Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
mucken
mucken
mucken Vb. ‘mit halb geöffnetem Mund Laute von sich geben, murren, aufbegehren, sich leise, vorsichtig oder unwillkürlich bewegen’, seit dem 15. Jh. nachgewiesen, aber sicher älter, vgl. ahd. firmucken ‘stumpfsinnig sein’ (8. Jh.), mnd. mucken ‘den Mund kaum auftun und halblaut murmeln’, nl. mokken (s. auch mucksen). Das Verb stellt sich mit expressiver Gemination zu der unter Maul (s. d.) genannten schallnachahmenden Wurzel ie. *mū̌-, wozu auch muhen (s. d.) und die dort genannten außergerm. Formen gehören. – aufmucken Vb. ‘aufbegehren’ (19. Jh.). Mucker m. ‘wer brummt, murrt, Duckmäuser, Scheinheiliger’ (17. Jh.); im 18. Jh. abschätzig für die Anhänger des Pietismus.