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säen

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

PfWB
Anchors
13 in 13 Wb.
Sprachstufen
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Eintrag · Pfälzisches Wb.

säen schw.

Bd. 5, Sp. 701
säen schw.: 1. 'Saat ausstreuen', se'e, seje (sēə, seə, sējə) [verbr. VPf MPf, Christmann Kaulb 12, 76, 89 Heeger Südostpf. 28 Höh 91 Mang 120 Schneckenburger 57 Buffington-Barba Penns 159 Krämer Gal 179], sēi [Höh 91], sä'e, säje (sEə, sEjə) [verbr. westl. WPf mancherorts MPf SOPf vereinzelt übrige Pf], (sęə) [Müller Dietschw 58], seeche (sēχə) [BZ-Schweig Schweighf]; Part. Perf. g(e)seet, -sät [mancherorts]; Zs.: an-, aus-, bei-, ein-, ver-, hinein-, nachsäen; Duwak s. [BZ-Billh, mancherorts]; de Gaarde s. 'besäen' [FR-Tiefth]. Er geht s. [KU-Schmittw/O]. Werd geseet? Anrede bei Begegnung während der Aussaat [LU-Iggh]. Im Mai werd de Hanef gesät [KU-Schmittw/O]. RA.: Dem kammer Riebsame (Erbse) in die Ohre (uf die Fieß) s., von einem Schmutzigen [KU-Bedb, verbr.]. SprW.: Was mer sät, werd mer ernde [PS-Gersb, mancherorts]. Wer Wind seet, werd Storm ernde [GH-Vollmw, vereinzelt]. Wer uf de Wind horcht, werd net s.; wer uf die Wolke guckt, werd net ernde [Gal-Slawitz]. BR.: Wammer frih sät, kriet mer viel Stroh [ZW-Battw]. Margret (13. Juli), hosch Riewe gseet? Hosch noch gseet, dann esch's zu speet [Bergz (Kamm 123)]. Bardelmee (24. Aug.), wer Korn hat, der see, Forts. u. Var. s. Bartholomäus [HB-Kirrbg, verbr.]. Wann Sankt Ägidius (1. Sept.) bloost ins Horn, heißt es: Bauer deiⁿ Korn! [KU-Brück]. Einen VR. s. Bettelmann 1. a. 1522: 20 malter haber geset ... yn den fluer vor dem Somer holtz [LandsbgKellR]. a. 1529: speltz zu sewen ist zu schwetzingen kaufft, vnd zu ygelheim gesöt worden [GgHospR]. a. 1553: ein tag zu habern, erren ('pflügen', vgl. eren) und sähen helfen, item einen tag brachen, die andere zween rühren und sehen [ABlieskst 40 (IB-Blickw)]. a. 1582: vnd wan daßselbige felt gesäeth ist, so soll man es verbithen [PfWeist. 521 (FR-Flomh)]. a. 1600: Ein Jung Säwäldlin hat die Gemein Seben lassen [Vellmann Wolfst. 168]. — 2. 'Dünger, insbes. Kunstdünger streuen' [verbr.]; Dinger (Dung, Dreck) s. [RO-Dielkch, mancherorts]; Dinger in die Wiß s. [KL-Hütschhs]. Ich häb die Wiß g'seet 'gedüngt' [GH-Knitth]. Wammer Dinger sät, muß mer ufbasse, daß mer ke Wund an de Hand hat [KL-Reichb]. — Südhess. V 24/25; Rhein. VII 683; Lothr. 425; Els. II 341.
2243 Zeichen · 72 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Säen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Säen , verb. reg. act. 1) Überhaupt, mit vollen Händen ausstreuen. Salz säen, Geld säen. 2) In engerer Bedeutung, den Sa…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    säen

    Goethe-Wörterbuch

    säen ‘saet’ GB2 1 ,124,18 , ‘geseet’ T5,261,16 1 Samen (auf das Feld) ausstreuen, Saatgut in den Boden bringen (häufig m…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Säen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Säen , Ausstreuen von Samen auf den dazu vorbereiteten Boden, s. Saat .

  4. modern
    Dialekt
    säentr. v.

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    säe n [zǽə fast allg.; sêjə Ri. Ha. ; zǽjən Fa. Rein. ; zéïən D. Si. — Ptc. gəzǽt, g'sêjd, gəzéït] tr. v. 1. säen. — 2. …

  5. Sprichwörter
    Säen

    Wander (Sprichwörter)

    Säen 1. As bî de saest, asou bist de ain éaten. ( Ungar. Bergland. ) – Schröer. Als wie du säest, also wirst du ernten. …

  6. Spezial
    säen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    sä|en vb.tr. (auch ‹fig› ) somené (somëna). ✒ wer ernten will, muss säen chi che ó racöie mëss ince somené.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit saeen

12 Bildungen · 0 Erstglied · 9 Zweitglied · 3 Ableitungen

saeen als Zweitglied (9 von 9)

absäen

DWB

absäen , conserere, vollständig besäen. mit einem pferde an der säemaschine kann man täglich funfzehn morgen absäen; die gerber säen vor dem…

ansäen

DWB

ansäen , conserere, böhm. nasýti, nnl. aanzaaijen: den acker ansäen; Aurora sät die flur mit perlen an. Pfeffel 1, 53 . den gerbern, die fel…

aussäen

DWB

aus·saeen

aussäen , sementem facere, steht sehr oft bildlich: irdisch bin ich ausgesät, himmlisch werd ich auferstehn; het mirs zu freuden ausgesät, d…

besäen

DWB

besäen , conserere, Maaler 59 d besäien, bei Luther beseen, nnl. bezaaijen: das feld, den acker. 1 Mos. 47, 23 u. s. w. hagelwetter bricht d…

durchsäen

DWB

durch·saeen

durchsäen , völlig besäen. bildlich, der die blauen gefilde mit sonnen und erden durchsäet Ew. v. Kleist.

einsäen

DWB

ein·saeen

einsäen , inserere, sementem facere, was aussäen. nnl. inzaaijen.

übersäen

DWB

ueber·saeen

übersäen , v. , untrennb. verb. 1 1) besäen: obserere Alberus (1540) Ji 3 b ; Frisius dict. 896 b ; mit samen überwerfen Hulsius-Ravellus (1…

versäen

DWB

ver·saeen

versäen , verb. durch säen zerstreuen. korn, weitzen versäen u. s. w., zerstreuen: er ging versäeten schwartzen papierschnitzeln als wegweis…

zusäen

DWB

zusäen , v. , mit der völligen aussaat fertig werden allg. haushaltungslex. 3, 809; Hübner-Rüder 4, 1042 a ; Jacobsson 4, 727 a ; Campe : da…

Ableitungen von saeen (3 von 3)

besäen

DWB

besäen , conserere, Maaler 59 d besäien, bei Luther beseen, nnl. bezaaijen: das feld, den acker. 1 Mos. 47, 23 u. s. w. hagelwetter bricht d…

gesäen

DWB

gesäen , verb. wie das einfache säen: es regnet disen monat gantz, dasz man nicht geseen mocht vor wasser. städtechron. 1, 393, 16 (15. jahr…

versäen

DWB

versäen , verb. durch säen zerstreuen. korn, weitzen versäen u. s. w., zerstreuen: er ging versäeten schwartzen papierschnitzeln als wegweis…