Eintrag · Etym. Wb. des Deutschen (Pfeifer)
mißlich Adj.
mißlich Adj.
mißlich Adj. ‘unerfreulich, schlecht’, ahd. missalīh, missilīh ‘vielfältig, verschieden, zahlreich, unterschieden, nicht übereinstimmend, entgegengesetzt, schlecht’ (8. Jh.), mhd. misselich, mislich, asächs. missilīk, mislīk ‘verschieden, zahlreich’, mnd. misselīk, mislīk, mnl. misselijc, nl. misselijk, aengl. mislic, anord. mislīkr, got. missaleiks sind zusammengesetzt mit dem unter miß- (s. d.) angeführten Präfix und dem unter -lich (s. d.) behandelten germ. *līka- ‘Körper, Gestalt’. Auszugehen ist von einer Bedeutung ‘verschiedenartig’, eigentlich ‘verschiedene, abweichende Gestalt habend’ (im Gegensatz zu gleich ‘gleichartig’, eigentlich ‘dieselbe Gestalt habend’, s. d.), dann (16. Jh.) ‘zweifelhaft, unsicher, unerfreulich’. – Mißlichkeit f. ‘Unannehmlichkeit, schlechte Verhältnisse’, mhd. misselīcheit ‘Verschiedenheit’.