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rogen

mhd. bis spez. · 17 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

DWB
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26 in 17 Wb.
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Eintrag · Grimm (DWB, 1854–1961)

rogen m.

Bd. 14, Sp. 1110
rogen, m. ova piscium; sammelwort, hochdeutsch in einer doppelform, ahd. rogan und rogo, mhd. rogen und roge; mit vereinfachtem anlaut, da das altnord. neutr. plur. hrogn entspricht; die englische form ist roe, die dänische rogn, das wort ist somit gemeingermanisch. zur ermittelung seiner ursprünglichen bedeutung wird einerseits herangezogen ags. hrog nasenschleim, andererseits griech. κρόκη runder kieselstein am meeresufer, sanskr. çarkara kies (Kluge 274a), sicherheit ist bis jetzt nicht erlangt. schwankender formenausgang in der sprache des 14. 15. jahrh., namentlich auch durch wechsel des auslautenden n mit l, selbst r: polygranium rogen im visch, vischrogen, vischrogel, ein rog von einem hering. Dief. 444c; poligranum, poligernium, rogge, rogin nov. gl. 296b; ova piscis, der röger. Alberus q 1a; rogener oder roger, ova piscium aa 2b; mnd. rogen, rogel, roge, rogge Schiller-Lübben 3, 498a; mundartlich gilt auch ragen, so mitteldeutsch in Düringen, Meiszen, in Leipzig Albrecht 189b; mnd. raegen neben regghen Schiller-Lübben a. a. o., soll ich der magern gleichnis sagen? sie sind ein hering ohne ragen. Picander 2, 429. Bedeutung. 11) rogen im eigentlichen sinne: fischmilch, lacteum intestinum, fischohren, branchiae, rogen, ova Dasypodius; etleich visch werdent krank wenn si gepernt oder rogen lâʒent. Megenberg 243, 28; weich wie fischrogen. Eppendorff Plinius 8, 58, p. 90; wenn das weiblin den leich oder rhogen faren laszt. 9, 32, p. 131; wann man den rogen mit haben kan, werden die fische desto geschmäckiger (beim einmachen). Hohberg 1, 209b; etlicher rogen wird vor eine schleckerei gehalten, etlicher aber als ungesund verworfen, z. e. der rogen von barmen, welcher sowohl brechen verursacht, als auch unter sich purgiret. öcon. lex. (1731) 2044. 22) in bildern: ich war vorher schon jurist, mithin schon die knospe, oder das blütenkätzchen eines noch eingewickelten doktors juris utriusque, und folglich ein edelmann, da im doktor der ganze rogen und dotter zum ritter steckt. J. Paul Tit. 1, 63. für vortheil und gewinn, besonders in den wendungen rogen ziehen, fischen: er hat den besten rogen gezogen, optima, potiore parte potitus est. voc. von 1618 bei Schm. 2, 76; letstlich macht herr Hanns Jacob ein testament, darin dem son ain gueter rogen entzogen wardt. Zimm. chron. 4, 359, 15; sie hatten vermeinet, die neuen gäste wären was groszes in der welt, und mithin ein guter roogen von ihnen zu ziehen. Darbennime reisebeschr. 43; was saget denn die Gred zu jm (dem verlorenen sohn)? sie wirt jm gwisz den rogen zihn. Scharpfenecker Acolast C 1a; die liefen zu sanct Jacob hinn, hunger und durst war jhr gewinn. den besten rogen zog der pfaff. W. Spangenberg fangbriefe H 3b; hab meins glücks rogn auszer gfischt. spottlied auf die ausgewanderten Salzburger (1732) bei Schm. 2, 76; in einem schmutzigen bilde: das sie vor groszen frewden vermaint, ain kleins furzlin zu thuon. do hoffiert sie gar ins bet. des morgens frue furt sie iren Jacob, den hoffmaister, übers bett .. damit griff sie in rogen und strich im ain biszle ins maul. Zimm. chron. 1, 439, 21. 33) rogen auch wie lab oder renne, magensaft zur käsebereitung. öcon. lex. 1343.
3215 Zeichen · 69 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    rôgen

    Mhd. Handwörterbuch (Lexer) · +5 Parallelbelege

    rôgen s. rüejen.

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    rogenN.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +7 Parallelbelege

    rogen , N. Vw.: s. rōgen (1)

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Rogen

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Rogen , des -s, plur. doch nur von mehrern Arten, ut nom. sing. 1) * Die Frucht, in der weitesten Bedeutung dieses W…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Rogen

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Rogen , s. Herder Laich .

  5. modern
    Dialekt
    Rogen

    Elsässisches Wb. · +1 Parallelbeleg

    Roge n [Rôkə Strüth ; Râjə Bf. ] m. 1. weiblicher Hering Strüth . ‘der roge oder der yunge visch’ Str. 1449 Brucker 225.…

  6. Sprichwörter
    Rogen

    Wander (Sprichwörter)

    Rogen 1. Des Rogens ist allzeit mehr, denn der Fische. 2. Man kann nicht aus allem Rogen Caviar machen. 3. Einem dem Rog…

  7. Spezial
    Rogen

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Ro|gen m. (-s) üs de pësc m.pl.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit rogen

83 Bildungen · 23 Erstglied · 59 Zweitglied · 1 Ableitungen

rogen‑ als Erstglied (23 von 23)

rogenære

BMZ

rogen·aere

rogenære , rogner stm. der rogen enthaltende fisch. der visch weibel, die rogner, werdent grœʒer denne die milcher Conr. v. Megenb. ed. Pfei…

rogener

DWB

roge·ner

rogener , m. 1 1) der rogen führende, weibliche fisch: der visch weibel sint grœʒer wan die mändel, wan die rogner werdent grœʒer denn die m…

Rogenerz

Meyers

roge·nerz

Rogenerz , soviel wie oolithisches Braun- oder Roteisenerz.

Rogenĭa

Meyers

Rogenĭa , s. Hering , S. 209.

rogenstein

DWB

rogen·stein

rogenstein , m. eine art versteinerung von rogenartigem aussehen: rogensteine, versteinerte rogen, oolithen, pfeffersteine .. so heiszt eine…

rogenære

KöblerMhd

rogenære , st. M. nhd. „Rogner“, weiblicher Fisch, Rogen enthaltender Fisch Q.: BdN (1348/1350), Gl E.: s. rogen W.: nhd. (ält.) Rogner, Rog…

rogen als Zweitglied (30 von 59)

*betrogen?

KöblerMhd

*betrogen? , Adv. Vw.: s. un- E.: s. betrogen (1)

*hōchbrogen?

KöblerMhd

*hōchbrogen? , sw. V. nhd. protzen E.: s. hōch (1), brogen W.: nhd. DW-

*trogen?

KöblerMhd

*trogen? , (Part. Prät.=)Adj. Vw.: s. be-, ver- E.: s. troc, triegen

abe erbrogen

MWB

abe erbrogen swV. ‘jmdm. etw. abtrotzen’ wan si sih alse sere / werten das ir ere / inen nieman abe mohte irbrogin RvEWchr 26501 MWB 1 13,29…

AEROGEN

DWB2

aero·gen

DWB2 AEROGEN adj. DWB2 durch die luft ( übertragen ) ; aus aero- u. grch. γεννᾶν ( er ) zeugen ( vgl. DWB2 1924 aerogengas Meyers lex. 7 1,1…

afdrogen

LW

af-drogen, 1. abtrocknen. 2. austrocknen, das Wasser ablassen.

anrogen

KöblerMnd

anrogen , sw. V. Vw.: s. anerȫgen* (1)

betrogen

DWB

bet·rogen

betrogen , auszer der gewöhnlichen passivbedeutung deceptus hat das particip noch zwei andere, activisch zu fassende. 1 1) fallax, astutus, …

erbrogen

Lexer

erb·rogen

er-brogen swv. BMZ ertrotzen, mit abe ( daʒ ir êre in nieman mohte abe erbrogen Oberl. 336 ), ûʒ; refl. sich widersetzen, s. oben unter erbo…

errogen

LW

err·ogen

er-rogen, 1. erregen, anregen. 2. refl. sich regen, sich rühren.

eterogen

LDWB1

eter·ogen

eterogen [e·te·ro·gę̄n] adj. (-s, -a) heterogen, verschiedenartig.

g(e)rogen

Idiotikon

g(e)rogen Band 6, Spalte 759 g(e)rogen 6,759

heterogen

Pfeifer_etym

het·erogen

heterogen Adj. ‘uneinheitlich, andersartig, aus Ungleichartigem zusammengesetzt’, im 18. Jh. (zuerst heterogenisch) aus mlat. heterogeneus, …

Hydrogen

GWB

Hydrogen chem: Wasserstoff, Hydrogenium; auch neben ‘Oxygen’ zur Kennzeichnung polarer Gegensätzlichkeit; einmal in sprachkrit Betrachtung […

idrogen

LDWB1

idrogen [i·dro·gę̄n] m. (-s) ‹chim› Wasserstoff m., Hydrogen n.

inwrogen

KöblerMnd

inwrogen , sw. V. Vw.: s. inwrȫgen

nitrogen

LDWB1

nit·rogen

nitrogen [ni·tro·gę̄n] m. ‹chim› Stickstoff m. , Nitrogen n ., Nitrogenium n .

Pökelrogen

Campe

poekel·rogen

◎ Der Pökelrogen , — s, Mz . gl. gepökelter oder eingesalzener Fischrogen, besonders vom Hausen (Caviar ). C.

Ableitungen von rogen (1 von 1)

errogen

LW

er-rogen, 1. erregen, anregen. 2. refl. sich regen, sich rühren.