Eintrag · Goethe-Wörterbuch
- Anchors
- 22 in 12 Wb.
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Lautwandel-Kette
Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart
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1050–1350
MittelhochdeutschŒDEadj.
Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +7 Parallelbelege
ŒDE , ÔDE adj. ahd. ôdi Graff 1,150. goth. áuþs gr. ἔρημος. unangebaut, öde, leer, leicht. alsô daʒ ganze dörfer, gaʒʒen…
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1200–1600
Mittelniederdeutschö̂deadj.
Mittelniederdeutsches Wb.
°* ö̂de , adj. , öde, wüst, ö̂. leggen (Jüt. Low ed. Thorsen 75).
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15.–20. Jh.
NeuhochdeutschÖde
Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege
Öde , -r, -ste, adj. et adv. ein sehr altes Wort, welches in folgenden Bedeutungen gefunden wird. 1) * Hohl; eine im Hoc…
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18./19. Jh.
Goethe-ZeitÖde
Goethe-Wörterbuch · +1 Parallelbeleg
Öde fem; einmal Oe- 1 unwirtlicher, lebensfeindlicher, wüster Landstrich a Wildnis; mBez auf Gebirge u Wüsten; einmal hy…
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modern
DialektÖdef.
Pfälzisches Wb. · +2 Parallelbelege
Öde f. : ' unbebautes Land, Ödland ', Eed (ēd) [ KU-Wolfst HB-Seyw KL-Weltb PS-Windsbg NW-Haardt LA-Mörzh BZ-Gleisz ], E…
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Spezialöde
Deutsch-Ladinisch (Mischí) · +2 Parallelbelege
öde adj. 1 desert (-rc, -a), desolé (-lá, -lada) 2 (einsam) sorënt (-nc, -a), bel su 3 (verlassen) arbandoné (-ná, -nada…
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Wortbildung
Komposita & Ableitungen mit oede
69 Bildungen · 19 Erstglied · 49 Zweitglied · 1 Ableitungen
oede‑ als Erstglied (19 von 19)
œdecheit
Lexer
œdec-heit , œdekeit stf. BMZ leichtfertiges, albernes betragen Tund. Eracl.
œdeclich
Lexer
œdec-lich adj. s. v. a. œde, eitel, töricht. manic œdeclîcher sprunc von in dô gesprungen wart Neidh. 64,35 ;
œdeclîchen
Lexer
œdec-lîchen adv. BMZ in eitler od. törichter weise Neidh. ( œdeclîchen wunden sî den kragen 60,16). œdecl. tuon Mart. 1,22 ;
œdekeit
BMZ
œdekeit stf. leichtfertiges betragen, albernheit. wâ ist nu al dîn œdekeit; eʒ muoʒ dir werden vil leit Hahn ged. 46,3. swieʒ ( das märe ) g…
Oedeldœdel
MeckWB
Oedeldœdel Pl. -s m. Bezeichnung für Schlechtes, Falsches, Unsinn: Se möten nich glöben, dat sünd Oedeldœdels (Lügen) Wo. Sag. 2, XX; Oedeld…
œdelîchen
Lexer
œde-lîchen adv. ib. dasselbe Neidh. Wolk. 81. 3,8.
ödelig
DWB
ödelig , adj. vorarlbergisch, öd, einsam: jetzt ists so ödelig in meiner klausnerei wie in einem grab. Felder Nümmamüllers 19. 90. 174 , vgl…
ödeln
DWB
ödeln , verb. , schweiz. ödelen, leer sein oder werden; unpersönlich, es ödelet mir, ich fange an blödigkeit im magen zu verspüren ( s. öde …
Oedema
Herder
Oedema , griech., jede örtliche Ansammlung wässeriger Feuchtigkeiten im Zellgewebe der Haut, somit eine partielle Wassersucht, von der Hautw…
ödemachung
DWB
ödemachung , f. vastatio Aler 1492 a .
Ödenburg
Meyers
Ödenburg (magyar. Sopron ), königliche Freistadt mit Munizipium, Sitz des gleichnamigen ungar. Komitats (s. oben), 5 km westlich vom Neusied…
œdene
Lexer
œdene stf. s. v. a. œde, der unangebaute zustand. einen hof ôdene halben nit nieszen mogen Mb. 10,193 ( 1473 ).
Öderan
Meyers
Öderan , Stadt in der sächs. Kreish. Chemnitz, Amtsh. Flöha, an der Staatsbahnlinie Dresden-Chemnitz, 404 m ü. M., hat eine evang. Kirche, e…
œderëht
Lexer
œde-rëht , œd-rëht stn. BMZ pachtverhältnis, welchem gemäss man œde gründe eine gewisse zal jahre ohne stift u. geld benutzen konnte Schm. F…
œdergou
Lexer
œder-gou stm. = œder gou. item ein viertel œdergau sol er auch rütten (riuten). item ein morgen œdergou gelegen an dem Renner St. a. 1443.
œderich
FindeB
* œderich stm. törichter, dummer Mensch SHort
œderîe
Lexer
œderîe stf. s. v. a. œdecheit. wan er ôdrî und uppkait kan Netz 4720. œdrî trîben ib. 6067.
Öderquart
Meyers
Öderquart , Landgemeinde im preuß. Regbez. Stade, Kreis Kehdingen, in der Marsch, mit Station Landesbrück - O. an der Kleinbahnlinie Stade-I…
Ödeschen
RhWB
Ödes-chen = Abfall beim Flachsschwingen s. Adechse.
‑oede als Zweitglied (30 von 49)
Einöde
RDWB1
Einöde f глушь, тьмутаракань, захолустье, медвежий угол
armö̑de
MNWB
armôde , armö̑de , n. , f. , armôt (armut) , m. , f. , 1. Armut, Elend. 2. die armen Leute. 3. Wohlfahrtseinrichtung. Deminutivum: armö̑deke…
âventrö̑de
MNWB
âventrö̑de crepusculum.
bêrbȫde
MNWB
bêrbȫde , f. , Bierbütte.
blöde
DWB
blöde , f. debilitatio. Maaler 72 b . noch heute für ohnmacht.
dêmö̑de
MNWB
° dêmö̑de , adj. , demütig, bescheiden.
dōrhö̑de
MNWB
dōrhö̑de (-hüde) , f. , Tordienst, Torwacht, Wache an den Toren.
dünkelgö̑de
MNWB
dünkelgö̑de; -gö̑dichê(i)t; -gö̑derîe (-güde , -güdicheit , -güderie) , f. , Heuchelei, Pharisäertum , Selbstgerechtigkeit, Dünkel.
einöde
DWB
einöde , f. desertum, solitudo. da in öde selbst schon die vorstellung der verlassenheit liegt, scheint éin pleonastisch vorzutreten, auch g…
etgrö̑de
MNWB
° etgrö̑de , -grôde , f. , zweiter Wiesenwuchs, Nachweide.
froede
KöblerMhd
froede , st. F., sw. F. Vw.: s. vröude
2(ge)blö̑de
MNWB
2 (ge)blö̑de , (ge)blö̑te , n. , Geblüt, gleiches Blut.
gelö̑de
MNWB
gelö̑de , n. , der Gewichtssatz der zu einer Silberwaage gehört.
gemœde
Lexer
ge-mœde stn. eine abgabe, sporteln für die bestellung eines anwaltes Arn. 44 ( 1494, Nassau ). vgl. mêdeme?
gesamftemö̑de
MNWB
° gesamfte mö̑de (E. v. Gandersheim) (: ungemö̑de ) Ruhe, Sachtmütigkeit, Gelassenheit , s. sachtmö̑dichê(i)t.
grôt(ge)mö̑de
MNWB
° grôt(ge)mö̑de , -mö̑te (-ü-) , n. , Großgesinntheit , Edelmut, magnanimitas. (S. d. folgende.)
hemmelrö̑de
MNWB
hemmelrö̑de , f. , Röte des Himmels.
hinderhö̑de
MNWB
hinderhö̑de , f. , 1. Nachhut, Rückendeckung . 2. Hinterhalt.
inhö̑de
MNWB
inhö̑de , f. , 1. Einhütung, Viehtrift (SL). 2. Gasterei im Hause als Vor- oder Nachfeier einer Hochzeit.
jāgetrȫde
MNWB
jāgetrȫde „beltrina”.
kleinœde
BMZ
kleinœde , kleinœte , kleinôt stn. eine zierliche, künstlich gearbeitete sache; dann jedes zierliche geschenk. — kleinœde: brœde Türh. Wh. 4…
kristenjȫde
MNWB
kristenjȫde christlicher Wucherer. —
lanthoede
KöblerMnd
lanthoede , F. Vw.: s. lanthȫde
lôbȫde
MNWB
lôbȫde , -bȫdene , -bödde , f. , Bottich in dem das Leder mit Gerberlohe gebeizt wird.
morgenrö̂de
MNWB
morgenrö̂de , f. , -rôt , m. , n. , °f. (Kölner, Lüb. Bibel 2. Reg. 23, 4; Bugenhagen-Bibel Hiob 3, 9; 41, 9), roter Himmel des Morgens, ‚au…
nachthoede
KöblerMnd
nachthoede , F. Vw.: s. nachthȫde
ōrbȫde
MNWB
ōrbȫde s. ° ōrbēde.
²ôtmö̂de
MNWB
2 ôtmö̂de s. 1 ôtmôt.
plö̂de
MNWB
*° plö̂de ( ploͤde ), f. ( Pl. -n ) : abgetragenes, heruntergekommenes Kleidungsstück, Fetzen, Lumpen, de ōlden p.n und plünden (Nic. Gryse …
pōrtenhö̂de
MNWB
° pōrtenhö̂de , f. : Wachdienst am Stadttor (Inv. nichtstaatl. Arch. 3, 99).
Ableitungen von oede (1 von 1)
unöde
DWB
unöde , adj. , habitabilis, frequentatus, vulgo populosus Stieler 1380 ; unöd lustig Schmeller 1, 38 . —