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Säen

nhd. bis spez. · 13 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
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13 in 13 Wb.
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Säen v., intrs, trs

Bd. 4, Sp. 9a
Säen, v. intrs. u. trs. Samen ausstreuen, damit Frucht daraus erwachse. N. D. saden, saien, im O. D. auch samen. Es ist Zeit zu säen. Wir haben schon gesäet. Roggen, Weizen, Gerste, Hafer, Erbsen, Rüben, Möhren  säen. Dünn säen, dicht säen. Wer Weibern trauet, pflügt die Winde, Und säet auf die wüste See. P. Flemming. Uneigentlich und dichterisch wird auch Gott mit einem Säemau und Herrn der Ernte verglichen, der die Menschen gleichsam säet, d. h. entstehen läßt, damit sie gedeihen und gute Früchte tragen, um von ihm dann durch den Tod, die Zeit der Ernte, geerntet und bei ihm versammlet zu werden. Nach einem ähnlichen Bilde wird auch das Vorbereiten, das Wirken zu etwas, besonders sofern Unannehmlichkeiten und Aufopferungen damit verbunden sind, ein Säen zu einer künftigen Ernte, zu künftigem Genuß, genannt. Wer mit Thränen säet, wird mit Freuden ernten. Was die Thräne gesä't, erntet ein ewiger Dank. Herder. I weiterer uneigentlicherer Bedeutung bedeutet säen auch nur, im Menge, mit vollen Händen ausstreuen. Geld säen. Salz, Asche säen. Daher sagt man von etwas, das in großer Menge neben einander daliegt, es sei wie gesäet. Überall liegt nach dem Sturme das Obst unter den Bäumen wie gesäet. I Gegentheil sagt man: die Dörfer sind hier dünne gesäet, sind hier nicht in Menge vorhanden, liegen weit auseinander. D. Säen. D — ung.
1367 Zeichen · 33 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Säen

    Adelung (1793–1801) · +3 Parallelbelege

    Säen , verb. reg. act. 1) Überhaupt, mit vollen Händen ausstreuen. Salz säen, Geld säen. 2) In engerer Bedeutung, den Sa…

  2. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    säen

    Goethe-Wörterbuch

    säen ‘saet’ GB2 1 ,124,18 , ‘geseet’ T5,261,16 1 Samen (auf das Feld) ausstreuen, Saatgut in den Boden bringen (häufig m…

  3. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Säen

    Meyers Konv.-Lex. (1905–09)

    Säen , Ausstreuen von Samen auf den dazu vorbereiteten Boden, s. Saat .

  4. modern
    Dialekt
    säentr. v.

    Lothringisches Wb. · +3 Parallelbelege

    säe n [zǽə fast allg.; sêjə Ri. Ha. ; zǽjən Fa. Rein. ; zéïən D. Si. — Ptc. gəzǽt, g'sêjd, gəzéït] tr. v. 1. säen. — 2. …

  5. Sprichwörter
    Säen

    Wander (Sprichwörter)

    Säen 1. As bî de saest, asou bist de ain éaten. ( Ungar. Bergland. ) – Schröer. Als wie du säest, also wirst du ernten. …

  6. Spezial
    säen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +1 Parallelbeleg

    sä|en vb.tr. (auch ‹fig› ) somené (somëna). ✒ wer ernten will, muss säen chi che ó racöie mëss ince somené.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit saeen

12 Bildungen · 0 Erstglied · 9 Zweitglied · 3 Ableitungen

saeen als Zweitglied (9 von 9)

absäen

DWB

absäen , conserere, vollständig besäen. mit einem pferde an der säemaschine kann man täglich funfzehn morgen absäen; die gerber säen vor dem…

ansäen

DWB

ansäen , conserere, böhm. nasýti, nnl. aanzaaijen: den acker ansäen; Aurora sät die flur mit perlen an. Pfeffel 1, 53 . den gerbern, die fel…

aussäen

DWB

aus·saeen

aussäen , sementem facere, steht sehr oft bildlich: irdisch bin ich ausgesät, himmlisch werd ich auferstehn; het mirs zu freuden ausgesät, d…

besäen

DWB

besäen , conserere, Maaler 59 d besäien, bei Luther beseen, nnl. bezaaijen: das feld, den acker. 1 Mos. 47, 23 u. s. w. hagelwetter bricht d…

durchsäen

DWB

durch·saeen

durchsäen , völlig besäen. bildlich, der die blauen gefilde mit sonnen und erden durchsäet Ew. v. Kleist.

einsäen

DWB

ein·saeen

einsäen , inserere, sementem facere, was aussäen. nnl. inzaaijen.

übersäen

DWB

ueber·saeen

übersäen , v. , untrennb. verb. 1 1) besäen: obserere Alberus (1540) Ji 3 b ; Frisius dict. 896 b ; mit samen überwerfen Hulsius-Ravellus (1…

versäen

DWB

ver·saeen

versäen , verb. durch säen zerstreuen. korn, weitzen versäen u. s. w., zerstreuen: er ging versäeten schwartzen papierschnitzeln als wegweis…

zusäen

DWB

zusäen , v. , mit der völligen aussaat fertig werden allg. haushaltungslex. 3, 809; Hübner-Rüder 4, 1042 a ; Jacobsson 4, 727 a ; Campe : da…

Ableitungen von saeen (3 von 3)

besäen

DWB

besäen , conserere, Maaler 59 d besäien, bei Luther beseen, nnl. bezaaijen: das feld, den acker. 1 Mos. 47, 23 u. s. w. hagelwetter bricht d…

gesäen

DWB

gesäen , verb. wie das einfache säen: es regnet disen monat gantz, dasz man nicht geseen mocht vor wasser. städtechron. 1, 393, 16 (15. jahr…

versäen

DWB

versäen , verb. durch säen zerstreuen. korn, weitzen versäen u. s. w., zerstreuen: er ging versäeten schwartzen papierschnitzeln als wegweis…