ein dicker Schaum auf der Oberfläche, welcher als eine Unreinigkeit und als etwas Unbrauchbares abgezogen wird, daher Schaum, bestimmter Abschaum auch für das Schlechteste Untauglichste seiner Art gebraucht wird. Besonders von gährenden Körpern. Der Schaum des Bieres, sowol derjenige, welcher sich beim Gähren oben sammelt, als auch derjenige welcher beim Eingießen eines Bieres entstehet, wenn sich viele Luft aus demselben entwickelt; im N. D. Mood, Riem. Vielen Schaum geben, sehr schäumen. Zu Schaum werden. Da der Schaum in den meisten Fällen wieder vergehet, indem die Luftbläschen platzen, so gebraucht man Schaum auch etwas sehr Vergängliches, Wesenloses damit zu bezeichnen.
2182 Zeichen · 21 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Schaum

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Der Schaum , des -es, plur. car. ein durch eine heftige Bewegung in zusammen hangende Blasen verwandelter flüssiger Körp…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Schaum

    Goethe-Wörterbuch

    Schaum a konkr: lockere, leichte, weitgehend aus Luft- od Gasblasen bestehende (feuchte) Masse; einmal synekdochisch für…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Schaum

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Schaum , eine Ansammlung von Luftbläschen, die durch dünne Flüssigkeitshäutchen voneinander getrennt sind. Man kann S. e…

  4. modern
    Dialekt
    Schaum

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    Schaum s. Schum.

  5. Sprichwörter
    Schaum

    Wander (Sprichwörter)

    Schaum 1. Es ist nicht alles Schaum, was das Meer ausspült. – Altmann VI, 408. 2. Man muss den schaum vom silber wäschen…

  6. Spezial
    Schaum

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Schaum m. (-[e]s, Schäume) 1 (auf der Oberfläche von brausendem Wasser) scaia (-ies) f. 2 scaioz m. 3 (Geifer) sbava (-v…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit schaum

142 Bildungen · 129 Erstglied · 12 Zweitglied · 1 Ableitungen

schaum‑ als Erstglied (30 von 129)

Schaumguts

SHW

Schaum-guts Band 5, Spalte 215-216

Schaumwein

SHW

Schaum-wein Band 5, Spalte 215-216

schaumachtig

DWB

schaum·achtig

schaumachtig , schaumechtig , adj. spumosus, jetzt veraltete weiterbildung aus schaumecht, schaumicht ( s. d. ): spumifer vel spumiger, scha…

Schaumal

DRW

schau·mal

Schaumal, n. amtliches Kontrollzeichen vgl. Mal (I), Schauzeichen es soll ... der ain schawer das ordenlich steckenmeß vnd der ander das sch…

schaumartig

DWB

schaum·artig

schaumartig , adj. nach art des schaumes: kleine, schaumartige wassertropfen. Oken 5, 1599 .

schaumbecken

DWB

schaum·becken

schaumbecken , n. ein von den barbieren zum schlagen und aufbewahrung des seifenschaumes gebrauchtes behältnis.

schaumbedeckt

DWB

schaum·bedeckt

schaumbedeckt , adj. und adverb, mit schaum bedeckt. namentlich vom pferde: bang von leiser ahndung spornet Horst sein schaumbedecktes rosz.…

schaumberg

DWB

schaum·berg

schaumberg , m. bergeshohe schaummasse ( s. schaumgebirge): du herr der himmel und der erden! ach, lieszest gnädig du durch mich ein wunder …

Schaumberger

Meyers

schaum·berger

Schaumberger , Heinrich , Volksschriftsteller, geb. 15. Dez. 1843 in Neustadt a. d. Heide (Sachsen-Koburg), gest. 16. März 1874 in Davos, wi…

schaumbier

DWB

schaum·bier

schaumbier , n. ein flaschenbier, das beim ausschenken sehr viel schaum gibt. Campe.

schaumbild

DWB

schaum·bild

schaumbild , n. trügerisches schattenbild ohne wert, sich schnell verflüchtigend: die wohlgestalt, die mich voreinst entzückte, in zauberspi…

schaumblase

DWB

schaum·blase

schaumblase , f. mit luft gefüllter, durchsichtiger bestandtheil des schaumes. übertragen: ( ich, Verrina wollte ) mich erdrosseln, dasz mei…

Schaumburg

Herder

schaum·burg

Schaumburg , eigentlich Schauenburg , ehemals Grafschaft in Westfalen, 1619 Fürstenthum, nach dem Erlöschen des Mannsstammes (1640) zwischen…

Schaumburg-Lippe

Herder

schaumburg·lippe

Schaumburg-Lippe , deutsches Fürstenthum, ein Stück der alten Grafschaft Schaumburg, liegt zwischen Hannover, Preußen u. Kurhessen, hat auf …

schaumbusch

DWB

schaum·busch

schaumbusch , m. : schaumbüsche fahren auf ( beim rudern durch eine schlucht ) an den unnahbaren, unerbittlichen schroffen der ufer. Vischer…

schaumcylinder

DWB

schaum·cylinder

schaumcylinder , m. in papierfabriken maschine zum feinen zerarbeiten des papierstoffes ( s. schäumer ).

Schaumdiehle

Adelung

Die Schaumdiehle , plur. die -n, an dem Steuerruder eines Schiffes, eine Diehle oder ein Bret, welches bis zum Schwerte des Ruders senkrecht…

schaum als Zweitglied (12 von 12)

Abschaum

RDWB1

Abschaum m übertr. (kein Bezug zu "пена") быдло груб. , отребье, отбросы общества идиом. , подонки общества устойч.

abschaum

DWB

abschaum , m. , was auf flüssigkeiten oben abgenommen werden kann, purgamentum supernatans, faex, τρύξ , auswurf, dann aber das schlechteste…

frühlingsschaum

DWB

fruehlings·schaum

frühlingsschaum , m. ein im april an weidenzweigen, der pechnelke und andern pflanzen sich zeigender speichelähnlicher schaum, der von den j…

glasschaum

DWB

glas·schaum

glasschaum , m. , glasgalle ( s. d. ), vgl. glasschaum oder salzblüst spuma vitri Fischart onomast. (1574) 20 : glaszsaltz, glasztrüsen, gla…

goldschaum

DWB

gold·schaum

goldschaum , m. , ältere nebenformen goldscheim, -schein. 1 1) der schaum, rückstand, die schlacke, die beim schmelzen des goldes entsteht, …

meerschaum

DWB

meer·schaum

meerschaum , m. 1 1) schaum des meeres: da folgt er, als rissen stürme dahin, als wirbelten ihn orkane, wie meerschaum. Klopstock 6, 32 ( Me…

seeschaum

DWB

see·schaum

seeschaum , m. , vgl. meerschaum theil 6, 1857. 1 1) schaum der see ( oder eines sees ), spuma maris Stieler 1744 : aber gestüzt von der han…

seifenschaum

DWB

seifen·schaum

seifenschaum , m. schaum von seife erzeugt: ihr schlaget ( bei einem barbier ) den seifenschaum, reichet den kunden das handtuch. W. Hauff 2…

silberschaum

DWB

silber·schaum

silberschaum , m. 1 1) im hüttenwesen schaumartige schlacke, die sich beim treiben des silbers bildet, silberschlacke, silberglätte, dem lat…

Teufelsabschaum

Wander

teufels·abschaum

Teufelsabschaum Dat is Teufelsabschaum. Holl. : Het is schuim van de ketel, waar in de nikker gezoden is. ( Harrebomée, I, 396 b . )

Ableitungen von schaum (1 von 1)

urschaum

DWB

urschaum , m. ( desgl. ) Wolfskehl bl. f. kunst 1908 /9, 56. —