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Marder

mhd. bis spez. · 22 Wörterbücher mit Anchor-Eintrag

RhWB
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24 in 22 Wb.
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Eintrag · Rheinisches Wb.

Marder

Bd. 5, Sp. 854
Marder das Tier ist natürlicherweise nicht überall bekannt, u. die nhd. Lautung aus der Schule ma·r.dər ist vielfach im Vordringen; auch heisst es mehr: et Dier es dis Nacht em Höhnerstall gewest u. bezieht dies auf Iltis, Wiesel, Marder; auch belegt man den Hausm. vielfach mit den Namen für ‘Iltis’ (Fürn, Ilk, Illekatze; s. d. W.), während man den selten gesehenen Edel-, Baummarder mit Baum-, Buchm., Baumert, Marderdier (s. d. W.) bezeichnet (WSelfk Bovin, Buvin); immerhin lassen sich an den rein mdl. Formen von M. noch geschlossene Geb. feststellen, u. zwar Rhfrk im Saargeb. u. Nahe mā(r)dər [uNahe auch -(r)d-, –ǫăd-; mārər Meis-Meddersh; mādəl Jeckenb Stdt, Kreuzn-Genh Sponh; -d- Gutenbg]; Hunsr -ārd- [mrdər Goar-NSpay (u. -dəl); -dəl OSpay]; die Mos ö. Trier u. Wittl, SDaun SPrüm hat mā(r)dər, –·ā.-, über May nach N. bis Aden-Virnebg Lierstall Aacht reichend [Trier-Stdt -a·r.d-; Gilzem Reinsf m:tər; Mehring -tərt; Aach m:rdərt; Wittl-Bausend madər; Bernk-Graach m:dərt; Braunenbg m:rər; Zell-Starkenbg mārərt; Beilst mrəl; Briedel Neef m:rdəl; Bullay Senhals m·ă.l; Koch vielfach m: dəl, –təl; Brieden m:rər; Ellenz Poltersd, m:rəl; Kobl-Winning -ā:r-] Sg. u. Pl.; die mosfrk. Saar, Trier w. Trier, Bitb haben mădər-, m·ă.dərdē·ə.r, –de·i.ər (meist für Baummarder), auch Koch-Kaisersesch [SSaarl mā(r)dər; Guerlfang -ad-; Ensd -ēăd-; Berus mārtər-; Düren Fürw Niedaltorf mā(r)dē:r, –dē:jər, –de·i.ər; Eimersd OEsch mă(r)dē:r, –de·i.ər, ebenso Merz, Saarbg (Bessering Losh Rappw Riml mă(r)dər); in Saarbg-Besch Eft Köllig Perl mūr-; Irsch, Kirf mār-; Bitb-Speicher m·ă.(r)dərt; Echtershsn mtər; Sefferweich -ǫt-; Ferschw mE:rdər; NWeis bōmE:(r)dər, fī:dē:r (Fürn-) (Iltis Stinker); Prüm-Irrhsn mā:rdī·ə.r; Lambertsbg m:r-]; May u. Aden, wo nicht m·ă.(r)dər herrscht, mā:(r)dər [May-Wassenach -ad-; Aden-Arft -·ə.d-; Pitschd -ē·ə.-]; NDaun, NPrüm, LRip mā:(r)dər [in Ahrw, Schleid, Monsch, Eusk, Rheinb, Bo, Köln, Bergh, Dür, Jül meist mE:(r)dər, –E·ă.d-, –E·ə.d-; Rheinb-Wormersd Flamersh, Eusk-Lechenich, Bo-Muffend Vilich, Dür-Schlich -ī·ə.d-; Ahrw-Holzw Kreuzbg NEsch, Bo-Berkum Brenig Keldenich, Dür-Stdt -·ə.(r)d-; Bo-Volmershv -ȳ·ə.d-; Eusk-Zülp -ę·i.əd-; Aden-Hümmel mE:dərdī·ə.r; Eusk vielfach, Rheinb-GrBüllesh Stotzh, Bo-Dransd Sechtem, Bergh-Quadr, Dür-Berg vor Nideggen Bürvenich Eschw über Feld m·ə.ndər; Eusk-Antw, Dür-Füssenich Ginnick -ī·ə.-; Köln-Rodenk Schwadrf Stotzh, Bergh-Blatzh mE·ə.(r)dəl; Hürth Kalscheuren -ī·ə.(r)d-; Rondrf -ęd-; Köln-Sinthern, Bergh-Grouven Heppend Ichend, Dür-Schophv Weisw mātər] m., Pl. -rə, –lə; Grevbr-Jackerath, Bergh-Pütz, Monsch-Rötgen, Jül, Aach, Geilk, Heinsb, Erk māt, Pl. -tə [Jül-Titz, Heinsb-Dremmen mār; Aach-Broichweiden Herzogenr Stdt Verlautenheide Würselen mātš; Hastenr Höngen mātər; Schevenhütte Walh -dər]; MGladb, Grevbr-Kuckum Schaan mātəl [MGladb-Kleinenbr Odenk māt; Korschenbr -dəl; Steinforth mātəltər; Grevbr-Evinghv Neuenhsn mātər]; NWErk, Kemp ma(r)təl; Kemp-Vinkr Stdt, Kref, Geld mātər [Geld auch -təl]; in Mörs, Klev, n. Ruhr, wo Olk herrscht, ist mā(r)dər, –āt-, –t-, –art- bezeugt [Duisb-Buchholz māt; Ess-Frintrop, Dinsl-Spellen mardīər]; rrhn. in Neuw mā(r)dər [Dermb Harschb Linkenb Raubch Wienau -ad-; Giershf -ęrd-; Weis mdəl]; Altk mā(r)dər, –a- [Bachenbg -ad-; OAltk -E(r)d-, –ę-; Steckelb mārər]; Siegld mardər [Netphet meărdəl n.; oFerndorft -ard- n.]; Waldbr, Wippf mā(r)dər [Wippf-NWipper mat]; Sieg, MülhRh, Bo (rrhn.) mā(r)tər [MülhRh-Overath lāmətər]; Gummb mardər [Berghsn Dannenbg Lantenb Osbghsn Pernze Stromb mart, meist mat n.]; sonst Berg mādər, –ā:d-, –āt- [Sol-Schlebusch mā:n] m.: Marder, Baum-, Stein-, Haus-, Wald-, Eier-, Goldm. RA.: Er schreit wie en M. Mos; er hüərt (so gut) wie en M. Erk-Bissen. Das is de M. im Hinkelsstall den Bock zum Gärtner gemacht Kreuzn. — Wenn en Mat (Iltis) übers Dach läuft, gibt es bald Brand im Hofe, deshalb Fürmat genannt (nach der Deutung des Volkes, indes < Fürn-mat) Grevbr-Jackerath.
4115 Zeichen · 70 Sätze

Lautwandel-Kette

Von der indoeuropäischen Wurzel bis zur Mundart

Pro Sprachstufe der prominenteste Beleg. Klick auf eine Form öffnet das Wörterbuch.

  1. 1050–1350
    Mittelhochdeutsch
    MARDERstm.

    Mhd. Wb. (Benecke/Müller/Zarncke) · +3 Parallelbelege

    MARDER stm. daneben mader, mart. vgl. Graff 2,858. der marder, dessen fell zum mittelpelzwerke gehörte. martallus mardir…

  2. 1200–1600
    Mittelniederdeutsch
    marderF.

    Köbler Mnd. Wörterbuch · +2 Parallelbelege

    marder , F. nhd. Marder, Marderfell ÜG.: lat. mustela, martes Hw.: s. mārt, mārter; vgl. mhd. marder, mnl. marter E.: as…

  3. 15.–20. Jh.
    Neuhochdeutsch
    Marder

    Adelung (1793–1801) · +5 Parallelbelege

    Der Marder , des -s, plur. ut nom. sing. ein fünfzehiges vierfüßiges Raubthier mit einem braunrothen Körper, einer weiße…

  4. 18./19. Jh.
    Goethe-Zeit
    Marder

    Goethe-Wörterbuch

    Marder in Eurasien u Nordamerika beheimatetes (waldbewohnendes) hundeartiges Raubtier mit bräunlichem Fell; mehrf in der…

  5. 19./20. Jh.
    Konversationslex.
    Marder

    Herder (Konv.-Lex., 1854–57) · +1 Parallelbeleg

    Marder (Martes) , Gattung der Raubsäugethiere aus der Abtheilung der Zehengänger, mit langgestrecktem Körper, langer u. …

  6. modern
    Dialekt
    Marder

    Schweizerisches Idiotikon · +5 Parallelbelege

    Marder Band 4, Spalte 395 Marder 4,395

  7. Sprichwörter
    Marder

    Wander (Sprichwörter)

    Marder 1. Der Marder braucht keine Leiter zum Taubenschlage. Die Russen: Dem Marder die Leiter an den Taubenschlag setze…

  8. Spezial
    Marder

    Deutsch-Ladinisch (Mischí)

    Mar|der (Martes sp.) m. (-s,-) ‹zool› meder (medri) m.

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Wortbildung

Komposita & Ableitungen mit marder

58 Bildungen · 42 Erstglied · 16 Zweitglied · 0 Ableitungen

Ableitung von marder

mardern + -er

marder leitet sich vom Lemma mardern ab mit Suffix -er, auf Verb-Stamm zurückgeführt.

Zerlegung von marder 2 Komponenten

mar+der

marder setzt sich aus 2 eigenständigen Lemmata zusammen. Die Klammerung zeigt die Hierarchie der Komposition; Klick auf einen Bestandteil öffnet seine Etymologie.

marder‑ als Erstglied (30 von 42)

Marderfell

SHW

Marder-fell Band 4, Spalte 535-536

Marderjagd

SHW

Marder-jagd Band 4, Spalte 535-536

Marderlauf

SHW

Marder-lauf Band 4, Spalte 535-536

marderbalc

Lexer

marder·balc

marder-balc stm. marderfell Mb. 36 a , 243. mader balc Gr.w. 3,661. mar balc Urb. B. 1,64.

marderbalg

DWB

marder·balg

marderbalg , m. balg eines marders: ( der jagdbediente soll ) der herrschaft an verziechn gebn die mäderpälg, umb das hat er die recht, wo e…

Marderbräm

Idiotikon

Marderbräm Band 5, Spalte 599 Marderbräm 5,599

Marderchappen

Idiotikon

Marderchappen Band 3, Spalte 391 Marderchappen 3,391

Marderchëleⁿ

Idiotikon

Marderchëleⁿ Band 3, Spalte 199 Marderchëleⁿ 3,199

Marderdienst

DRW

marder·dienst

Marderdienst, m. die Pflicht, dem Inhaber des Jagdregals einen Marder als Abgabe zu liefern vgl. Dienstmarder [unsere unterthanen sind] im d…

marderdreck

DWB

marder·dreck

marderdreck , m. egestio martium. Stieler 345 ; als parfüm verwendet: ( er soll an den hals henken ) bissem in einem syden düchlin, oder mar…

Marderdrëck

Idiotikon

Marderdrëck Band 14, Spalte 754 Marderdrëck 14,754

marderfalle

DWB

marder·falle

marderfalle , f. falle für marder: marder- oder ratzenfalle, ferramentum seu decipula ferrea sub glacie pro capiendis martibus et gliribus. …

Marderfelle

Meyers

Marderfelle , die Felle der verschiedenen Marderarten. Die schönsten Baummarder liefert Norwegen (sogen. nordische), die nächsten Schottland…

marderfutter

DWB

marder·futter

marderfutter , n. futter aus marderfell: es soll jhnen ( den rittern ) auch marterfutter, und dergleichen zu tragen unverbotten sein. reform…

Mardergeld

DRW

marder·geld

Mardergeld, n. im Zusammenhang mit der Leibeigenschaft stehende Abgabe diejenigen, welche unter 5 meilen sitzen, sollen von jedem erbe jährl…

Marderhund

Meyers

marder·hund

Marderhund ( Waschbär -, Schleichkatzenhund , Canis [Nyetereutes] procyonoides Gray ), ein an die Marder erinnerndes Raubtier, 65–70 cm lang…

marderîn

Lexer

marderîn , märderîn s. merderîn.

marderkehle

DWB

marder·kehle

marderkehle , f. kehlstück am fell des marders: ij gulden han wir enphangen umb eczwaʒ marderkelen, die alt waren und die motten die sere ge…

marderkel

KöblerMhd

marder·kel

marderkel , sw. F., st. F. nhd. Marderkehle, Kehlstück am Fell des Marders Q.: HvFreibJoh (4. Viertel 13. Jh.) E.: s. marder, kel W.: nhd. M…

marderkele

Lexer

marder·kele

marder-kele swf. bezogen mit niuwen rôten marderkelen Germ. H. 2. 95,67.

marderlich

Idiotikon

marderlich Band 4, Spalte 396 marderlich 4,396

marder als Zweitglied (16 von 16)

Būchmarder

Adelung

buch·marder

Der Būchmarder , des -s, plur. ut nom. sing. ein Nahme, welchen an einigen Orten auch der Baummarder führet, weil er sich gern in Buchwälder…

dachmarder

DWB

dach·marder

dachmarder , m. hausmarder der sich unter den dächern der gebäude aufzuhalten pflegt, mustela foina Maaler 397 . man sagt er schreit wie ein…

edelmarder

DWB

edel·marder

edelmarder , m. mustela martes, baummarder. Brockes 6, 238 schreibt edelmarter.

feldmarder

DWB

feld·marder

feldmarder , m. mustela martes, sonst baummarder (1, 1193), zum unterschied vom dach und hausmarder.

Hotelmarder

Wander

hotel·marder

Hotelmarder Es ist ein Hotelmarder. Spitzname für Leute, die ein Geschäft daraus machen, in Gasthöfen zu stehlen.

steinmarder

DWB

stein·marder

steinmarder , m. , in felsen lebende marderart, mustella foina Brehm thierl. 3 1, 593; Nemnich wb. d. naturg. 570 . für martes domestica Maa…

tannenmarder

DWB

tannen·marder

tannenmarder , m. mustela martes Nemnich 2, 674 ; in eigentlicher zusammensetzung tannmarder, martes silvestris Maaler 398 d .

vēchmarder

KöblerMhd

vēchmarder , st. M. nhd. bunter Marder Q.: SHort (nach 1298) (FB vēchmarder) E.: s. vēch, marder W.: nhd. DW- L.: Lexer 477c (vēchmarder), F…

Zündmarder

Idiotikon

Zündmarder Band 4, Spalte 396 Zündmarder 4,396