Hauptquelle · Grimm (DWB, 1854–1961)
krass
krass , plump, grob, derb, dann arg, schrecklich, fürchterlich, nach lat. crassus, doch vermengt mit grasz, gräszlich; ein in manchen kreisen beliebtes superlativisches kraftwort, bes. studentisch (krasser fuchs, kerl), seit ende 18. jh., wol eben aus der studentensprache: du krasser philister! Körner 248 b ; gott sandte seinen rohen kindern gesetz und ordnung, wissenschaft und kunst, begabte sie mit aller himmelsgunst, der erde krasses loos zu mindern. Göthe 3, 180 ; so will man sich auch gegen den krassen neptunismus verwahren. 51, 135, den übertriebenen, gröbsten, wie krasse orthodoxie, kra…