Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
mörtel m.
mörtel , m. kalk zum mauern mit sand gemischt. die römischen bauleute nannten nach dem sprachgebrauche des Vitruv mortarium nicht allein das trogartige gefäsz, in welchem die bindemasse für das mauerwerk herzugetragen wurde, sondern auch diese bindemasse selbst. mit der einführung des steinbaues in Deutschland seitens romanischer maurer ( vergl. unter mauer sp. 1773), die eine reihe technischer ausdrücke in die sprache bringt ( vgl. fundament und füllmund, kalk, kammer, mauer, ziegel u. a. ), wird auch jenes lateinische wort aufgenommen, mit umsetzung des sächlichen geschlechts in das männlich…