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Meer

mnd. bis spez. · 18 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

Campe
Anchors
21 in 18 Wb.
Sprachstufen
7 von 16
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Eintrag · Campe (1807–1813)

Meer Das

Bd. 3, Sp. 238b
Das Meer, — es, Mz. — e; Vw. das Meerchen, O. D. Meerlein, eine große Wassermasse auf der Oberfläche der Erde, welche vom Lande eingeschlossen ist. Dahin gehören das Kaspische Meer in Asien, das todte und Galiläische Meer im ehemahligen Lande der Juden, das Steinhuder Meer im Bückeburgischen, das Lacher Meer im Trierschen, das Harlemer Meer in Holland, welche, das erste ausgenommen, nur große Landseen sind, deren es ungleich größere giebt, die den Namen Meer nicht führen. Gewöhnlich aber versteht man unter Meer das ganze große Gewässer, welches alles feste Land und alle Iseln des Erdbodens umgiebt und welches wol zwei Drittheile der ganzen Erdoberfläche bedeckt, das Weltmeer, die See (Ocean), oder auch nur einzelne Theile dieses einzigen zusammenhangenden Gewässers, welche durch verschiedene Beisätze unterschieden werden. Das Atlantische Meer oder Weltmeer, das Mittelländische Meer, das Adriatische Meer, das Baltische Meer, das schwarze Meer, das weiße Meer, das rothe Meer, das stille Meer, das Eismeer  Von andern dergleichen Theilen ist die See üblich, z. B. die Südsee, die Nordsee, die Ostsee. Das Wasser des Meeres ist salzig. Die Thiere des Meeres. Die ihr den schnellen Tod in alle Meere Auf Donnergaleonen bringt. Ramler. Obgleich das Meer, mit dem Lateinischen mare verwandt und mehr im O. D. gewöhnlich, und die See, besonders im N. D. gebräuchlich, dieselbe Sache bezeichnen, so werden sie doch nicht in allen Fällen eins für das andre, sondern See dann gebraucht, wenn man mehr auf die Masse als auf das was dem festen Lande entgegengesetzt ist siehet und Meer dann, wenn man mehr auf die Form achtet, indem man es als das große, allgemeine Wasserbehältniß betrachtet; daher auch uneigentlich in der Bibel 1 Kön. 7, 23 f. 2 Kön. 25, 13 f. das große eherne Wassergefäß im Vorhofe des Tempels das eherne Meer heißt. I den Zusammensetzungen mit Meer und See beobachtet man meist denselben Unterschied, doch wird in vielen Fällen beides auf gleiche Art gebraucht. I uneigentlicher Bedeutung für große Menge, Fülle  ist nur Meer gewöhnlich. So spricht man dichterisch von einem Meere von Wonne ; in einem Meere von Wonne, Freude schwimmen  — — Wie brausend Ein Meer von Feinden ihn umfing. Ramler. »Ih erwache aus einem Meere sinnloser Träume.« Herder. Zuweilen ist auch der Begriff der Bewegung und Unruhe damit verbunden. »Umkehr unsres Blut und Gedankenstroms, unsers Meeres von Aufwallungen und Trieben ist die Scham.« Herder. Uneigentlich wird in der höhern Dichtkunst auch das Meerwasser Meer genannt. — hoch aufblasend das Meer aus offenen Nüstern. Voß. I den Zusammensetzungen bezeichnet Meer theils etwas dem Meere Eigenes, davon Ausgesagtes, theils etwas in demselben Enthaltenes, Wohnendes, theils etwas über dasselbe zu uns Gebrachtes.
2790 Zeichen · 36 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

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  1. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    meerst. N.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    meer , st. N. Vw.: s. mēr (3)

  2. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Meer

    Adelung (1793–1801) · +4 Parallelbelege

    Das Meer , des -es, plur. die -e, Diminut. das Meerchen, Oberd. Meerlein. 1) * Überhaupt, eine jede große Masse Wassers,…

  3. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Meer

    Goethe-Wörterbuch

    Meer rund 650 Belege, vor allem im Zshg der Italienreise u Antike-Rezeption; sehr oft in poetischer Diktion (vgl Pkt 1a)…

  4. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Meer

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +3 Parallelbelege

    Meer , die zusammenhängende, über 2 Drittheile des Erdbodens bedeckende Wassermasse, gewöhnlich von bläulichgrüner od. a…

  5. modern
    Dialekt
    Meer

    Elsässisches Wb. · +5 Parallelbelege

    Meer [Mêr M. ] in Meerkatz, Meertrüwel zur Bezeichnung der überseeischen Herkunft; Meerwunder. — Bayer. 1, 1639.

  6. Sprichwörter
    Meer

    Wander (Sprichwörter)

    Meer 1. Auch das Meer schlägt aus, wenn der Frühling kommt, aber am Tanz merkt man, wie die Blüten sind. – Altmann V. 2.…

  7. Spezial
    Meer

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Meer n. (-[e]s,-e) 1 mer (mers) m. 2 ‹fig› (große Menge) mer m. ▬ Rotes Meer Mer Cöce m .; Schwarzes Meer Mer Fosch m. ;…

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit meer

676 Bildungen · 662 Erstglied · 11 Zweitglied · 3 Ableitungen

meer‑ als Erstglied (30 von 662)

meeralt

SHW

meer-alt Band 4, Spalte 601-602

Meerbach

SHW

Meer-bach Band 4, Spalte 601-602

Meergasse

SHW

Meer-gasse Band 4, Spalte 601-602

meergrün

SHW

meer-grün Band 4, Spalte 601-602

Meerkatze

SHW

Meer-katze Band 4, Spalte 601-602

Meerlache

SHW

Meer-lache Band 4, Spalte 601-602

Meerlinse

SHW

Meer-linse Band 4, Spalte 601-602

Meerschaum

SHW

Meer-schaum Band 4, Spalte 601-602

Meerwasser

SHW

Meer-wasser Band 4, Spalte 601-602

Meerwiese

SHW

Meer-wiese Band 4, Spalte 601-602

Meerwunder

SHW

Meer-wunder Band 4, Spalte 601-602

meeraal

DWB

meer·aal

meeraal , m. muraena conger. Nemnich 3, 634 ; der meeraal in England, a conger, congrus Maaler 285 d .

meerab

DWB

meerab , adv. : meerab flossen feuergluthen. Göthe 41, 301 .

Meerabgrund

Campe

meerab·grund

◬ Der Meerabgrund , — es, Mz. — gründe , der oder ein Abgrund des Meeres oder im Meere. Unter dem Schleudern der Meerabgründ ' erhellenden B…

Meerabrauschend

Campe

meerab·rauschend

◬ Meerabrauschend , adj . u. adv . nach dem Meere hinabrauschend, ins Meer strömend. — meerabrauschende Ströme. Voß.

meeradler

DWB

meer·adler

meeradler , m. falco haliaetos, fischadler. Nemnich 2, 1578 : der meeradler, geläbt der fischen, ein art wie ein moszwei, haliEtus. Maaler 2…

Meeräcker

PfWB

Meer-äcker Pl. : FlN, Mähräcker [Wasgau-Bote 24. 2. 1934]. — Zu Meer 2.

Meerälster

Adelung

Die Meerälster , plur. die -n, eine Art ausländischer Vögel mit einem rothen Schnabel wie der Storch, einem oberwärts schwarzen, unten aber …

meeraffe

DWB

meer·affe

meeraffe , m. 1 1) meerkatze: die fruchtbarkeit des weibes, die nicht viel anders auszsah, als ein alter meeraffe. Chr. Weise erzn. 17 Braun…

meeralt

DWB

meer·alt

meeralt , adj. sehr alt. in Tirol. Schöpf 434 : ein weiblein das war meeralt, ihr gesicht war voll runzeln. Zingerle 2, 27 .

meer als Zweitglied (11 von 11)

Affenschmeer

Wander

affen·schmeer

Affenschmeer Affenschmeer haben. – Murner, Von dem grossen lutherischen Narren, in: Das Kloster, Bd. 10. Allerhand Täuschungsmittel, Ueberre…

mȫlenmeer

KöblerMnd

mȫlenmeer , F. Vw.: s. mȫlenmēre

schilfmeer

DWB

schilf·meer

schilfmeer , n. mit schilf bewachsenes meer. Luther übersetzt das hebräische ףוס ם , das in der vulgata mare rubrum heiszt, durch schilfmee…

vlōchmeer

KöblerMnd

vlōchmeer , F. Vw.: s. vlōchmēre

weltmeer

DWB

welt·meer

weltmeer , n. A A. komposition mit welt ' erdkreis ' (V), die seit dem 17. jh. als geographische bezeichnung sowie in mannigfacher metaphori…

zeelsmeer

KöblerMnd

zeelsmeer , N. Vw.: s. sēlsmēr

Ableitungen von meer (3 von 3)

meere

KöblerMnd

meere , F. Vw.: s. mēre (3)

urmeer

DWB

urmeer , n. (ur- C 4 c): so wie die thürmungen des urmeers, eh gestad es zähmten, wogte der donnernde feierhymnus grafen Stolberg 2, 193 ; d…

Vermeer

Meyers

Vermeer , Maler, s. Meer , S. 532.